Zürich, Ballett: „Ein Sommernachtstraum“, Cathy Marston

„Karussell der Liebe, Karussell der Träume, hör nicht auf, dich zu drehen. Was so schön begann, darf nie vergehen“, sang Vicky Leandros 1968; mit „Das Karussell der Liebe hat schon so viel geseh'n: Tränen und auch Freude, es muss sich weiter dreh'n“, folgte Susan Jane 1972. Doch die beiden Schlagersängerinnen haben die Metapher des Karussells für Liebesrausch und Schwindel, für das . . .

Köln, Kinderoper: „Der König verschenkt was“, Philipp Matthias Kaufmann

Eine Welturaufführung in einem neu erbauten Opernhaus – wo gibt es das denn? Die rund 200 Gäste, davon viele Kinder, die am 10. Oktober 2026 in die Kölner Kinderoper gekommen waren, hatten das Privileg, die Premiere der Oper „Der König verschenkt was“ mit dem Libretto von Martin Baltscheid und der Musik von Philipp Matthias Kaufmann in der neuen Kinderoper mitten in Köln zu erleben. . . .

Salzburg: „L’italiana in Algeri“, Gioachino Rossini

Nun, man müsste den Bericht in zwei Teilen abfassen: eine Reportage und eine Kritik! In der Reportage kann von großer Begeisterung des nachmittäglich ausverkauften Hauses berichtet werden, von viel Freude und Lachen und einem veritablen Erfolg! Von Zwischen-Appläusen nicht nur nach Arien, sondern auch einfach mal hinein: sogar in die Ouvertüre, die – wieder einmal „inszeniert“ – . . .

Essen: „Das Wunder der Heliane“, Erich Wolfgang Korngold (dritte Besprechung)

Der Komponist Erich Wolfgang Korngold dürfte einem breiten Opernpublikum in erster Linie durch seine Tote Stadt ein Begriff sein. Dieses im Jahre 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln aus der Taufe gehobene Werk bescherte dem damals erst 23jährigen Korngold den großen Durchbruch als Opernkomponist. Keine seiner späteren Schöpfungen für das Musiktheater erreichte auch nur annähernd die . . .

Bielefeld: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper Die Zauberflöte ist gleichzeitig eine der eingängigsten und eine der schwierigsten Opern, die beliebteste und stellt wie kaum ein anderer Regisseur vor größte Herausforderungen bei der Frage, was dieses Werk voller phantasievoller Magie und hochtrabender Moral uns zu sagen hat. Theater hoffen in vielen gut besuchte Vorstellungen Opernneulinge zu gewinnen, Stammpublikum nicht zu . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók (zweite Besprechung)

Vom Öffnen aller Türen – Zemlinskys Florentinische Tragödie ist wieder da! Erstmals seit 1917 ist sie an der Wiener Oper zu hören, wo es kurz nach ihrer Uraufführung in Stuttgart zu fünf Vorstellungen kam. Wie überhaupt Zemlinskys Musik, heutzutage wieder öfter zu hören, mit dessen erzwungener Emigration lange Zeit verstummte. Nach einem initiatorischen Lohengrin-Erleben, . . .

Oldenburg: „La forza del destino“, Giuseppe Verdi

Gleich zu Beginn der Spielzeit ist dem Oldenburgischen Staattheater mit Giuseppe Verdis La Forza del Destino ein veritabler Volltreffer gelungen - und das in jeder Hinsicht. Die Regie von Joan Anton Rechi war klug durchdacht und absolut werkgerecht, musikalisch sorgte Vito Cristofaro am Pult des bestens disponierten Oldenburgischen Staatsorchesters einmal mehr für eine spannende, differenzierte . . .