Konzerte

Baden-Baden, Konzert: „Brahms, Elgar“, Igor Levit und das Orchestra dell‘ Accademia Nazionale de Santa Cecilia unter Daniel Harding

Lieben Sie Brahms? Selbstverständlich: JA! Eine Herzenssache für jeden Baden-Badener. Aber wie sieht und spielt es der Pianist? Wie steht es in der Partitur? Bei aller Freiheit der Interpretation ist sie der fest vorgegebene Rahmen und Fundament für das musikalische Spiel. – Dazu Igor Levit am 14. April 2026 BNN in einem Interview: „Ich lebe, entwickle mich und mit jeder Veränderung . . .

Pionteks Bayreuth: „Eröffnungskonzert des Friedrichsforums“, Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester

Rasanz, Fulminanz, Sensation – diese Worte fallen einem ein, wenn man das Eröffnungskonzert des Friedrichsforums besucht hat. – Noch vor wenigen Wochen stand die Wiedereröffnung der ehemaligen Bayreuther Stadthalle auf der Kippe: Brandschutz, man kennt das ja, und es ist wichtig. Erst am Morgen des Eröffnungstages, genauer: erst um 6.05 Uhr hat der verantwortliche Brandschutzmann sein . . .

Berlin, Konzert: „Strauss, Beethoven“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

Nicht zufällig gilt Richard Strauss (1864-1949) der Musikwelt, lange bevor er sich der Opernkomposition zuwendet, als Lyriker. Die frühen Lieder - Zueignung, Morgen, Cäcilie - und andere werden zu wahren Hits. Doch der Schein trügt: der Liedkomponist Strauss ist nur den Wenigsten wirklich bekannt, obwohl ungefähr 150 Lieder gedruckt vorliegen; 20 von ihnen gehören zum Repertoire in den . . .

Baden-Baden, Konzert: „Tschaikowsky, Rachmaninow“, Liederabend

Asmik Grigorian: Diva oder Primadonna? Ausdruck von Stärke, Selbstbestimmung und Erfolg oder erfolgreich gefeierte Sängerin? – Seit geraumer Zeit ist die Sängerin zur bête noir geworden. Einen Himmelsplatz behauptet sie nur noch im Weltreich der Pop-Musik. Erfolgreiche Frauen der Opernbühne präsentieren sich heute lieber down to earth als abgehoben. Und doch: Asmik Grigorian ist die . . .

Bonn, Konzert: „Matthäus-Passion“, Beethoven Orchester unter Attilio Cremonesi

Sein 5. Freitagskonzert in der Spielzeit am Karfreitag, dem 3. April 2026 spielte das Beethoven Orchester Bonn in seiner neuen alten Heimatspielstätte, der frisch renovierten Beethovenhalle. Man hatte den ausgewiesenen Barockexperten Attilio Cremonesi als Dirigent gewonnen, der mit dem Beethoven Orchester, dem Philharmonischen Chor Bonn und einem erlesenen Solistenensemble eine spannende Passion . . .

Dresden, Konzert: „Elias“, Felix Mendelssohn Bartholdy

Mit dem „Verein der Witwen- und Waisenkasse der Sächsischen Staatskapelle e.V.“ lebt die Tradition der Unterstützungskonzerte an den Palmsonntagen jeden Jahres für bedürftige Nachkommen verstorbener Kapellmitglieder des Orchesters noch immer. Waren in früheren Jahren die Benefizkonzerte wegen des Engagements der Staatskapelle bei den Salzburger Osterfestspielen oft etwas eingeschränkt . . .

Lübeck: „Brahms, de Falla, Wagner“, Wioletta Hebrowska, Mariam Vardanyan und Samuel Waffler

Das mit „Traumtänze(r)“ überschriebene Konzert am Sonntagvormittag im Haus Eden in Lübeck bescherte dem hochkonzentrierten Publikum mit einem exquisit zusammengestellten Programm ein beglückendes und tief ergreifendes Erlebnis. – Den Auftakt bildete der Ungarischer Tanz Nr. 17 (Arr. Kreisler) für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Die armenische Geigerin Mariam Vardanyan und . . .

Wuppertal: „Götterdämmerung“, Richard Wagner (konzertant)

Strahlende Sonne, blauer Himmel, festlich gekleidetes Publikum am frühen Sonntagnachmittag vor der Stadthalle: das hatte Festspielcharakter. Der 3. und letzte Tag, die Götterdämmerung steht bevor und bricht in der Halle los mit drei erhabenen Akkorden des sehr großen Orchesters. Die Celli wogten und die drei Nornen (Deniz Uzun, Edith Grossmann Sofia Fomina) nordische Schicksalsgöttinnen mit . . .

Pionteks Bayreuth: „Michael Wessel: Mozart der Humorist“

Erst kürzlich war am selben Ort Mozarts Sonate KV 281 zu hören. Ein Dresdner Klavierschüler spielte sie so, dass man merkte, dass es eines ist, die schnellen Sätze „technisch perfekt“ zu bringen und sie gleichzeitig klingeln zu lassen. Dies habe er, schrieb ich, mit vielen wesentlich erfahreneren Pianisten gemein; selbst weltberühmte Pianistinnen und Pianisten schaffen es nicht immer, . . .