Wien: „La Perichole“, Jaques Offenbach (2. Besprechung)

Wien: „La Perichole“, Jaques Offenbach (2. Besprechung)

Nach Wikipedia liegt der dreiaktigen opéra-bouffe, deren Libretto von dem Erfolgsduo Henri Meilhac und Ludovic Halévy stammt, die historische Liaison zwischen Manuel d‘ Amat i de Junyent, Vizekönig von Peru zwischen 1761 und 1776, und der Schauspielerin María Micaela Villegas y Hurtado (1748-1819), genannt La Perricholi, zu Grunde. Jacques Offenbach war ein aufmerksamer und scharfer  . . .

Wien: „La Périchole“, Jacques Offenbach (1. Besprechung)

Wien: „La Périchole“, Jacques Offenbach (1. Besprechung)

Eigentlich war man ins Museums Quartier gekommen, um in einer Produktion des Theaters an der Wien Offenbachs Opéra-Bouffe „La Périchole“ zu sehen, und nicht einen billigen Kabarett-Abend im Pradler-Stil, den Regisseur Nikolaus Habjan bereitstellte. Keine Frage, dass Offenbachs Operetten als politische Satiren gedacht und folglich aktuelle Anspielungen eingeplant waren, aber das dürfte  . . .

Wien: „Amahl und die nächtlichen Besucher“, Gian Carlo Menotti (2. Besprechung)

Wien: „Amahl und die nächtlichen Besucher“, Gian Carlo Menotti (2. Besprechung)

Der Name Amahl kommt aus dem Arabischen (أمال) und bedeutet „Hoffnung“. Diese Hoffnung begleitet den Titelhelden der Oper, Amahl, der eigentlich ein gelähmtes Bein haben sollte und wie Menotti, der als Kind selbst unter einem solchen litt, wie durch ein Wunder geheilt wurde. Nicht so bei Regisseur Stefan Herheim. Hier leidet er noch zusätzlich an Leukämie und liegt in einem  . . .

Wien „Amahl und die nächtlichen Besucher“, Gian Carlo Menotti (1. Besprechung)

Wien „Amahl und die nächtlichen Besucher“, Gian Carlo Menotti (1. Besprechung)

Heutzutage darf ein Weihnachtsmärchen ja nicht mehr im Heiligen Land spielen, wo Gian Carlo Menotti seine Kurzoper (Spielzeit eine knappe Stunde) von „Amahl“ und den nächtlichen Besuchern ursprünglich angesiedelt hat – einst als Fernsehoper 1951 in New York uraufgeführt. Musiktheater-an-der-Wien-Intendant Stefan Herheim, der das Stück als Kinder- und Weihnachtsmärchen angesetzt hat,  . . .

Wien: „L´arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (2. Besprechung)

Wien: „L´arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (2. Besprechung)

Der in Valencia geborene spanische Komponist Vicente Martín y Soler (1754-1806) ist heute nur mehr eingefleischten Opernliebhabern ein Begriff. Zu selten erscheinen seine etwa 19 musikdramatischen Werke auf der Bühne. Und das völlig zu Unrecht, bedenkt man, dass er seinen Zeitgenossen Mozart um 1790 an Popularität übertraf. Er war, mit einer Ausnahme, zeitlebens ein Freelancer, der erst  . . .

Wien: „L´arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (1. Besprechung)

Wien: „L´arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (1. Besprechung)

Pech gehabt. Dabei waren die Erwartungen so hoch gespannt gewesen. Die allererste Premiere des nun so genannten MusikTheaters an der Wien hatte in der Ära von Stefan Herheim in der Kammeroper stattgefunden und die sehr gelungene Umsetzung einer Barockoper für ein zeitgenössisches Publikum geboten. Man konnte also Hoffnungen auf den nächsten Abend setzen, einem Mozart-Zeitgenossen gewidmet.  . . .

Wien: „La gazza ladra“ Gioachino Rossini (2. Besprechung)

Wien: „La gazza ladra“ Gioachino Rossini (2. Besprechung)

Dieses „Melodramma“ Rossinis, eine Opera semiseria, beruht auf dem Libretto von Giovanni Gherardini (1778-1861), einer Bearbeitung des Melodrams La Pie voleuse, ou la Servante de Palaiseau, von Louis-Charles Caigniez (1762-1842) und Jean-Marie-Théodore Baudouin d’Aubigny (1786-1866). Kurz nach seiner in Rom uraufgeführten La Cenerentola nahm Rossini die Arbeit an  . . .

Wien: „La gazza ladra“, Gioachino Rossini (1. Besprechung)

Wien: „La gazza ladra“, Gioachino Rossini (1. Besprechung)

Warum Rossinis „La gazza ladra“ so gut wie nie gespielt wird, beantwortet sich von selbst beim Kennenlernen (dass die Kammeroper die „Diebische Elster“ 1972 und 1984 gezeigt hat, hat man ehrlich gesagt vergessen) – es handelt sich um ein sehr schwaches Werk des großen Gioachino Rossini. Dass er musikalisch hier zwar mit seiner Routine über die Runden kam, aber seine bekannte  . . .

Wien: „Das schlaue Füchslein“ Leoš Janáček

Wien: „Das schlaue Füchslein“ Leoš Janáček

Man fährt als Berichterstatter mit großer Spannung und Vorfreude mit den U-Bahnen 1 und 3 zum Museumsquartier, den ehemaligen barocken Hofstallungen. Aber diese Freude wird bereits vor der Vorstellung durch etwa 20% der Fahrgäste in diesen beiden Öffis getrübt, die einfach keine FFP2-Maske tragen. Wozu auch, die Stadt Wien kontrolliert ohnehin nicht! Der zweite, weitaus stärkere Störfaktor  . . .