Köln: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart (zweite Besprechung)

Gerade einmal zehn Jahre ist die nicht schlechte, aber letztlich etwas belanglose Inszenierung von Mozarts Figaro an der Kölner Oper her. Nun eine Neuproduktion, die weniger mit bahnbrechender Sichtweise auf das Stück, aber mit einer akkuraten Personenführung, feiner Psychologisierung und rasantem Spielwitz zu überzeugen vermag.  Regisseurin Katharina Thoma interessiert sich weniger für . . .

Berlin: „Das schlaue Füchslein“, Leoš Janáček

Fuchs im Tutu – Eine wahrlich fuchsverliebte Stadt ist Berlin, wo man nicht nur abends aus der Oper kommend oder morgens mit dem Hund Gassi gehend auf einen der rotschwänzigen Burschen trifft, sondern wo ein solcher seinen anerkannten festen Wohnsitz im Park von Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, hat und ein anderer pünktlich nach Marktschluss am Maybachufer kontrolliert, . . .

Mainz: „Der Kaiser von Atlantis“, Viktor Ullmann

Wie wenige Werke des neueren Musiktheaters ist Viktor Ullmanns Kammeroper Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung mit den Umständen ihrer Entstehung verknüpft. Der Komponist schrieb sie 1943 bis 1944 und war ebenso wie der Autor des Librettos, Peter Kien, im Konzentrationslager Theresienstadt (das Wort „Ghetto“ wäre hier verharmlosend) interniert. Es diente als Vorzeige-Lager der . . .