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Oldenburg: „Lady Macbeth von Mzensk“, Dmitri Schostakowitsch

Wenn Katerina am Ende allein auf der kalt ausgeleuchteten Bühne steht und ins Publikum schaut, sehen wir in das Gesicht einer Mörderin. Sie ist am Ende ihres Weges, der Wunsch nach Freiheit, die Suche nach Glück, nach erfüllter Liebe sind kläglich gescheitert. Kann der erste von ihr verübte Mord noch als Notwehr angesehen werden, um den Geliebten Sergej zu retten, ist der von beiden an . . .

Augsburg: „Die lustigen Weiber von Windsor“, Otto Nicolai

„Musikalisch gesehen ist seine Falstaff-Oper in der Fülle der in ihr zur Entfaltung gelangten musikalischen und dramaturgischen Anregungen ein einmaliger Fall in der Geschichte der deutschen komischen Oper vor Wagner.“ So ist es, geschrieben von Dietmar Holland, seit 1983 zu lesen, gefunden im Programmheft der Münchner Inszenierung des Werks in der Bayerischen Staatsoper: Die lustigen . . .

Hannover, Ballett: „Schwanensee. Rotbarts Geschichte“, Peter Tschaikowsky

Schon lange beschäftigte Hannovers Ballettdirektor Goyo Montero die Frage, wodurch der im Märchen Schwanensee als Zauberer bekannte Rotbart wohl zu einem bösen Menschen geworden ist. Die Lösung heutzutage ist natürlich „ein Traumata“! So schrieb er dazu eine düstere Vorgeschichte über die Kindheit und Jugendzeit Rotbarts, kürzte Tschaikowskis Musik rigoros, fügte aber dafür noch . . .

Dresden, Konzert: „Mel Bonis, Maurice Ravel, Witold Lutosławski“, Dresdner Philharmonie unter Alexandre Bloch

Der Beginn des Konzerts der Dresdner Philharmonie am Sonnabend hätte eine echte Überraschung werden können, hätte man doch den Mut gehabt, den kompletten Zyklus Trois Femmes de légende der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, französischen Komponistin Mel Bonis (1858 – 1937) aufzuführen. So blieb mit dem Teil Ophélie op. 165, angelehnt an Shakespeares Hamlet, mit weniger als fünf . . .

Gelsenkirchen: „Francesca da Rimini / Gianni Schicchi“, Sergej Rachmaninov / Giacomo Puccini

Lieber Opernfreund-Freund, – eine echte Rarität ist seit gestern am Musiktheater im Revier zu erleben: Sergej Rachmaninovs Francesca da Rimini. Die Kurzoper paart man mit Puccinis Gianni Schicchi – weil beide Stoffe Dantes göttlicher Komödie entstammen und Italiens Nationaldichter die beiden namensgebenden Protagonisten am Ende in die Hölle schickt. Das bedient Manuel Schmitt bei . . .

Wuppertal: „Christian Reif“ wird neuer Generalmusikdirektor

Nach der Ausschreibung der Stelle des Generalmusikdirektors in Wuppertal im Sommer 2023 gingen 95 Bewerbungen ein, von denen rund 15 zum Probedirigat eingeladen worden sind. Sie haben sich sowohl in der Stadthalle im Rahmen der Sinfoniekonzerte vorgestellt, aber auch Vorstellungen im Opernhaus dirigiert. Im Januar 2026 wurden drei zu intensiveren Gesprächen eingeladen. Jetzt stieg zwar kein . . .

Dresden: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Die Französische Revolution war mit ihrem Werkzeug, der Entwicklung des Arztes Joseph-Icnace Guillotin (1738-1814), zu einem der Sinnbilder geworden, wie krude ideologische Entwicklungen aus dem wirkungsgeschichtlich bedeutsamen Anliegen der Proklamierung der Bürgerrechte Schatten auf die kulturellen Leistungen eines Volkes werfen konnten. Von den im Verlauf der Revolution über 35.000 . . .

Baden-Baden, Konzert: „Mozart, Haydn“, Capella Andrea Barca unter András Schiff

Sir András Schiff – Meister der Wiener Klassik auf dem Bösendorfer-Flügel nimmt Abschied von Freunden und Bewunderern der Musikwelt im Bahnhof Baden-Baden. – András Schiff wurde 1953 in eine jüdisch-bürgerliche Familie hineingeboren, in der sonntägliche Treffen mit Hausmusik zur Kultur gehörten. Er begann mit 5 Jahren, Klavier zu spielen. Mit 14 Jahren nahm er sein Studium an der . . .