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Braunschweig: „I Capuleti e i Montecchi “, Vincenzo Bellini

Nach über dreißig Jahren hat sich das Staatstheater erneut der hierzulande selten gespielten Belcanto-Oper in einer Neuinszenierung angenommen und damit die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Literatur auf die Bühne gebracht. Romeo und Julia (Giulietta) haben sich bei Bellini und seinem Librettisten Felice Romani schon längere Zeit vor Beginn der Handlung unsterblich ineinander verliebt, . . .

Duisburg, Ballett: „Kaleidoskop“, Iratxe Ansa, Igor Bacovich, Mthuthuzeli November, Jean-Christophe Maillot

Bereits im März des letzten Jahres feierte der dreiteilige Ballettabend Kaleidoskop im Düsseldorfer Opernhaus Premiere und überzeugte hierbei mit gleich zwei Uraufführungen, die speziell für diesen Abend entwickelt wurden. In dieser Spielzeit fand nun die Übernahme der Produktion nach Duisburg statt, wo das Ballett am Rhein von den Zuschauern in der besuchten Vorstellung ebenfalls . . .

Buchkritik: „Gustav Mahler: Vom Elend eines Genies“, Franz Willnauer (Hrsg.)

Es sind Fundstücke, die Franz Willnauer „aus unterschiedlichsten Quellen in jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Komponisten zusammengetragen“ hat, „ohne zunächst eine Veröffentlichung zu beabsichtigen.“ Nun aber hat er diese Fundstücke doch publiziert, als facetten- und perspektivenreiche Dokumentation. „Es sind Dokumente, Erinnerungen und Briefe von und über Mahler“, oft . . .

Oldenburg: „Il Barbiere di Siviglia“, Gioachino Rossinis

In der Vergangenheit wurde von der Oldenburgischen Staatsoper bei den Inszenierungen von Gioachino Rossinis komischer Oper Il Barbiere di Siviglia meistens viel Fantasie investiert. Zwar ist 1995 Georg Rootering mit seiner Überfrachtung an Gags weit über das Ziel hinausgeschossen, wenn er etwa zum Ständchen des Grafen eine Heerschar falscher Heinos mit Sonnenbrille und Blondperücke auftreten . . .

Mailand: „Turandot“, Giacomo Puccini

Diese Produktion war im Puccini-Jahr 2024 herausgekommen, im Juli jenes Jahres berichteten wir darüber. Nun wurde sie zum Hundertjahresjubiläum des Werks (Puccini war 1924 gestorben, die Uraufführung unter Toscanini fand 1926 statt) wieder aufgenommen (und auch Puccinis nach Liùs Tod in den Mond, der in dieser Oper eine so bedeutende Rolle spielt, projiziertes Porträt wurde wieder gezeigt). . . .

Frankfurt: „Turandot“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Andrea Breths inszeniert eine schwarz-weiße, plakative Turandot in Frankfurt am Main. Thomas Guggeis am Pult beschert eine musikalische Sternstunde. – Turandot ist die letzte Oper, die Giacomo Puccini komponierte. Er hat sie 1924 ge­schrieben, sie blieb unvollendete. Ein Jahr später wurde sie mit dem nachkomponierten Finale von Franco Alfano von Arturo Toscanini an der Mailänder Scala . . .

Hamburg: „Frauenliebe und -leben“, Robert Schumann / „Herzog Blaubarts Burg“, Béla Bartók / „Eine florentinische Tragödie“, Alexander von Zemlinsky

Ein großes Thema, drei Variationen. Unter dem Titel Frauenliebe und -sterben fasst Regisseur Tobias Kratzer drei Kompositionen zusammen, die sich um das Bild der Frau, Geschlechterkampf und Rollenverständnis in unterschiedlichen Epochen, drehen. Das ist auf den ersten Blick gut gedacht, lässt sich aber nur bedingt auf die gewählten Stücke übertragen. – Am Anfang des Abends steht der . . .

Berlin, Konzert: „Strauss, Beethoven“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

Nicht zufällig gilt Richard Strauss (1864-1949) der Musikwelt, lange bevor er sich der Opernkomposition zuwendet, als Lyriker. Die frühen Lieder - Zueignung, Morgen, Cäcilie - und andere werden zu wahren Hits. Doch der Schein trügt: der Liedkomponist Strauss ist nur den Wenigsten wirklich bekannt, obwohl ungefähr 150 Lieder gedruckt vorliegen; 20 von ihnen gehören zum Repertoire in den . . .