Stadthalle Wuppertal

© Frank Becker

Wuppertal (Konzert): „Busoni, Beethoven, Dvořák“, Mao Fujita und das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter Kent Nagano

Wer sich auf Beethovens 1. Klaviersonate gefreut hatte, wurde enttäuscht. Zuletzt hatte der 28-jährige Mao Fujita doch die Bearbeitung der Bach‘schen Violin-Partita von Ferruccio Busoni (1866-1924) für die Eröffnung des Konzerts in Wuppertal gewählt. In seinem 1906 verfassten „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ hatte er von einem „kaleidoskopischen Durcheinander“ . . .

Wuppertal, Konzert: „Mahler: 6. Sinfonie“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Abschied von Patrick Hahn – Mahlers Sechste, die „Tragische“, „ist ihm aus dem Herzen geflossen“ wird Alma Mahler zitiert. Nachdem er in Wuppertal die Erste, seine Vierte und Fünfte in den letzten Jahren schon aufgeführt hatte, hat Patrick Hahn die Sechste zu seinem Abschiedskonzert gewählt (zuletzt hier im Juni 2015 unter Toshiyuki Kamioka aufgeführt). – Bei der . . .

Wuppertal: „Klavierfestival Ruhr 2026“, Intendantin Katrin Zagrosek im Pressegespräch

Seit vielen Jahren kommt das Klavierfestival Ruhr in die Historische Stadthalle Wuppertal, erstmal im August 2006 zum 75. Geburtstag von Alfred Brendel. Das akustische und architektonische Juwel des großen Konzertsaals der Historischen Stadthalle werde von den Künstlerinnen und Künstlern außerordentlich geschätzt, betonte Intendantin Katrin Zagrosek im Pressegespräch am 3. März 2026 zur . . .

Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

An Ehrgeiz und Risikofreude mangelt es der Wuppertaler Oper derzeit beileibe nicht. Nach der erfolgreichen Premiere einer szenisch und musikalisch gleichermaßen herausfordernden Bühnenproduktion von Antonio Vivaldis Oper „Griselda“ setzte man zwei Tage später die konzertante Präsentation von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit einer imponierenden „Walküre“ fort. –  . . .

Wuppertal: „Neujahrskonzert“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Nach seinem letzten Dirigat von Hänsel und Gretel im Barmer Opernhaus, der Fledermaus und der Silvesterparty in Berlin dirigierte der österreichische Dirigent und Noch-Generalmusikdirektor hier das Neujahrskonzert. Diese Tradition des Sinfonieorchesters Wuppertal begann wohl 1982 und erwies sich als harmlos im Vergleich zu jener der Wiener Philharmoniker. Deren ökonomisch so erfolgreiches und . . .

Wuppertal, Konzert: „Händel: Messiah“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Clemens Flick

Gut drei Wochen hatte Georg Friedrich Händel 1741(1685 – 1759) benötigt, um dass vielleicht berühmteste Chorwerk des 18. Jahrhunderts fertig zu stellen. Da hatte er seinen Schlaganfall schon vier Jahre überstanden. Messiah gehört zu den am häufigsten aufgeführten Chorwerken, wurde 1742 in Dublin als großes Wohltätigkeitskonzert uraufgeführt u.a. zur Entlastung der Gefangenen . . .

Wuppertal, Konzert: „Mozart, Marsalis, Rimski-Korsakow“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Felix Bender

Schicksal, Katastrophenungeheuer, Eifersucht und Liebe: das sind die Themen, mit denen der damals 25jährige Wolfgang Amadeus in seiner ersten Operngroßtat 1781 das Münchener Publikum zum Karneval beeindruckte. Mozart selbst schätzte die Oper sehr.  Und in der Ouvertüre kündigt sich die ganze Dramatik und Tragik schon an. Felix Bender hat diese Oper gerade in Ulm dirigiert – und wurde . . .

Wuppertal, Konzert: „Borodin, Grieg, Tschaikowsky“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Moritz Gnann feat. Herbert Schuch

Gewidmet hat Alexander Borodin die Steppenskizze, dieses kurze Stück romantischer Programmmusik, seinem Freunde Franz Liszt.  In St Petersburg hatte er Medizin und Chemie studiert und wirkte nach einem zweijährigen Stipendium u.a. in Heidelberg - wo er sein Herz verlor - als Professor für Chemie daselbst. Das Musikstück entstand als Auftragswerk zum 25-jährigen Herrschaftsjubiläum von . . .

Wuppertal, Konzert: „Beethoven, Korngold, Weill“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Christian Reif

Zunächst erscheint es konventionell, das 1. Sinfoniekonzert der Saison mit Beethovens Vierter Sinfonie zu eröffnen. Robert Schumann sprach von ihr als der „griechisch schlanken Maid zwischen  der 3. (Eroica) und der 5. Sinfonie (Schicksalssinfonie)“. Sie entstand in Wien im 4. Stock des Pasqualiti- Hauses auf der ehemaligen Mölker Basteihoch über der heutigen Ringstraße gelegen. . . .