Reisebilanz V: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Nach vielen Jahren, einer Walküre im Mai 2007 mit Albert Dohmen als Wotan und Janice Baird als Brünnhilde unter der musikalischen Leitung von Friedrich Pleyer, widmete sich die Opéra de Marseille im beeindruckenden klassizistischen Opernhaus der Mittelmeerstadt Richard Wagners Ring des Nibelungen, diesmal mit dem Rheingold in einer Inszenierung von Charles Roubaud. – Aus finanziellen . . .
Auf dem Giebel der Oper von Marseille steht: „Die Kunst bekommt die Schönheit von Aphrodite, den Rhythmus von Apollo, das Gleichgewicht [die Ausgewogenheit] von Pallas Athene und die Bewegung von Dionysos“. Diese Vielseitigkeit steht auch für die Spielzeiten der Opéra de Marseille seit 100 Jahren, wo Dionysos, sprich die leichte Muse, genauso viel Platz bekommt wie Apollo, die ernste Muse. . . .
Zum hundertsten Geburtstag der Oper das Werk, das bei der Wiedereröffnung gespielt wurde. Hochinteressant: die Nibelungen auf Französisch, teilweise besser erzählt als bei Wagner! – Wer kennt heute noch „Sigurd“ – statt „Siegfried“ - von Ernest Reyer? Steht in keinem meiner Opernführer, weder in den deutschen noch in den französischen, doch immer wieder bin ich diesem . . .
am 2. Mai 2018 – Große Sängerleistungen und alte Wagner-Tradition am Mittelmeerhafen – Marseille eine Wagner-Stadt? Sicher nicht zu Wagners Zeiten, denn Richard Wagner kannte, liebte und hasste nur Paris – und Bordeaux, wohin er in plötzlich entflammter Liebe zur jungen Gattin eines reichen Gönners aufbrach und woher er missmutig zurückkehrte. In Marseille ist er nie gewesen . . .
Prermiere am 10.6.2016 – Im „Himmel“ und in der „Hölle“ ist man immer in der Welt Shakespeares – In Wien und in Marseille wurde zur gleichen Zeit „Macbeth“ gespielt – doch die äußeren Umstände hätten kaum unterschiedlicher sein können. In Wien, wo die Zuschauer die Vorstellung der Staatsoper auf einer großen Leinwand „live am Platz“ verfolgen konnten, war es . . .
Aufführung am 29.4.2015 – Wirkliche Wagner-Tradition am Mittelmeer – Vier Götter thronen auf dem Giebel der Oper in Marseille: Aphrodite, Apollo, Pallas Athene und Dionysos. Über ihnen schrieb der Bildhauer Antoine Bourdelle in goldenen Lettern: „Die Kunst bekommt die Schönheit von Aphrodite, den Rhythmus von Apollo, das Gleichgewicht [die Ausgewogenheit] von Pallas Athene und . . .
Konzertant 16. 11. 2014 – Man kann dem Festival in Pesaro gar nicht dankbar genug sein: seit diesem Jahr sind alle 38 überlieferten Rossini-Opern aufgeführt worden und zum größten Teil auch (neu) editiert. Das war eine Mammut-Arbeit, von der seit 1980 die ganze Welt profitiert und die nun auch an immer entlegeneren Orten ihre Früchte trägt. So organisierte das Théâtre des . . .