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Berlin: „La cage aux folles“, Jerry Herman

Berlin: „La cage aux folles“, Jerry Herman

Erstmals seit seiner langen Intendantenzeit verantwortet der Regisseur Barrie Kosky eine Neuproduktion am Haus als Gast. Das Stück über Toleranz und Mut zur Befreiung aus Konventionen ist wie geschaffen für den Australier, der das Genre der Operette und des Musicals mit spektakulären Erfolgen an der Behrenstraße wieder belebt hat. Vertraute Mitstreiter standen ihm zur Seite, vor allem der  . . .

Krefeld: „Cabaret“, John Kander

Krefeld: „Cabaret“, John Kander

Aktuell scheint das Musical „Cabaret“ zu den meistgespielten Musicals an deutschen Theatern zu zählen. Allein in Nordrhein-Westfalen fanden in dieser Spielzeit bereits die Premieren in Dortmund, Bonn und Düsseldorf statt. Am vergangenen Samstag erlebte auch das Theaterpublikum in Krefeld die Premiere dieses Musical-Klassikers, die ursprünglich bereits für den August 2020 in  . . .

Lübeck, Konzert: „Zwei Russische Klassiker“, Rachmaninow und Tschaikowski

Lübeck, Konzert: „Zwei Russische Klassiker“, Rachmaninow und Tschaikowski

„Muß man nach solch einem Konzert ernsthaft die Frage stellen, ob man derzeit noch russische Musik spielen oder russische Künstler auftreten lassen dürfe?“ – das stellte nach der Live-Übertragung am 5. Februar 2023 Christiane Irrgang vom NDR in den Raum. Völlig richtig, gerade jetzt muss man denjenigen russischen Stimmen Gehör verschaffen, die stets unter dem System gelitten haben und  . . .

Nürnberg: „Ritter Eisenfraß“, Kinderoper

Nürnberg: „Ritter Eisenfraß“, Kinderoper

Man nehme: eine kleine Operette von Jacques Offenbach, verwende die wenigen Charaktere, benutze ein bisschen Musik aus eben diesem Stück, nehme sodann als weitere Zutaten etliche andere und populärere Musik von Jacques Offenbach, schreibe, mit Grundlage einiger vorhandener Motive sowie neuer Idee, einen Text, ziehe einen musikalischen Bearbeiter und eine Handvoll Musiker hinzu, stelle einen  . . .

Zürich: „Roberto Devereux“, Gaetano Donizetti

Zürich: „Roberto Devereux“, Gaetano Donizetti

Die Beziehungsgeflechte in dieser Oper, die am Hof Elisabeths I. spielt, sind komplex: Die Königin, damals auch die mächtigste Frau der Welt, muss sich in einer patriarchalen Welt behaupten, pflegt ihr Image als Virgin Queen, hat aber trotzdem das Bedürfnis nach (körperlicher) Liebe und umgibt sich mit jugendlichen Liebhabern. Ihr letzter ist 32 Jahre jünger als sie, Roberto Devereux, der  . . .

Buchkritik: „Cosima Wagner – Ein widersprüchliches Leben“, Sabine Zurmühl

Buchkritik: „Cosima Wagner – Ein widersprüchliches Leben“, Sabine Zurmühl

„Widersprüchlich“ ist das Wort im Untertitel von Sabine Zurmühls Cosima-Wagner-Biographie, das das Interesse an seiner Lektüre wachruft, und es ist dasjenige, dem man widersprechen möchte, wenn man seine Lektüre beendet hat. Nachvollziehbar ist immerhin, dass als Widerspruch zur bedingungslosen Anbetung des musikalischen Genies die Emanzipation der von einer hochadligen Mutter  . . .

Madrid: „Arabella“, Richard Strauss

Madrid: „Arabella“, Richard Strauss

Metamorphose zum Selbst und zur Eigenständigkeit – Das Teatro Real Madrid, welches im Prinzip die meisten seiner etwa zehn Opern pro Saison von anderen Häusern übernimmt oder kauft, hat sich nach der Tetralogie der „Ring des Nibelungen“ in den vergangenen vier Jahren (der Merker berichtete) für die erste Nachfolgesaison passenderweise für ein Werk von Richard Strauss entschieden.  . . .

