DER OPERNFREUND - 51.Jahrgang
Startseite
Unser Team
Impressum/Copyright
---
Alle Premieren 21/22
Kontrapunkt
Die OF-Schnuppe :-(
Der OF-Stern * :-)
OF Filmseite
Silberscheiben
CDs DVDs
OF-Bücherecke
Oper DVDs Vergleich
Musical
Genderschwachsinn
Et Cetera
-----
Aachen
Aarhus
Abu Dhabi
Bad Aibling
Altenburg Thüringen
Altenburg Österreich
Amsterdam DNO
Amsterdam Th. Carré
Amst. Concertgebouw
Andechs
Annaberg Buchholz
Ansbach
Antwerpen
Arnheim
Aschaffenburg
Athen
Athen Onassis Cultur
Augsburg
Avignon
Bad Hersfeld
Bad Ischl
Bad Lauchstädt
Bad Reichenhall
Bad Staffelstein
Baden bei Wien
Baden-Baden
Badenweiler
Baku
Bamberg
Bamberg Konzerte
Barcelona
Basel Musiktheater
Basel Sprechtheater
Basel Ballett
Bayreuth Festspiele
Bayreuth Markgräfl.
Pionteks Bayreuth
Belogradchik
Bergamo
Berlin Livestreams
Berlin Deutsche Oper
Berlin DO WA
Berlin Staatsoper
Berlin Staatsoper WA
Berlin Kom. Oper
Berlin Kom. Oper WA
Berlin Neuköllner Op
Berlin Konzerte
Berlin Ballett
Bern
Biel
Bielefeld
Bochum Ruhrtriennale
Bochum Konzerte
Bochum Sonstiges
Bologna
Bonn
Ära Weise 2003-2013
Bonn Sonstiges
Bordeaux
Bozen
Brasilien
Bratislava
Braunschweig
Braunschweig Konzert
Bregenz Festspiele
Bregenz Sonstiges
Bremen
Bremen Musikfest
Bremerhaven
Breslau
Briosco
Britz Sommeroper
Brühl
Brünn Janacek Theate
Brünn Mahen -Theater
Brüssel
Brüssel Sonstige
Budapest
Budap. Erkel Theater
Budapest Sonstiges
Buenos Aires
Bukarest
Burgsteinfurt
Bytom Katovice
Caen
Cagliari
Casciana
Chemnitz
Chicago Lyric Opera
Chicago CIBC Theatre
Coburg
Coburg Joh. Strauss
Coesfeld
Colmar
La Coruna
Cottbus
Crevoladossola
Daegu Südkorea
Darmstadt
Dehnberg
Den Haag
Dessau
Dessau Weill Fest
Detmold
Dijon
Döbeln
Dornach
Dortmund
Dortmund Ballett
Dortm. Konzerthaus
Dortmund Sonstiges
Dresden Semperoper
Dresden Operette
Dresden Sonstiges
Dresden Ballett
Dresden Konzert
Duisburg
Duisburg Sonstiges
MusicalhausMarientor
Düsseldorf Oper
Rheinoper Ballett
Düsseldorf Tonhalle
Düsseldorf Sonstiges
Schumann Hochschule
Ebenthal
Eggenfelden
Ehrenbreitstein
Eisenach
Ekaterinburg
Enschede
Erfurt
Erl
Erlangen
Essen Aalto Oper
Essen Aalto Ballett
Essen Aalto WA
Essen Phil 2
Essen Phil 1
Essen Folkwang
Essen Sonstiges
Eutin
Fano
Fermo
Flensburg
Florenz
Frankfurt
Frankfurt WA
Bockenheimer Depot
Frankfurt Sonstiges
Frankfurt Alte Oper
Frankfurt Oder
Freiberg
Freiburg
Füssen
Fürth
Fulda
Sankt Gallen
Gelsenkirchen MiR
Genova
MiR Ballett
Genf
Gent
Gera
Gießen
Glyndebourne
Görlitz
Göteborg
Gotha Ekhof-Festsp.
Graz
Graz Styriarte
Graz Konzerte NEU
Graz Sonstiges
Gstaad
Gütersloh
Hagen
Halberstadt
Halle
Halle Händelfestsp.
Hamburg StOp
Hamburg StOp Wa
Hamburg Konzert
Hamburg Sonstige
Hamm
Hanau Congress Park
Hannover
Hannover Sonstiges
Heidelberg
Heidenheim Festsp.
Heilbronn
Heldritt
Helgoland
Helsinki
Hildesheim TfN
Hof
Hohenems
Gut Immling
Ingolstadt
Innsbruck Landesth.
Innsbruck Festwochen
Jekaterinburg
Jennersdorf
Kaiserslautern
Karlsruhe
Karlsruhe Händel
Opera Europa Bericht
Kassel
Kawasaki (Japan)
Kiel
Kiew
Bad Kissingen
Klagenfurt
Klosterneuburg
Koblenz
Köln OperStaatenhaus
Wa Oper Köln
Köln Konzerte
Köln Musical Dome
