Duisburg, Ballett: „Grey Area“, Bridget Breiner, David Dawson, Lesley Telford

Für das Dutch National Ballet in Amsterdam schuf David Dawson im Jahr 2002 eine Choreographie, die im Folgejahr mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnet wurde. Zu einer fast schon hypnotischen Musik von Niels Lanz bewegen sich drei Tänzerinnen und zwei Tänzer in einer Art Zwischenstadium, zwischen Ende und Neubeginn. Der Titel The Grey Area ist dabei nicht unbedingt farblich . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók (dritte Besprechung)

Psychologisierende Einengung – Die Florentinische Tragödie von Alexander Zemlinsky und Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók erlebten an der Wiener Staatsoper eine Neuinszenierung von Valery Barkhatov. Der russische Regisseur legte beide Stücke als eines im selben profanen Bühnenbild (ein elegantes zweistöckiges Wohnzimmer mit Ehebett) von Christian Schmidt zusammen und reduzierte . . .

Zürich, Ballett: „Ein Sommernachtstraum“, Cathy Marston

„Karussell der Liebe, Karussell der Träume, hör nicht auf, dich zu drehen. Was so schön begann, darf nie vergehen“, sang Vicky Leandros 1968; mit „Das Karussell der Liebe hat schon so viel geseh'n: Tränen und auch Freude, es muss sich weiter dreh'n“, folgte Susan Jane 1972. Doch die beiden Schlagersängerinnen haben die Metapher des Karussells für Liebesrausch und Schwindel, für das . . .

Köln, Kinderoper: „Der König verschenkt was“, Philipp Matthias Kaufmann

Eine Welturaufführung in einem neu erbauten Opernhaus – wo gibt es das denn? Die rund 200 Gäste, davon viele Kinder, die am 10. Oktober 2026 in die Kölner Kinderoper gekommen waren, hatten das Privileg, die Premiere der Oper „Der König verschenkt was“ mit dem Libretto von Martin Baltscheid und der Musik von Philipp Matthias Kaufmann in der neuen Kinderoper mitten in Köln zu erleben. . . .

Salzburg: „L’italiana in Algeri“, Gioachino Rossini

Nun, man müsste den Bericht in zwei Teilen abfassen: eine Reportage und eine Kritik! In der Reportage kann von großer Begeisterung des nachmittäglich ausverkauften Hauses berichtet werden, von viel Freude und Lachen und einem veritablen Erfolg! Von Zwischen-Appläusen nicht nur nach Arien, sondern auch einfach mal hinein: sogar in die Ouvertüre, die – wieder einmal „inszeniert“ – . . .

Essen: „Das Wunder der Heliane“, Erich Wolfgang Korngold (dritte Besprechung)

Der Komponist Erich Wolfgang Korngold dürfte einem breiten Opernpublikum in erster Linie durch seine Tote Stadt ein Begriff sein. Dieses im Jahre 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln aus der Taufe gehobene Werk bescherte dem damals erst 23jährigen Korngold den großen Durchbruch als Opernkomponist. Keine seiner späteren Schöpfungen für das Musiktheater erreichte auch nur annähernd die . . .

Bielefeld: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper Die Zauberflöte ist gleichzeitig eine der eingängigsten und eine der schwierigsten Opern, die beliebteste und stellt wie kaum ein anderer Regisseur vor größte Herausforderungen bei der Frage, was dieses Werk voller phantasievoller Magie und hochtrabender Moral uns zu sagen hat. Theater hoffen in vielen gut besuchte Vorstellungen Opernneulinge zu gewinnen, Stammpublikum nicht zu . . .