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Bonn: „Der Freischütz“, Carl Maria von Weber (zweite Besprechung)

Alptraum fürs Musiktheater – Der als „Alptraum für Deutschland“ deklarierte Agit-Prop-Abend am Theater Bonn ist am Ende vor allem das: ein Alptraum fürs Musiktheater. Wenige Wochen vor seinem 200. Todestag dürfte sich Carl Maria von Weber noch einmal kräftig im Grab umgedreht haben. Seine 1821 uraufgeführte romantische Oper „Der Freischütz“ wird am Theater Bonn auf dem Altar . . .

Dresden, Konzert: „Weber, Schumann, Brahms“, Yefim Bronfman und die Staatskapelle unter Tugan Sokhiev

Der Dirigent Tugan Sokhiev und der Pianist Yefim Bronfman bestreiten häufig gemeinsame Konzerte. So ist es auch nicht außergewöhnlich, dass die bewundernswerte Kombination der beiden Musiker gelegentlich in Symphoniekonzerten der Sächsischen Staatskapelle zusammen musizieren. Beide Musiker sind zwar in der ehemaligen Sowjetunion geboren, stammen aber nicht nicht aus dem russischen Kernland. . . .

Aachen: „Malina“, Carola Obermüller und Peter Gilbert

Hans Werner Henze bezeichnete „Malina“, den einzigen vollendeten Roman der ihm eng verbundenen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann als „Gustav Mahlers Elfte Symphonie.“ Die Bachmanns Gedichten und Prosawerken stets mitschwingende Musikalität scheint Komponisten geradezu einzuladen, sich mit ihren Dichtungen zu beschäftigen. Wobei ein Roman natürlich noch schwierigere Herausforderungen . . .

Bremerhaven: „Die tote Stadt“, Erich Wolfgang Korngold

Korngold schrieb sein 1920 uraufgeführtes Meisterwerk Die tote Stadt im Alter von erst 23 Jahren. Stilistisch steht das Werk zwischen dem Verismo und Richard Strauss: Das üppig besetzte Orchester schwelgt in Klangfarben, die Nähe zu Puccini ist unverkennbar. Die Oper ist insgesamt äußerst melodisch; zwei Nummern sind richtige „Schlager“ geworden: Das gefühlvolle Lied des Pierrot „Mein . . .

Wiesbaden: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner

Schild(bürg)erstreich – Das Luzerner Komiker-Duo OHNE ROLF spricht in seinen Programmen kein Wort und kommuniziert stattdessen über das Aufblättern von Plakaten, auf denen kurze Sätze aufgedruckt sind. Das ist ein intelligenter Spaß, der über einen ganzen Kleinkunst-Abend tragen kann. Tiago Rodrigues hat diese Idee für sein Regiekonzept zu einer Tristan-Inszenierung übernommen. . . .

Duisburg: „On the Town“, Leonard Bernstein (zweite Besprechung)

Mit aufwändigen Neuinszenierungen so denkbar unterschiedlicher Werke wie Richard Strauss‘ Tragödie „Elektra“ und Leonard Bernsteins Musical-Erstling „On the Town“ bewältigte die Deutsche Oper am Rhein im Abstand von nur zwei Wochen einen Kraftakt, der unabhängig vom künstlerischen Ertrag der Produktionen beeindruckt. – Interessant, dass Bernsteins lange Zeit eher peripher . . .

Berlin: „Spielzeit 2026/27“, Deutsche Oper

Zierliche Zeichnungen von Olga Prader durchziehen die Saisonankündigungen der Deutschen Oper, auf dem Titelblatt erwächst aus einem Behältnis mit aufgemaltem Messer in einem Mund ein Herz, das tropfenweise sein Blut verliert. Darunter steht das Motto der Spielzeit 26/27: Make Love… . Auch für alle weiteren Spielzeiten mit Intendant Aviel Cahn sind Motti vorgesehen, die die jeweilige Saison . . .

Valencia: „Salome“, Richard Strauss

Lieber Opernfreund-Freund, – die 2021 für die Mailänder Scala entstandene Salome-Produktion ist derzeit im noch immer imposanten Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia zu sehen. Zwar bröckeln an der 1998 vom renommierten Architekten Santiago Calatrava in den Süden seiner Heimatstadt gesetzten Cuidad de las Artes y de las Ciencias („Stadt der Künste und der Wissenschaften“), . . .