Köln Sonstiges
Konstanz Kammeroper
Kopenhagen
Kosice
Krummau a.d. Moldau
Krefeld
Krefelder Star Wars
Kriebstein
Landshut
Langenlois
Bad Lauchstädt
Lech
Leipzig Oper
Leipzig Mus. Komödie
Leipzig Ballett
Leipzig Konzert
Lemberg (Ukraine)
Leoben
Leverkusen
Lille
Linz/Donau
Linz Sonstiges
Ljubljana/Laibach
Loeben
London ENO
London ROH
London Holland Park
Lucca
Ludwigshafen
Luisenburg
Lübeck
Lübeck Konzerte
Lübecker Sommer
Lüneburg
Lüttich/Liège
Liege Philharmonie
Luxemburg
Luzern
Luzern Sprechtheater
Luzern Sonstiges
Lyon
Maastricht
Macerata
Madrid
Magdeburg
Mahon (Menorca)
Mailand
Mainz
Malmö
Malta
Mannheim
Mannheim WA
Mannheim Konzert
Maribor/Marburg
Marseille
Martina Franca
Massa Marittima
Meiningen
Melbourne
Meran
Metz
Minden
Mikulov
Minsk
Miskolc
Modena
Mönchengladbach
Mörbisch
Monte Carlo
Montevideo
Montpellier
Montréal
Moritzburg
Moskau Bolschoi N St
Moskau Sonstige
München NT
München Cuvilliés
MünchenPrinzregenten
München Gärtnerplatz
München Ballett
München Sonstige
Münster
Münster Konzerte
Muscat (Oman)
Nancy
Nantes
Neapel
Neapel Sonstiges
Neuburger Kammeroper
Neuburg/Donau
Neustrelitz
Neuss RLT
New York MET
Nizhny Novgorod
Nordhausen
Novara
Nürnberg
Nürnberg Konzerte
Oberammergau
Oberhausen
Odense Dänemark
Oesede
Oldenburg
Ölbronn
Oesede (Kloster)
OperKlosterNeuburg
Oslo
Osnabrück
Ostrau
Palermo
Palma de Mallorca
Paraguay
Paris Bastille
Paris Comique
Paris Garnier
P. Champs-Elysées
Théâtre du Châtelet
Paris Ballett
Paris Philharmonie
Paris Versailles
Paris Sonstiges
Paris Streaming
Parma
Passau
Pesaro
Pfäffikon
Piacenza
Pisa
Pforzheim
Plauen
Posen
Potsdam
Prag Staatsoper
Prag Nationaltheater
Prag Ständetheater
Radebeul
Raiding
Recklinghausen
Regensburg
Reggio Emila
Reichenau
Remscheid
Rendsburg
Rheinsberg
Rheinberg
Riga
Riehen
Rosenheim
Rouen
Rudolstadt
Ruhrtriennale
Saarbrücken
Saint Etienne
Salzburg Festspiele
Salzburg LT
Salzburg Osterfestsp
Salzburg Sonstiges
San Francisco
San Marino
Sankt Petersburg
Sarzana
Sassari
Savonlinna
Oper Schenkenberg
Schloss Greinberg
Schwarzenberg
Schweinfurt
Schwerin
Schwetzingen
Sevilla
Singapur
Sofia
Solingen
Spielberg
Spoleto
Staatz
Stockholm
Stralsund
Straßburg
Stuttgart
Stuttgart Ballett
Sydney
Szeged (Ungarn)
Tampere (Finnland)
Tecklenburg
Tel Aviv
Teneriffa
Toggenburg
Tokyo
Toulon
Toulouse
Tours
Trapani
Trier
Triest
Tulln
Turin
Ulm
Utting
Valencia
Valle d´Itria
Venedig Malibran
Venedig La Fenice
Verona Arena
teatro filarmonico
Versailles
Waidhofen
Weimar
Wels
Wernigeröder Festsp.
Wexford
Wien Staatsoper
Wien TadW
Wien Volksoper
Wien Kammeroper
Wien Konzerte
Wien Ballett
Wiesbaden
Wiesbaden Wa
Wiesbaden Konzert
Bad Wildbad
Winterthur
Wolfenbüttel
Wolfsburg
Wunsiedel
Wuppertal
Wuppertal Sonstiges
Würzburg
Zürich
Zürich WA
Zürich Ballett
Zürich Konzert
Zwickau
---
INTERVIEWS A - F
INTERVIEWS G - K
INTERVIEWS L - P
INTERVIEWS Q - Y
---
DIVERSITA:
YOUTUBE Schatzkiste
HUMOR & Musikerwitze
Opernschlaf
Facebook
Havergal Brian
Korngold
Verbrannte Noten
Walter Felsenstein
Unbekannte Oper
Nationalhymnen
Unsere Nationalhymne
Essays diverse
P. Bilsing Diverse
Bil´s Memoiren
Bilsing in Gefahr

