DER OPERNFREUND - 51.Jahrgang
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Im Westen viel Neues

Aachen, Bonn und Köln

Nun haben auch die Häuser in Aachen, Bonn und Köln ihre Spielpläne präsentiert und für den Opernfreund gibt es sicherlich einige Produktionen, die es sich jetzt schon lohnt im Kalender zu markieren. Der Paukenschlag kommt aus Deutschlands westlichstem Theater: Aachen macht einen Ring! Doch wer sich jetzt schon auf vier Reisen in die Kaiserstadt einstellt, der liegt falsch, denn zu sehen sein wird die Ring-Bearbeitung, die unlängst im „Theater an der Wien“ für Furore sorgte und mit drei Teilen auskommt. So eröffnet man mit dem ersten Teil „Hagen“ unter Leitung des jungen Aachener GMD Christopher Ward (Inszenierung: Johannes von Matuschka). Die weiteren Teile „Siegfried“ und „Brünnhilde“ folgen in den kommenden Spielzeiten. Ob dieses, auf die psychologische Entwicklung der Figuren ausgerichtete Neuarrangement Wagnerscher Musik mehr bietet als das Original wird sich zeigen. Für Freunde der romantischen Oper kommen „Werther“ und „Pique Dame“ auf den Spielplan, Musical-Freunde dürfen sich auf David Bowies „Lazarus“ und Sondheims „Sweeney Todd“ (Inszenierung Joan Anton Rechi) freuen. Gerade durch Fördermittel des Landes NRW ermöglicht, wird sich das Aachener Theater auch weiter im Bereich Barockmusik profilieren und zeigt am Ende der Spielzeit Cavallis „Callisto“ (Inszenierung: Ludger Engels) und knüpft hier sicherlich an die erfolgreichen Produktionen Alter Musik der vergangenen Spielzeiten an.

Lässt man den Blick weiter östlich schweifen, so gelangt man nach Köln und auch hier bietet die Spielzeit Interessantes zwischen Rarem und Gängigem: Die Kölner Oper – auch weiterhin im Interim im Staatenhaus spielend – eröffnet mit „Tristan und Isolde“. Ob Patrick Kimnoth als Regisseur hier mehr Glück beweist als bei seinem desaströsen „Tannhäuser“ wird sich zeigen. In den Titelpartien sind Peter Seiffert und Ingela Brimberg, die umjubelte „Salome“ der aktuellen Spielzeit, zu erleben. Im Bereich des gängigen Repertoires folgen noch eine „Carmen“ (Inszenierung: Lydia Steier), ein „Trovatore“, der sängerisch u.a. mit Scott Hendricks, Aurelia Florian und Marina Prudenskaya besetzt sein wird, sowie – und da fragt man sich: „warum?“ – schon wieder eine „Entführung aus dem Serail“. Die Kölner Oper bietet aber auch Rares, wie etwa Berlioz‘ „Beatrice et Benedict“ unter dem Dirigat des Kölner GMD Francois-Xavier Roth, der in der kommenden Spielzeit auch in der Philharmonie weite Teile des Oeuvres seines Landsmannes in den Symphoniekonzerten des Gürzenich-Orchesters dirigieren wird. Selten zu sehen auch Offenbachs „Barkouf“ als Koproduktion mit Straßburg, sowie Purcells „Miranda“, von Katie Mitchell nach Shakespeares „The Tempest“ inszeniert. Im Bereich neuer Musik darf man auf Brett Deans Oper „Hamlet“ gespannt sein. Flankiert werden diese Produktionen von konzertanten Darbietungen von „Das Land des Lächelns“ und Rossinis „Viaggio a Reims“. Bei den Wiederaufnahmen sei besonders die Produktion von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ erwähnt, die im Juni 2020 für sieben Vorstellungen auf den Spielplan zurückkehrt.

