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Buchkritik: „Franz Lehárs Villa an der Traun“, Herta Neiß (Hg.)

Wo Welterfolge entstanden – Natürlich wandelt man in Bad Ischl zuerst auf den Spuren der Habsburger und der Monarchie. Aber zweiter Anziehungspunkt nach der Kaiservilla ist wohl Franz Lehár (1870-1948), der neben Johann Strauß bedeutendste und meist gespielte Operettenkomponist der Welt. Er hat die Villa in Ischl, die heute als Museum zugänglich ist, 1912 erworben, da war er 42 Jahre . . .

Köln: „Cain, overo il primo omicido“, Domenico Scarlatti

Regisseur Dietrich W. Hilsdorf war zur Premiere gekommen, um sich feiern zu lassen, und Intendant Hein Mulders zeigte sich stolz, dass sein Projekt, das Oratorium Cain, overo il primo omicido in szenischer Umsetzung, daß er am 25. Januar 2020 als Intendant in Essen im Aalto-Theater zur Aufführung gebracht hatte, auch in Köln ein Erfolg wurde. In einem durchdachten Bühnenbild von Dieter . . .

Paris: „Götterdämmerung“, Richard Wagner

Siegfried als Gabelfrühstück Hagens – Der neue Ring des Nibelungen von Richard Wagner an der Opéra national de Paris Bastille ging nun mit der Götterdämmerung zu Ende. Einer der Altmeister des Wagnerschen Regietheaters, Calixto Bieito, konnte nach den wenig überzeugenden Darbietungen von Rheingold, Walküre und Siegfried inszenatorisch keine neuen Akzente setzen. Es gab eher weiteren . . .

Zürich: „Aleko / Der geizige Ritter / Francesca da Rimini“, Sergei Rachmaninow

Eigentlich befinden wir uns ja nur im letzten der drei Einakter Sergei Rachmaninows in der Hölle, genauer im ersten und im zweiten Kreis von Dantes INFERNO, in welches Dante persönlich zusammen mit seinem Begleiter, dem römischen Dichter und Philosophen Vergil, hinabsteigt und dort auf Francesca da Rimini trifft, die zusammen mit ihrem Geliebten Paolo und ihrem Ehemann Lanciotto in diesen . . .

Buchkritik: „Reiner Tor und Superstar. Musiktheater als Gottesdienst“

Man könnte es fast als Ritual, zumindest als ritualistisch bezeichnen: dass immer wieder Opern Richard Wagners gespielt werden. In Nürnberg müssten – man darf gespannt sein, wie sich das in der Ersatzspielstätte ausnehmen wird – als Nächstes der Tristan, dann wieder die Meistersinger an der Reihe sein. Ein wenig rituell mutet auch die Tatsache an, dass die Schriftenreihe des . . .

München: „Siegfried“, Richard Wagner

Vorhang auf zum Scherzo. Mit einem rundum gelungenen Siegfried ging Tobias Kratzers im Bühnenbild und den Kostümen von Rainer Sellmaier spielende neue Ring-Produktion, an der in München seit zwei Jahren geschmiedet wird, erfolgreich in die dritte Runde.  Damit ist Kratzer, dem als Mitarbeiter der Regie Matthias Piro zur Seite stand, wieder einmal ein großer Wurf gelungen. Gekonnt greift . . .

Braunschweig, Ballett: „Romeo und Julia“, Sergei Prokofjew

Mit der neuen Choreografie zu Prokofjews Ballettmusik Romeo und Julia ist dem Braunschweiger Ballettdirektor Gregor Zöllig gemeinsam mit dem Tanzensemble eine dichte Umsetzung des Stoffes gelungen. Geschickte Straffung und Eliminierung einiger Randfiguren des Geschehens halfen dabei; leider verzichtete auch Zöllig – wie die meisten Choreographen seit Cranko – auf den versöhnlichen Epilog . . .

Gütersloh: „Don Chisciotte della Mancia“, Hans Werner Henze

Vor einhundert Jahren, genau am 1. Juli 1926, wurde Hans Werner Henze in Gütersloh geboren, und seine Geburtsstadt würdigt ihn aus diesem Anlass mit einer Retrospektive. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurden einige seiner Werke aufgeführt, und Auszüge aus seinem bislang unveröffentlichtem Kubanischem Tagebuch wurden gelesen, umrahmt von zeitgenössischer kubanischer Musik.  Er gehört . . .

Oldenburg: „The Sound of Music“, Richard Rodgers

Kinder und Tiere sind immer eine sichere Bank. Tiere gibt es in dem Musical The Sound of Music von Richard Rodgers zwar nicht, Kinder aber gleich sieben an der Zahl. Es sind die Kinder des verwitweten Barons Georg von Trapp. Sie sind zwischen 5 und 16 Jahren alt und ihr Vater sucht händeringend wieder mal eine Erzieherin (Gouvernante heißt es etwas altmodisch im Stück). Denn alle haben bisher . . .