 

 

 

 

BRAHMS

Johannes Brahms: 2. Klavierkonzert in B-Dur

Johannes Brahms: 2. Sinfonie

 

Konzert in Luzern: 9. und 10.2.2022

 

Es war eine wahre Freude, die Begeisterung des Luzerner Chefdirigenten Michael Sanderling für den Komponisten Brahms erleben zu dürfen. Aus jeder Faser seines Körpers schien ein unglaublich intensiver Gestaltungswille zu strömen, der sich natürlich ganz direkt auf das Spiel des Luzerner Sinfonieorchesters übertrug, dessen Musiker die Intentionen des Chefs mit präzisem, farbenreichem und beseeltem Musizieren umsetzten. Nur schon das mit exquisiter Tongebung vorgestellte Horn-Solo (traumhaft sauber intoniert von Lukas Christinat), welches mit dem Hauptthema das zweite Klavierkonzert des deutschen Hochromantikers Brahms einleitete, zeugte von der Qualität des Orchesters, die sich über alle Pulte bestätigte. So auch im dritten Satz, diesem wunderbaren, liedhaften Andante, in welchem das Solocello eine bedeutende, ja zeitweise dominierende Rolle einnimmt und das Klavierkonzert in diesem Satz beinahe zu einem Doppelkonzert für Klavier und Cello werden lässt. Der Solocellist Heiner Reich verlieh dem Part eine wunderbar warm strömende, einnehmende Innigkeit. Brahms' zweites Klavierkonzert ist ja nicht ein den Solisten exhibitionistisch mit Virtuosen-Blendwerk in den Vordergrund rückendes Stück, sondern - wie es ein zeitgenössische Kritiker damals etwas süffisant monnierte - "eine viersätzige Sinfonie mit obligatem Klavier". Doch dieser Klavierpart hat es in sich: Lange Zeit galt Brahms' zweites Klavierkonzert als eines der schwierigsten der Konzertliteratur. Der Pianist ist über die gesamte Dauer des Konzerts (50 Minuten) gefordert, hat nur während der Cello-Introduktion im Andante eine kleine Ruhepause zugestanden bekommen. Marc-André Hamelin stürzte sich mit bestechender Klarheit in die Eröffnungskadenz (welche nach der Vorstellung des Hauptthemas durch das Horn) am Anfang des Konzerts steht. Trotz der verzwackten Akkordschichtungen, welche Brahms hier dem Solisten auferlegte, bestach Hamelins Spiel mit glasklarer, enorm vielschichtiger Anschlagskultur. Die hüpfenden, vorwärtsdrängenden Passagen und die crescendierenden Triller meisterte er mit Präzision und Leichtigkeit. Wunderbar genau gelang das Zusammenspiel mit den Pizzicati der Streicher, überhaupt war das in diesem Konzert so enorm wichtige Dialogisieren mit dem Orchester ein Genuss. Verspielt-dämonisch kommt der unübliche zweite Satz daher, ein Allegro appassionato, das hier als Scherzo fungiert. Im dritten, dem langsamen Satz, folgte dann das herrliche Cello-Solo mit dem phänomenal ausgelegten Teppich der Streichergruppen und das mit ruhigem Duktus antwortende Klavier. Marc-André Hamelin breitete seine Themenvariationen schmeichelnd aus und dem betörenden, magischen und beinahe hypnotisierenden Klang der beiden Soloinstrumente und des Orchesters erlag man total. Den Variationenreichtum der Brahms'schen Kompositionsweise durfte man dann im Finalsatz bestaunen, in welchem die tänzerischen, ungarischen Elemente mit Verve zur heiteren Kulmination gebracht wurden. Ausgezeichnet war die Zugabe des Pianisten gewählt (er sagte sie auch an, was sehr lobenswert ist, da das heutzutage von vielen Künstlern oftmals nicht mehr gemacht wird): La Complaisante, von Carl Philipp Emanuel Bach (der berühmteste der Bach Söhne, auch Berliner/Hamburger Bach genannt). Hier zeigte der Pianist Marc-André Hamelin noch einmal seine Fähigkeit zur transparenten Klanggestaltung und seine mit phänomenaler Differenzierungskunst aufwartende Anschlagskultur.

