Braunschweig: „Die Fledermaus“, Johann Strauss

Die unumstrittene Königin der Operette mit ihren unsterblichen Melodien („Glücklich ist, wer vergisst“, „Trinke, Liebchen, trinke schnell“ oder „Brüderlein und Schwesterlein“) ist wieder ins Braunschweiger Staatstheater eingezogen. Und was hat das Regieteam unter der Leitung von Regisseurin Katharina Schmidt und Roman Konieczny daraus gemacht – eine total überdrehte Klamotte mit . . .

Meiningen: „Die Csárdásfürstin“, Emmerich Kálmán

Setzt ein Theater heute die Csárdásfürstin auf den Spielplan, kann mit Emmerich Kálmáns Musik fast nichts danebengehen. Es sei denn, die Operette wird als glitzernde Revue überfrachtet oder in ein polit- und gesellschaftskritisches Gegenwartsstück minimiert. Davon blieb das Meininger Theater gottlob verschont. – Dass Regisseur Dominik Wilgenbusch zusammen mit Peter Engels . . .

Detmold: „Das schlaue Füchslein“, Leoš Janáček

Eine unkomplizierte, gleichwohl gelungene Produktion von Janáčeks wohl beliebtester Oper Das schlaue Füchslein ist jetzt im Landestheater Detmold sowie auf Tournee in Winterthur zu hören und zu sehen. Die Inszenierung (Regie: Lars Marcel Braun nach einem Konzept von Geertje Boeden) hinterfragt nichts und aktualisiert nichts, sondern lässt die Geschichte von der Natur der Menschen und der . . .

Wien: „L’ Orontea“, Antonio Cesti

Historisches Interesse vorausgesetzt, ist Antonio Cesti für die österreichische Musikgeschichte ein hoch interessanter Mann, komponierte er doch die berühmteste Oper, die am Hof des (selbst komponierenden und musikverrückten) Kaisers Leopold I. aufgeführt wurde: „Il pomo d’oro“. Cesti war allerdings nicht nur in Wien für Leopold, sondern auch in Innsbruck für dessen Onkel Erzherzog . . .

Stuttgart: „Der Räuber Hotzenplotz“, Sebastian Schwab

Es ist schon immer wieder sehenswert, Sebastian Schwabs bereits im Jahre 2023 an der Stuttgarter Staatsoper uraufgeführtes Singspiel Der Räuber Hotzenplotz. Der Erfolg des Werkes beim großen und kleinen Publikum war stets enorm. Grund genug für die Württembergischen Staatstheater, das Stück auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit wieder auf den Spielplan zu setzen. Die hier zu rezensierende . . .

Mönchengladbach: „Einhörner gibt es hier nicht!“, André Parfenov

Wenn vor der Vorstellung im Theatersaal ein aufgeregtes Gemurmel vieler anwesender Kinder zu hören ist, ist Weihnachten meist nicht mehr weit. Bereits seit vielen Jahren lockt das Gemeinschaftstheater Krefeld-Mönchengladbach in der Advents- und Weihnachtszeit Großeltern, Eltern und Kinder ins Theater und legt damit den Grundstein für die Zuschauer von morgen. Die hochwertigen . . .

Zürich: „Hänsel und Gretel“, Engelbert Humperdinck

Nach Wagners Tod waren die Quellen des Mittelalters und der nordischen Mythologie als Vorlagen für Opernstoffe quasi tabuisiert. So suchten manche Komponisten (wie z. B. Pfitzner, Siegfried Wagner, Kienzl, Reinecke) ihre Inspirationen in der etwas kleineren Welt der Sagen, der Märchen, der Legenden. So auch Engelbert Humperdinck mit Hänsel und Gretel, der bis heute erfolgreichste Oper dieses . . .