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Mailand: „Turandot“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Sehenswerte Interpretation von Puccinis letztem Werk! – Zur Feier des 100-Jahre-Jubiläums der Turandot, dem letzten Werk des großen Giacomo Puccini, über dessen Komposition er bekanntlich verstarb, brachte die Scala di Milano in einer äußerst beeindruckenden Regie von Davide Livermore eine sehr interessante und zeitweise mitreißende Neuinszenierung heraus. – In Bühnenbildern, . . .

Zürich, Konzert: „Berg, Mahler“, Vilde Frang und das Utopia Orchestra unter Teodor Currentzis

Er ist der zurzeit wohl – sowohl künstlerisch als auch politisch - umstrittenste Dirigent der Klassik-Szene, der in Griechenland aufgewachsene Dirigent Teodor Currentzis. Seine Karriere begann nach seinem Studium in St.Petersburg als Leiter der des Opern- und Ballettensembles in Nowosibirsk. Dort gründete er auch sein eigenes Ensemble, das Orchester MusicAeterna. Dieses . . .

Essen: „Die verzauberte Stadt“, Samuel Penderbayne

Die Idee neue Familienopern als Uraufführung herauszubringen, ging von dem ehemaligen Rheinopern-Intendanten Christoph Meyer aus. Später kamen die Opernhäuser in Bonn und Dortmund hinzu und gaben dem Projekt den Namen Junge Oper Rhein-Ruhr. Zuletzt stieg das Essener Aalto-Theater in das Projekt ein, das jetzt mit Die verzauberte Stadt seine erste Familienoper zur Uraufführung brachte. – . . .

Sofia: „Das Rheingold“ und „Die Walküre“, Richard Wagner

Sehenswerter Ring – Das III. Wagner-Festival an der Nationaloper Sofia begann mit dem Rheingold als Vorabend zur zweiten Ring-Inszenierung von Prof. Plamen Kartaloff innerhalb von nur 13 Jahren (!) in diesem „Bayreuth des Balkans“. Das kann man in der Tat einmal so nennen, denn Kartaloff hat bisher immerhin neun Werke des Bayreuther Kanons von zehn in Szene gesetzt, seit 2010. Und er . . .

OF-Stern für „Giulietta e Romeo (Romeo und Julia)“ am Theater Hof

Dass man ein eher ungespieltes Werk ausgräbt und damit beweist, dass es dringend an die Opern-Oberfläche gehört, ist das eine. Dass man Vorstellungen mit eigenen und fremden Einspringern – Intendant Lothar Krause gab höchst selbst szenisch den Romeo, damit eine Vorstellung stattfinden konnte – mehr als „achtbar“ bewältigt, das andere. Mit Zandonais unterschätzter Variante des . . .

Buchkritik: „Die Wagners. Eine Familie zwischen Musik und Macht“, Michael Lemster

Familienportrait – Bereits mehreren Familien aus dem deutschen Sprachraum, deren nicht nur eines, sondern mehrere , Mitglieder erfolgreich künstlerisch tätig waren, hat sich der Kulturwissenschaftler Michael Lemster gewidmet, den Grimms, den Mozarts und den Straußens. Nun sind Die Wagners an der Reihe, in denen er Eine Familie zwischen Musik und Macht sieht, wobei die Musik ganz . . .

Mailand: „Nabucodonosor“, Giuseppe Verdi

Ja, Sie haben richtig gelesen – der gute alte Nabucco erhielt anlässlich seiner neuen kritischen Ausgabe den Originaltitel zurück, unter welchem das Werk des 29-jährigen Verdi 1842 an der Scala uraufgeführt worden war. Gewidmet war die Neuproduktion dem Dirigenten Gianandrea Gavazzeni anlässlich seines 30. Todestages und in Erinnerung an die von ihm 1966, also vor 60 Jahren, geleitete . . .