Nach der Pause folgte dann Brahms' zweite Sinfonie in D-Dur, welche er vier Jahre vor dem 2. Klavierkonzert abgeschlossen hatte. Diese Sinfonie ist von der Grundstimmung her die heiterste, pastoralste aus Brahms' sinfonischem Oeuvre. Dass im Subtext durchaus Konflikte ausgetragen, die idyllische Grundstimmung auch mal getrübt werden kann, zeigte die Interpretation durch Michael Sanderling und das Luzerner Sinfonieorchester deutlich. Daneben aber viel epische Breite, dann wieder forsch angegangene, tänzerische Ausgelassenheit. Die klare Zeichengebung des Dirigenten und das aufmerksam und konzentriert folgende Orchester erreichten eine Wiedergabe von begeisternder formaler Geschlossenheit dieser Sinfonie. Erneut beeindruckten das Solohorn, die Celli und das schön gelungene Wechselspiel zwischen Streichern und Holz, vor allem im dritten Satz.

 

 

Doch damit noch nicht genug Brahms - im Anschluss an das Konzert spielte Suzanne Z'Graggen auf der grossen Orgel im KKL noch sechs Choralvorspiele aus dem op.122 von Johannes Brahms, entstanden ein Jahr vor seinem Tod, also quasi ein musikalischer Schwanengesang des grossen Komponisten, dem in Luzern nun ein vier Tage dauerndes Festival gewidmet ist, in welchem eine bedeutende Bandbreite seines Schaffens präsentiert wird. Es war sehr bereichernd, die Orgel im KKL einmal zu erleben. In den Konzertsälen dieser Welt fragt man sich manchmal, ob diese teuren Instrumente eigentlich nur aus optischen Gründen eingebaut werden. Schade, dass sich viele Besucher des Konzerts diesen Ohrenschmaus nicht mehr gönnten und sich nach der Sinfonie auf den Heimweg machten. Sie verpassten ein berührendes Klangerlebnis. Suzanne Z'Graggen verlieh den ersten sechs Choralvorspielen eine klanglich wunderbar vielschichtige Kraft, die reichte von schlichter Einfachheit zu wuchtigem, hochromantischem Aufbäumen, mal rhythmisch bewegt, dann wieder verhalten introvertiert.

 

 

Das Klavierkonzert und die Sinfonie sind heute Abend nochmals zu erleben, im Anschluss daran sechs weitere Choralvorspiele aus der Feder des norddeutschen Meisters.

