Braunschweig: „I Capuleti e i Montecchi “, Vincenzo Bellini

Nach über dreißig Jahren hat sich das Staatstheater erneut der hierzulande selten gespielten Belcanto-Oper in einer Neuinszenierung angenommen und damit die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Literatur auf die Bühne gebracht. Romeo und Julia (Giulietta) haben sich bei Bellini und seinem Librettisten Felice Romani schon längere Zeit vor Beginn der Handlung unsterblich ineinander verliebt, . . .

Duisburg, Ballett: „Kaleidoskop“, Iratxe Ansa, Igor Bacovich, Mthuthuzeli November, Jean-Christophe Maillot

Bereits im März des letzten Jahres feierte der dreiteilige Ballettabend Kaleidoskop im Düsseldorfer Opernhaus Premiere und überzeugte hierbei mit gleich zwei Uraufführungen, die speziell für diesen Abend entwickelt wurden. In dieser Spielzeit fand nun die Übernahme der Produktion nach Duisburg statt, wo das Ballett am Rhein von den Zuschauern in der besuchten Vorstellung ebenfalls . . .

Oldenburg: „Il Barbiere di Siviglia“, Gioachino Rossinis

In der Vergangenheit wurde von der Oldenburgischen Staatsoper bei den Inszenierungen von Gioachino Rossinis komischer Oper Il Barbiere di Siviglia meistens viel Fantasie investiert. Zwar ist 1995 Georg Rootering mit seiner Überfrachtung an Gags weit über das Ziel hinausgeschossen, wenn er etwa zum Ständchen des Grafen eine Heerschar falscher Heinos mit Sonnenbrille und Blondperücke auftreten . . .

Hamburg: „Frauenliebe und -leben“, Robert Schumann / „Herzog Blaubarts Burg“, Béla Bartók / „Eine florentinische Tragödie“, Alexander von Zemlinsky

Ein großes Thema, drei Variationen. Unter dem Titel Frauenliebe und -sterben fasst Regisseur Tobias Kratzer drei Kompositionen zusammen, die sich um das Bild der Frau, Geschlechterkampf und Rollenverständnis in unterschiedlichen Epochen, drehen. Das ist auf den ersten Blick gut gedacht, lässt sich aber nur bedingt auf die gewählten Stücke übertragen. – Am Anfang des Abends steht der . . .

Nürnberg: „Der Freischütz“, Carl Maria von Weber

„So das hätten wir auch überstanden“. Der Stoßseufzer des Besuchers, der nach dem für Sänger und Orchester großen, für das Regieteam zurückhaltenden bis ablehnenden Schlussapplaus das Haus verließ, blieb nicht vereinzelt. Manch Besucherin sehnte sich vernehmlich nach dem „alten“, so „schönen“ Freischütz zurück – was das Nürnberger Publikum nun serviert bekam, war nicht . . .

Münster: „A Midsummer Night’s Dream“, Benjamin Britten

William Shakespeares A Midsummer Night’s Dream inspirierte viele Komponisten zu einer die abwechslungsreiche Handlung des Bühnenstücks vertiefenden Musik. In Deutschland ist am bekanntesten Felix Mendelssohn Bartholdys Schauspielmusik zum Sommernachtstraum. Benjamin Britten komponierte 1960 eine Oper darüber, für die er zusammen mit Peter Pears ein Shakespeares Stück verkürzendes Libretto . . .