Bücher und Tonträger

Bücherecke Tonträger

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Anno Mungen (zweite Besprechung)

„Wer versucht, sich einen Reim zu machen auf die verstörende Koexistenz von Künstlertum und Verbrechertum in ein und derselben Person, setzt sich dem Verdacht aus, exkulpatorische Absichten zu verfolgen. Für einen solchen Verdacht bietet dieses Buch jedoch keine Handhabe, denn sein Resümee lässt an Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig.“ – So konnte man es 2015 lesen, nachdem . . .

Buchkritik: „Bayreuth als Theater“, Stephan Mösch (zweite Besprechung)

Dass die Zeit ein sonderbar Ding sei, wusste schon die Marschallin im Rosenkavalier. Zeit: Was als Begriff banal erscheint, ist für Theologen (z. B. Augustinus von Hippo) und Philosophen, für Gehirnforscher wie für Historiker nicht trivial, sondern ein fundamentaler Begriff. Dass Stephan Mösch sein neues Buch Bayreuth als Theater mit dem Untertitel Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz. Oper-Politik-Gewalt“, Anno Mungen

Anno Mungen ist in Thurnaus bei Bayreuth seit 2006 Nachfolger von Sieghart Döhring als Leiter des Forschungsinstitut für Musiktheater. Neben vielen anderen Forschungsprojekten hat sich einen Namen gemacht mit seinen Forschungen zum Thema „Oper im Nationalsozialismus“, die in der Ausstellung „Hitler.Macht.Oper“ 2018 gipfelten, die in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg und dem . . .

Bücherecke: „Mythische Sinnlichkeit“, Stefanie Spindler (Zweite Besprechung)

Es gibt solche Bücher: über Werke und Themen, die, von einem Punkt aus betrachtet, unversehens Bedeutungszuwächse erhalten, die vordem selbst jenen Beobachtern verborgen blieben, die sich „an sich“ mit den Werken und Themen gut auskennen – denn hat man nicht schön längst das Gebiet der sinnlichen Wahrnehmungen in den Werken Richard Wagners genügend abgehandelt? Zeigen nicht all jene . . .

Buchkritik: „Die Wagners. Eine Familie zwischen Musik und Macht“, Michael Lemster

Familienportrait – Bereits mehreren Familien aus dem deutschen Sprachraum, deren nicht nur eines, sondern mehrere , Mitglieder erfolgreich künstlerisch tätig waren, hat sich der Kulturwissenschaftler Michael Lemster gewidmet, den Grimms, den Mozarts und den Straußens. Nun sind Die Wagners an der Reihe, in denen er Eine Familie zwischen Musik und Macht sieht, wobei die Musik ganz . . .

CD: „Der Ring des Nibelungen“, Dallas Symphony Orchestra unter Fabio Luisi

Bei dem Label Delos ist eine neue Live-Aufnahme von Wagners großangelegter Tetralogie Der Ring des Nibelungen auf CD erschienen. Mitgeschnitten wurden im Jahre 2024 mehrere Konzerte im Morton H. Meyerson Symphony Center in Dallas. Mit dieser Aufnahme wird gleich zwei Jubiläen nachhaltig Rechnung getragen: Zum einen dem 125jährigen Bestehen des Dallas Symphonie Orchestras, zum anderen der . . .