 

Kaspar Sannemann, 10.2.22

Applausbilder vom Autor

 

 

 

JONAS KAUFMANN-KONZERT

2. Februar 2020

„DER KAUFMANN VON WIEN“

Das Konzert war ganz der Wiener Musik gewidmet und richtete sich an ein breites Publikum. Bei seinem Auftritt im KKL Luzern im Rahmen der Tournee „Mein Wien“, wurde Jonas Kaufmann mit großem Applaus empfangen. Der erste Teil war ganz der Musik von Johann Strauss Sohn gewidmet. Nach der Ouvertüre zur Operette „Eine Nacht in Venedig“ erklangen die beiden Lieder „Sei mir gegrüsst, du holdes Venezia“ und „Ach wie so herrlich zu schau’n“. Leider war die Stimme des Tenors nach einer Erkältung bei diesen beiden ersten Stücken noch nicht genügend frei und diverse kleine Huster trübten etwas den Hörgenuss.

Nach der „Tik-Tak“-Polka betrat die junge Sopranistin Johanni van Oostrum das Podium und machte bereits im ersten Duett mit Kaufmann „Dieser Anstand, so manierlich“ mit einer sicheren Stimme und viel Charme auf sich aufmerksam. Auch mit der Arie „Es hat dem Grafen nichts genutzt“ aus Wiener Blut, konnte Sie überzeugen. Mit dem Walzerlied „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“ und dem Duett „Wiener Blut“, sowie mit der Polka „Leichtes Blut“ endete der erste Teil. Der zweite Teil nach der Pause begann man mit dem Walzer „Wiener Café“ von Robert Stolz. Darauf folgte das Lied „Zwei Märchenaugen“ aus der Operette „Die Zigeunerprinzessin“ von Emmerich Kalman. Das Stück wurde sehr schön und mit viel Gefühl interpretiert.

Einen Höhepunkt des Programms war das „Vilja-Lied“ aus Franz Lehars „Die lustige Witwe“, welches Johanni von Oostrum hinreißend sang. Sogar das Publikum summte mit und die Sängerin erhielt für diese Darbietung einen großen Sonderapplaus. Im anschließenden Duett „Lippen schweigen“ konnten die beiden Solisten, getragen von der fröhlichen Stimmung im im Saal, nochmals ihr Können unter Beweis stellen.

Jonas Kaufmann sang dann mit viel Wiener Schmäh und herrlicher Aussprache die zwei Lieder von Robert Stolz „Im Prater blühn wieder die Bäume“ und „Wien wird bei Nacht erst schön“. Dazwischen erklang der Marsch „Gruß aus Wien“, welcher jedoch vom Orchester mit etwas zu großer Lautstärke dargeboten wurde. Überhaupt ist aufgefallen, dass gegen Ende des Konzertes die Verstärkung durch technische Unterstützung mit Lautsprechern zunahm, was zu einem eher irritierenden Klang führte . Es stellt sich die Frage, ob diese Art Unterstützung in einem akustisch hervorragenden Saal, wie dem im KKL überhaupt nötig ist, konnte man doch hier die grössten Sänger mit Recitals und Konzerten erleben, ohne dass zusätzliche technische Mittel zum Einsatz kommen mussten. Gemäß dem Sänger wolle man damit eine dem Schlager entsprechende Atmosphäre schaffen.

Am Ende erklatsche sich das Publikum noch vier Zugaben. Das Lied „In einem kleinen Cafe in Hernals“ von Hermann Leopoldi eröffnete den Reigen. „Heut’ ist der schönste Tag“ von Joseph Schmidt wurde mit Taktklatschen des Publikums begleitet. Im Duett „Schenkt man sich Rosen im Tirol“ erlebte man nochmals die beiden Solisten gemeinsam. „Sag beim Abschied leise Servus“ war dann der überaus passende Rausschmeißer.

Das Orchester PKF – Prague Philharmonia unter der Leitung von Jochen Rieder war ein zuverlässiger Begleiter dieses Abends und hatte mit viel Spielfreude überzeugt.

Insgesamt wurden die Ansprüche eines Großteil des Publikums, welches sich in heiterer Atmosphäre an den schönen Melodien Wiens erfreuen wollte, erfüllt.

 

Marco Stücklin, 5.2.2020

Bilder @ Marco Stücklin / Gregor Hohenberg – Sony Music Entertainment

Besonderer Dank an unsere Freunde vom OPERNMAGAZIN

 

DER OPERNFREUND  | opera@e.mail.de