Pionteks Bayreuth: Symposion „Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“

Schon der Austragungsort ist gut gewählt: die einstige Kommandozentrale der Bayreuther Festspiele. – Festspiele! Gestern – Heute – Morgen: das Thema könnte nicht offener und zugleich besser auf das Bayreuther Jahresthema 150 Jahre Festspiele fokussiert sein. Statt es abzufeiern, widmet man sich, als Teil eines multimedialen (wie das heute so heißt) Veranstaltungsreigens im . . .

Pionteks Bayreuth: „Verstehen und verstanden werden. Hinter den Kulissen von ‚Neubayreuth’“, Vortrag von Stephan Mösch

Recherchieren – lesen – kontextualisieren – interpretieren – thesenbilden – geschichtsschreiben: Derart könnte man den Sechsschritt bezeichnen, den eine informierte wie reflektierte Historiographie auszuzeichnen pflegt. Verstehen und verstanden werden. Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele – in der viersätzigen Vortragsserie, die Stephan Mösch, Professor für „Ästhetik, . . .

Nachruf: „Weltreisende in Sachen Strauss“ – zum Tod von Felicity Lott

Sie war eine der eindrucksvollsten, präzisesten, warmherzigsten und berührendsten Sängerinnen, die ich je erlebte. Sie war ganz Dame (privat aber ganz unkompliziert) und doch voller Ironie und Witz. Sie sprach perfekt Französisch. Ihr Wortbehandlung war, was sie auch sang, perfekt. Vor zehn Tagen ist sie von uns gegangen. Sie sang mit der Seele, „canto espressivo“, wie die Italiener . . .

Pionteks Bayreuth: „Richard Wagner. Ein kinematographisches Lebensbild“

Ein Film, also ein Motion Picture, ist ein Bewegungsbild. Dabei kommt es nicht allein auf die Bewegung (der Bilder wie der Zuschauer), sondern auch auf das Bild an – und jedes Bild, das wir uns von einem Genie machen, ist ein persönlich gefärbtes. Man hat in den verschiedenen Epochen, die nun schon seit dem irdischen Dahinscheiden Richard Wagners vergangen sind, in durchaus verschiedenen . . .

Feuilleton: „Ostern: Religiöser bzw. kultureller Hintergrund – Osterbräuche – Ostermusiken“

Ostern (das Wort spielt an auf eine germanische Licht- und Frühlingsgöttin) beginnt eigentlich am Aschermittwoch, denn dieser Tag ist der Auftakt der vorösterlichen Fastenzeit, einer vierzigtägigen Vorbereitung auf das längste christliche Fest, dessen erster trauriger Höhepunkt Christi Sterben ist. Deshalb müssen die reuigen Sünder ihr Haupt mit Asche bestreuen und sich mit einer . . .

– Eilmeldung – „Durchbruch in der Probenarbeit: Tenöre hören erstmals zu“

Was sich gestern in einem mitteleuropäischen Opernhaus ereignete, wird bereits jetzt als Wendepunkt der Aufführungsgeschichte bezeichnet: Ein Tenor hat während einer Probe auf Anweisungen reagiert. Augenzeugen berichten übereinstimmend, dass der Sänger nach einer Bemerkung des Dirigenten tatsächlich innehielt, nachfragte und anschließend etwas anders sang. „Zunächst dachten wir an einen . . .

Wuppertal: „Christian Reif“ wird neuer Generalmusikdirektor

Nach der Ausschreibung der Stelle des Generalmusikdirektors in Wuppertal im Sommer 2023 gingen 95 Bewerbungen ein, von denen rund 15 zum Probedirigat eingeladen worden sind. Sie haben sich sowohl in der Stadthalle im Rahmen der Sinfoniekonzerte vorgestellt, aber auch Vorstellungen im Opernhaus dirigiert. Im Januar 2026 wurden drei zu intensiveren Gesprächen eingeladen. Jetzt stieg zwar kein . . .

Köln: „Cäcilia Wolkenburg: Divertissementchen“, Hintergründe und Geschichte

Die opulent ausgestatteten „Divertissementchen“ der Cäcilia Wolkenburg gehören zu den traditionsreichsten und bodenständigsten Eigenmarken und Erfolgsgeschichten der Kölner Lokalkultur. Jährlich zur Karnevalszeit steht die Kölner Oper im Zeichen der 30 stets seit langem ausverkauften Aufführungen. 110 Gesangssolisten, Choristen und Balletttänzer bevölkern die Bühne, unterstützt von . . .