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Kontrapunkt: „Wider die digitale Lichtverschmutzung in Zuschauersälen“ – ein Hilferuf

„Störend waren mehrere Zuschauer, die während der Vorstellung keinerlei Scheu davor hatten, mit hell leuchtenden Smartphone-Bildschirmen zu fotografieren. Besonders irritierend war eine Person in der ersten Reihe, fast direkt hinter dem Dirigenten, die schamlos ganze Arien und Duette auf Video aufzeichnete.“ – Das schreibt der Kollege in seiner jüngsten Kritik zur Hamburger Tosca . . .

Buchkritik: „Triangel der Wiener Tradition – Zemlinsky – Schönberg – Hoffmann“, Gerold Gruber

 Sie waren einander erst als Lehrer und Schüler, später als Kollegen verbunden, und was zu allen Zeiten  zwischen ihnen herrschte (wenn es auch private Probleme geben mochte), war die große Wertschätzung, die sie einander entgegenbrachten. – Als „Triangel“ einer Wiener Tradition, die nichts mehr mit der legendären Wiener Klassik zu tun hatte, wurden sie 2024 zu einer . . .

Basel: „El barberillo de Lavapiés“, Francisco Asenjo Barbieri

Als im September die Zarzuela „El barberillo de Lavapiés“ im Theater Basel Premiere feierte, war sofort klar, dass dies ein absolutes Highlight der Saison wird. Christof Loy hat bei einem Aufenthalt in Spanien seine Liebe zu dieser Musikgattung entdeckt und sich zur Aufgabe gemacht, die Zarzuela in Europa wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. In Spanien gehört diese energievolle Musik zum . . .

Dresden, Konzert: „Beethovens 9.“, Dresdner Philharmonie unter Sakari Oramo

Im Februar 1824 vollendet Ludwig van Beethoven (1770-1827) die Arbeit an seiner Sinfonie Nr. 9 d-Moll op.125. Nach einer langen Phase bitterer Enttäuschungen, der Niedergeschlagenheit, begründet in Krankheit, Vereinsamung und der nun völligen Taubheit, den Streitigkeiten um das Sorgerecht für seinen Neffen Karl und der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung, die nach allen revolutionären . . .

Dresden, Konzert: „Orgel und Tubaquartett“, Melton-Quartett mit Katharina Königsfeld

Wie schon in den vergangenen Jahren gelingt der Intendanz der Dresdner Philharmonie auch 2025 für die letzte Stunde des Jahres eine musikalische Überraschung: vier Tuben im Zusammenwirken mit der Königin der Instrumente, der Orgel. Sicher, man kennt die vielfältigen Arrangements von Renaissance- und Barockmusik für unterschiedlichste Besetzungen, es gibt Konzerte für vier Violinen, für . . .

Braunschweig: „Neujahrskonzert“, Staatsorchesters Braunschweig, Leitung: Sraba Diníc

Das traditionelle Neujahrskonzert des Staatsorchesters Braunschweig fand auch diesmal wieder im Großen Haus des Staatstheaters statt. Es stand unter dem Motto „Auf Los geht’s los!“, was inhaltlich erst mal wenig aussagte. Das Programm enthielt – wie seit einigen Jahren in Braunschweig üblich – einige unbekannte und im Konzertbetrieb eher vernachlässigte Werke, die natürlich neben . . .

Wuppertal: „Neujahrskonzert“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Nach seinem letzten Dirigat von Hänsel und Gretel im Barmer Opernhaus, der Fledermaus und der Silvesterparty in Berlin dirigierte der österreichische Dirigent und Noch-Generalmusikdirektor hier das Neujahrskonzert. Diese Tradition des Sinfonieorchesters Wuppertal begann wohl 1982 und erwies sich als harmlos im Vergleich zu jener der Wiener Philharmoniker. Deren ökonomisch so erfolgreiches und . . .

Coburg: „Eine Nacht in Venedig“, Johann Strauss (Sohn)

Venedig glänzt – die Schneekugel muss nur geschüttelt werden. Man kann auch auf einem Dachboden voller Erinnerungsstücke sitzen und sich in eine Vergangenheit hineinträumen, die man nie erlebt hat. – Eine Nacht in Venedig, ein sogenanntes „Traumstück“ von Johann Strauss Sohn – „Traumstück“ deshalb, weil es so viele traumhaft schöne Melodien enthält –, birgt in . . .