Weniger spektakulär präsentiert sich der Spielplan des Oper Bonn. Neben „Rosenkavalier“, „West Side Story“ und „Cavalleria/Pagliacci“ gibt es hier – wen mag es wundern? – erneut zum Beethovenjahr einen „Fidelio“. Dazu ergänzend schließt sich ein Abend an, der von der renommierten Choreographin Reinhild Hoffmann inszeniert wird und der Beethovens „Christus am Ölberg“ mit der Uraufführung von Trojahns „Ein Brief“ kontrastiert. Ungewöhnlich und wahrhaft selten zu sehen ist Mauricio Kagels „Staatstheater“, das zur Zeit der Uraufführung zu Bombendrohungen gegen die Hamburgische Staatsoper führte. Beschlossen wird die Spielzeit in Bonn mit der Premiere von Brittens letzter Oper „Death in Venice“ in der das Bonner Ensemble-Mitglied Johannes Mertes die höllische Partie des Gustav von Aschenbach geben wird.

 

Sebastian Jacobs 22.5.2019

 

Vorschau auf die NRW-Spielpläne Mai & Juni 2019

Langsam neigt sich die aktuelle Spielzeit ihrem Ende entgegen, traditionell die Zeit in der man bereits mit Spannung auf die verschiedenen Spielplanankündigungen für die nächste Saison schaut. Doch bevor allerorts die Theaterferien beginnen, gibt es sicherlich auch zuvor noch die ein oder andere interessante Vorstellung zu entdecken, getreu dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“.

 

Beginnen wollte ich diese Vorschau eigentlich mit einem ausführlicheren Blick auf die Geisterritter im Theater Duisburg, eine Produktion, die im Rahmen der Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr entstand und bereits am Theater Bonn ihre vielbeachtete Premiere feiern durfte. Da nach dem verheerenden Wasserschaden am Theater Duisburg allerdings derzeit nicht klar ist, ob die Premiere wie geplant Mitte Juni stattfinden kann, fällt dieser Teil nun buchstäblich (zumindest vorerst) ins Wasser. Klar ist inzwischen allerdings, dass man die Premiere von Richard Wagners Götterdämmerung am 05. Mai 2019, wie übrigens auch den anschließenden kompletten Ring, in Duisburg trotzdem erleben kann. Allerdings erfolgen die Aufführungen nur konzertant. Hierzu wechselt man in die benachbarte Mercatorhalle, der Heimspielstätte der Duisburger Philharmoniker. Freuen darf man sich hier auf einen musikalischen Hochgenuss unter der Leitung des GMD Axel Kober und einer durchaus interessanten Besetzungsliste.

 

Wo wir gerade beim Ring sind, drängt sich eine weitere Premiere regelrecht auf, denn auch im Musiktheater im Revier erklingt Richard Wagner. Das Rheingold feiert seine Premiere in Gelsenkirchen am 11. Mai 2019 in einer Inszenierung von Michael Schulz. Besonders empfohlen sei an dieser Stelle auch nochmal das bereits beim letzten Mal erwähnte Musical Big Fish an diesem Hause. Inzwischen habe ich mich von der erhofften Qualität selbst überzeugen dürfen und kann es jedem Musicalfreund nur wärmstens ans Herz legen. Hier stehen nur noch zwei Aufführungen am 01.06. sowie 29.06.2019 auf dem Spielplan. Auch die nur selten gespielte Oper Schwanda der Dudelsackpfeifer von Jaromir Weinberger verspricht, die Saison am MiR hochkarätig ausklingen zu lassen, Premiere hier am 15. Juni 2019.

An der Oper Düsseldorf steht als letzte Premiere der Saison Pique Dame von Peter Iljitsch Tschaikowsky auf dem Spielplan. Inszenieren wird dies die amerikanische Regisseurin Lydia Steier in ihrer ersten Arbeit für die Deutsche Oper am Rhein. Premiere ist am 25. Mai 2019. Am selben Tag findet auch an der Oper Bonn die letzte Premiere der aktuellen Spielzeit statt. Die sizilianische Vesper ist eine Koproduktion mit der Welsh National Opera in Cardiff mit der man in Bonn seine Verdi-Reihe fortsetzt. Nach dem Zyklus mit vier Frühwerken, inszeniert der bekannte Regisseur David Pountney nun das erste von drei zentralen Werken aus der mittleren Schaffensperiode des Komponisten. Bereits einen Tag zuvor findet in Dortmund die Premiere von Echnaton statt, die Oper von Philip Glass wird hierbei als spartenübergreifendes Projekt von Oper und Ballett angekündigt, Inszenierung und Choreografie liegt in den Händen von Giuseppe Spota, der ab der kommenden Saison die Nachfolge von Bridget Breiner als Ballettdirektor am Musiktheater im Revier antreten wird.

Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart gebührt die besondere Ehre an einem Wochenende gleich zweimal Premiere feiern zu dürfen. Nach der Premiere am Aalto-Theater in Essen am Samstag, dem 01. Juni 2019 folgt nur einen Tag später die Premiere am Theater Aachen. Am Theater Münster spielt man dagegen ab dem 18. Mai Die Entführung aus dem Serail in einer Inszenierung von Philipp Kochheim.

Ein besonderes Augenmerk sei noch auf die Premiere von Der goldene Drache am Theater Krefeld gelegt (12. Mai 2019). Petra Luisa Meyer inszeniert das Werk mit der Musik von Peter Eötvös in der Form, dass die Besucher auf der Bühne des Theaters Platz nehmen werden und so besonders nah an den Akteuren sind. Ein Stilmittel, welches bereits bei Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte an gleicher Stelle hervorragend funktionierte. Ganz traditionell findet dagegen die Premiere von Orpheus in der Unterwelt am 15. Juni 2019 in Mönchengladbach statt. Hinrich Horstkotte steht hier als Regisseur für eine sicherlich interessante und besonders humorvolle Umsetzung der bekannten Operette von Jacques Offenbach. Auch in Bielefeld wird dieses Werk seine Premiere am 07. Juni 2019 feiern, die Inszenierung übernimmt hier Nadja Loschky. Auch in Köln, oder besser gesagt natürlich auch in Köln widmet man sich dem Offenbach-Jahr in ganz besonderer Weise. Als kleiner Teil dieses großen Programms zeigt die Oper Köln ab dem 09. Juni 2019 zum 200. Geburtstag des Komponisten die Neuproduktion Die Großherzogin von Gerolstein unter der musikalischen Leitung von GMD Francois-Xaver Roth in der Regie von Renaud Doucet.


Zum Abschluss möchte ich den Blick noch auf einige hervorragende Musical-Produktionen richten. Am 19. Mai erfolgt in Köln, man möchte fast sagen endlich, die Wiederaufnahme von My Fair Lady in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf, die in der Spielzeit 2012/13 in der Interimsstätte „Oper am Dom“, auch bekannt unter dem Namen Musicaldome, ihre Premiere hatte. Ich habe das Werk dort seinerzeit gesehen und freue mich sehr über die nun anstehende Wiederaufnahme. Im Gegensatz zu damals wird nun statt der deutschen Version die englische Original-Fassung gespielt, mit der die Oper Köln im Jahr 2015 als Gastspiel am Royal Opera House Muscat (Oman) aufgetreten ist. In Bielefeld findet am 18. Mai 2019 die Premiere des David-Bowie-Werkes Lazarus statt, ein Stück, dass in diesem Jahr an sehr vielen Häusern große Erfolge feiern konnte. Am Theater Hagen präsentiert man am 15. Juni 2019 die Premiere von Spring Awakening, das Musical von Steven Sater und Duncan Sheik welches auf dem Schauspiel Frühlingserwachen von Frank Wedekind basiert, wird in der deutschen Version aufgeführt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück. Eine Kooperation, die bereits in der Vergangenheit einige sehenswerte Produktionen hervorbrachte. Ein ganz besonderes Highlight ist sicher auch das Broadway-Musical Chicago, welches BB Promotion im Sommer nach Deutschland holen wird. Hierbei stehen u. a. Spielzeiten im Kölner Musicaldome (04. – 16. Juni) und im Düsseldorfer Capitol Theater (25. – 30. Juni) auf dem Tourplan. Aktuell gibt es im Rahmen einer Muttertags-Aktion hier unter mehr-emotionen.de 30 % Rabatt auf die Eintrittskarten, allgemein ist ein gemeinsamer Theaterabend sowieso immer ein schönes Geschenk.

 

P.S.

Nicht zu vergessen DIE TOTE STADT von Korngold - Premiere am 16. Juni in Wuppertal


(Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.)
Markus Lamers, 01.05.2019

 

 

 

 

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