Kontrapunkt

Lob und Tadel zu freien Themen der Politik, des Gesell­schafts­lebens und unseres sozialen bzw. leider oft weniger sozialen Um­feldes und allen freien nicht-anonymen Meinungs­­äuße­rungen, die außerhalb unserer Kritik liegen, finden beim Kontrapunkt ihren Niederschlag.

Bissigkeit, Humor, Edelmut, Larmoyanz, Ironie, Wut und Sar­kasmus sind nicht uner­wünscht und geben nicht not­wendiger­­weise die Meinung des Heraus­gebers wieder.

Eine gewisse Bezie­hung zur Musik-Kultur im weite­sten Sinn wird aller­dings immer garantiert.

Kontrapunkt zum Karajan-Büsten Skandal: „Wann wird Wagner endlich verboten!?“

Habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Hieß es früher. Heute realitätsfremd, denn bei MacDonalds oder Starbucks gibt es heute eh nur Plastikbecher. Nur wir Omas und Opas, also jene „alten Umweltsäue“ für die der WDR-Kinderchor diesen Namen geprägt hat, haben noch wertvolles Porzellan. Wie komme ich jetzt darauf? – Ach so, gerade lese ich, dass man eine Karajan-Büste im Theater . . .

Kontrapunkt: „Blackfacing-Alarm in Frankfurt“, oder: Die Revolution frißt ihre Kinder

„Anubis: Gottheit in der altägyptischen Mythologie. – Anubis wird vorwiegend als liegender schwarzer Hund, Schakal oder als Mensch mit einem Hunde- oder Schakalkopf dargestellt.“ (zitiert nach Wikipedia) – In der aktuellen Premiere von „Le Grand Macabre“ an der Oper Frankfurt tritt bei einem Kostümfest unter anderem ein als Anubis verkleideter Darsteller auf. Und weil . . .

Kontrapunkt: „Händels Oratorium ist heute unzumutbar“ – über omnipräsente Blödheitsblasen

„Weil die Geschichte um den alttestamentlichen König Saul heutige Hörer und Seher verletzen könnte, sagt die Universität Cambridge eine Aufführung von Händels Oratorium „Saul“ ab. Wie kindisch ist das denn?!“ (Gina Thomas, FAZ) – https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/cambridge-setzt-haendels-saul-ab-19270318.html – So ist das heute: Der Opernverein der Universität . . .

Kontrapunkt: „An große Kunst denken wir da nicht!“ Neues belangloses Allerwelts-Logo am Aalto

Beginnen wir mit einem Nachruf: Über viele Jahre hinweg hatte die Essener Oper das schönste, markanteste, sinnfälligste Logo aller Theater weit und breit. – Darin verband sich die stilisierte Form von Alvar Aaltos 1988 eröffnetem Theaterbau mit dem strahlenden Blau des Zuschauerraums. Ein Design, dass (in Variationen) über alle Intendanzen hinweg für Kontin"uität und . . .