Duisburg: „Die Walküre“, Richard Wagner

Bereits acht Jahre hat Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung von Die Walküre an der Deutschen Oper am Rhein auf dem Buckel, und sie ist immer noch sehenswert und lässt sich mit teils neuer Besetzung aktuell in einer Wiederaufnahme in Duisburg erleben. Zunächst aber gedachte man des verstorbenen Ensemblemitglieds Wolfgang Schmidt, der der Institution trotz internationaler Karriere treu verbunden . . .

Braunschweig: „Peter Grimes“, Benjamin Britten

Nach fast 28 Jahren ist mit Benjamin Brittens Peter Grimes eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts wieder im Staatstheater zu erleben. Die 1945 in London uraufgeführte Oper beruht auf der Verserzählung „The Borough“ des englischen Dichters George Crabbe, der wie Britten aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammte. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten . . .

Dortmund: „Judith und das Wunder der Schöpfung“, Chormusical der Stiftung Creative Kirche

Judith ist eine junge Frau, deren Welt ins Wanken gerät. Scheinbar gefangen zwischen gesellschaftlichen Spannungen und familiären Konflikten, stellt sie vieles infrage. Doch Judith will auch aktiv Stellung beziehen. Bei dem großen Druck, der auf ihr lastet, ist es allerdings alles andere als einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Inmitten von Angst und Zweifel entdeckt sie das . . .

Duisburg: „Turandot“, Giacomo Puccini

Im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein gibt es einige Produktionen, die für großartige Opernabende stehen, die aber leider nur sehr selten zu sehen sind. Eine dieser Produktionen ist Giacomo Puccinis Turandot in der Inszenierung von Huan-Hsiung Li. In Kooperation mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying) in Taiwan entstanden, feierte die Oper am 5. Dezember 2015 Premiere im . . .

Wuppertal: „Der Wald / Erwartung“, Ethel Smith / Arnold Schönberg

Manuel Schmitt hat 2024 einen Doppelabend in der Oper Wuppertal inszeniert, der unter der Leitung des GMD Patrick Hahn am 7. April 2024 umjubelte Premiere hatte. Zur Wiederaufnahme unter dem Nachdirigat von Yorgos Ziavras bin ich gefahren, weil „Der Wald“ als Wiederentdeckung des Jahres 2024 nominiert war. Der Abend hat alles, was ein spannender Opernabend braucht: zwei kurze, zeitlose . . .

Stuttgart: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Wieder einmal stand Mozarts Zauberflöte auf dem Spielplan der Stuttgarter Staatsoper. Und erneut vermochte sie durchaus zu gefallen. Regisseur Barrie Kosky entwickelte seine ansprechende Inszenierung in Zusammenarbeit mit der britischen Theatergruppe 1927 - diese besteht aus der Regisseurin Suzanne Andrade und dem Animationskünstler Paul Barritt - und der Bühnen- und Kostümbildnerin Esther . . .

Karlsruhe: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Die jüngste Neuproduktion am Badischen Staatstheater Karlsruhe galt Francis Poulencs 1957 an der Mailänder Scala in italienischer Sprache aus der Taufe gehobener Oper Dialogues des Carmélites. Dieses Werk beruht auf einem historischen Ereignis. Am 17. Juli 1794, exakt zehn Tage vor dem Sturz Robespierres‘, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe . . .

München: „Fürst Igor“, Alexander Borodin

Man hat ja schon öfters Komponisten auf der Opernbühne gesehen. Richard Wagner tauchte nicht erst in Barrie Koskys Bayreuther Meistersinger-Inszenierung in persona auf, Jacques Offenbach spielte, verkörpert vom Hausherren, dem Violoncellisten Siegfried Palm, 1978 in der Premiere der Peter-Ustinov-Inszenierung der Banditen an der Deutschen Oper Berlin buchstäblich mit, und Puccini wirbelte in . . .

Santa Cruz de Tenerife: „Orfeo ed Euridice“, Christoph Willibald Gluck

Musikalisch gut, szenisch zu flach – Die Ópera de Tenerife hat mit einer Neuinszenierung von "Orfeo ed Eurydice" den großen Opernklassiker von Christoph Willibald Gluck vor einem ausverkauftem Auditorio Ádán Martín in Santa Cruz neuinszenieren lassen. Ein weiterer Premierenabend des mondänen Hauses unter der Leitung von Intendant José Luis Rivero, der hier wahrhaftig ein Feuerwerk . . .