Braunschweig: „Der hinkende Teufel“, Jean Françaix / „Die Geschichte vom Soldaten“, Igor Strawinsky

Braunschweig: „Der hinkende Teufel“, Jean Françaix / „Die Geschichte vom Soldaten“, Igor Strawinsky

Der französische Komponist Jean Françaix (1912-1997), 1979 Spohr-Preisträger  der Stadt Braunschweig, fand mit Instrumentalwerken mehr Anklang als mit seinen wenigen Beiträgen zum Musiktheater. Dazu gehört die bereits 1937 entstandene, mit rund zwanzig Minuten ganz kurze, komische Kammeroper „Der hin­kende Teufel“, die zurückgeht auf den gleichnamigen Schelmenroman von Alain-René  . . .

Dresden: „Attila“, Giuseppe Verdi

Dresden: „Attila“, Giuseppe Verdi

Die Historiker haben sich mit einer personellen Übereinstimmung des historisch belegten Attila (395 bis 406-453) mit dem legendären König Etzel der Nibelungen-Sage stets etwas schwer getan. Mit „Etzel gehe auf Attila zurück“ hilft man sich, die Unsicherheiten der Quellen, und die dort beschriebenen massiven Charakterunterschiede beider Personen zu überbrücken, auch wenn Sprachforscher  . . .

Koblenz: „La Traviata“, Giuseppe Verdi

Koblenz: „La Traviata“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, Verdis La Traviata, die auch nach 170 Jahre nach ihrer Uraufführung noch immer zu den drei am meisten gespielten Opern der Welt gehört, ist seit gestern am Theater Koblenz zu erleben. Anja Nicklich und ihr Team haben sie in eine stimmungsvolle Inszenierung gegossen, das emotionsgeladene Dirigat von Marcus Merkel und die blendend disponierte Sängerriege machen die  . . .

Wiesbaden, Konzert: „Hessisches Staatsorchester“, Brahms und Elgar

Wiesbaden, Konzert: „Hessisches Staatsorchester“, Brahms und Elgar

Endlich einmal die berühmte D-Dur Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms zu dirigieren, war ein großer Wunsch des Gast-Dirigenten Yoel Gamzou beim Hessischen Staatsorchester Wiesbaden. Die 1877 uraufgeführte Sinfonie war von Anfang an einen großen Erfolg beim Publikum. Ihr Überschwang und das Lichtvolle waren von jeher stets Quell der Begeisterung. Die große Natürlichkeit und das Pastorale  . . .

Berlin: „La Traviata“, Giuseppe Verdi

Berlin: „La Traviata“, Giuseppe Verdi

Drei von den vielen, vielen Inszenierungen, die Götz Friedrich an der Deutschen Oper Berlin nicht nur während seiner zwanzig Jahre währenden Intendantenzeit ab 1981, sondern bereits davor verwirklichte, befinden sich noch im Spielplan des Hauses, und zwar die uralten, aber immer wieder frisch wirkenden Nozze di Figaro, La Bohéme und La Traviata. Nachtrauern muss man inzwischen auch dem Ballo  . . .

Wien: „Kabbala“, René Clemencic

Wien: „Kabbala“, René Clemencic

Vor einem Jahr ist der österreichische Universalgelehrte, Musikwissenschaftler, Flötenvirtuose, Dirigent, Flötenvirtuose, Philosoph, Dirigent, Komponist und Kunstsammler René Clemencic im 94. Lebensjahr in eine andere Welt gegangen. Ihm zu Ehren hat das Sirene Operntheater, das mit ihm schon öfter zusammengearbeitet hatte, im Oktober im Rahmen von Wien Modern sein Oratorium „Kaballa“ zur  . . .

Frankfurt, Konzert: „KiezPalast“ mit Ulrich Tukur

Frankfurt, Konzert: „KiezPalast“ mit Ulrich Tukur

Zu einer besonderen Premiere lud die Frankfurter Alte Oper die zahlreichen Zuhörer in den ausverkauften großen Saal. Intendant Markus Fein erdachte den KiezPalast, welcher klassische Musik einem größeren Publikum zugänglich machen soll. Eine bunt eingeleuchtete Alte Oper empfing die Besucher. Leichte Barmusik erklang bereits aus dem großen Saal, immer wieder unterbrochen durch heitere  . . .

Zürich, Konzert: „Liederabend“ mit Regula Mühlmann

Zürich, Konzert: „Liederabend“ mit Regula Mühlmann

Die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann durfte sich zusammen mit ihren musikalischen Partnerinnen Tatiana Korsunskaya am Klavier und der Klarinettistin Rita Karin Meier sowie dem Hornisten Konstantin Timakhine (Natur- und Alphorn) über einen strahlenden Erfolg ihres Liederabends im Opernhaus Zürich freuen. Unter dem Titel „Lieder der Heimat“ nahm sie das Publikum mit auf eine  . . .