Bücher und Tonträger

Bücherecke Tonträger

Buchkritik: „Gefühlswegweiser und Komponiermaschine“, Christian Schaper

Selbst der große Komponist habe, so las man es 1968 in Hellmuth Stegers und Karl Howes Der neue Opernführer, mit seiner Musik die „artistische Urkraft der Oper nicht ganz verdecken“ können. Zwei Jahre zuvor hatte Kurt Honolka im Großen Reader’s Digest-Opernführer bemerkt, dass dem Werk „die unmittelbare theatralische Wirkung“ fehle. Noch im 1978 wiederaufgelegten und erneuerten . . .

Buchkritik: „Wahnfried“, Sven Friedrich (zweite Besprechung)

Das Haus ist mehr als ein Museum oder eine Künstlervilla. Man muss sich also nicht darüber wundern, dass im Lauf seiner Geschichte schon mehrere Bücher darüber geschrieben wurden, zumal seit 2015 ein seinerzeit umstrittener Neubau neben dem Altbau steht – kurz vor der Schließung des Hauses kamen die Erinnerungen Manfred Egers, des ersten Museumsdirektors, heraus, der es 1976 eröffnete, . . .

Bücherecke: „Herbert von Karajan. Macht – Ohnmacht – Vermächtnis“, Wolfgang Rathert

Natürlich kommt auch Bayreuth drin vor. Die Bayreuther Festspiele waren zwar nur eine kurze Episode in Herbert von Karajans künstlerischem Leben, doch signifikant, verraten sie doch Wesentliches über seine unverwechselbare Art, Musik und Szene ineinander zu bringen. Dass und wie er in Bayreuth, konkret: an Wieland und Wolfgang Wagner scheiterte, hat erst kürzlich Stephan Mösch in Bayreuth . . .

Buchbesprechung: „Es klang so alt und war doch so neu“, Stephan Mösch

Zugegeben: Die Zeiten sind vorbei, da es keine Literatur über den sog. Wagner-Gesang gab, zumindest keine Literatur in Buchform, doch von einer Schwemme an Aufsätzen und Artikeln kann keine Rede sein. In Steffen Prignitz’ Wagner-Bibliographie, die (fast) alle wissenschaftliche und halbwissenschaftliche Wagner-Literatur bis einschließlich 2013 auflistet, taucht der Begriff, was sinnvoll ist, . . .

Buchkritik: „Wahnfried – 50 Jahre Richard-Wagner-Museum 1976–2026“, Sven Friedrich

Im ersten Band ihrer Tagebücher nennt Cosima Wagner am 23. Dezember 1873 die noch im Bau befindliche Villa Wahnfried „Ärgersheim … da beständig irgendetwas Verfehltes oder Vergessenes sich uns darin entdeckt.“ Dennoch bezogen 1874  Richard und Cosima Wagner samt Kindern und Personal die hochherrschaftliche Villa am Rande des Hofgartens, mitten in Bayreuth.  Freilich, das am . . .

Buchkritik: „Almanach 2026 – Jahrbuch der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“

Ist Kunst nicht potenziertes Handwerk? Oder anders: Gibt es eine Kunst, die nicht auf Handwerk basiert? – Liest man das Gespräch, das Antonia Goldhammer mit Christian Thielemann geführt hat, erfährt man von Neuem, dass ein Orchester – noch dazu in so etwas Kompliziertem wie dem Festspielhaus – zu dirigieren in erster Linie bedeutet, die Materie aus dem Effeff, oder, wie Wolfgang . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Anno Mungen (zweite Besprechung)

„Wer versucht, sich einen Reim zu machen auf die verstörende Koexistenz von Künstlertum und Verbrechertum in ein und derselben Person, setzt sich dem Verdacht aus, exkulpatorische Absichten zu verfolgen. Für einen solchen Verdacht bietet dieses Buch jedoch keine Handhabe, denn sein Resümee lässt an Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig.“ – So konnte man es 2015 lesen, nachdem . . .