Bayreuth: „Wagnermanie“ – eine Woche auf dem Grünen Hügel

Unser Gastautor, Wagnerianer und Psychoanalytiker, hat uns diesen Text überlassen, in dem er profunde Beschreibungen der Aufführungen bei den diesjährigen Festspielen mit seinen Erlebnissen rund um den Grünen Hügel und einigen weiterführenden Gedanken zu Werk, Komponist und den Festspielen verbindet. – Seit vielen Jahren strebe ich als einem oder auch dem Höhepunkt des Sommers in . . .

Bayreuth: Gedenkveranstaltung „Verstummte Stimmen“ mit Michel Friedman

Um einen Satz aus Wagners subkutan antisemitischster und zugleich einer seiner genialsten Opern zu zitieren: „Es hat viel Lärm auf der Gasse gemacht“. Es: Das ist die fleißig durch die Gazetten gegangene Auseinandersetzung im Vorfeld der Veranstaltung, die zwischen dem Festakt zur 150jährigen Wiederkehr der Eröffnung der ersten Bayreuther Festspiele und der Bayreuther Erstaufführung des . . .

Pionteks Bayreuth: „Christa Pawlofsky: Bayreuths große Verpflichtung – Die Festspielzeit im Spiegel der Presse“

Künstlerinnen gelten ja zuweilen als Prophetinnen. Christa Pawlofsky ist so eine Prophetin – weil sie mit ihrer neueste Ausstellung gezeigt hat, dass sie schon vor 30 Jahren ein Projekt angedacht und in jahrelanger Arbeit realisiert hat, das andernorts erst in den letzten Jahren, ja Monaten verwirklicht hat. – Der Gedanke schießt dem Bayreuther Besucher in den Kopf, der die Ausstellung . . .

Pionteks Bayreuth: „Keine Festspiele im Jubiläumsjahr?“ – zur Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft 2026

Natürlich fanden im „Jubiläumsjahr“ auch Festspiele statt – nur nicht in Bayreuth, doch in Weimar. Das „Jubiläumsjahr“ heißt 1926, nicht 2026. Eigentlich – und uneigentlich – hätte man auf dem Grünen Hügel die 50jährige Wiederkehr der ersten Bayreuther Festspiel feiern können, ja müssen, doch gebot es der Rhythmus der Pausenjahre, dass auch 1926, also zwei Jahre nach der . . .

Pionteks Bayreuth: „KriegsFestSpiele im Spiegel der Bayreuther Presse“, Ausstellung

150 Jahre Festspiele – der Blick in die Vergangenheit der Richard-Wagner-Festspiele hat, vor Allem auf publizistischem Gebiet, wenige Wochen vor deren Beginn für zwei Publikationen gesorgt, die sich vor Allem mit dem 20. Jahrhundert befassen: zum einen Stephan Möschs kardinaler Band Bayreuth als Theater, zum anderen, ihn ergänzend und ein anderes Gebiet tief erforschend, Anno Mungens Von . . .

Bayreuth: Gedanken zum Eröffnungswochenende mit Festakt und „Rienzi“

150 Jahre Bayreuther Festspiele: Damit gilt es nicht nur das wohl „merkwürdigste, absonderlichste Festival der Welt“  zu würdigen, wie es Nike Wagner in ihrer Festrede nannte, damit geht es nicht einmal nur um das Werk eines genialen Komponisten, sondern über einen Abriss der deutschen Geschichte, die der Komponist und seine Nachfahren nicht nur vom Seitenrand beobachtet und . . .

Pionteks Bayreuth: „Utopie und Echo – Positionen“, Richard-Wagner-Museum

Man habe es, sagt der Museumsdirektor Sven Friedrich zwischen seinen Publikumsbeschimpfungen, nicht mit „musealen“ Objekten, sondern mit Gegenwartskunst zu tun. Der Bayreuther OB spricht gar von einem „Ausstellungsexperiment“, aber so weit würde man als Kunstfreund vielleicht nicht gehen, auch wenn Derartiges selten im Wagnermuseum ausgestellt wird. Natürlich passt das. Die Bayreuther . . .

Pionteks Bayreuth: Antoine Wagner – „Pianos, Studien und Standbilder (Klangräume.Bildspuren)“

Eine junge Frau setzt sich an das Piano und beginnt zu spielen. Fast scheint sie mit dem Instrument zu verschmelzen. Das macht: der Klang des Klaviers und ihre Bluse – denn die Bluse und das Instrument tragen akkurat dasselbe Muster. – So, denkt sich der Besucher, können Natur und Kunst auch eins werden. „Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen“, so beginnt ein Gedicht von . . .

Feuilleton: Utopie und Niedergang – 150 Jahre Bayreuther Festspiele

Am 25. Juli ist es wieder so weit: Die Bayreuther Festspiele beginnen traditionell jedes Jahr an diesem Datum und dauern bis Ende August. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der ersten Festspiele im Jahr 1876 wird in diesem Jahr ein „Gesamtkunstwerk Bayreuth“ anberaumt, ein stadtweites Festival. Begleitend zu den Jubiläums-Festspielen 2026 auf dem Grünen Hügel werden hundertfünfzig . . .

Pionteks Bayreuth: Symposion „Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“

Schon der Austragungsort ist gut gewählt: die einstige Kommandozentrale der Bayreuther Festspiele. – Festspiele! Gestern – Heute – Morgen: das Thema könnte nicht offener und zugleich besser auf das Bayreuther Jahresthema 150 Jahre Festspiele fokussiert sein. Statt es abzufeiern, widmet man sich, als Teil eines multimedialen (wie das heute so heißt) Veranstaltungsreigens im . . .

Pionteks Bayreuth: „Verstehen und verstanden werden. Hinter den Kulissen von ‚Neubayreuth’“, Vortrag von Stephan Mösch

Recherchieren – lesen – kontextualisieren – interpretieren – thesenbilden – geschichtsschreiben: Derart könnte man den Sechsschritt bezeichnen, den eine informierte wie reflektierte Historiographie auszuzeichnen pflegt. Verstehen und verstanden werden. Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele – in der viersätzigen Vortragsserie, die Stephan Mösch, Professor für „Ästhetik, . . .