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Mönchengladbach: „Adelaide“, Antonio Sartorio

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gab es in Venedig zeitweise dreizehn Opernhäuser, die gleichzeitig bespielt wurden. Venedig war darüber hinaus die erste Stadt, in der Opernaufführungen gegen Zahlung von Eintritt angeboten wurden; andernorts war die Oper ausschließlich dem Adel vorbehalten. Wenngleich die Eintrittspreise so hoch waren, dass sich die wenigsten Bürger dieses . . .

Mainz: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mal unter uns Opernkennern: Können Sie aus dem Stand sagen, wo die titelgebende Zauberflöte aus Mozarts beliebtester Oper herkommt? Pamina verrät es am Ende, kurz vor der Feuer- und Wasserprobe: „Es schnitt in einer Zauberstunde mein Vater sie aus tiefstem Grunde der tausendjähr‘gen Eiche aus.“ Dieser Vorgang wird quasi als Vorgeschichte in der Mainzer Neuproduktion zur Ouvertüre . . .

Dortmund: „Mazeppa“, Clémence de Grandval (zweite Besprechung)

Seit einigen Jahren bringen viele Opernhäuser verstärkt die Werke von Komponistinnen auf die Bühne und heben dabei vergessene Schätze. Erinnert sei an Fausto von Louise Bertin in Essen und La Montagne Noir von Augusta Holmes in Dortmund. The Wreckers von Ethel Smyth hat es sogar in Schwerin, Meiningen, Karlsruhe und zuletzt in Detmold auf die Bühne gebracht. Im Dortmunder Opernhaus ist jetzt . . .

Duisburg: „Die blaue Sau“, Anno Schreier

Gewöhnlich werden junge Leute mit Klassikern wie Zauberflöte oder Hänsel und Gretel in die Welt der Oper eingeführt (oder, wie der Rezensent schon mehrfach erleben durfte, erfolgreich mit Werken Richard Wagners). Mittlerweile gibt es Werke, die unter der Gattung Familienoper diese Zielgruppe direkt anspricht, oft mit aktuellen Themen und mit einer Musiksprache, die eingängig, aber raffiniert . . .

Pionteks Bayreuth: „Michael Wessel: Mozart der Humorist“

Erst kürzlich war am selben Ort Mozarts Sonate KV 281 zu hören. Ein Dresdner Klavierschüler spielte sie so, dass man merkte, dass es eines ist, die schnellen Sätze „technisch perfekt“ zu bringen und sie gleichzeitig klingeln zu lassen. Dies habe er, schrieb ich, mit vielen wesentlich erfahreneren Pianisten gemein; selbst weltberühmte Pianistinnen und Pianisten schaffen es nicht immer, . . .

Buchkritik: „Aufgehobene Revolution. Annäherungen an Richard Wagners ‚Ring'“, Laurenz Lütteken

Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner ist auch 150 Jahre nach der Uraufführung des gesamten Zyklus eine Herausforderung. In acht Essays nähert sich der deutsch-schweizerische Musikwissenschaftler Laurenz Lütteken vor allem Wagners Chef d'Œu­v­re. Sein Grundgedanke und roter Faden der vier Texte, die er für die Ring-Inszenierung am Theater LaMonnaie/De Munt in Brüssel 2023/2024 . . .

Buchkritik: „Menschen. Zeiten. Musik“, Peter Gülke

Rück- und Ausblick – Erst einmal enttäuscht sein wird der reine Opernfreund, wenn er sich das Inhaltsverzeichnis von Peter Gülkes neuem (letztem?) Buch mit dem Titel Menschen. Zeiten. Musik durchliest, obwohl der Titel ihn hätte warnen müssen. Erst als allerletztes von hundert Kapiteln, die dreihundert Seiten füllen, findet sich ein opernträchtiges mit dem Zitat der Marschallin aus . . .