Reisebilanz II: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Es ist schon ein sehr großes Repertoire, das die jungen Sängerinnen und der junge Mann sich für den Abend raufgeschaufelt haben. Da hat man schon ein wenig Angst um sie, denn die Vergleiche sind gewaltig: Fischer-Dieskau, Mathis, Wunderlich, Garanča, um nur einige wenige zu nennen, die die ausgewählten Wagner- (Abendstern!), Korngold-, Tschaikowsky- (Lenskis Abschied!) und Schubert-Arien und . . .
Am 19. März 2023 fand im Berliner Theater des Westens die Uraufführung des Musicals Romeo & Julia – Liebe ist alles statt. Wie der Titel bereits vermuten lässt, wird darin die bekannte Geschichte von William Shakespeare erzählt. Die erfolgreichen Komponisten Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die über Jahrzehnte die deutsche Pop-Musikszene prägten, wollten diese große Liebestragödie . . .
Mit dem Fokus auf die Opernhäuser in der Region Rhein/Ruhr haben wir das Ende unserer Bilanzen zu einzelnen Häusern und Regionen erreicht. Wie im vergangenen Jahr präsentieren wir nun wieder Bilanzen von Kritikern, die im Laufe einer Spielzeit gezielt zu einzelnen, vielversprechenden Produktionen im In- und Ausland reisen. Den Anfang macht ein Rundblick über Produktionen in Deutschland und . . .
Während sich die betuchten Musikfreunde in nichtklimatisierten und reparaturbedürftigen Konzerträumen oder in Freilichtarenen mit fragwürdiger Tontechnik ihren Kulturhunger stillten, gab es wenige Kilometer nördlich Dresdens die Möglichkeit, bei den Moritzburger Musikfestspielen auserlesene Kammermusik unter idyllischen Bedingungen zu erleben. – Das in den 1540-er Jahren vom Wettiner . . .
Im ersten Band ihrer Tagebücher nennt Cosima Wagner am 23. Dezember 1873 die noch im Bau befindliche Villa Wahnfried „Ärgersheim … da beständig irgendetwas Verfehltes oder Vergessenes sich uns darin entdeckt.“ Dennoch bezogen 1874 Richard und Cosima Wagner samt Kindern und Personal die hochherrschaftliche Villa am Rande des Hofgartens, mitten in Bayreuth. Freilich, das am . . .
Des Menschen Leben ist ein Schatten, seine irdischen Güter vergehen im Nichts, wenn Gottes Blitz all das trifft: den Schatten, seine vergänglichen Dinge, all das eitle Zeug: Kronen und Waffen, Schlösser und Musikinstrumente. – Musikinstrumente? Wer im schönen Abteisaal des Klosters Speinshart sitzt, in dem das Bayreuther Festival junger Künstler mit einem musikalischen Programm . . .
Bei den Rückblicken mit regionalen Schwerpunkten blicken wir nach dem Theater Bremen, dem Stadttheater Bremerhaven und dem Oldenburgischen Staatstheater heute auf die Region Rhein/Ruhr mit dem Aalto Theater Essen, dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, dem Theater Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. – . . .
Bei den Rückblicken mit regionalen Schwerpunkten bleiben wir nach dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater Flensburg und Rendsburg und dem Theater Kiel im Norden und blicken heute auf das Theater Bremen, das Stadttheater Bremerhaven und das Oldenburgische Staatstheater. – . . .
Mit der Bilanz zum Teatro alla Scala Mailand und weiteren Theatern in Oberitalien haben wir die Reihe der Rückblicke mit regionalen Schwerpunkten eröffnet. Heute blicken wir im hohen Norden auf das Schleswig-Holsteinische Landestheater Flensburg und Rendsburg sowie das Theater Kiel (mit einem Blick darüber hinaus). – . . .
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die . . .
In Bayreuth ist man nie vor Überraschungen gefeit. Erstmals seit über 40 Jahren habe ich es an diesem Ort erlebt, dass zweimal während einer Aufführung ein bimmelndes Handy störte, einmal dicht am Ohr unangenehm schrill. Die an anderen Opernhäusern verbreitete Ansage, die Mobiltelefone auszustellen, gibt es in Bayreuth (noch) nicht, bislang galt es als selbstverständlich, dass an diesem . . .
Es ist das längste, alle Dimensionen sprengende Werk des Musiktheaters: Il pomo d’oro – „Der goldene Apfel“ von Pietro Antonio Cesti. Mehr als acht Stunden dauerte es und wurde nur ein einziges Mal aufgeführt, 1668 in Innsbruck, am Hofe Kaiser Leopolds. Es handelt sich um ein beispielloses theatralischen Fest in fünf Akten mit Prolog mit mehr als vierzig verschiedenen Figuren – . . .
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die . . .
Wie im Fußballstadion klingt das Gegröle eines Teils des Publikums, kaum dass der letzte Ton verklungen ist. Wie unsensibel und rücksichtslos muss man sein, dass man nach diesem musikalischen Wunder nicht wenigstens einmal durchatmen und die Musik einige Sekunden nachklingen lassen kann? Oder es wenigstens anderen zu gestatten. Erschreckend! Letztendlich treffen diese Buhrufe das Orchester im . . .