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Weimar: „My Fair Lady“, Alan Jay Lerner / Frederick Loewe

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen …“ Wer kennt sie nicht, die Klassik-Hits aus My Fair Lady! „Ich hätt‘ getanzt heut Nacht“, „Mit ´nem kleenen Stückchen Glück“ und viele mehr. – Viele Menschen träumen schon im Kindesalter davon, was sie einmal werden möchten. Eliza Doolittles größter Wunsch ist es, Verkäuferin in einem noblen Londoner Blumenladen . . .

Wien: „Maria de Buenos Aires“, Astor Piazzolla – zum Zweiten

Eine Aufführungsserie, die noch vor der Premiere ausverkauft ist – das spricht für das dramaturgische Geschick eines Opernhauses und für die Neugierde eines Opernpublikums, Gelungen ist dies dem MusikTheater an der Wien mit der Kammeropern-Aufführung von „Maria de Buenos Aires“, ein von ihrem Schöpfer als Tango Operita bezeichnetes Werk, wie man es hierzulande noch nicht erlebt hat. . . .

Hamburg: „Schostakowitsch, Beethoven, Aleksiychuk“, Philharmonisches Staatsorchester unter Kent Nagano

Mochte man sich vor dem Konzert noch über die sehr spezielle Kombination solcher Werke wie der emotional hochanspruchsvollen 13. Symphonie von Schostakowitsch, dem intimen „Trisagion“ von Iryna Aleksiychuk und der klangleuchtenden Chorphantasie von Beethoven wundern, so ergab am Ende alles Sinn und „was sich drängte rauh und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl“, wie es in den Worten . . .

Leipzig: „Die Fledermaus“, Johann Strauss

Obwohl viel Champagner getrunken, getanzt und fröhlich miteinander gespielt wurde, kam die dunkle Seite des Librettos deutlich zum Vorschein. Indem die Inszenierung nicht versucht, das Wien der 1870er Jahre nachzustellen, lenkt sie die Aufmerksamkeit auf Themen wie Eifersucht, Ressentiments, Rache und den Wunsch nach sexueller Erfüllung in einer Weise, die von der Gesellschaft verurteilt wird. . . .

Wuppertal, Konzert: „Sinfonische Tänze und Melton Tuba Quartett“

Es war kein Karnevalskonzert an diesem trüben Rosensonntag. Lepo Sumera (1950-2000) unterrichtete Komposition an der estnischen Musikakademie in Tallin, hat u.a. 6 Sinfonien ein Klavierkonzert, Kammermusik und Filmmusiken geschrieben. Seine 1. Sinfonie beginnt nach kurzem Paukencrescendo. mit schrillen, intensiven flächigen Akkorden, die urplötzlich ins PP abbrechen. Nur einzelne . . .

Graz: „Die Nachtigall von Gorenjska“, Anton Foerster

Die Oper über die gesangsbegabte junge Minka, die von einem französischen Impresario zufällig bei einem Besuch in ihrem Dörfchen in Gorenjska (Oberkrain) entdeckt wird, wurde 1872 zunächst als Operette aufgeführt und gilt, seit ihrer Umarbeitung und Premiere 1896 in Laibach, als die slowenische Nationaloper schlechthin. Ihr Schöpfer, Anton Foerster, stammte aus Böhmen, verbrachte aber den . . .

Gießen: „Xerxes“, Georg Friedrich Händel

Die Partitur von Händels Oper Serse (Xerxes) sieht zwei Partien in der hohen Lage von Frauenstimmen vor, die dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden. Die Titelrolle wurde bei der Uraufführung 1738 von einem Sopran-Kastraten gesungen. Heute wird sie meist von einem Mezzosopran als Hosenrolle gegeben. Schon bei der Uraufführung war die männliche Rolle von Xerxes‘ Bruder Arsamene mit . . .

Braunschweig: „Béatrice et Bénédict“, Hector Berlioz

Äußerst selten kann man hierzulande die Opéra-comique „Béatrice et Bénédict“ von Hector Berlioz erleben, anders als dessen monumentale Opern „Les Troyens“ oder „La damnation de Faust“. Vielleicht wäre sie bekannter, wenn sich Berlioz bei seiner letzten Oper für den Titel der Shakespeareschen Vorlage „Viel Lärm um nichts“ entschieden hätte, allerdings für ein Werk des . . .

Berlin, Ballett: „Approximate Sonata/One Flat Thing/Blake Works I“, William Forsythe

Drei Choreografien des mittlerweile 74jährigen William Forsythe aus unterschiedlichen Schaffensperioden präsentiert der neue Abend des Staatsballetts in der Deutschen Oper Berlin. Die Premiere am 16. Februar 2024 in Anwesenheit des Choreografen endete mit langanhaltendem Beifall. Was die Leistungen der Compagnie betrifft, waren diese durchaus berechtigt, absolvierte das Tanzensemble die hohen . . .