Braunschweig, Ballett: „Romeo und Julia“, Sergei Prokofjew

Mit der neuen Choreografie zu Prokofjews Ballettmusik Romeo und Julia ist dem Braunschweiger Ballettdirektor Gregor Zöllig gemeinsam mit dem Tanzensemble eine dichte Umsetzung des Stoffes gelungen. Geschickte Straffung und Eliminierung einiger Randfiguren des Geschehens halfen dabei; leider verzichtete auch Zöllig – wie die meisten Choreographen seit Cranko – auf den versöhnlichen Epilog . . .

Oldenburg: „The Sound of Music“, Richard Rodgers

Kinder und Tiere sind immer eine sichere Bank. Tiere gibt es in dem Musical The Sound of Music von Richard Rodgers zwar nicht, Kinder aber gleich sieben an der Zahl. Es sind die Kinder des verwitweten Barons Georg von Trapp. Sie sind zwischen 5 und 16 Jahren alt und ihr Vater sucht händeringend wieder mal eine Erzieherin (Gouvernante heißt es etwas altmodisch im Stück). Denn alle haben bisher . . .

Gelsenkirchen: „Wozzeck“, Alban Berg (zweite Besprechung)

Der Empfehlung für die Gelsenkirchener Inszenierung des Wozzeck von Alban Berg durch unsere erste Kritik kann ich nur zustimmen. Die musikalische Seite ist fabelhaft. Sogar Matthew Peña als Hauptmann erscheint mir nicht kritikwürdig. Seine leichte, helle und scharfe Stimme passt hervorragend zu seiner Physiognomie wie zu seiner Rollengestaltung als charakterliches Leichtgewicht. Ein Platz im . . .

Düsseldorf, Ballett: „Forsythe / Eyal“, William Forsythe, Sharon Eyal

Mit William Forsythe und Sharon Eyal stehen zwei große Namen der Ballettwelt im Titel des neuen Ballettabends des Ballett am Rhein. Die von Forsythe 1987 für das Ballet de l'Opéra de Paris entwickelte Choreografie In the Middle, Somewhat Elevated und Strong von Sharon Eyal, uraufgeführt am 8. Dezember 2019 in der Berliner Staatsoper Unter den Linden, bilden nicht zuletzt auch durch die . . .

Lüttich: „L’heure espagnole“ /„L’enfant et les sortilèges“, Maurice Ravel

Lieber Opernfreund-Freund, – mit Ravel im Doppelpack beschenkt die Opéra Royal de Wallonie-Liège seit gestern ihre Besucher. Der turbulenten Komödie L’heure espagnole (Die spanische Stunde) stellt die Produktion die tiefgründige Geschichte vom Kind und dem Zauberspuk (L’enfant et les sortilèges) zur Seite. Regisseur Jean-Louis Grinda und dem spielfreudigen Ensemble gelingt damit . . .