Archiv

Antwerpen: „Nabucco“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, – eine höchst aktuelle Lesart von Verdis erster Erfolgsoper Nabucco zeigt die Opera Ballet Vlaanderen derzeit in Antwerpen. Die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Grand Théâtre in Genf entstandene Produktion, die dort schon 2023 gezeigt wurde, punktet außerdem mit einer nahezu perfekten musikalischen Umsetzung. – Keine Hebräer, kein Baal, keine . . .

Braunschweig: „Peter Grimes“, Benjamin Britten

Nach fast 28 Jahren ist mit Benjamin Brittens Peter Grimes eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts wieder im Staatstheater zu erleben. Die 1945 in London uraufgeführte Oper beruht auf der Verserzählung „The Borough“ des englischen Dichters George Crabbe, der wie Britten aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammte. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten . . .

Dortmund: „Judith und das Wunder der Schöpfung“, Chormusical der Stiftung Creative Kirche

Judith ist eine junge Frau, deren Welt ins Wanken gerät. Scheinbar gefangen zwischen gesellschaftlichen Spannungen und familiären Konflikten, stellt sie vieles infrage. Doch Judith will auch aktiv Stellung beziehen. Bei dem großen Druck, der auf ihr lastet, ist es allerdings alles andere als einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Inmitten von Angst und Zweifel entdeckt sie das . . .

Pionteks Bayreuth: „Rigoletto ‚vs.’ Tannhäuser“, Klavierklasse Sontraud Speidel

Rigoletto gegen Tannhäuser – wer siegt? Beide! Denn Liszt hat alle zwei bearbeitet. – Das Programm, das die Musikhochschule Karlsruhe – Klasse Prof. Sontraud Speidel – in Steingraebers Kammermusiksaal geschickt hat, aber beginnt nicht mit einem der Großmeister der Mitte und des späten, sondern des frühen 19. Jahrhunderts. Ein (Wiener) Klassiker, also Beethoven, ist immer ein . . .

Bielefeld: „Kassandra“, Mathis Nitschke und Stefan Behrisch 

Ist der Abend ist ein Triumph für die Schauspielerin Christina Huckle, die die Uraufführung von Kassandra fast im Alleingang auf der großen Bühne des Theaters Bielefeld bestreitet, oder für die Figur Kassandra, oder für ihre Schöpferin Christa Wolf? Und was hat das mit dem Opernfreund zu tun? Es ist eine spartendurchlässige Gemeinschaftsarbeit, ausgehend von einer Initiative der . . .

Innsbruck: „Idomeneo“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts einzige „opera seria“, Idomeneo, ist am Tiroler Landestheater Innsbruck nur selten zu erleben – die Annalen verzeichnen Inszenierungen 1989 und zuletzt 2011. Nun liegt das Werk erneut in einer Produktion von Henry Mason vor. Er verdichtet diese barock anmutende, grandiose Nummernoper, die Mozart für die Münchner Karnevalsaison 1781 – zugeschnitten auf ein sehr . . .

Warschau, Konzert: „Messiaen, Schostakowitsch“, Nationalphilharmonie Warschau unter Ingo Metzmacher

In zwei Konzerten am 13. und 14. Februar kommen in der Warschauer Nationalphilharmonie unter der Leitung von Ingo Metzmacher zwei Werke zur Aufführung, die in aller Verschiedenheit eine einnehmende Symbiose bilden und Themen präsent machen, die in der heutigen Zeit oft in den Hintergrund geraten, obwohl sie dies nicht sollten. Als eine solche Symbiose ist auch das Zusammenwirken sämtlicher . . .

Duisburg: „Turandot“, Giacomo Puccini

Im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein gibt es einige Produktionen, die für großartige Opernabende stehen, die aber leider nur sehr selten zu sehen sind. Eine dieser Produktionen ist Giacomo Puccinis Turandot in der Inszenierung von Huan-Hsiung Li. In Kooperation mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying) in Taiwan entstanden, feierte die Oper am 5. Dezember 2015 Premiere im . . .

Wuppertal: „Der Wald / Erwartung“, Ethel Smith / Arnold Schönberg

Manuel Schmitt hat 2024 einen Doppelabend in der Oper Wuppertal inszeniert, der unter der Leitung des GMD Patrick Hahn am 7. April 2024 umjubelte Premiere hatte. Zur Wiederaufnahme unter dem Nachdirigat von Yorgos Ziavras bin ich gefahren, weil „Der Wald“ als Wiederentdeckung des Jahres 2024 nominiert war. Der Abend hat alles, was ein spannender Opernabend braucht: zwei kurze, zeitlose . . .