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Pionteks Bayreuth: Symposion „Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“

Schon der Austragungsort ist gut gewählt: die einstige Kommandozentrale der Bayreuther Festspiele. – Festspiele! Gestern – Heute – Morgen: das Thema könnte nicht offener und zugleich besser auf das Bayreuther Jahresthema 150 Jahre Festspiele fokussiert sein. Statt es abzufeiern, widmet man sich, als Teil eines multimedialen (wie das heute so heißt) Veranstaltungsreigens im . . .

Interview: Die Mezzosopranistin „Anna Grycan“ zwischen Hip-Hop und Hochkultur

Mit Herz und Hingabe – Flensburg zeigt sich an diesem Julitag von seiner typischen Seite: 18 Grad, leichter Regen, grauer Himmel. Fünf Minuten zu früh stehe ich auf dem Nordermarkt und warte auf Anna Grycan. Pünktlich biegt die Mezzosopranistin um die Ecke. Noch bevor wir uns die Hand geben, dringen vom Hafen wummernde Hip-Hop-Beats herüber. Dort läuft ein Festival. Hier beginnt ein . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Anno Mungen (zweite Besprechung)

„Wer versucht, sich einen Reim zu machen auf die verstörende Koexistenz von Künstlertum und Verbrechertum in ein und derselben Person, setzt sich dem Verdacht aus, exkulpatorische Absichten zu verfolgen. Für einen solchen Verdacht bietet dieses Buch jedoch keine Handhabe, denn sein Resümee lässt an Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig.“ – So konnte man es 2015 lesen, nachdem . . .

Wuppertal (Konzert): „Busoni, Beethoven, Dvořák“, Mao Fujita und das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter Kent Nagano

Wer sich auf Beethovens 1. Klaviersonate gefreut hatte, wurde enttäuscht. Zuletzt hatte der 28-jährige Mao Fujita doch die Bearbeitung der Bach‘schen Violin-Partita von Ferruccio Busoni (1866-1924) für die Eröffnung des Konzerts in Wuppertal gewählt. In seinem 1906 verfassten „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ hatte er von einem „kaleidoskopischen Durcheinander“ . . .

Duisburg: „María de Buenos Aires“, Astor Piazzolla

In der Regel weiß man spätestens zur Pause, ob einem die laufende Opernvorstellung gefällt. Bei María de Buenos Aires, die derzeit an der Deutschen Oper am Rhein aufgeführt wird, liegt die Sache jedoch etwas anders. Selbst nach zwei Nächten „drüber schlafen” schwanken die Gedanken noch immer zwischen „Wow, das war toll” und „Oh je, was habe ich da gerade eigentlich gesehen”. . . .

Mailand: „Lucia di Lammermoor“, Gaetano Donizetti

Bei der letzten vor der Sommerpause gezeigten Produktion handelt es sich um eine von Marco Monzini bestens betreute Wiederaufnahme der Arbeit des für Regie, Bühnenbild und Kostüme verantwortlichen Yannis Kokkos vom Frühjahr 2023. Die Wiedergabe der bei Ricordi erschienenen kritischen Ausgabewurde damals von Riccardo Chailly betreut, dem es bekanntlich am Herzen liegt, auch nicht die kleinste . . .

Dresden, Konzert: „Dukas, Chin, Prokofjew“, Staatskapelle unter Elim Chan

Zum Saisonschluss erklangen in der Matinee des 12. Symphoniekonzerts Werke von Paul Dukas, Unsuk Chin und Sergej Prokofjew. – Nur begrenzt wenige Konzertstücke waren für eine stimmige Eröffnung eines Vormittagskonzertes so geeignet, wie das Scherzo Der Zauberlehrling von Paul Dukas (1865-1935). Der verträumte Beginn der Komposition nach einer Ballade Johann Wolfgang von Goethes . . .

München: „Der Besuch der alten Dame“, Gottfried von Einem

Natürlich kann, ja muss man den Satz zitieren, den der Dichter in seinen dem Stücktext angefügten Anmerkungen geschrieben hat: „Ich beschreibe Menschen, keine Marionetten.“ Wer eine Inszenierung von Nikolaus Habjan anschaut, weiß, dass er mindestens eine Puppe zu sehen bekommt. Nun kann man eine Puppe nicht mit einer Marionette verwechseln, aber hier wie dort drängt sich der Eindruck . . .

Düsseldorf: „Il Trovatore“, Giuseppe Verdi

Mit Giuseppe Verdis Il Trovatore tun sich die Opernhäuser schwer. Auf der einen Seite strotzt das Werk nur so vor Ohrwürmern. Andererseits wird hier eine Geschichte voller Gewalt, Sexismus und Rassismus erzählt. Da wird einem Regisseur, der das drastisch auf die Bühne bringt, schnell vorgeworfen, selbst ein gewaltverherrlichender sexistischer Rassist zu sein. – Der Nürnberger . . .