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Wien: „Alessandro nell’ Indie“, Leonardo Vinci

Spektakel müssen sein! – Das MusikTheater an der Wien hat mit dem Sparen schon begonnen, bevor man sich nächste Saison aus diesen Gründen von der Kammeroper trennt: Es ist jedenfalls billiger, eine Inszenierung einzukaufen, statt sie selbst zu produzieren. Das tat man jüngst mit großem Erfolg mit „L’opera seria“ aus der Mailänder Scala. Und nun hat man vom Festival Bayreuth . . .

Berlin: „Das Rheingold“, Richard Wagner (konzertant)

Es ist eine lange Tradition der Berliner Philharmoniker, ihre Osterfestspielproduktionen zum Abschluss in ihrer philharmonischen Berliner Heimat aufzuführen. Und zwar konzertant, was Publikum und Sängern die ideale Möglichkeit bietet, sich ganz und gar auf die Musik zu konzentrieren. – Nachdem die Rückkehr des Orchesters nach Salzburg von Publikum und Presse gleichermaßen frenetisch . . .

Bonn: „Dear Evan Hansen“, Benj Pasek und Justin Paul

Im vergangenen Jahr brachte das Junge Theater Bonn (JTB) gemeinsam mit dem Theater Bonn das Musical Spring Awakening auf die Bühne, das sich schnell zu einem großen Erfolg entwickelte. Daher ist es nur folgerichtig, dass an diesem Wochenende in einer zweiten Koproduktion der beiden Theater das Musical Dear Evan Hansen Premiere feierte. Trotz der Verfilmung im Jahr 2021, sechs Tony Awards, drei . . .

Lüttich: „Lucrezia Borgia“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – herrlichster Belcanto wird seit gestern an der Maas geboten: in der Lütticher Neuinszenierung von Donizettis Lucrezia Borgia reißt nicht nur Jessica Pratt in der Titelrolle das Premierenpublikum zu Begeisterungsstürmen hin. – Die historische Lucrezia Borgia, 1480 als Tochter des späteren Papstes Alexander VI. geboren, wurde von ihrer Familie dreimal . . .

Berlin: „The Turn of the Screw“, Benjamin Britten

Ein Fall für die Medizin oder die Geisterjäger? – Eigentlich sind in Berlin die Werke von Benjamin Britten die Domäne der Deutschen Oper, gab es doch, nicht zuletzt durch das Wirken von Sir Donald Runnicles als Generalmusikdirektor, The Rape of Lucretia, Peter Grimes, Billy Budd, A Midsummer Night’s Dream und Death at Venice. Die Staatsoper jedoch hat sich das wohl populärste Werk . . .

Baden-Baden, Konzert: „Tschaikowsky, Rachmaninow“, Liederabend

Asmik Grigorian: Diva oder Primadonna? Ausdruck von Stärke, Selbstbestimmung und Erfolg oder erfolgreich gefeierte Sängerin? – Seit geraumer Zeit ist die Sängerin zur bête noir geworden. Einen Himmelsplatz behauptet sie nur noch im Weltreich der Pop-Musik. Erfolgreiche Frauen der Opernbühne präsentieren sich heute lieber down to earth als abgehoben. Und doch: Asmik Grigorian ist die . . .

Karlsruhe: „Lohengrin“, Richard Wagner (zweite Kritik)

Eine der bemerkenswertesten Neuproduktionen dieser Spielzeit ist Wagners Lohengrin am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Lange hat man nicht mehr eine so gute szenische Realisation von Wagners romantischer Oper gesehen. Dem Inszenierungsteam um Manuel Schmitt (Regie), Julius Theodor Semmelmann (Bühnenbild) und Carola Volles (Kostüme) gelang es, das Werk geschickt zu modernisieren, ohne dabei . . .

Piacenza: „Cronaca di un amore – Callas e Pasolini“, Davide Tramontano

Cristina Ferrari, die wegen ihrer Besetzungspolitik trotz schwieriger Finanzlage immer wieder zu preisende Leiterin des Hauses, hat in Koproduktion mit der Fondazione Haydn von Trient und Bozen und dem Teatro Comunale Bologna ein neues Werk in Auftrag gegeben. Ist diese Tatsache an sich schon positiv zu bewerten, so erfreut es auch, dass der Kompositionsauftrag an einen 26-Jährigen ging. Davide . . .