Autor: <span>admin</span>

Regensburg: „I am what I am“, Opern-, Operetten- und Musical-Gala

Viele Theater bieten pro Spielzeit eine Operngala an, hin und wieder ist auch ein Operetten- oder Musicalabend im Spielplan zu finden. Dass diese allerdings über einen längeren Zeitraum im Spielplan bleiben, kommt nicht so häufig vor. Noch seltener ist die Konzeption eines Abends als Opern-, Operetten- und Musicalgala, bei der alle drei Bereiche des Musiktheaters gleichberechtigt nebeneinander . . .

Regensburg: „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Marc Shaiman

Im Jahr 1964 erschien das Buch Charlie und die Schokoladenfabrik des erfolgreichen Schriftstellers Roald Dahl, der vor allem durch seine zahlreichen Kinderbücher bekannt wurde. Seine Bücher verkauften sich bislang über 200 Millionen Mal und wurden in 59 Sprachen übersetzt. Große Aufmerksamkeit erhielt die Geschichte um den jungen Charlie und den exzentrischen Schokoladenfabrikanten Willy . . .

Zürich, Konzert: „Bach, Beethoven, Lutosławski, Bartók“, Tonhalle-Orchester mit András Schiff 

Der in Ungarn 1953 geborene András Schiff hat schon mehrmals zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich musiziert – nun trat er erstmals als Solist UND als Dirigent mit dem Orchester auf. Gleich zu Beginn des gestrigen Konzerts spielte er zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich das dritte Klavierkonzert von Bach (nach Schiffs eigenen Worten „der größte Komponist, . . .

Pionteks Bayreuth: „Pianistische Zeitreise: Virtuose Klaviermusik aus drei Jahrhunderten“

Nobel – so, denkt man, könnte Chopin seine Stücke gespielt haben. So graziös-zurückhaltend, dabei nicht impotent, so stellt man sich eine Art von idealem Chopin-Spiel vor: als Salonmusik von höchsten Graden. – So endet das Konzert der Klasse Prof. Karl-Heinz Simon, der fünf seiner begabten Spielerinnen und Speiler (drei Koreanerinnen und zwei Deutsche) von der Hochschule für Musik . . .

Baden-Baden: „Neujahrskonzert“, Jonas Kaufmann und Luca Salsi

Was ist Oper? „Die Oper ist ein unmögliches Kunstwerk.“ So Oscar Bie (1864 in Breslau geboren und 1938 in Berlin gestorben). „Aus einem Missverständnis der Nachahmung antiker Tragödien geboren, kostet sie alle Sünden theatralischer Schaustellungen durch.“ Sie macht sich alle Künste untertan, nutzt sie aus und verführt das Volk. Sänger, Dichter und Komponisten spielen ihre . . .

Buchkritik: „GötterVERdämmerung. Ein Opernroman“, Rainer Buland, Claudia Steiner-Fridrich

Ringkampf – so heißt der Roman, den Thea Dorn einst in Anlehnung an den Ring des Nibelungen, freilich sehr frei montiert, geschrieben hat. Der (historische) Brand der Frankfurter Oper war da nur ein vergleichbares Motiv. Auch in einem neuen „Opernroman“, einer nicht erst seit Donna Leons Venezianisches Finale populären Gattung, brennt die Oper: doch nun am Ende, also passend zum . . .

Nürnberg: „Noise Signal Silence“, Richard Siegal

Sagen wir es positiv: Was Richard Siegal, der neue Nürnberger Compagniechef, mit seiner ersten Produktion realisiert hat, ist Tanz, kein Tanztheater. Dass er in enorm große Fußstapfen tritt, nachdem Goyo Montero 17 kurze Jahre lang die Herzen der Nürnberger für das moderne Tanztheater Monteroscher Prägung bewegt hat, versteht sich von selbst – unmöglich, die Ästhetik Richard Siegals, . . .

Berlin: „Das kalte Herz“, Matthias Pintscher (zweite Besprechung)

Wilhelm Hauffs Märchen Das kalte Herz absurd ägyptisiert – Das kalte Herz ist ein Märchen von Wilhelm Hauff. Es erschien 1827 in Hauffs Märchenalmanach auf das Jahr 1828, in zwei Teilen als Binnenerzählung eingebettet in die Erzählung Das Wirtshaus im Spessart. – Was auffällt: Die Erzählung beginnt nicht mit der typischen Märchenformel „Es war einmal“, sondern mit einem . . .

Stuttgart: „Don Giovanni“, Wolfgang Amadeus Mozart

Seit einiger Zeit ist an der Staatsoper Stuttgart wieder Mozarts Don Giovanni in der Inszenierung von Andrea Moses und dem Bühnenbild und den Kostümen von Christian Wiehle zu sehen. Obwohl sich einiges von der ursprünglichen Personenregie seit der Premiere im Jahre 2012 verflüchtigt hat, ist diese Produktion immer noch eine der interessantesten Interpretationen des Werkes. Die Regisseurin hat . . .

Meiningen: „Riemannoper“, Tom Johnson

Dass der Komponist Texte aus einem Musiklexikon von 1882 darstellen will, lässt schon leicht schaudern. Wer denkt sich denn sowas aus? Erwartet das Publikum ein pfurztrockenes Lehrstück voll musiktheoretischer Definitionen? Tom Johnson hatte ganz anderes im Sinn. Einerseits karikiert und ironisiert er die üblichen Stars eines Opernensembles, lässt sie aber andererseits tatsächlich nur, im . . .

Berlin: „Das kalte Herz“, Matthias Pintscher

Neues vom Herz(en) – Das kalte Herz ist opernmäßig gesehen weiß Gott kein unbeschriebenes Blatt, ein Märchen, das sich innerhalb der Rahmenhandlung von Wilhelm Hauffs Das Wirtshaus im Spessart befindet, in dem einst Lilo Pulver im gleichnamigen Film als Grafentochter ihr Unwesen trieb, und das unter anderen Theobald Rehbaum, Ignaz Brüll, Norbert Schultze und zuletzt 1988 Volker David . . .