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Düsseldorf: „Maria de Buenos Aires“, Astor Piazzolla

Mit Astor Piazzollas Tango-Operita Maria de Buenos Aires ist es so eine Sache. Vermeintlich seichte Musik trifft auf hochkomplexe und beinahe schon surreale Textwelten, die das Werk deutlich vielschichtiger machen, als man es vielleicht denken mag, denn die eine, klare Handlung, die sucht man vergebens. Und so stehen Regisseure immer wieder vor der Herausforderung, was man denn nun mit dem Stück . . .

Dresden, Konzert: „Boulanger, Poulenc, Nielsen“,  Dresdner Philharmonie unter Nicholas Collon

Drei Komponisten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich mit ihren Werken von vorangegangenen Ausdrucksformen lösen, nach neuen Wegen suchen und damit auf unterschiedliche Weise in die Moderne führen. – Mit dem frischen D´un matin de printemps von Lili Boulanger (1893 – 1918) wird der heutige Konzertabend eröffnet. Das kurze Stück beschreibt die Schönheit eines . . .

Stuttgart: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner

31 Jahre liegt die letzte Neuproduktion von Wagners Meistersingern an der Staatsoper Stuttgart bereits zurück. Es war also höchste Zeit für eine Neuproduktion dieses Werkes in der Landeshauptstadt. Was an diesem überaus gelungenen Abend über die Bühne ging, war modernes Musiktheater vom Feinsten. Das Regieteam um Elisabeth Stöppler (Regie), Valentin Köhler (Bühnenbild) und Gesine Völlm . . .

Oldenburg: „Lady Macbeth von Mzensk“, Dmitri Schostakowitsch

Wenn Katerina am Ende allein auf der kalt ausgeleuchteten Bühne steht und ins Publikum schaut, sehen wir in das Gesicht einer Mörderin. Sie ist am Ende ihres Weges, der Wunsch nach Freiheit, die Suche nach Glück, nach erfüllter Liebe sind kläglich gescheitert. Kann der erste von ihr verübte Mord noch als Notwehr angesehen werden, um den Geliebten Sergej zu retten, ist der von beiden an . . .

Augsburg: „Die lustigen Weiber von Windsor“, Otto Nicolai

„Musikalisch gesehen ist seine Falstaff-Oper in der Fülle der in ihr zur Entfaltung gelangten musikalischen und dramaturgischen Anregungen ein einmaliger Fall in der Geschichte der deutschen komischen Oper vor Wagner.“ So ist es, geschrieben von Dietmar Holland, seit 1983 zu lesen, gefunden im Programmheft der Münchner Inszenierung des Werks in der Bayerischen Staatsoper: Die lustigen . . .

Hannover, Ballett: „Schwanensee. Rotbarts Geschichte“, Peter Tschaikowsky

Schon lange beschäftigte Hannovers Ballettdirektor Goyo Montero die Frage, wodurch der im Märchen Schwanensee als Zauberer bekannte Rotbart wohl zu einem bösen Menschen geworden ist. Die Lösung heutzutage ist natürlich „ein Traumata“! So schrieb er dazu eine düstere Vorgeschichte über die Kindheit und Jugendzeit Rotbarts, kürzte Tschaikowskis Musik rigoros, fügte aber dafür noch . . .

Dresden, Konzert: „Mel Bonis, Maurice Ravel, Witold Lutosławski“, Dresdner Philharmonie unter Alexandre Bloch

Der Beginn des Konzerts der Dresdner Philharmonie am Sonnabend hätte eine echte Überraschung werden können, hätte man doch den Mut gehabt, den kompletten Zyklus Trois Femmes de légende der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, französischen Komponistin Mel Bonis (1858 – 1937) aufzuführen. So blieb mit dem Teil Ophélie op. 165, angelehnt an Shakespeares Hamlet, mit weniger als fünf . . .

Gelsenkirchen: „Francesca da Rimini / Gianni Schicchi“, Sergej Rachmaninov / Giacomo Puccini

Lieber Opernfreund-Freund, – eine echte Rarität ist seit gestern am Musiktheater im Revier zu erleben: Sergej Rachmaninovs Francesca da Rimini. Die Kurzoper paart man mit Puccinis Gianni Schicchi – weil beide Stoffe Dantes göttlicher Komödie entstammen und Italiens Nationaldichter die beiden namensgebenden Protagonisten am Ende in die Hölle schickt. Das bedient Manuel Schmitt bei . . .