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Mönchengladbach: „Der Bajazzo“, Ruggero Leoncavallo

Die letzte Opern-Premiere des Vereinigten Theaters Krefeld/Mönchengladbach in dieser Saison im wahrscheinlich schönsten Opernhaus von NRW, welches ich als Kleinod bezeichne, wurde zu einem absoluten Saisonhöhepunkt - leider nicht ausverkauft. Dabei war die Premiere fußball- und publikumsfreundlich günstig auf 16 h angesetzt. Danke. – Warum Kleinod? Das wunderbare Haus hat nicht nur . . .

Hannover: „Il Trovatore“, Giuseppe Verdi

In Verdis Il Trovatore bildet der Bürgerkrieg lediglich den Hintergrund für die Auseinandersetzungen der vier Hauptfiguren und deren seelischen Zustände. Dies hat der Regisseur Wolfgang Nägele in seiner Neuinszenierung in Hannover auch zu zeigen versucht. Dabei wird aber das bedrückende gesellschaftliche Umfeld, verlegt in die Moderne, beinahe zu deutlich. Das fängt schon damit an, dass . . .

Frankfurt: „Der Triumph von Zeit und Erkenntnis“, Georg Friedrich Händel

Händels Triumph in Frankfurt am Main – Im Bockenheimer Depot, einem ehemaligen Betriebshof und ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn Frankfurt am Main aus dem Jahr 1900, eine bemerkenswerte hölzerne Halle, sie ist eine fabelhafte Alterativ-Spielstätte des Frankfurter Opernhauses, fand am 13. Juni eine besonderen Händel-Produktion statt. Simone Di Felice, seit 2017/18 Kapellmeister . . .

Frankfurt: „Der Zar läßt sich fotografieren“, Kurt Weill / „Die Kluge“, Carl Orff

Erinnern Sie sich noch an Greta Thunberg? Zum Zeitpunkt der Premiere dieses Doppelabends im Jahr 2023 galt sie als Ikone der Klimaschutzbewegung. Regisseur Keith Warner hatte in einem Interview zu der Produktion bemerkt, er habe die titelgebende „Kluge“ in Orffs Märchenoper dieser seinerzeit prominenten Figur nachempfunden. Da dachte er wohl an positive Eigenschaften, nämlich neben der . . .

Kontrapunkt: „Weißt man, was daraus wird?“, Gerüchte um Ersan Mondtag als Ring-Regisseur in Wien

Angesichts der zwar noch nicht bestätigten, aber scheinbar ernsthaft im Gespräch befindlichen Ernennung des jungen und bei Richard Wagner noch weitgehend unerfahrenen Regisseurs Ersan Mondtag zum Regisseur des neuen Wiener Ring des Nibelungen im Jahr 2028, erscheinen einige Überlegungen weiterreichender Art angebracht. – Was sich hier als allbekannte und -backende Re . . .

Wien : „Les pêcheurs des perles“, Georges Bizet (zweite Besprechung)

Am 14. Mai 2026 brachte die Wiener Staatsoper Les Pêcheurs des Perles von Georges Bizet in einer Neuinszenierung von Ersan Mondtag heraus, der – wie bisher unbestätigt kolportiert wird – ab 2028 hier auch den neuen Ring des Nibelungen inszenieren soll (siehe dazu unseren Kontrapunkt). Im Licht von Henning Streck war er auch für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich. Wenngleich er das . . .

Zürich, Konzert: „Strauss, Martinů, Tschaikowsky“, Sol Gabetta und das Tonhalle-Orchester unter Andrés Orozco-Estrada

Aspects of Love – Lange habe ich mir überlegt, welchen Bezug die drei in diesem abwechslungsreichen Programm gespielten Werke zueinander haben könnten. Dann kam mir plötzlich auf dem Heimweg dieser Titel eines Andrew Lloyd Webber Musicals in den Sinn. Ja, alle drei Werke beleuchten je eine andere Art von Liebe: Richard Strauss komponierte als feuriger Jungspund in seiner Tondichtung . . .

Bücherecke: „Mythische Sinnlichkeit“, Stefanie Spindler (Zweite Besprechung)

Es gibt solche Bücher: über Werke und Themen, die, von einem Punkt aus betrachtet, unversehens Bedeutungszuwächse erhalten, die vordem selbst jenen Beobachtern verborgen blieben, die sich „an sich“ mit den Werken und Themen gut auskennen – denn hat man nicht schön längst das Gebiet der sinnlichen Wahrnehmungen in den Werken Richard Wagners genügend abgehandelt? Zeigen nicht all jene . . .

Budapest, Ballett: „Sleeping Beauty / Dornröschen“, Peter Tschaikowsky

Märchenhafte Vorstellung eines Ballettklassikers – Mit der Wiederaufnahme von „Csipkerózsika“, wie „Dornröschen“ auf Ungarisch heißt, kehrt nach einigen Jahren Pause (die ungarische Premiere war im April 2016) ein Märchen-Ballett auf die Bühne der Ungarischen Staatsoper zurück. In der Choreografie von Sir Peter Wright nach Marius Petipa zur Komposition von Pyotr I. . . .

Aachen: „Suor Angelica“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Die Kooperation des Theaters Aachen mit der benachbarten Musikhochschule hat eine lange Tradition und die aktuellen Leitungsteams beider Institute haben signalisiert, diese für alle Seiten fruchtbare Zusammenarbeit intensivieren zu wollen. Das betrifft sowohl die seit zwei Jahren amtierende Intendantin des Theaters Elena Tzavara als auch das im letzten Jahr zusammengestellte dreiköpfige . . .