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Berlin: „Giulio Cesare in Egitto“, Georg Friedrich Händel

Sternstunde – Viele Jahre lang war Christoph Seuferle als Operndirektor für reizvolle Besetzungen, für die Entdeckung neuer Stimmen für die Deutsche Oper verantwortlich, während der noch laufenden Saison auch als Intendant zwischen Dietmar Schwarz und Aviel Cahn für den Spielplan und beschenkt nun das Publikum mit einer Serie von wunderbaren Aufführungen von Händels Giulio Cesare in . . .

Baden-Baden, Konzert: „Brahms, Elgar“, Igor Levit und das Orchestra dell‘ Accademia Nazionale de Santa Cecilia unter Daniel Harding

Lieben Sie Brahms? Selbstverständlich: JA! Eine Herzenssache für jeden Baden-Badener. Aber wie sieht und spielt es der Pianist? Wie steht es in der Partitur? Bei aller Freiheit der Interpretation ist sie der fest vorgegebene Rahmen und Fundament für das musikalische Spiel. – Dazu Igor Levit am 14. April 2026 BNN in einem Interview: „Ich lebe, entwickle mich und mit jeder Veränderung . . .

Salzburg: „Das Rheingold“, Richard Wagner

Kompetente interkulturelle Rezeption – Endlich der Beginn einer kompetenten und sensiblen interkulturellen Rezeption von Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen, zumindest nach dem ersten Eindruck. Nach gescheiterten Inszenierungen von Parsifal und Don Carlo an der Wiener Staatsoper gelang Regisseur Kirill Serebrennikov (auch Bühne und Kostüme, mit Co-Bühnenbildnerin Olga Pavluk und . . .

Gießen: „Gärtnerin aus Liebe“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts frühen Beitrag zum komischen Musiktheater gibt es gleich zweimal: als italienische Opera buffa unter dem Titel La finta Giardiniera und als deutsches Singspiel unter dem Titel Die Gärtnerin aus Liebe. Mit gerade einmal 18 Jahren schrieb das junge Genie die italienische erste Fassung als Auftragswerk des Münchener Hofs für den Karneval, wo sie im Januar 1775 ihre Uraufführung erlebte. . . .

Pionteks Bayreuth: „Eröffnungskonzert des Friedrichsforums“, Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester

Rasanz, Fulminanz, Sensation – diese Worte fallen einem ein, wenn man das Eröffnungskonzert des Friedrichsforums besucht hat. – Noch vor wenigen Wochen stand die Wiedereröffnung der ehemaligen Bayreuther Stadthalle auf der Kippe: Brandschutz, man kennt das ja, und es ist wichtig. Erst am Morgen des Eröffnungstages, genauer: erst um 6.05 Uhr hat der verantwortliche Brandschutzmann sein . . .

Zürich: „Scylla et Glaucus“, Jean-Marie Leclair

Zugegeben, es fällt mir oftmals schwer, mich in Inszenierungen reinzufinden, in welcher Erwachsenen auf der Bühne Kinder oder Jugendliche darstellen sollen. Ich finde das hat immer etwas Bemühendes, gar Befremdliches an sich. So erging es mir vor 28 Jahren zu Beginn in Konwitschnys LOHENGRIN in Hamburg (er siedelte die Handlung in einem wilhelminischen Klassenzimmer an), so erging es mir zu . . .

Pilsen: „Psohlavci“, Karel Kovařovic

Smetana, Dvořák, Janáček, wohl auch Martinů – diese Herren fallen einem ein, wenn man über die tschechische Oper nachdenkt. Fibich und Foerster, das sind zwei weitere Namen, die zumindest der kennt, der etwas tiefer in der tschechischen Opern- und Musikgeschichte nachkramt – aber wer kennt, zumindest bei uns, Karel Kovařovic? Nicht einmal in Prag, wo in der heutigen Staatsoperdie . . .

Braunschweig: „I Capuleti e i Montecchi “, Vincenzo Bellini

Nach über dreißig Jahren hat sich das Staatstheater erneut der hierzulande selten gespielten Belcanto-Oper in einer Neuinszenierung angenommen und damit die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Literatur auf die Bühne gebracht. Romeo und Julia (Giulietta) haben sich bei Bellini und seinem Librettisten Felice Romani schon längere Zeit vor Beginn der Handlung unsterblich ineinander verliebt, . . .

Duisburg, Ballett: „Kaleidoskop“, Iratxe Ansa, Igor Bacovich, Mthuthuzeli November, Jean-Christophe Maillot

Bereits im März des letzten Jahres feierte der dreiteilige Ballettabend Kaleidoskop im Düsseldorfer Opernhaus Premiere und überzeugte hierbei mit gleich zwei Uraufführungen, die speziell für diesen Abend entwickelt wurden. In dieser Spielzeit fand nun die Übernahme der Produktion nach Duisburg statt, wo das Ballett am Rhein von den Zuschauern in der besuchten Vorstellung ebenfalls . . .

Buchkritik: „Gustav Mahler: Vom Elend eines Genies“, Franz Willnauer (Hrsg.)

Es sind Fundstücke, die Franz Willnauer „aus unterschiedlichsten Quellen in jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Komponisten zusammengetragen“ hat, „ohne zunächst eine Veröffentlichung zu beabsichtigen.“ Nun aber hat er diese Fundstücke doch publiziert, als facetten- und perspektivenreiche Dokumentation. „Es sind Dokumente, Erinnerungen und Briefe von und über Mahler“, oft . . .

Oldenburg: „Il Barbiere di Siviglia“, Gioachino Rossinis

In der Vergangenheit wurde von der Oldenburgischen Staatsoper bei den Inszenierungen von Gioachino Rossinis komischer Oper Il Barbiere di Siviglia meistens viel Fantasie investiert. Zwar ist 1995 Georg Rootering mit seiner Überfrachtung an Gags weit über das Ziel hinausgeschossen, wenn er etwa zum Ständchen des Grafen eine Heerschar falscher Heinos mit Sonnenbrille und Blondperücke auftreten . . .