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Hannover: Tops und Flops – „Bilanz der Saison 2025/26“

Mit diesem Beitrag gehen unsere Spielzeitbilanzen in das vierte Jahr (Überblick über die Bilanzen 2024/25). Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die meisten unserer . . .

Wiesbaden: „Così fan tutte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Der kürzlich verstorbene Musikkritiker und „Stimmenpapst“ Jürgen Kesting hatte zu Jahresbeginn in einem schlecht gelaunten Zeitungsbeitrag den Mangel an „big voices“ beklagt, welche die großen Zuschauerräume etwa der MET in New York oder das Festspielhaus in Salzburg akustisch füllen könnte. Das ist für den Alltag der Musiktheater aber kein tauglicher Maßstab, denn hier hat man es . . .

Tecklenburg: „Rocky“, Stephen Flaherty

Als der Film Rocky von und mit Sylvester Stallone 1976 in die Kinos kam, ahnte wohl kaum jemand, wie schnell er sich zu einem riesigen Kassenschlager entwickeln würde. Im Folgejahr gewann er drei Oscars, darunter die Auszeichnung als „Bester Film”, sowie den Golden Globe als „Bester Dramafilm”. Bis heute sind acht weitere Filme in der Rocky-Filmreihe erschienen. Im November 2012 fand im . . .

Baden-Baden, Konzert: „Mozart, Haydn“, Daniel Hope, Pinchas Zukerman und das Zürcher Kammerorchester

Rouge et Noir: Die Arbeitsbekleidung des Zürcher Kammerorchesters untermalt den Baden-Badener Festivalsommer mit kräftigen Farben – auch in der Musik. Ein mehr als heißer Abend ist das passende Ambiente für die Höhen der Wiener Klassik: Haydn (1732 – 1809) und Mozart (1756 – 1791), sogleich beginnend mit dem Violinkonzert G-Dur KV 216. – Pinchas Zukerman ging in Position, einmal . . .

Pionteks Bayreuth: „Mendelssohn!“, Hofer Symphoniker unter Martijn Dendievel

Hätte sich Richard Wagner wirklich darüber gewundert, wenn im ersten Konzert, das die Hofer Symphoniker als Gastspiel in das jüngst eröffnete Friedrichsforum bringen, ein jüdischer und in Israel geborener Pianist ein Klavierkonzert spielt, das in einem reinen Mendelssohn-Programm zu hören ist? Wäre nicht schon die Tatsache erstaunlich, dass, obwohl der Abend nicht zum Bayreuther . . .

Sofia: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“, Richard Wagner

Ein Wagner wahrlich zur Ehre gereichender Ring! – Der Siegfried, in der zweiten Neuinszenierung des Ring des Nibelungen in nur zehn (!!) Jahren durch Plamen Kartaloff, den Generaldirektor der Sofia National Opera, ist an dieser Stelle schon nach der Premiere 2023 besprochen worden. Die Inszenierung ist also bekannt, sie unterscheidet sich im Regiekonzept fundamental von der ersten aus dem . . .

Pionteks Bayreuth: Symposion „Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“

Schon der Austragungsort ist gut gewählt: die einstige Kommandozentrale der Bayreuther Festspiele. – Festspiele! Gestern – Heute – Morgen: das Thema könnte nicht offener und zugleich besser auf das Bayreuther Jahresthema 150 Jahre Festspiele fokussiert sein. Statt es abzufeiern, widmet man sich, als Teil eines multimedialen (wie das heute so heißt) Veranstaltungsreigens im . . .

Interview: Die Mezzosopranistin Anna Grycan zwischen Hip-Hop und Hochkultur

Mit Herz und Hingabe – Flensburg zeigt sich an diesem Julitag von seiner typischen Seite: 18 Grad, leichter Regen, grauer Himmel. Fünf Minuten zu früh stehe ich auf dem Nordermarkt und warte auf Anna Grycan. Pünktlich biegt die Mezzosopranistin um die Ecke. Noch bevor wir uns die Hand geben, dringen vom Hafen wummernde Hip-Hop-Beats herüber. Dort läuft ein Festival. Hier beginnt ein . . .

Buchkritik: „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Anno Mungen (zweite Besprechung)

„Wer versucht, sich einen Reim zu machen auf die verstörende Koexistenz von Künstlertum und Verbrechertum in ein und derselben Person, setzt sich dem Verdacht aus, exkulpatorische Absichten zu verfolgen. Für einen solchen Verdacht bietet dieses Buch jedoch keine Handhabe, denn sein Resümee lässt an Entschiedenheit nichts zu wünschen übrig.“ – So konnte man es 2015 lesen, nachdem . . .

Wuppertal (Konzert): „Busoni, Beethoven, Dvořák“, Mao Fujita und das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter Kent Nagano

Wer sich auf Beethovens 1. Klaviersonate gefreut hatte, wurde enttäuscht. Zuletzt hatte der 28-jährige Mao Fujita doch die Bearbeitung der Bach‘schen Violin-Partita von Ferruccio Busoni (1866-1924) für die Eröffnung des Konzerts in Wuppertal gewählt. In seinem 1906 verfassten „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ hatte er von einem „kaleidoskopischen Durcheinander“ . . .

Duisburg: „María de Buenos Aires“, Astor Piazzolla

In der Regel weiß man spätestens zur Pause, ob einem die laufende Opernvorstellung gefällt. Bei María de Buenos Aires, die derzeit an der Deutschen Oper am Rhein aufgeführt wird, liegt die Sache jedoch etwas anders. Selbst nach zwei Nächten „drüber schlafen” schwanken die Gedanken noch immer zwischen „Wow, das war toll” und „Oh je, was habe ich da gerade eigentlich gesehen”. . . .