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Wuppertal: „Der Wald / Erwartung“, Ethel Smith / Arnold Schönberg

Manuel Schmitt hat 2024 einen Doppelabend in der Oper Wuppertal inszeniert, der unter der Leitung des GMD Patrick Hahn am 7. April 2024 umjubelte Premiere hatte. Zur Wiederaufnahme unter dem Nachdirigat von Yorgos Ziavras bin ich gefahren, weil „Der Wald“ als Wiederentdeckung des Jahres 2024 nominiert war. Der Abend hat alles, was ein spannender Opernabend braucht: zwei kurze, zeitlose . . .

Stuttgart: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Wieder einmal stand Mozarts Zauberflöte auf dem Spielplan der Stuttgarter Staatsoper. Und erneut vermochte sie durchaus zu gefallen. Regisseur Barrie Kosky entwickelte seine ansprechende Inszenierung in Zusammenarbeit mit der britischen Theatergruppe 1927 - diese besteht aus der Regisseurin Suzanne Andrade und dem Animationskünstler Paul Barritt - und der Bühnen- und Kostümbildnerin Esther . . .

Karlsruhe: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Die jüngste Neuproduktion am Badischen Staatstheater Karlsruhe galt Francis Poulencs 1957 an der Mailänder Scala in italienischer Sprache aus der Taufe gehobener Oper Dialogues des Carmélites. Dieses Werk beruht auf einem historischen Ereignis. Am 17. Juli 1794, exakt zehn Tage vor dem Sturz Robespierres‘, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe . . .

Baden-Baden, Konzert: „Copland, Gershwin, Prokofiew“, Hélène Grimaud und das Luxembourg Philharmonic unter Elim Chan

Konzert zum Valentins Tag – da glaubt man an eine romantische Liebesgeschichte mit Happy End. Aber nichts davon: Romeo und Julia, das klassische Liebespaar geht gemeinsam in den Tod – kein Valentins-Glück. Vorher Quiet City, und dann ein Concerto, die zum Thema führen. Der Freundeskreis lud zu seinem jährlichen Konzert ein und machte mit seinem Programm einen Sprung in die Moderne zur . . .

München: „Fürst Igor“, Alexander Borodin

Man hat ja schon öfters Komponisten auf der Opernbühne gesehen. Richard Wagner tauchte nicht erst in Barrie Koskys Bayreuther Meistersinger-Inszenierung in persona auf, Jacques Offenbach spielte, verkörpert vom Hausherren, dem Violoncellisten Siegfried Palm, 1978 in der Premiere der Peter-Ustinov-Inszenierung der Banditen an der Deutschen Oper Berlin buchstäblich mit, und Puccini wirbelte in . . .

Santa Cruz de Tenerife: „Orfeo ed Euridice“, Christoph Willibald Gluck

Musikalisch gut, szenisch zu flach – Die Ópera de Tenerife hat mit einer Neuinszenierung von "Orfeo ed Eurydice" den großen Opernklassiker von Christoph Willibald Gluck vor einem ausverkauftem Auditorio Ádán Martín in Santa Cruz neuinszenieren lassen. Ein weiterer Premierenabend des mondänen Hauses unter der Leitung von Intendant José Luis Rivero, der hier wahrhaftig ein Feuerwerk . . .

Bremen: „Il viaggio a Reims“, Gioachino Rossini

Wenn Regisseure Stücke bearbeiten und zu einer eigenen Fassung mit neuer Handlung, neuen Texten und strukturellen Eingriffen verändern, ist das oft mit Vorsicht zu genießen. In Bremen ist das aber bei Rossinis Il viaggio a Reims („Die Reise nach Reims“) weitgehend gelungen. Und es ist in diesem Fall auch legitim, denn Rossinis 1825 für die Krönung des französischen Königs Karl X. . . .

Meiningen: „Cardillac“, Paul Hindemith

Mal Hand aufs Herz: Wer kennt eigentlich Paul Hindemith wirklich außer seiner Zuordnung zur Moderne? Erst gefeiert, dann von den Nazis bedroht, emigrierte er nach dem Verbot seiner Werke als „entartete Kunst“ zunächst in die Schweiz, dann in die USA, wo er äußerst erfolgreich war. Zu selten steht er heute auf den Spielplänen. Und wer in der Oberstufe nicht gerade einen aufgeschlossenen . . .

Berlin, Konzert: „Musik aus fernen Rundfunktagen. Kompositionen von Schostakowitsch, Dostal, Fischer, Künneke“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

Nach musikalischen Testsendungen im Jahr 1919 der Versuchsfunkstelle Eberswalde, nach der Übertragung eines Weihnachtskonzerts der Mitarbeiter der Reichspost 1920 wird am 8. Juni 1921 mit Madame Butterfly die erste Oper aus der Berliner Staatsoper über den Lichtbogensender auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen ausgestrahlt. Die erste Unterhaltungssendung durch die Radio – Stunde AG am . . .

Dresden, Konzert: „Strawinsky, Bruckner“, Staatskapelle unter Daniele Gatti

Nachdem am Beginn des neuen Jahres mit dem Abschluss der Rekonstruktion der Ballsäle des Dresdner Barockschlosses die letzten materiellen Wunden des Terrorangriffs vom Februar des Jahres 1945 geschlossen waren, scheint es angebracht, zu überlegen, ob diese Art des Gedenkens noch zeitgemäß ist. – Auch in unserer Familie, obwohl die jährlichen Konzerte an den 13. Februar-Abenden immer . . .

Duisburg: „Dracula – Das Musical“, Frank Wildhorn

Derzeit scheint Frank Wildhorn der Komponist der Stunde zu sein. Im Theater Münster ist aktuell das sehenswerte Musical Der Graf von Monte Christo zu sehen, am 7. März 2026 findet im Theater am Domhof in Osnabrück die Premiere von Artus – Excalibur statt und seit einigen Wochen präsentiert ShowSlot mit Dracula eines seiner musikalisch besten Stücke auf einer großen Tour durch Deutschland . . .

Frankfurt: „Amor vien dal destino“, Agostino Steffani

Bei der Vorstellung des neuen Spielplans im vergangenen Jahr staunte man nicht schlecht, daß unter den Produktionen am Großen Haus eine unbekannte Barockoper eines weithin unbekannten Komponisten auftauchte. Intendant Loebe verriet dazu nicht viel mehr, als daß der Komponist im hiesigen Dom begraben liege, was jedoch dem Zufall geschuldet sei, denn er sei auf einer Durchreise plötzlich in der . . .