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Wuppertal, Konzert: „Mahler: 6. Sinfonie“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Abschied von Patrick Hahn – Mahlers Sechste, die „Tragische“, „ist ihm aus dem Herzen geflossen“ wird Alma Mahler zitiert. Nachdem er in Wuppertal die Erste, seine Vierte und Fünfte in den letzten Jahren schon aufgeführt hatte, hat Patrick Hahn die Sechste zu seinem Abschiedskonzert gewählt (zuletzt hier im Juni 2015 unter Toshiyuki Kamioka aufgeführt). – Bei der . . .

Buchkritik: „Bayreuth als Theater“, Stephan Mösch (zweite Besprechung)

Dass die Zeit ein sonderbar Ding sei, wusste schon die Marschallin im Rosenkavalier. Zeit: Was als Begriff banal erscheint, ist für Theologen (z. B. Augustinus von Hippo) und Philosophen, für Gehirnforscher wie für Historiker nicht trivial, sondern ein fundamentaler Begriff. Dass Stephan Mösch sein neues Buch Bayreuth als Theater mit dem Untertitel Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte . . .

Lübeck: „Bruch, Brahms, Gál“, Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah

Der aus Indonesien stammende Pianist und Klavierpädagoge Danang Dirhamsyah und der russisch-griechische Bratschist und Pädagoge Kirill Volkov widmeten sich in ihrem, Zwischen Schatten und Sehnsucht betitelten Konzert, mit Johannes Brahms und Max Bruch zwei prominenten Vertretern der romantischen Kammermusik. Ergänzt wurde das Programm durch ein Werk der Moderne, das aber in der Tradition von . . .

München: „Die Walküre“, Richard Wagner

Brünnhilde als Dornröschen in der Bayerischen Staatsoper – Am 25. Juni 2026 feierte Richard Wagners Die Walküre in der Inszenierung von Tobias Kratzer an der Bayerischen Staatsoper Premiere und avancierte unmittelbar zu einer der meistbeachteten Produktionen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele. Nachdem Kratzers Rheingold bereits 2024 auf große Resonanz gestoßen war, wird seine . . .

Frankfurt: „Der Triumph von Zeit und Erkenntnis“, Georg Friedrich Händel (zweite Besprechung)

Bereits dieses eine Video genügt, um denen, die für die im Bockenheimer Depot wie üblich schnell ausverkauften Vorstellungen keine Karte mehr bekommen haben, eine Ahnung davon zu geben, was sie verpaßt haben: Younji Yi singt „Lascia la spina“, eine frühe Fassung des bekannten „Lascia ch’io pianga“. Makellos, innig, mit einem wunderbar gerundeten, jugendlich-frischen Sopran, der . . .

Berlin: „Die Entführung aus dem Serail“, Wolfgang Amadeus Mozart

Zwischen Arte und RTL – Tief eingegraben in das Gedächtnis der Historiker hat sich das Jahr 1780, denn da begann es in Berlin auf Anweisung Friedrichs des Großen mit der Arbeit der Kaffeeriecher, die jeden Bürger zur Anzeige brachten, der das braune Gesöff zubereitete, das des Königs Ziel, Preußens Bilanzen durch eine Überzahl von Ausfuhren und geringe Zahl von Einfuhren im Sinne . . .

Kassel: „Eine Deutsche Symphonie“, Hanns Eisler

Mit seiner 1959 uraufgeführten Deutschen Symphonie, einem antifaschistischen Vokalsinfonie nach Texten von Bert Brecht („Lieder, Gedichte und Chöre“ von 1933, erschienen im Verlag Carrefour zu Paris) wollte Hanns Eisler (1898-1962) im amerikanischen Exil klar machen, „dass eben das bessere Deutschland in den KZs, in den Konzentrationslagern sitzt", so der Eisler-Forscher Albrecht . . .

Magdeburg: „Oklahoma!“, Richard Rodgers & Oscar Hammerstein II

Aus heutiger Sicht mag man es kaum glauben, doch bevor My Fair Lady ab 1956 die Musicalbühnen eroberte, hielt Oklahoma! mit rund 2.200 Aufführungen en suite in den Jahren 1943 bis 1948 den Broadwayrekord für die meisten Aufführungen. Gleichzeitig ist Oklahoma! das erste Musical, das der Komponist Richard Rodgers zusammen mit dem Liedtexter Oscar Hammerstein II entwickelte. Der durchschlagende . . .

Hof: „Marilyn forever“, Gavin Bryars / „Twice through the Heart“, Mark-Anthony Turnage

Die Kammerbesetzung sitzt nicht nur auf der Bühne und im Orchestergraben. Sie sitzt auch im Publikum; das Haus ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt. Der Opernbesucher muss sich nicht wundern: Zwar steht mit Marilyn forever ein Titel auf dem Programm, das im 100. Geburtsjahr der Norma Jean alias Marilyn Monroe größere Zuschauermengen in den Saal locken könnte, doch da mit Gavin Bryars und . . .