Reisebilanz V: Tops und Flops der „Saison 2024/25“
Nachdem die Rezensentin überwiegend über Bonn und Köln berichtet hat, entdeckte sie die vielfältige Opernlandschaft des Rhein-Ruhr-Gebiets. – . . .
Nachdem die Rezensentin überwiegend über Bonn und Köln berichtet hat, entdeckte sie die vielfältige Opernlandschaft des Rhein-Ruhr-Gebiets. – . . .
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die . . .
In den letzten Jahren habe ich auf Opernbühnen kaum Besseres, zeitaktuell Ergreifenderes (Ausnahme Freiburg: The Handmaid's Tale) gesehen. Das ist kein Kassengift (gemeint sind Erstaufführungen, Auftragswerke und moderne neue Opern, von denen viele Eintagsfliegen waren, oft wirklich schlecht komponiert). Ich gehe heute zum zweiten Mal die Wette ein, daß dieses Meisterwerk noch hundertfach . . .
Wie viele Komponistinnen gibt es in den USA? In den Programmen der größeren US- Sinfonieorchester erschien in der Saison 2014/15 von Frauen komponierte Musik nur zu rund 1,8% (Wiki). Kamala Sankaram gilt als eine der aufregendsten Komponistinnen der USA, schrieb die Washington Post. – Die 1978 geborene Amerikanerin mit indischen Wurzeln schrieb Werke, die unter anderem von der Washington . . .
„Wenn ich alle die heiraten müsste, mit denen ich gespaßt habe, so müsste ich leicht 200 Frauen haben“ schrieb Wolfgang am 25. Juli 1781an seinen Vater Leopold, der ihm wieder in seine Beziehungen reingeredet hatte. Ist Don Giovanni mit seiner Sucht nach sexuellen Abenteuern also autobiografisch zu verstehen? Im 2. Akt bekennt er, dass die Weiber „ mir nötig sind wie das Brot, dass ich . . .
In der Bayrischen Staatsoper war Pina Bauschs „ Frühlingsopfer“ jüngst als „Wing of Memory“ zusammen mit zwei anderen epochemachenden Choreografien nur wenige Male zu sehen. In Wuppertal stand jetzt vom 12.-21.04.25. täglich der Doppelabend „Die Sieben Todsünden“ /„Fürchtet Euch nicht“ von 1976 auf dem Spielplan. – Bertolt Brecht hatte 1933 die literarische Vorlage . . .
Goethe äußerte 1829 in einem Gespräch mit Eckermann, dass er eine Vertonung seiner Faust-Tragödie für unmöglich halte, da „das Abstoßende, Widerwärtige, Furchtbare, was sie stellenweise enthalten müsste“, der Zeit zuwider sei. Tatsächlich hat kein bedeutender deutscher Komponist des 19. Jahrhunderts sich darangegeben, diesen Kronschatz deutscher Dichtung als Opernstoff zu . . .
Nach der Uraufführung als Singspiel mit Rezitativen 1859 und als Oper 1869 wurde sie bis heute rund 3000-mal aufgeführt allein in der Opera Paris. Gespielt wurde sie auch bei der Eröffnung der Metropolitan Opera 1883 in New York und bei der Eröffnung des Barmer Opernhauses hier schon 1876. Gounods zwölf andere Opern sind im Orkus des Vergessens untergegangen. In Deutschland wurde Gounod im . . .
Seit 2022 leitet Boris Charmatz das Tanztheater Pina Bausch, welches bisher ein neues Stück von Charmatz produziert hat und vor allem die Werke seiner Namenspatronin pflegt. Zwischen dem 24. Januar und dem 02. Februar war acht mal Água zu sehen. Im April wird dieses kleine Pina Bausch Festival ergänzt um „Die sieben Todsünden“ (8 x zwischen 12.-21. April 2025)). « Água » war . . .
Eine Wupperetten Revue zur Geschichte des Thalia-Theaters in Elberfeld – Ursprünglich reichten zwei Theater für Barmen- Elberfeld nicht aus. 1906 kam das Thalia- Theater dazu, ein Denkmal seiner Zeit mit drei Rängen und 2000 Plätzen. Bis 1929 kamen Weltstars in das Haus, darunter Sara Berhardt und Elenora Duse. – ZurStadtgründungWuppertals1929war dasThalia-Theater renoviert und . . .
Einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Einblick in ein Stück städtischer Kulturgeschichte zeigt die Wuppertaler Oper derzeit mit dem als „Wupperetten-Revue“ deklarierten Bühnenstück „Von Thalia geküsst“. Eine Eigenkreation des Hauses, die es verdient, trotz ihres engen lokalpolitischen Bezugs auf überregionales Interesse zu stoßen. – Regie führt Intendantin Rebekah . . .
In der Zeitrechnung eines Opernhauses ist die letzte Wuppertaler Salome noch gar nicht so lange her. 2015 inszenierte Michael Dijkema hier die Strauss-Oper. Nun hat Intendantin Rebekah Rota das Werk der Regisseurin Andrea Schwalbach anvertraut. – Geboten wird eine werkdienliche Inszenierung, in der die Geschichte mit einer gut ausgefeilten Personenführung glaubhaft und eindringlich . . .
Was ist eigentlich Frauenliebe? Schon bei Robert Schumann ein Thema („Frauenliebe und Leben“), bei Richard Wagners Brünhilde noch nahezu konventionell und harmlos: „Selig in Lust und Leid läßt die Liebe nur sein“. – Salome zeitigte als Stummfilm 1923 einen grandiosen Mißerfolg. Da fehlte die hinreißende Musik von Richard Strauss. Bei ihm wird die Musik zu einem großartigen . . .
Mit dem Fokus auf die Opernhäuser im Rheinland haben wir das Ende unserer Bilanzen zu einzelnen Häusern und Regionen erreicht. Wie im vergangenen Jahr präsentieren wir nun wieder Bilanzen von Kritikern, die im Laufe einer Spielzeit gezielt zu einzelnen, vielversprechenden Produktionen im In- und Ausland reisen. Den Anfang macht eine Rundblick über kleinere und mittlere Häuser, die - wie sich . . .
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die . . .