Kontrapunkt: „Walkürenverbot am Karfreitag“, Dortmund

Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz! Die Bezirksregierung verbietet am Karfreitag die Aufführung von Wagners Walküre in Dortmund. In Düsseldorf (nur 70 Km entfernt!) läuft, nur nebenbei bemerkt, Lady Macbeth von Mzensk klaglos und unbeanstandet. In Schostakowitschs Werk geht es u.a. um Mord, Vergewaltigung und puren Sex, wobei der Geschlechtsakt nicht nur auf der Bühne, sondern auch in der Musik ziemlich realistisch geradezu genial dargestellt wird – normalerweise.

Erinnert mich an einen ehemaligen Kölner Regierungspräsidenten (Dauergast in Talkshows des Öffentlich-Rechtlichen), der vor vielen vielen Jahren (War es vor oder nach dem dem Krieg? 😉 – bitte entschuldigen Sie mein mittlerweile seniles Gedächtnis) Wagner Parsifal (!) verbieten ließ, die schräge Travestie-Show seiner Frau, wenn ich mich richtig erinnere, aber erlaubte. Honi soit qui mal y pense!

Ich hole jetzt nicht den Gesetzestext heraus, sondern zitiere Google:

In Nordrhein-Westfalen (NRW) sind am Karfreitag zahlreiche Veranstaltungen, Darbietungen und Tätigkeiten verboten lt. Feiertagsgesetz.

Veranstaltungen:

  • Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Volksfeste, Zirkusveranstaltungen
  • Sportliche Veranstaltungen, wie Fußballspiele und Wettkämpfe
  • Spielhallen, Wettannahmestellen und Spielbanken
  • Öffentliche Veranstaltungen mit Tanz, wie Discotheken
  • Musikalische Darbietungen in Gaststätten

Geschäfte:

  • Videotheken, Waschsalons, Autowaschanlagen
  • Fahrschulen und Mitfahrvermittlungen

Arbeit:

  • Arbeiten, außer in bestimmten Bereichen wie Verkehr, Gesundheit, Gefahrenabwehr, Gastronomie oder Landwirtschaft

Unter Sonstigem wird erwähnt: Musik spielen, Tanzen bei öffentlichen Veranstaltungen, Unterhaltung in Form jeglicher Darbietung, Wohnungsumzüge. Ich suche vergeblich: Schlägereien, Messerstechereien, Puffbesuche und Training im Fitnessstudio incl. Sauna sowie Motorradfahren.

No comment!

Stopp Orest !!!! Leg sofort das Beil weg, heute ist Karfreitag.

Bleiben Sie trotzdem fröhlich und lassen sich, vor allem in NRW, dabei nicht in bzw. bei den vielen neuen von der schwarz-grünen Regierung eingerichteten „Stasi-Meldestellen“ anzeigen. Verhalten Sie sich anständig, damit nicht morgens um 6 h die GSG9 ihre Wohnung stürmen muss ;-).

Na dann: Ein fröhliches Osterfest & viele, viele bunte Eier 😉))

Wünscht Ihr Herausgeber

Peter Bilsing am 5. April 2025

Besonderer Dank an unseren Hauszeichner Peter Klier


Audiatur et altera pars: Lesen Sie hier die Gegenposition unseres Chefredakteurs.