Wien: „Lady Magnesia / Zweimal Alexander“, Mieczysław Weinberg / Bohuslav Martinů

Mit einem Doppelabend über Eifersucht verabschiedet sich die Wiener Kammeroper womöglich nicht nur in die Sommerpause, sondern aus einer Zeit, in der man ihr noch eine Zukunft zutraute. Weinbergs „Lady Magnesia“ und Martinůs „Zweimal Alexander“ erscheinen an diesem Abend wie die letzte Erinnerung daran, wofür dieses Haus stand: für Neugier statt Sicherheit, für das Schräge, . . .

Ulm: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Nürnberg ist überall. Oder anders: „Nürnberg“ kann auch Ulm sein. – Richard Wagners Nürnberg: Es war nie eine reale, sondern stets eine mythische Stadt, eine Kunstprojektion, mit Hans Sachs zu sprechen: Ein Traumbild – gelegentlich auch ein Albtraumbild. Man hat‘s in den letzten Jahrzehnten gesehen, da nicht mehr das einst als „traut“ geltende Abbild eines fantastischen . . .

Bonn: „Die Reise zu Planet 9“, Paolo Madron / Pierangelo Valtinoni

Das Parkett der Oper Bonn war am 2. Juni 2026 voll mit Kindern aus Grundschulen und weiterführenden Schulen, 3. bis 7. Schuljahr, die vermutlich fast alle zum ersten Mal in ihrem Leben in der Oper waren. Die Vormittagsvorstellungen um 11:00 Uhr sind eingerichtet worden, damit ganze Schulklassen mit ihren Lehrern die Oper zusammen besuchen und das Gesehene im Unterricht besprechen können. Anhand . . .

Stuttgart: „Casanova“, Johann Strauss, Ralph Benatzky

Lange ist an der Stuttgarter Staatsoper keine Operette mehr gegeben worden. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem bereits in der vergangenen Saison in der Württembergischen Landeshauptstadt neu produzierten Casanova nun ein gänzlich unbekanntes Werk dieser Gattung den Weg auf die Stuttgarter Opernbühne geschafft hat. Gespielt wurde eine extra für die Staatsoper Stuttgart erstellte Fassung. . . .