Bücherecke

Buchkritik: „Strauss – Eine Wiener Familie revolutioniert die Musikwelt“, Michael Lemster

An ein Déjà-vu mag nach wenigen Seiten Lektüre glauben, wer das neueste Buch von Michael Lemster mit dem Titel Strauss-Eine Wiener Familie revolutioniert die Musikwelt liest und an die Entdeckung eines Rechtschreibfehlers gleich auf dem Cover glaubt, denn unterschieden sich der Opern- und die Operetten- und Walzerkomponisten nicht durch des einen ss und der anderen ß voneinander? Schnell . . .

Buchkritik: „Carl Millöckers Leben und Werk im Spiegel der zeitgenössischen Presse“, Martin Trageser

1998 veröffentlichte der Musikkenner und -liebhaber Eckhard Henscheid unter der Überschrift Millöcker – Mahler – Krakau einige Anmerkungen zu einem jüngst erschienen Buch über Gustav Mahler. Er begann seine Glosse mit folgender Beobachtung: „In seinem auch sonst recht ahnungslosen und frappant schlecht im Stile der internationalen spätkarlkrausischen Journalpest heruntergeschriebenen . . .

Buchkritik: „Vorklang des Paradieses – Musikalische Streifzüge“, Hanjo Kesting

Wie klingt das Paradies? Werden dort Vögel singen? – Man mag es mit kindlicher Phantasie glauben, wenn man das Titelbild von Hanjo Kestings neuestem Buch, „Vorklang des Paradieses – Musikalische Streifzüge“, betrachtet. Der Autor hat sich für das nach 1606 gemalte „Vogelkonzert“ von Jan Brueghel d. Ä. entschieden, um dem ins selige Jenseits weisenden Buchtitel ein optisches . . .

Buchkritik: „Anton Bruckner. Eine Biografie“, Klaus Petermayr / Alfred Weidinger (Hrsg.)

Nicht jedes Land hat einen Komponisten dieser Größenordnung aufzuweisen. Anton Bruckner war Oberösterreicher, in seinem Wesen, seiner Sprache, seiner Prägung, und er ist es geblieben. Wie sehr das Land Oberösterreich hier beteiligt ist, zeigt sich daran, dass sich der ranghöchste Kulturmanager des Landes, Alfred Weidinger, und der wissenschaftliche Leiter des Anton-Bruckner-Instituts, Klaus . . .

Buchkritik: „Die Zauberflöte – Mozart und der Abschied von der Aufklärung“, Laurenz Lütteken

Bis heute ist "Die Zauberflöte" Mozarts populärstes Werk, es ist zudem die meist aufgeführte, aber auch am meisten missverstandene Oper. Die Literatur über das Werk ist so unüberschau­bar groß wie das Rätseln über dessen Intention. Um nur die neusten relevanten Publikationen  zu erwähnen: 2002 hat Helmut Perl sein Buch "Der Fall Zauberflöte" geschrieben. Eine intelligen­te wie . . .

Buchkritik: „Anton Bruckner. Eine Biografie“, Klaus Petermayr / Alfred Weidinger (Hrsg.)

Mensch, Genie und Mostkopf – Er hat, man weiß es, Richard Wagner unermesslich verehrt, er war sogar, als er in Wien lebte, es sich leisten und kein Kleriker es ihm verbieten konnte, auch öfter die Hofoper besucht – aber mit dem Musiktheater konnte er, glaubt man, recht eigentlich wenig anfangen. Der Satz ist überliefert: „Warum wird die Frau verbrannt“ – spricht so jemand, der . . .