Bremerhaven: „Die tote Stadt“, Erich Wolfgang Korngold

Korngold schrieb sein 1920 uraufgeführtes Meisterwerk Die tote Stadt im Alter von erst 23 Jahren. Stilistisch steht das Werk zwischen dem Verismo und Richard Strauss: Das üppig besetzte Orchester schwelgt in Klangfarben, die Nähe zu Puccini ist unverkennbar. Die Oper ist insgesamt äußerst melodisch; zwei Nummern sind richtige „Schlager“ geworden: Das gefühlvolle Lied des Pierrot „Mein . . .

Wiesbaden: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner

Schild(bürg)erstreich – Das Luzerner Komiker-Duo OHNE ROLF spricht in seinen Programmen kein Wort und kommuniziert stattdessen über das Aufblättern von Plakaten, auf denen kurze Sätze aufgedruckt sind. Das ist ein intelligenter Spaß, der über einen ganzen Kleinkunst-Abend tragen kann. Tiago Rodrigues hat diese Idee für sein Regiekonzept zu einer Tristan-Inszenierung übernommen. . . .

Duisburg: „On the Town“, Leonard Bernstein (zweite Besprechung)

Mit aufwändigen Neuinszenierungen so denkbar unterschiedlicher Werke wie Richard Strauss‘ Tragödie „Elektra“ und Leonard Bernsteins Musical-Erstling „On the Town“ bewältigte die Deutsche Oper am Rhein im Abstand von nur zwei Wochen einen Kraftakt, der unabhängig vom künstlerischen Ertrag der Produktionen beeindruckt. – Interessant, dass Bernsteins lange Zeit eher peripher . . .

Berlin: „Giulio Cesare in Egitto“, Georg Friedrich Händel (zweite Besprechung)

Hochkarätige Langeweile – Die dreiaktige Oper mit dem Libretto Nicola Francesco Hayms nach einer Vorlage von Francesco Bussani, Giulio Cesare in Egitto, entstand in der künstlerisch kreativsten und auch kommerziell einträglichsten Periode des Londoner Opernschaffens von Georg Friedrich Händel. Es ist das fünfte Stück, das Händel für die Royal Academy of Music geschrieben hat. . . .

Duisburg: „On the Town“, Leonard Bernstein

Mit dem Musical On the Town machte der junge Leonard Bernstein im Jahr 1944 der Stadt seiner Träume eine rauschende Liebeserklärung. Die Musik seiner ersten Musical-Komposition schrieb er durchweg im klassisch-jazzigen Stil und fast jeder Song ist eine Hommage an New York oder die Bewohner dieser pulsierenden Metropole. Als Grundlage diente das Ballett Fancy Free von Jerome Robbins, für das . . .

Berlin: „Giulio Cesare in Egitto“, Georg Friedrich Händel

Sternstunde – Viele Jahre lang war Christoph Seuferle als Operndirektor für reizvolle Besetzungen, für die Entdeckung neuer Stimmen für die Deutsche Oper verantwortlich, während der noch laufenden Saison auch als Intendant zwischen Dietmar Schwarz und Aviel Cahn für den Spielplan und beschenkt nun das Publikum mit einer Serie von wunderbaren Aufführungen von Händels Giulio Cesare in . . .

Gießen: „Gärtnerin aus Liebe“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts frühen Beitrag zum komischen Musiktheater gibt es gleich zweimal: als italienische Opera buffa unter dem Titel La finta Giardiniera und als deutsches Singspiel unter dem Titel Die Gärtnerin aus Liebe. Mit gerade einmal 18 Jahren schrieb das junge Genie die italienische erste Fassung als Auftragswerk des Münchener Hofs für den Karneval, wo sie im Januar 1775 ihre Uraufführung erlebte. . . .