Stuttgart: „Casanova“, Johann Strauss, Ralph Benatzky

Lange ist an der Stuttgarter Staatsoper keine Operette mehr gegeben worden. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem bereits in der vergangenen Saison in der Württembergischen Landeshauptstadt neu produzierten Casanova nun ein gänzlich unbekanntes Werk dieser Gattung den Weg auf die Stuttgarter Opernbühne geschafft hat. Gespielt wurde eine extra für die Staatsoper Stuttgart erstellte Fassung. . . .

Valencia : „Salome“, Richard Strauss (zweite Besprechung)

Gelungene modernistische Interpretation – Oscar Wilde schrieb das biblische Drama Salome auf Französisch während seines Aufenthalts in Torquay, inspiriert von Gustave Moreaus Gemälde der hebräischen Prinzessin. Wilde wählte Französisch aus persönlichen und strategischen Gründen, da biblische Themen im viktorianischen Großbritannien nicht aufgeführt werden konnten. –  . . .

Mönchengladbach, Ballett: „Black Sheep“, Yuri Hamano / „Sogni d’oro“, Alessandro Borghesani

Ballett in einem kleinen Studiotheater sieht man als Zuschauer eher selten, weshalb diese unmittelbare Nähe zu den Tänzerinnen und Tänzern eine besondere Atmosphäre schafft. In dieser Spielzeit ist dies in Mönchengladbach zu erleben. Leider mussten aufgrund der Schließung der Fabrik Heeder alle Studioproduktionen in der Krefelder Spielstätte abgesagt werden. Dies betrifft auch den . . .

Duisburg: „Die Königin von Saba“, Charles Gounod (konzertant)

In den vergangenen Spielzeiten hat sich an der Deutschen Oper am Rhein die Aufführung einer eher selten gespielten Oper in konzertanter Form gegen Ende der Spielzeit etabliert. Es gibt viele Opern, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht so leicht für eine szenische Aufführung umsetzbar sind, die aber musikalisch sehr interessant sind. Diese Opern sollen in diesem Format besondere . . .

Mailand: „Turandot“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Sehenswerte Interpretation von Puccinis letztem Werk! – Zur Feier des 100-Jahre-Jubiläums der Turandot, dem letzten Werk des großen Giacomo Puccini, über dessen Komposition er bekanntlich verstarb, brachte die Scala di Milano in einer äußerst beeindruckenden Regie von Davide Livermore eine sehr interessante und zeitweise mitreißende Neuinszenierung heraus. – In Bühnenbildern, . . .

Sofia: „Das Rheingold“ und „Die Walküre“, Richard Wagner

Sehenswerter Ring – Das III. Wagner-Festival an der Nationaloper Sofia begann mit dem Rheingold als Vorabend zur zweiten Ring-Inszenierung von Prof. Plamen Kartaloff innerhalb von nur 13 Jahren (!) in diesem „Bayreuth des Balkans“. Das kann man in der Tat einmal so nennen, denn Kartaloff hat bisher immerhin neun Werke des Bayreuther Kanons von zehn in Szene gesetzt, seit 2010. Und er . . .

Berlin, Ballett: „Fearful Symmetries“

Double-Bill: Neoklassisch und zeitgenössisch – Der neue Abend des Staatsballetts ist ein kontrastreicher Zweiteiler mit dem Titel Fearful Symmetries. Dieser bezieht sich auf die gleichnamige Komposition von John Adams, welche 1988 in New York uraufgeführt wurde. Christian Spucks Choreografie des Konzertstücks wird nach der Pause gezeigt, zuvor gibt es mit Bizets Symphony in C ein Juwel . . .

Hof: „Giulietta e Romeo“, Riccardo Zandonai (zweite Besprechung)

Am Abend versagte nicht nur die Dose ihren Dienst, mit der man „Morte ai Montecchi – Vendetta“ auf die Wände sprühen wollte. Oder anders begonnen: Was zeichnet ein sogenanntes „Provinztheater“ aus? Dass es, obwohl das angesetzte Werk das Gegenteil von Repertoire ist, möglich ist, den Ausfall einer der beiden Haupt- und einer wichtigen Nebenrolle mit Hilfe eigener Kräfte und eines . . .