Autor: <span>admin</span>

Bonn, Konzert: „Matthäus-Passion“, Beethoven Orchester unter Attilio Cremonesi

Sein 5. Freitagskonzert in der Spielzeit am Karfreitag, dem 3. April 2026 spielte das Beethoven Orchester Bonn in seiner neuen alten Heimatspielstätte, der frisch renovierten Beethovenhalle. Man hatte den ausgewiesenen Barockexperten Attilio Cremonesi als Dirigent gewonnen, der mit dem Beethoven Orchester, dem Philharmonischen Chor Bonn und einem erlesenen Solistenensemble eine spannende Passion . . .

Feuilleton: „Ostern: Religiöser bzw. kultureller Hintergrund – Osterbräuche – Ostermusiken“

Ostern (das Wort spielt an auf eine germanische Licht- und Frühlingsgöttin) beginnt eigentlich am Aschermittwoch, denn dieser Tag ist der Auftakt der vorösterlichen Fastenzeit, einer vierzigtägigen Vorbereitung auf das längste christliche Fest, dessen erster trauriger Höhepunkt Christi Sterben ist. Deshalb müssen die reuigen Sünder ihr Haupt mit Asche bestreuen und sich mit einer . . .

Wiesbaden: „Die Vögel“, Walter Braunfels

Kein Geringerer als Bruno Walter dirigierte die Uraufführung am Nationaltheater München im Jahr 1920 und gab sich auch Jahre später in seinen Memoiren von der Qualität des Stückes überzeugt. Der Musikwissenschaftler Alfred Einstein stellte Die Vögel von Walter Braunfels in eine Reihe mit Richard Strauss‘ Ariadne auf Naxos und Die Frau ohne Schatten und verglich sie gar mit Wagners . . .

Köln: „Spielzeit 2026/27“, Bericht von der Präsentation

Intendant Hein Mulders, Dramaturgin Svenja Gottsmann und Stephan Steinmetz stellten letztmalig, wie Kölns Chefdramaturg in seiner Begrüßung hervorhob, im Staatenhaus, der langjährigen Interimsspielstätte der Kölner Oper, das Opernprogramm für die Spielzeit 2026/27 vor. Denn die Wiederöffnung des Hauses am Offenbachplatz sei nun endgültig gesichert. Mit einem großen Bürgerfest würden . . .

Köln: „Die Walküre“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Die Kölner Neuinszenierung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner hat mit der Walküre ihre Halbzeit erreicht. Beim Publikum stieß Regisseur Paul-Georg Dittrich mit seinen zum Teil diskutablen, zum Teil fragwürdigen Ansätzen auf geteilte Reaktionen. Ob sich sein Konzept in den beiden ausstehenden Teilen des Rings, Siegfried und Götterdämmerung, noch überzeugend runden . . .

CD: „Parsifal auf zwei Klavieren“, Christiane Behn / Emiliano Ramniceanu

Kann man Wagner für das Klavier bearbeiten? Man kann – aber gelingt es so, dass man den Eindruck hat: Das genau ist Wagner? – Es gelingt – und es gelingt nicht, denn es liegt in der Natur der Sache, dass ein Perkussionsinstrument zumal Wagners späte Farbmagie nicht 1:1 zu reproduzieren vermag. Die Zahl der berühmten und unbekannt gebliebenen Klavier-Transkripteure ist zwischen . . .

Interview: „The Wagner Cycles: Der Ring, historisch informiert“, Prof. Dr. Thomas Seedorf

Interview mit dem Musikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Seedorf über seine Mitwirkung am Projekt  „The Wagner Cycles“ – Prof. Dr. Thomas Seedorf war nach Studium und Promotion an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ab 1988 am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg tätig. Seit dem Wintersemester 2006/07 lehrt er als Professor für Musikwissenschaft an . . .

Stuttgart: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Auf einem historischen Ereignis beruht Francis Poulencs Oper Dialogues des Carmélites. Am 17. Juli 1794, gerade mal zehn Tage vor dem Sturz Robespierres, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe zum Tode verurteilte Karmeliterinnen auf dem Place de la Revolution einen gewaltsamen Tod unter der Guillotine. Poulenc knüpft mit seinem Werk an Gertrud . . .

– Eilmeldung – „Durchbruch in der Probenarbeit: Tenöre hören erstmals zu“

Was sich gestern in einem mitteleuropäischen Opernhaus ereignete, wird bereits jetzt als Wendepunkt der Aufführungsgeschichte bezeichnet: Ein Tenor hat während einer Probe auf Anweisungen reagiert. Augenzeugen berichten übereinstimmend, dass der Sänger nach einer Bemerkung des Dirigenten tatsächlich innehielt, nachfragte und anschließend etwas anders sang. „Zunächst dachten wir an einen . . .

Dresden, Konzert: „Elias“, Felix Mendelssohn Bartholdy

Mit dem „Verein der Witwen- und Waisenkasse der Sächsischen Staatskapelle e.V.“ lebt die Tradition der Unterstützungskonzerte an den Palmsonntagen jeden Jahres für bedürftige Nachkommen verstorbener Kapellmitglieder des Orchesters noch immer. Waren in früheren Jahren die Benefizkonzerte wegen des Engagements der Staatskapelle bei den Salzburger Osterfestspielen oft etwas eingeschränkt . . .

Buchkritik: „Oper in Bewegung“, Reinhard Strohm (zweite Besprechung)

Eigentlich – und uneigentlich – könnte der Band auch heißen: „Barockoper in Bewegung“ – denn die Mehrzahl der Beiträge, es sind 16 von 26, hat es mit Werken zu tun, die zwischen 1691 und 1761 auf die Bühnen kamen. Kein Wunder, wurde der Autor doch 1971 mit der Dissertation Italienische Opernarien des frühen Settecento (1720–1730) zum Doktor gemacht, bevor er Mitherausgeber der . . .