Stadthalle Wuppertal

© Frank Becker

Wuppertal: „Neujahrskonzert“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Nach seinem letzten Dirigat von Hänsel und Gretel im Barmer Opernhaus, der Fledermaus und der Silvesterparty in Berlin dirigierte der österreichische Dirigent und Noch-Generalmusikdirektor hier das Neujahrskonzert. Diese Tradition des Sinfonieorchesters Wuppertal begann wohl 1982 und erwies sich als harmlos im Vergleich zu jener der Wiener Philharmoniker. Deren ökonomisch so erfolgreiches und . . .

Wuppertal, Konzert: „Händel: Messiah“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Clemens Flick

Gut drei Wochen hatte Georg Friedrich Händel 1741(1685 – 1759) benötigt, um dass vielleicht berühmteste Chorwerk des 18. Jahrhunderts fertig zu stellen. Da hatte er seinen Schlaganfall schon vier Jahre überstanden. Messiah gehört zu den am häufigsten aufgeführten Chorwerken, wurde 1742 in Dublin als großes Wohltätigkeitskonzert uraufgeführt u.a. zur Entlastung der Gefangenen . . .

Wuppertal, Konzert: „Mozart, Marsalis, Rimski-Korsakow“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Felix Bender

Schicksal, Katastrophenungeheuer, Eifersucht und Liebe: das sind die Themen, mit denen der damals 25jährige Wolfgang Amadeus in seiner ersten Operngroßtat 1781 das Münchener Publikum zum Karneval beeindruckte. Mozart selbst schätzte die Oper sehr.  Und in der Ouvertüre kündigt sich die ganze Dramatik und Tragik schon an. Felix Bender hat diese Oper gerade in Ulm dirigiert – und wurde . . .

Wuppertal, Konzert: „Borodin, Grieg, Tschaikowsky“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Moritz Gnann feat. Herbert Schuch

Gewidmet hat Alexander Borodin die Steppenskizze, dieses kurze Stück romantischer Programmmusik, seinem Freunde Franz Liszt.  In St Petersburg hatte er Medizin und Chemie studiert und wirkte nach einem zweijährigen Stipendium u.a. in Heidelberg - wo er sein Herz verlor - als Professor für Chemie daselbst. Das Musikstück entstand als Auftragswerk zum 25-jährigen Herrschaftsjubiläum von . . .

Wuppertal, Konzert: „Beethoven, Korngold, Weill“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Christian Reif

Zunächst erscheint es konventionell, das 1. Sinfoniekonzert der Saison mit Beethovens Vierter Sinfonie zu eröffnen. Robert Schumann sprach von ihr als der „griechisch schlanken Maid zwischen  der 3. (Eroica) und der 5. Sinfonie (Schicksalssinfonie)“. Sie entstand in Wien im 4. Stock des Pasqualiti- Hauses auf der ehemaligen Mölker Basteihoch über der heutigen Ringstraße gelegen. . . .

Wuppertal, Konzert: „Pärt, Strawinsky, Schumann“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Perry So

Bei diesem strahlenden Sonnen-Sommertag unter blauem Himmel war das Konzertpublikum weniger motiviert als sonst schon mal. Zu Beginn gab es von dem estländischen Komponisten Arvo Pärt  „Fratres“. Der gehört zu einer Stilrichtung zeitgenössischer Musik, die als Neue Einfachheit bezeichnet wird. Vertreter dieser neuen Musik sind Manfred Trojahn, Lutz-Werner Hesse u.a..  Pärt . . .

Wuppertal, Konzert: „Ives, Strauss, Rott“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Charles Ives hat sich für seine Komposition eine Zeile aus dem Gedicht Die Sphinx von Ralph Waldo Emerson als Programm gewählt. Die Sphinx beherrscht die Kunst der unbeantworteten Frage. Vier Jahre, nachdem er als Kirchenmusiker seine Tätigkeit beendet hatte und schon als Versicherungskaufmann sein Geld verdiente, hat er das kurze Stück (6 Minuten) komponiert, welches eines seiner . . .

Wuppertal, Konzert: „Glanert, Haydn, Brahms“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Ruth Reinhardt

Zeitgenössische Musik ist, jedenfalls aktuell in Wuppertal en vogue. Vor wenigen Tagen wurde hier ein Klaviertrios von Lutz Werner Hesse uraufgeführt und das 5. Sinfoniekonzert begann mit Musik von Detlev Glanert, einem der „ meistgespielten Opernkomponisten auf der Welt“ (Semperoper 2023). Insgesamt hat er bisher 14 Opern geschrieben, die auf großen Bühnen (München, Mannheim, Bremen, . . .

Wuppertal, Konzert: „Mozart, Wagner“, Sinfonieorchester Wuppertal

Mozarts vielleicht bedeutendste, seine letzte Sinfonie zu Beginn eines Konzertprogramms, sozusagen als Ohrenöffner zu bringen, erschien ungewöhnlich. Im Gegensatz zur vorletzten, eher hintergründigen g-Moll Sinfonie herrscht Jupiter in strahlendem C-Dur. Ob der üblichen Tonartencharakteristik hier eine Bedeutung zukommt? C-Dur hat Mozart sehr häufig gewählt. Zeichnet sich die Sinfonie durch . . .

Wuppertal, Konzert: „Busoni: Klavierkonzert“, Marc-André Hamelin

Als siebenjähriges Wunderkind hatte er begonnen zu komponieren und auf dem Klavier öffentlich zu konzertieren. Professor für Klavier wurde er in Helsinki, Moskau, Boston, bevor er 1894 endgültig nach Berlin zog, wo er später auch Komposition unterrichtete. In seiner 1906 verfaßten Schrift „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ erwies sich Busoni (1866-1924) als echter Visionär. . . .

Wuppertal, Konzert: „Bach, Chopin, Debussy, Szymanowski“, Krystian Zimerman

Als Magier der Klavierkunst wurde er angekündigt, weltbekannt ist er. 2022 wurde er vom japanischen Kaiser mit dem Praemium imperiale der Japan Art Association ausgezeichnet, eine Art „Nobelpreis für Musik“. Und seit dem 1. Preis des Warschauer Chopin Wettbewerbs 1975 gibt es nicht nur mehr als dreißig Alben bei der Deutschen Grammophon, sondern auch immer Konzerte in Deutschland: 359 in . . .

Wuppertal, Konzert: „John Williams / Sergej Rachmaninow“, Patrick Hahn & Sinfonieorchester Wuppertal

In den letzten Wochen war mehrfach Amerika das Thema. Das 8. Sinfoniekonzert begann mit Filmmusik von John Williams, dem vielleicht erfolgreichsten Filmkomponisten, über den Steven Spielberg gesagt hat: „Ich kann mit Bildern zeigen, wie sich das Fahrrad des Außerirdischen vom Boden erhebt, aber John Williams bringt es zu Fliegen.“ – Was aber bleibt von der Filmmusik übrig, wenn der . . .