Hagen: „Ich, Ich, Ich! (Je suis narcissiste)“, Raquel Garcia-Tomas (zweite Besprechung)

An komische Opern trauen sich zeitgenössische Komponisten meist nicht heran. Mit den Klängen der Gegenwart lassen sich leichter Tragik und Dramatik auf die Bühne bringen. Umso erstaunlicher ist der Erfolg von Raquel Garcia-Tomas Oper Je suis narcisste, die 2019 in Madrid uraufgeführt wurde. Die Inszenierung der deutschen Erstaufführung, die 2024 in Gießen unter dem deutschen Titel Ich, Ich, . . .

Meiningen: „The Legend of Georgia McBride“, Matthew López

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die warmen Tage sind gezählt, so bietet sich ein Trip nach Florida in die Panama-Bar an – oder eher doch nicht? Es ist ein heruntergekommenes Lokal. Die Gäste, die man übrigens nie sieht, weil alles backstage abläuft, sind angeödet, was nicht zuletzt am schmuddeligen Besitzer Eddy liegt, sondern auch am bis an die Schmerzgrenze übertriebenen . . .

Darmstadt: „Cavalleria rusticana“, Pietro Mascagni / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo

Lieber Opernfreund-Freund, – am Staatstheater Darmstadt wird die neue Spielzeit mit dem Opernzwilling Cavalleria rusticana und Pagliacci eröffnet. Intendant Karsten Wiegand präsentiert dem Publikum einen effektvollen Opernabend, Sänger und Orchester lassen dabei keine Wünsche offen. – Auch wenn die beiden Werke der Musikwelt 1892 auf der Wiener Musik- und Theaterausstellung . . .

Innsbruck: „Atalanta“, Georg Friedrich Händel

Im April 1736 komponierte Händel aus Anlass der Hochzeit des Thronfolgers Frederik Louis von Hannover (dem Mitbegründer der „Opera of the Nobility“, welche Händels „Royal Academy of Music“ schwere wirtschaftliche Konkurrenz machte) mit Augusta von Sachsen – Gotha-Altenburg, Prinz und Prinzessin von Wales, in nur drei Wochen die Pastorale Atalanta. Dem folgten zwei Wochen Probenzeit, . . .

Hagen: „Ich, ich, ich! – (Je suis narcissiste)“, Raquel García-Tomás

„Komische Oper“ ist eine etwas untertriebene Bezeichnung für diese rasanten pausenlosen neunzig Minuten, in denen die spanische Komponistin Raquel García-Tomás (*1984) das Publikum auf eine Zeitgeist-Analyse mitnimmt. Diese könnte man auch ernst vornehmen, befreiendes Lachen ist jedoch manchmal hilfreicher, und dazu gibt es in der gemeinsam mit der Librettistin Helena Tornero erstellten . . .

Sankt Gallen: „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbach

Lange ist's her, dass ich bei einer Opernaufführung so viel geschmunzelt, ja gar gelacht habe – und schon gar nicht bei HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN. Dabei reiht sich Offenbachs unvollendet gebliebenes Meisterwerk nicht in die Reihe seiner berühmten Bouffes (LA BELLE HÉLÈNE, LA VIE PARISIENNE, ORPHÉE AUX ENFERS) ein. Und doch enthält diese Opéra fantastique derart viele echt komische . . .

Minden: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner

Die Premiere von Die Meistersinger von Nürnberg gerät zu einem Triumph des Richard Wagner Verbandes Minden e.V., der es geschafft hat, den Bayreuther Kanon komplett im Mindener Stadttheater auf die Bühne zu bringen. Es begann 2002 mit einer Co-Produktion des Theaters, der Nordwestdeutschen Philharmonie und der örtlichen Wagner-Freunde von Der fliegende Holländer anlässlich des 90-jährigen . . .

Ruhrtriennale: „Vorhang!“, Les Apaches / „Balkan Erotic Epic“, Marina Abramović / „Landless & Opus“, Christos Papadopoulos

Die Projekte der „Ruhrtriennale“ leben maßgeblich von schroffen Gegensätzen minimalistischer Reduktion und überbordender Reizüberflutung. So auch in drei Produktionen im Duisburger Landschaftspark und dem Essener PACT Zollverein. – Unter dem schlichten Titel Vorhang!“ nahm das Pariser Ensemble „Les Apaches!“ das Publikum in der voll besetzten Gebläsehalle des . . .

Bregenz: „La traviata“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)

Sehr gut, aber zu viel Show! – Der international renommierte italienische Opernregisseur Damiano Michieletto, der sich besonders im italienischen Fach einen Namen gemacht hat, wurde mit der erstmaligen Inszenierung der Oper La traviata von Giuseppe Verdi auf der Seebühne in Bregenz betraut, die auch noch im kommenden Jahr laufen wird. Auch wenn sich dieses Stück nicht gerade für die . . .