Gelsenkirchen: „Wozzeck“, Alban Berg (zweite Besprechung)

Der Empfehlung für die Gelsenkirchener Inszenierung des Wozzeck von Alban Berg durch unsere erste Kritik kann ich nur zustimmen. Die musikalische Seite ist fabelhaft. Sogar Matthew Peña als Hauptmann erscheint mir nicht kritikwürdig. Seine leichte, helle und scharfe Stimme passt hervorragend zu seiner Physiognomie wie zu seiner Rollengestaltung als charakterliches Leichtgewicht. Ein Platz im . . .

Düsseldorf, Ballett: „Forsythe / Eyal“, William Forsythe, Sharon Eyal

Mit William Forsythe und Sharon Eyal stehen zwei große Namen der Ballettwelt im Titel des neuen Ballettabends des Ballett am Rhein. Die von Forsythe 1987 für das Ballet de l'Opéra de Paris entwickelte Choreografie In the Middle, Somewhat Elevated und Strong von Sharon Eyal, uraufgeführt am 8. Dezember 2019 in der Berliner Staatsoper Unter den Linden, bilden nicht zuletzt auch durch die . . .

Lüttich: „L’heure espagnole“ /„L’enfant et les sortilèges“, Maurice Ravel

Lieber Opernfreund-Freund, – mit Ravel im Doppelpack beschenkt die Opéra Royal de Wallonie-Liège seit gestern ihre Besucher. Der turbulenten Komödie L’heure espagnole (Die spanische Stunde) stellt die Produktion die tiefgründige Geschichte vom Kind und dem Zauberspuk (L’enfant et les sortilèges) zur Seite. Regisseur Jean-Louis Grinda und dem spielfreudigen Ensemble gelingt damit . . .

Bremerhaven: „Die verkaufte Braut“, Bedřich Smetana

Die verkaufte Braut ist die erfolgreichste Oper des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana. Eigentlich spielt sie in einem böhmischen Dorf. Weil aber die Stadt Bremerhaven im nächsten Jahr ihr 200jähriges Gründungsjubiläum feiert, verlegte Regisseur Sebastian Kranner die Handlung nach Bremerhaven. „Wir nehmen das Jubiläum der Stadt auf und ziehen einen historischen Bogen über 200 . . .

Hildesheim: „Guillaume Tell“ Gioachino Rossini

Nur sehr selten kann man Rossinis letzte, in Paris komponierte Oper erleben, was an den hohen Anforderungen an alle Ausführende liegen mag. Umso erfreulicher ist es, dass es sich bei der in Hildesheim seit einigen Jahren gewählten Trilogie diesmal um den schweizerischen Freiheitshelden Wilhelm Tell handelt. Später in der Spielzeit wird es das Schiller-Drama und ein Musical über den Tell-Stoff . . .

Frankfurt: „Ottone“, Georg Friedrich Händel (zweite Besprechung)

Schönheitstrunkenes, aber verrätseltes Barock-Regisseurinnen-Theater – Am elften Oktober fand die dritte Premiere der neuen Spielzeit an der Oper Frankfurt statt, nach Tschaikowsky und Mozart stand eine Barockoper auf dem Spielplan – und zwar eine Oper von Georg Friedrich Händel, dessen Opern man in den letzten Jahren regelmäßig in Frankfurt erleben konnte. Diesmal ein Werk, das . . .