Frankfurt: „Der Triumph von Zeit und Erkenntnis“, Georg Friedrich Händel

Händels Triumph in Frankfurt am Main – Im Bockenheimer Depot, einem ehemaligen Betriebshof und ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn Frankfurt am Main aus dem Jahr 1900, eine bemerkenswerte hölzerne Halle, sie ist eine fabelhafte Alterativ-Spielstätte des Frankfurter Opernhauses, fand am 13. Juni eine besonderen Händel-Produktion statt. Simone Di Felice, seit 2017/18 Kapellmeister . . .

Frankfurt: „Der Zar läßt sich fotografieren“, Kurt Weill / „Die Kluge“, Carl Orff

Erinnern Sie sich noch an Greta Thunberg? Zum Zeitpunkt der Premiere dieses Doppelabends im Jahr 2023 galt sie als Ikone der Klimaschutzbewegung. Regisseur Keith Warner hatte in einem Interview zu der Produktion bemerkt, er habe die titelgebende „Kluge“ in Orffs Märchenoper dieser seinerzeit prominenten Figur nachempfunden. Da dachte er wohl an positive Eigenschaften, nämlich neben der . . .

Wien : „Les pêcheurs des perles“, Georges Bizet (zweite Besprechung)

Am 14. Mai 2026 brachte die Wiener Staatsoper Les Pêcheurs des Perles von Georges Bizet in einer Neuinszenierung von Ersan Mondtag heraus, der – wie bisher unbestätigt kolportiert wird – ab 2028 hier auch den neuen Ring des Nibelungen inszenieren soll (siehe dazu unseren Kontrapunkt). Im Licht von Henning Streck war er auch für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich. Wenngleich er das . . .

Budapest, Ballett: „Sleeping Beauty / Dornröschen“, Peter Tschaikowsky

Märchenhafte Vorstellung eines Ballettklassikers – Mit der Wiederaufnahme von „Csipkerózsika“, wie „Dornröschen“ auf Ungarisch heißt, kehrt nach einigen Jahren Pause (die ungarische Premiere war im April 2016) ein Märchen-Ballett auf die Bühne der Ungarischen Staatsoper zurück. In der Choreografie von Sir Peter Wright nach Marius Petipa zur Komposition von Pyotr I. . . .

Wien: „Lady Magnesia / Zweimal Alexander“, Mieczysław Weinberg / Bohuslav Martinů

Mit einem Doppelabend über Eifersucht verabschiedet sich die Wiener Kammeroper womöglich nicht nur in die Sommerpause, sondern aus einer Zeit, in der man ihr noch eine Zukunft zutraute. Weinbergs „Lady Magnesia“ und Martinůs „Zweimal Alexander“ erscheinen an diesem Abend wie die letzte Erinnerung daran, wofür dieses Haus stand: für Neugier statt Sicherheit, für das Schräge, . . .