Karlsruhe: „Lohengrin“, Richard Wagner (zweite Kritik)

Eine der bemerkenswertesten Neuproduktionen dieser Spielzeit ist Wagners Lohengrin am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Lange hat man nicht mehr eine so gute szenische Realisation von Wagners romantischer Oper gesehen. Dem Inszenierungsteam um Manuel Schmitt (Regie), Julius Theodor Semmelmann (Bühnenbild) und Carola Volles (Kostüme) gelang es, das Werk geschickt zu modernisieren, ohne dabei . . .

Piacenza: „Cronaca di un amore – Callas e Pasolini“, Davide Tramontano

Cristina Ferrari, die wegen ihrer Besetzungspolitik trotz schwieriger Finanzlage immer wieder zu preisende Leiterin des Hauses, hat in Koproduktion mit der Fondazione Haydn von Trient und Bozen und dem Teatro Comunale Bologna ein neues Werk in Auftrag gegeben. Ist diese Tatsache an sich schon positiv zu bewerten, so erfreut es auch, dass der Kompositionsauftrag an einen 26-Jährigen ging. Davide . . .

Stuttgart: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Auf einem historischen Ereignis beruht Francis Poulencs Oper Dialogues des Carmélites. Am 17. Juli 1794, gerade mal zehn Tage vor dem Sturz Robespierres, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe zum Tode verurteilte Karmeliterinnen auf dem Place de la Revolution einen gewaltsamen Tod unter der Guillotine. Poulenc knüpft mit seinem Werk an Gertrud . . .