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Pionteks Bayreuth: „Eröffnungskonzert des Friedrichsforums“, Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester

Rasanz, Fulminanz, Sensation – diese Worte fallen einem ein, wenn man das Eröffnungskonzert des Friedrichsforums besucht hat. – Noch vor wenigen Wochen stand die Wiedereröffnung der ehemaligen Bayreuther Stadthalle auf der Kippe: Brandschutz, man kennt das ja, und es ist wichtig. Erst am Morgen des Eröffnungstages, genauer: erst um 6.05 Uhr hat der verantwortliche Brandschutzmann sein . . .

Zürich: „Scylla et Glaucus“, Jean-Marie Leclair

Zugegeben, es fällt mir oftmals schwer, mich in Inszenierungen reinzufinden, in welcher Erwachsenen auf der Bühne Kinder oder Jugendliche darstellen sollen. Ich finde das hat immer etwas Bemühendes, gar Befremdliches an sich. So erging es mir vor 28 Jahren zu Beginn in Konwitschnys LOHENGRIN in Hamburg (er siedelte die Handlung in einem wilhelminischen Klassenzimmer an), so erging es mir zu . . .

Pilsen: „Psohlavci“, Karel Kovařovic

Smetana, Dvořák, Janáček, wohl auch Martinů – diese Herren fallen einem ein, wenn man über die tschechische Oper nachdenkt. Fibich und Foerster, das sind zwei weitere Namen, die zumindest der kennt, der etwas tiefer in der tschechischen Opern- und Musikgeschichte nachkramt – aber wer kennt, zumindest bei uns, Karel Kovařovic? Nicht einmal in Prag, wo in der heutigen Staatsoperdie . . .

Braunschweig: „I Capuleti e i Montecchi “, Vincenzo Bellini

Nach über dreißig Jahren hat sich das Staatstheater erneut der hierzulande selten gespielten Belcanto-Oper in einer Neuinszenierung angenommen und damit die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Literatur auf die Bühne gebracht. Romeo und Julia (Giulietta) haben sich bei Bellini und seinem Librettisten Felice Romani schon längere Zeit vor Beginn der Handlung unsterblich ineinander verliebt, . . .

Duisburg, Ballett: „Kaleidoskop“, Iratxe Ansa, Igor Bacovich, Mthuthuzeli November, Jean-Christophe Maillot

Bereits im März des letzten Jahres feierte der dreiteilige Ballettabend Kaleidoskop im Düsseldorfer Opernhaus Premiere und überzeugte hierbei mit gleich zwei Uraufführungen, die speziell für diesen Abend entwickelt wurden. In dieser Spielzeit fand nun die Übernahme der Produktion nach Duisburg statt, wo das Ballett am Rhein von den Zuschauern in der besuchten Vorstellung ebenfalls . . .

Buchkritik: „Gustav Mahler: Vom Elend eines Genies“, Franz Willnauer (Hrsg.)

Es sind Fundstücke, die Franz Willnauer „aus unterschiedlichsten Quellen in jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Komponisten zusammengetragen“ hat, „ohne zunächst eine Veröffentlichung zu beabsichtigen.“ Nun aber hat er diese Fundstücke doch publiziert, als facetten- und perspektivenreiche Dokumentation. „Es sind Dokumente, Erinnerungen und Briefe von und über Mahler“, oft . . .

Oldenburg: „Il Barbiere di Siviglia“, Gioachino Rossinis

In der Vergangenheit wurde von der Oldenburgischen Staatsoper bei den Inszenierungen von Gioachino Rossinis komischer Oper Il Barbiere di Siviglia meistens viel Fantasie investiert. Zwar ist 1995 Georg Rootering mit seiner Überfrachtung an Gags weit über das Ziel hinausgeschossen, wenn er etwa zum Ständchen des Grafen eine Heerschar falscher Heinos mit Sonnenbrille und Blondperücke auftreten . . .

Mailand: „Turandot“, Giacomo Puccini

Diese Produktion war im Puccini-Jahr 2024 herausgekommen, im Juli jenes Jahres berichteten wir darüber. Nun wurde sie zum Hundertjahresjubiläum des Werks (Puccini war 1924 gestorben, die Uraufführung unter Toscanini fand 1926 statt) wieder aufgenommen (und auch Puccinis nach Liùs Tod in den Mond, der in dieser Oper eine so bedeutende Rolle spielt, projiziertes Porträt wurde wieder gezeigt). . . .

Frankfurt: „Turandot“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Andrea Breths inszeniert eine schwarz-weiße, plakative Turandot in Frankfurt am Main. Thomas Guggeis am Pult beschert eine musikalische Sternstunde. – Turandot ist die letzte Oper, die Giacomo Puccini komponierte. Er hat sie 1924 ge­schrieben, sie blieb unvollendete. Ein Jahr später wurde sie mit dem nachkomponierten Finale von Franco Alfano von Arturo Toscanini an der Mailänder Scala . . .