Bücher und Tonträger

Bücherecke Tonträger

Buchbesprechung: „Es klang so alt und war doch so neu“, Stephan Mösch

Zugegeben: Die Zeiten sind vorbei, da es keine Literatur über den sog. Wagner-Gesang gab, zumindest keine Literatur in Buchform, doch von einer Schwemme an Aufsätzen und Artikeln kann keine Rede sein. In Steffen Prignitz’ Wagner-Bibliographie, die (fast) alle wissenschaftliche und halbwissenschaftliche Wagner-Literatur bis einschließlich 2013 auflistet, taucht der Begriff, was sinnvoll ist, . . .

Buchkritik: „Wahnfried – 50 Jahre Richard-Wagner-Museum 1976–2026“, Sven Friedrich

Im ersten Band ihrer Tagebücher nennt Cosima Wagner am 23. Dezember 1873 die noch im Bau befindliche Villa Wahnfried „Ärgersheim … da beständig irgendetwas Verfehltes oder Vergessenes sich uns darin entdeckt.“ Dennoch bezogen 1874  Richard und Cosima Wagner samt Kindern und Personal die hochherrschaftliche Villa am Rande des Hofgartens, mitten in Bayreuth.  Freilich, das am . . .

Buchkritik: „Almanach 2026 – Jahrbuch der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“

Ist Kunst nicht potenziertes Handwerk? Oder anders: Gibt es eine Kunst, die nicht auf Handwerk basiert? – Liest man das Gespräch, das Antonia Goldhammer mit Christian Thielemann geführt hat, erfährt man von Neuem, dass ein Orchester – noch dazu in so etwas Kompliziertem wie dem Festspielhaus – zu dirigieren in erster Linie bedeutet, die Materie aus dem Effeff, oder, wie Wolfgang . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Anno Mungen (zweite Besprechung)

„Wer versucht, sich einen Reim zu machen auf die verstörende Koexistenz von Künstlertum und Verbrechertum in ein und derselben Person, setzt sich dem Verdacht aus, exkulpatorische Absichten zu verfolgen. Für einen solchen Verdacht bietet dieses Buch jedoch keine Handhabe, denn sein Resümee lässt an Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig.“ – So konnte man es 2015 lesen, nachdem . . .

Buchkritik: „Bayreuth als Theater“, Stephan Mösch (zweite Besprechung)

Dass die Zeit ein sonderbar Ding sei, wusste schon die Marschallin im Rosenkavalier. Zeit: Was als Begriff banal erscheint, ist für Theologen (z. B. Augustinus von Hippo) und Philosophen, für Gehirnforscher wie für Historiker nicht trivial, sondern ein fundamentaler Begriff. Dass Stephan Mösch sein neues Buch Bayreuth als Theater mit dem Untertitel Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz. Oper-Politik-Gewalt“, Anno Mungen

Anno Mungen ist in Thurnaus bei Bayreuth seit 2006 Nachfolger von Sieghart Döhring als Leiter des Forschungsinstitut für Musiktheater. Neben vielen anderen Forschungsprojekten hat sich einen Namen gemacht mit seinen Forschungen zum Thema „Oper im Nationalsozialismus“, die in der Ausstellung „Hitler.Macht.Oper“ 2018 gipfelten, die in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg und dem . . .

Bücherecke: „Mythische Sinnlichkeit“, Stefanie Spindler (Zweite Besprechung)

Es gibt solche Bücher: über Werke und Themen, die, von einem Punkt aus betrachtet, unversehens Bedeutungszuwächse erhalten, die vordem selbst jenen Beobachtern verborgen blieben, die sich „an sich“ mit den Werken und Themen gut auskennen – denn hat man nicht schön längst das Gebiet der sinnlichen Wahrnehmungen in den Werken Richard Wagners genügend abgehandelt? Zeigen nicht all jene . . .