Kulturpalast Dresden

© Björn Kadenbach / Philharmonie Dresden

Dresden: „Götterdämmerung“, Richard Wagner (konzertant) – zweite Besprechung

Im laufenden Jahr, in dem sich die Uraufführung des Richard Wagnerschen Ring des Nibelungen zum 150. Mal jährt, nimmt es nicht Wunder, dass viele Opernhäuser an diesem Ereignis mit Neuinszenierungen oder konzertanten Aufführungen teilhaben. Auf dieser Opernfreund-Plattform ist bereits die eine oder andere Inszenierung kommentiert worden. Es fällt aber auf, dass die Federn der Rezensenten . . .

Dresden, Konzert: „Boulanger, Poulenc, Nielsen“,  Dresdner Philharmonie unter Nicholas Collon

Drei Komponisten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich mit ihren Werken von vorangegangenen Ausdrucksformen lösen, nach neuen Wegen suchen und damit auf unterschiedliche Weise in die Moderne führen. – Mit dem frischen D´un matin de printemps von Lili Boulanger (1893 – 1918) wird der heutige Konzertabend eröffnet. Das kurze Stück beschreibt die Schönheit eines . . .

Dresden, Konzert: „Mel Bonis, Maurice Ravel, Witold Lutosławski“, Dresdner Philharmonie unter Alexandre Bloch

Der Beginn des Konzerts der Dresdner Philharmonie am Sonnabend hätte eine echte Überraschung werden können, hätte man doch den Mut gehabt, den kompletten Zyklus Trois Femmes de légende der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, französischen Komponistin Mel Bonis (1858 – 1937) aufzuführen. So blieb mit dem Teil Ophélie op. 165, angelehnt an Shakespeares Hamlet, mit weniger als fünf . . .

Dresden, Konzert: „Beethovens 9.“, Dresdner Philharmonie unter Sakari Oramo

Im Februar 1824 vollendet Ludwig van Beethoven (1770-1827) die Arbeit an seiner Sinfonie Nr. 9 d-Moll op.125. Nach einer langen Phase bitterer Enttäuschungen, der Niedergeschlagenheit, begründet in Krankheit, Vereinsamung und der nun völligen Taubheit, den Streitigkeiten um das Sorgerecht für seinen Neffen Karl und der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung, die nach allen revolutionären . . .

Dresden, Konzert: „Orgel und Tubaquartett“, Melton-Quartett mit Katharina Königsfeld

Wie schon in den vergangenen Jahren gelingt der Intendanz der Dresdner Philharmonie auch 2025 für die letzte Stunde des Jahres eine musikalische Überraschung: vier Tuben im Zusammenwirken mit der Königin der Instrumente, der Orgel. Sicher, man kennt die vielfältigen Arrangements von Renaissance- und Barockmusik für unterschiedlichste Besetzungen, es gibt Konzerte für vier Violinen, für . . .

Dresden, Konzert: „Bach: h-Moll-Messe“, Dresdner Philharmonie unter Hans-Christoph Rademann

Interessant im kompositorischen Spätschaffen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) erweisen sich seine vier lateinischen Messen BWV 233 bis 236, das Magnificat BWV 243 mit seiner 1723 uraufgeführten Erstfassung BWV 243a und die große Messe in h-Moll BWV 232. Was zunächst für uns heute etwas unerklärlich erscheint, findet seine Ursache darin, dass auch noch viele Jahre nach der Reformation . . .

Dresden, Konzert: „Dusapin, Zimmermann, Brahms“, Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko

Zur Überbrückung der Zeiten zwischen zwischen den Saisons der Dresdener Musikfestspiele bietet der Veranstalter des Festivals seinem Stammpublikum sporadisch Konzerte mit hochkarätischen Gastorchestern an. Am 20. September dieses Jahres machten die Berliner Philharmoniker sowie ihr Chefdirigent Kirill Petrenko mit Kompositionen von Pascal Dusapin, Bernd Alois Zimmermann und Johannes Brahms im . . .

Dresden, Konzert: „Gupta, Dvořak, Bartók“, Philharmoniker unter Tabita Berglund

Für interessante Programm- und Gestaltungsakzente stehen ein neuer Chefdirigent, der Brite Sir Donald Runnicles und eine neue Erste Gastdirigentin, die seit drei Jahren dem Orchester verbundene Norwegerin Tabita Berglund. Ihr wird die Ehre der Konzertsaisoneröffnung zuteil. Berglund, geboren 1989 in Trondheim, bekommt schon früh Cellounterricht. Sie absolviert mit Erfolg ein Masterstudium bei . . .

Dresden, Konzert: „Schostakowitsch, Weill“, Staatskapelle unter Marie Jacquot

Wie in jedem Jahr treffen sich am 26. Juni 2025 für drei Tage im sächsischen Kurort Gohrisch die Verehrer Dmitri Schostakowitschs (1906-1975), um den großen Komponisten auf eine außergewöhnliche Art in einer ausgeräumten zum Konzertraum gestalteten Scheune zu würdigen. Zu den Traditionen der Sächsischen Staatskapelle gehört, dass sich die Gohrisch-Besucher am Vorabend der Eröffnung des . . .

Dresden, Konzert: „Dmitri Schostakowitsch / Benjamin Britten“, Musikfestspiele 2025

Ein kluges Programm von beklemmender Aktualität – Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch verbindet nach einer ersten Begegnung 1960 in London, einem späteren Treffen in Aldeborough eine lebenslange, anregende Beziehung. So ahnt man in den Orchesterzwischenspielen des zweiten und dritten Satzes des Britten-Konzerts den Einfluss von Schostakowitsch, andrerseits orientiert sich dieser . . .