Lüttich: „Bartleby“, Benoît Mernier / „La voix humaine“, Francis Poulenc

Lieber Opernfreund-Freund, – modernes Musiktheater präsentiert seit gestern die Opéra Royal de Wallonie-Liège: dem Kammerspiel La voix humaine von Francis Poulenc wird das Auftragswerk Bartleby des belgischen Komponisten Benoît Mernier vorangestellt. Wo die Frau in der vor fast 70 Jahren uraufgeführten französischen Mono-Oper ununterbrochen spricht, ist in Bartleby die . . .

Freiberg: „Gianni Schicchi“, Giacomo Puccini / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo

Lieber Opernfreund-Freund, – zwei Kurzopern hat das Mittelsächsische Theater zu einem Musiktheaterabend verwoben und dafür nicht nur zwei Regisseure beauftragt, sondern die Werke auch inhaltlich zu einem stimmigen Gesamtwerk zusammengeschustert: Zu Ruggero Leoncavallos Pagliacci wird nicht der vermeintliche Opernzwilling von Pietro Mascagni, sondern Gianni Schicchi aus Puccinis Il . . .

Gelsenkirchen: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

„Mal wieder eine neue Zauberflöte“, mag einem vielleicht bei der Sichtung der Spielpläne durch den Kopf gegangen sein. Doch Die Zauberflöte am Musiktheater im Revier war von Beginn an als Gemeinschaftsproduktion der Musiktheatersparte und des MiR.LAB konzipiert. Letzteres ist ein Forschungslabor, in dem unter anderem neue Formate entwickelt werden sollen, die herkömmliche Bühnenkunst mit . . .

Wien: „L’elisir d’amore (Der Liebestrank)“, Gaetano Donizetti

Unerwartete Hochdramatik – Eine Pointe? In New York liebt er als Tristan bekanntlich unglücklich seine Isolde. Wenig später in Wien jammert er als Nemorino um den Liebestrank ebenjener „Königin Isotta“, um mit seiner Adina glücklich zu werden. – Jeder Opernfreund, der sich ein wenig auskennt, kommt um die Frage nicht herum: Geht das? Kann man Wagners schwierigsten Helden und . . .

Osnabrück: „Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire)“, André Previn

Schallplattensammlern dürfte André Previn (1929-2019) als Dirigent und Pianist für Repertoire der Spätromantik und klassischen Moderne bekannt sein, Kennern als Jazzmusiker und Filmmusik-Komponist und -Arrangeur (was ihm vier Oscars bescherte), und Klatschspaltenlesern als Ehemann der Stargeigerin Anne-Sophie Mutter von 2002 bis 2006. Man kann daraus ablesen, dass er ein musikalisches . . .