Essen: „Das Wunder der Heliane“, Erich Wolfgang Korngold (zweite Besprechung)

Ein Tyrann knechtet sein Reich. Im Kerker hält er einen mysteriösen Fremden gefangen, dem das Volk magische Kräfte zuschreibt. Eine junge Frau schleicht sich hinab, verfällt dem Gefangenen und zieht sich vor ihm aus. Der Herrscher kocht vor Eifersucht, sinnt auf Rache… Nein, das ist nicht „Salome“, sondern Erich-Wolfgang Korngolds „Das Wunder der Heliane". – Ein . . .

Hagen: „Cavalleria rusticana“, Pietro Mascagni / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo

Das klassische italienische Doppel „Cav and Pag“ (wie die Amerikaner sagen), also Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos I Pagliacci, ist die erste eigene und auch gleich sehr gelungene Opern-Neuproduktion des Theaters Hagen in dieser Saison. Und es spricht für die ambitionierte Leistungsfähigkeit dieser Bühne, dass sie es nicht bei einer der beiden Opern belässt, wie zuletzt in . . .

Bonn: „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen (La fanciulla del West)“, Giacomo Puccini

Manchmal ist es ja so, dass die einfachsten Dinge die besten sind. Nachdem der Verfasser dieser Zeilen sich in letzter Zeit doch eher schwere Kost oder verkorkste Inszenierungen anschauen durfte, war der Besuch im Bonner Opernhaus mehr als erfreulich: Dort zeigt man Puccinis viel zu selten gespieltes Goldgräber-Drama La fanciulla del West in einer stringent erzählenden, geradlinigen, auf . . .

Duisburg: „Der Kreidekreis“, Alexander Zemlinsky

Bereits am 1. Dezember 2024 feierte die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf mit Der Kreidekreis von Alexander Zemlinsky eine gelungene Premiere dieser selten gespielten Oper aus dem Jahr 1933. Nun ist die Produktion seit dem 3. Oktober 2026 auch im Duisburger Theater zu sehen. Leider sind hierbei nur vier Folgevorstellungen vorgesehen, dabei ist die Produktion, wenn auch sicherlich keine . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók

Schürhaken anstelle von Schwertern - und wo sind die sieben Türen? – Sollte Bogdan Roscic tatsächlich einmal gesagt haben (Relata refero), Asmik Grigorian sei die größte Sängerin, die je auf der Bühne der Wiener Staatsoper gestanden ist, dann begreift man auch, dass er für sie Premieren sucht und macht. Sie hat zwar schon eine Menge ihrer großen Rollen hier gesungen, Butterfly und . . .