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Krefeld, Ballett: „Der Sandmann“, Boris Randzio / „shift.er.s“, Hugo Viera

Im Jahr 2007 übernahm Robert North die Leitung der Ballettsparte am Theater Krefeld und Mönchengladbach. Entsprechend haben sich in dieser langen Zeit auch die Sehgewohnheiten des Publikums geprägt. Mit Beginn dieser Spielzeit hat Manuel Gross die Position des Ballettdirektors von Robert North übernommen. In dieser Position legt er besonderen Wert darauf, dem Publikum ein möglichst breites . . .

Hagen: „Salome“, Richard Strauss (zweite Besprechung)

Was war das gestern im Theater Hagen? Mit ein wenig zeitlichem Abstand komme ich zum Schluss, dass dies wohl die eindringlichste und schonungsloseste Inszenierung von Richard Strauss‘ Oper SALOME war, die ich bisher erlebt habe. Regisseurin Noa Naamat nimmt uns mit in eine Welt voller Dekadenz, Abgründen, Begierden und sexuellem Missbrauch. Salome, die zusammen mit ihrer Mutter Herodias im . . .

Bremen: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper Die Zauberflöte ist wahrscheinlich das beliebteste Werk der gesamten Opernliteratur - nicht zuletzt auch durch die lustige Figur des Vogelfängers Papageno. Wer die Zauberflöte kennt (das dürften die meisten sein), wird sich beim Besuch der neuen Inszenierung von Marco Štorman über die Umstellungen in der Abfolge der Musiknummern, über Kürzungen und kleine Textveränderungen . . .

Nachruf: „Weltreisende in Sachen Strauss“ – zum Tod von Felicity Lott

Sie war eine der eindrucksvollsten, präzisesten, warmherzigsten und berührendsten Sängerinnen, die ich je erlebte. Sie war ganz Dame (privat aber ganz unkompliziert) und doch voller Ironie und Witz. Sie sprach perfekt Französisch. Ihr Wortbehandlung war, was sie auch sang, perfekt. Vor zehn Tagen ist sie von uns gegangen. Sie sang mit der Seele, „canto espressivo“, wie die Italiener . . .

Düsseldorf, Ballett: „Endstation Sehnsucht“, John Neumeier

Im Jahr 1948 wurde der US-amerikanische Schriftsteller Tennessee Williams für sein Drama Endstation Sehnsucht (engl. A Streetcar Named Desire) mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet. In dem von den Lehren Sigmund Freuds beeinflussten Stück geht es um die verarmte Südstaatenschönheit Blanche DuBois, die nach einigen Schicksalsschlägen bei ihrer jüngeren Schwester Stella in New . . .

Dessau: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner

Richard Wagner wollte mit Tristan und Isolde dem schönsten aller Träume ein Denkmal setzen, wie er selbst einmal schrieb. Friedrich Nietzsche nannte das Musikdrama Wagners „Opus metaphysicum“. Das Werkist so etwas wie die letzte und gewaltigste musikalische Ikone romantischer Liebesvorstellungen, auch wenn Wagner in dem Werk, das er eine „Handlung“ nannte. das transzendierende Moment, . . .

Stuttgart: „La Cenerentola“, Gioachino Rossini

Seit einiger Zeit ist an der Staatsoper Stuttgart Gioachino Rossinis Oper La Cenerentola wieder zu sehen. Regisseurin Andrea Moses hat das Werk mit seinen mannigfaltigen Verkleidungen, Verwicklungen und Verwechslungen ausgesprochen lebendig, kurzweilig und mit vielen lustigen Ideen garniert geradezu funkensprühend auf die Bühne gebracht. Frau Moses, die in erster Linie durch ihre szenische . . .