Reisebilanz V: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
. . .
. . .
Eindrucksvolles Operngeschehen – Die Opéra national de Paris Bastille zeigte nun ein Revival der Oper „Un ballo en maschera“ von Giuseppe Verdi in der Regie von Gilbert Deflo aus dem Jahr 2007. Die nun schon fast 20 Jahre alte Inszenierung demonstrierte einmal mehr die ganze Dramatik und Wirkung der Kunstform Oper, wenn sich die Bühnenbilder mit der jeweiligen dramaturgischen . . .
Vielleicht letzter Aufschrei eines Regietheater-Apologeten? – Die Neuinszenierung des Siegfried im Rahmen der Neuproduktion des Ring des Nibelungen von Richard Wagner durch den Altmeister des Wagnerschen Regisseurstheaters Calixto Bieito ging mehr oder weniger im gleichen Stil weiter wie das szenisch und konzeptionell schon unbefriedigende Rheingold und die Walküre. Zwar ist man mit . . .
Gute Erinnerungen an Pierre Audi – Erst im Mai 2025 ist völlig unerwartet und viel zu früh der große Operntheater-Macher und Musikkenner Pierre Audi verstorben. Es war wie ein das gemeinsame Haus erschütternder Schock für die internationale Operngemeinde. Erst am 4. Februar 2025 erlebte ich die Premiere seiner Götterdämmerung am Théâtre de la Monnaie Brüssel und hatte auch noch . . .
Nach einem rumpeligen Rheingold nun eine wackelige Walküre-Premiere mit einem wunderbaren Wotan, der als Last-minute-Einspringer triumphierte. – Über die schlechten Erfahrungen Richard Wagners mit der Pariser Oper und dem „Fluch“ der dort auf dem Ring des Nibelungen zu lasten scheint, haben wir schon viel geschrieben. So freuen wir uns, dass diese erst dritte Neuproduktion seit . . .
Mit der Bilanz zum Teatro alla Scala, Mailand haben wir den letzten nur auf ein einziges Haus beschränkten Rückblick präsentiert. Nun folgen Bilanzen, die mehrere Theater einer Großstadt oder einer Region zusammenfassen. Wir beginnen mit den drei Pariser Häusern: der Opéra National de Paris (Opéra Bastille und Palais Garnier), dem Théâtre national de l’Opéra Comique und dem Théâtre . . .
Zaghafter Beginn des neuen Pariser „Ring“ – Das mit Spannung erwartete „Rheingold" in der Neuinszenierung von Calixto Bieito als Vorabend des neuen „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner an der Opéra de Bastille Paris geriet einigermaßen enttäuschend. Vielleicht hatte man zu viel erwartet, denn das ursprüngliche Enfant terrible Bieito erweist sich mittlerweile doch als . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – Richard Wagner hatte bekanntlich schlechte Erfahrungen mit der Pariser Oper gemacht. Denn trotz eines persönlich durch Kaiser Napoleon III. unterzeichneten Befehls, der ihm 163 musikalische Proben in fünf Monaten gewährte – ein bis heute nicht gebrochener Rekord! –, waren das Resultat bei der „Tannhäuser“-Premiere 1861 so mittelmäßig und die . . .
Auftakt der neuen Spielzeit 23/24 mit Piotr Beczala als Lohengrin, in einer Regietheater-Inszenierung von Kirill Serebrennikov, an der sich die deutsch-französischen Meinungen (wieder) spalten und die für eine interessante Grundsatzdebatte sorgt. – Ein viel beachteter Auftakt dieser neuen Spielzeit mit lauten Diskussionen im Saal und in den Medien. Darüber freuen wir uns erst einmal, . . .
Nein, ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die meisten unserer Kritiker haben regionale Schwerpunkte, innerhalb derer sie sich oft sämtliche Produktionen eines Opernhauses ansehen. . . .
Beschwingender, vielversprechender Erfolg für die neue junge Sängergeneration der „Senkrechtstarter“ in einer etwas „überdrehten“ Musical-artigen Inszenierung. – Der neue Schwerpunkt der aktuellen Spielzeiten „selten oder nie an der Pariser Oper gespielten französische Opern“ wird nun nach Massenets „Cendrillon“ (letztes Jahr zum allerersten Mal an der Opéra gespielt) . . .
Ein Weihnachtsgeschenk: wunderbare Musik, stimmige Inszenierung und wundervolle Sänger mit einer Anna Netrebko, die ein vieldeutiges „Pace, pace“ sang. – Es scheint wie ein Weihnachtsmärchen: zwei Monate nach der verstörenden „Salome“ (deutsches Regie-Theater mit dem Schleiertanz als Massen-Vergewaltigung und ein mittelmäßig spielendes Orchester mit einer schlechten . . .
Erste Neu-Inszenierung der Spielzeit 2022/23 programmatisch mit einer Dirigentin und einer Regisseurin – die nächsten folgen bald. – Was macht man, wenn man kein Geld hat? - Man hat auffällige Ideen! So war es immer schon und in diese Trickkiste greift nun auch Alexander Neef, der die schwierige Aufgabe hat, die Pariser Oper aus den roten Zahlen und den Negativ-Schlagzeilen zu holen. . . .
Erstaufführung in der Opéra National de Paris 29. 3. 2022 – … und Präsentation der Spielzeit 2022/23 – Cendrillon (Tara Erraught) schläft nicht im Kamin, sondern im Ofenrohr einer gigantischen Maschine, die rosa Ballkleider macht – die nicht für sie bestimmt sind. – Sie haben richtig gelesen: „Erstaufführung“! Und das bei einem der erfolgreichsten französischen . . .
Opéra National de Paris 4. 12. 2021 – Eine bejubelte Premiere in Paris: Einstand des neuen Chefdirigenten Gustavo Dudamel als Anfang der neuen Intendanz von Alexander Neef mit mutigen Plänen – Das Licht sagt alles aus: mit der Liebe, die wie ein weißer Strahl das Herz von Turandot (Elena Pankratova) trifft, wird die graue Welt plötzlich rot. – Es wirkte fast unwirklich, . . .