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CD: „Parsifal, arranged for two pianos“, Christiane Behn / Emiliano Ramniceanu

Kann man Wagner für das Klavier bearbeiten? Man kann – aber gelingt es so, dass man den Eindruck hat: Das genau ist Wagner? – Es gelingt – und es gelingt nicht, denn es liegt in der Natur der Sache, dass ein Perkussionsinstrument zumal Wagners späte Farbmagie nicht 1:1 zu reproduzieren vermag. Die Zahl der berühmten und unbekannt gebliebenen Klavier-Transkripteure ist zwischen . . .

Stuttgart: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Auf einem historischen Ereignis beruht Francis Poulencs Oper Dialogues des Carmélites. Am 17. Juli 1794, gerade mal zehn Tage vor dem Sturz Robespierres, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe zum Tode verurteilte Karmeliterinnen auf dem Place de la Revolution einen gewaltsamen Tod unter der Guillotine. Poulenc knüpft mit seinem Werk an Gertrud . . .

– Eilmeldung – „Durchbruch in der Probenarbeit: Tenöre hören erstmals zu“

Was sich gestern in einem mitteleuropäischen Opernhaus ereignete, wird bereits jetzt als Wendepunkt der Aufführungsgeschichte bezeichnet: Ein Tenor hat während einer Probe auf Anweisungen reagiert. Augenzeugen berichten übereinstimmend, dass der Sänger nach einer Bemerkung des Dirigenten tatsächlich innehielt, nachfragte und anschließend etwas anders sang. „Zunächst dachten wir an einen . . .

Dresden, Konzert: „Elias“, Felix Mendelssohn Bartholdy

Mit dem „Verein der Witwen- und Waisenkasse der Sächsischen Staatskapelle e.V.“ lebt die Tradition der Unterstützungskonzerte an den Palmsonntagen jeden Jahres für bedürftige Nachkommen verstorbener Kapellmitglieder des Orchesters noch immer. Waren in früheren Jahren die Benefizkonzerte wegen des Engagements der Staatskapelle bei den Salzburger Osterfestspielen oft etwas eingeschränkt . . .

Buchkritik: „Oper in Bewegung“, Reinhard Strohm (zweite Besprechung)

Eigentlich – und uneigentlich – könnte der Band auch heißen: „Barockoper in Bewegung“ – denn die Mehrzahl der Beiträge, es sind 16 von 26, hat es mit Werken zu tun, die zwischen 1691 und 1761 auf die Bühnen kamen. Kein Wunder, wurde der Autor doch 1971 mit der Dissertation Italienische Opernarien des frühen Settecento (1720–1730) zum Doktor gemacht, bevor er Mitherausgeber der . . .

Lübeck: „Brahms, de Falla, Wagner“, Wioletta Hebrowska, Mariam Vardanyan und Samuel Waffler

Das mit „Traumtänze(r)“ überschriebene Konzert am Sonntagvormittag im Haus Eden in Lübeck bescherte dem hochkonzentrierten Publikum mit einem exquisit zusammengestellten Programm ein beglückendes und tief ergreifendes Erlebnis. – Den Auftakt bildete der Ungarischer Tanz Nr. 17 (Arr. Kreisler) für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Die armenische Geigerin Mariam Vardanyan und . . .

Berlin: „Un Ballo in Maschera“, Giuseppe Verdi

Musikalisch Top, szenisch Flop – Kaum ein zweites Opernlibretto dürfte so dicht an die historische Wahrheit angelehnt sein wie das für Giuseppe Verdis Gustavo nach Eugen Scribes Theaterstück und von Antonio Somma zum Operntext gestaltet. Was bei der durch die römische Zensur verlangten Umgestaltung zum Un Ballo in Maschera bereits nicht mehr nachvollziehbar erscheint, so die Motive der . . .