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Köln, Kinderoper: „Der König verschenkt was“, Philipp Matthias Kaufmann

Eine Welturaufführung in einem neu erbauten Opernhaus – wo gibt es das denn? Die rund 200 Gäste, davon viele Kinder, die am 10. Oktober 2026 in die Kölner Kinderoper gekommen waren, hatten das Privileg, die Premiere der Oper „Der König verschenkt was“ mit dem Libretto von Martin Baltscheid und der Musik von Philipp Matthias Kaufmann in der neuen Kinderoper mitten in Köln zu erleben. . . .

Salzburg: „L’italiana in Algeri“, Gioachino Rossini

Nun, man müsste den Bericht in zwei Teilen abfassen: eine Reportage und eine Kritik! In der Reportage kann von großer Begeisterung des nachmittäglich ausverkauften Hauses berichtet werden, von viel Freude und Lachen und einem veritablen Erfolg! Von Zwischen-Appläusen nicht nur nach Arien, sondern auch einfach mal hinein: sogar in die Ouvertüre, die – wieder einmal „inszeniert“ – . . .

Nürnberg: „Tannhäuser“, Richard Wagner

Am Nachmittag sah man noch den Engelsgruß des Veit Stoß ganz tief im Chor der Lorenzkirche hängen. Man kam da Maria und dem Engel ganz nah. Wer eine Woche zuvor das Glück hatte, der hübschen spätgotischen Frau während einer Gerüstführung direkt in eine der Augen schauen zu können – Maria hat ja einen aparten Silberblick –, wird wieder begriffen haben, dass die Marienverehrung, wie . . .

Flensburg: „Jekyll & Hyde“, Frank Wildhorn

Das Schleswig-Holsteinische Landestheater zeigt Frank Wildhorns Musicalklassiker über die dunklen Seiten der menschlichen Seele. Ein überragender Hauptdarsteller, eine düstere Inszenierung und ein berührendes Duett machen den Abend zum Publikumserfolg. – Robert Louis Stevenson veröffentlichte seine Erzählung „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ 1886. Frank Wildhorn . . .

Essen: „Das Wunder der Heliane“, Erich Wolfgang Korngold (dritte Besprechung)

Der Komponist Erich Wolfgang Korngold dürfte einem breiten Opernpublikum in erster Linie durch seine Tote Stadt ein Begriff sein. Dieses im Jahre 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln aus der Taufe gehobene Werk bescherte dem damals erst 23jährigen Korngold den großen Durchbruch als Opernkomponist. Keine seiner späteren Schöpfungen für das Musiktheater erreichte auch nur annähernd die . . .

Bielefeld: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper Die Zauberflöte ist gleichzeitig eine der eingängigsten und eine der schwierigsten Opern, die beliebteste und stellt wie kaum ein anderer Regisseur vor größte Herausforderungen bei der Frage, was dieses Werk voller phantasievoller Magie und hochtrabender Moral uns zu sagen hat. Theater hoffen in vielen gut besuchte Vorstellungen Opernneulinge zu gewinnen, Stammpublikum nicht zu . . .

Interview: Nicole Wacker, Sopran und Jeannine Michèle Wacker, Musicaldarstellerin

Wie fast alles heutzutage begann auch diese Geschichte im Internet. Bei YouTube. – Vor einigen Monaten stieß ich auf den Kanal von Jeannine Michèle Wacker, die dort ihren Alltag als Musicaldarstellerin dokumentiert. Sie nimmt die Kamera mit zu Castings, auf Reisen oder in den Probenraum, spricht über Erfolge wie über Zweifel – und steckt mit ihrer offenen und herzlichen . . .

Kopenhagen, Konzert: „Bach, Saint-Saëns“, DR Symfoniorkestret unter Leonidas Kavakos

Das Programm wäre sehr klug zusammengestellt gewesen: BACH & SAINT-SAËNS. Camille Saint-Saëns hatte zeitlebens eine große Bewunderung und Verehrung der für den Barockkomponisten Bach, den Giganten der Musikgeschichte, empfunden. Berühmt ist sein Zitat mit folgender Aussage über Bach: „Bach ist das Alpha und das Omega der Musik. Er ist eine Kathedrale, ein Monument, eine Welt für . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók (zweite Besprechung)

Vom Öffnen aller Türen – Zemlinskys Florentinische Tragödie ist wieder da! Erstmals seit 1917 ist sie an der Wiener Oper zu hören, wo es kurz nach ihrer Uraufführung in Stuttgart zu fünf Vorstellungen kam. Wie überhaupt Zemlinskys Musik, heutzutage wieder öfter zu hören, mit dessen erzwungener Emigration lange Zeit verstummte. Nach einem initiatorischen Lohengrin-Erleben, . . .

Salzburg: „Bruckner: 7. Symphonie“, Antrittskonzert von Christian Thielemann am Mozarteum

Kirchenräume sind aufgrund des meist starken Nachhalls schwierig zu bespielen. Aber wie bei Bachs Passionen hat es natürlich seinen unbezwingbaren Reiz, wenn die Sinfonien Bruckners – ihrerseits imposante Kathedralen in der Architektonik und von der Königin der Instrumente, der Orgel her empfunden –  in einem Dom erklingen. – Unwillkürlich denkt man an die Stiftskirche in St. . . .