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Berlin, Konzert: „Brahms: Ein deutsches Requiem“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

„Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ – Mit dem Deutschen Requiem gelingt Johannes Brahms (1833-1897) ein einzigartiges Werk, das den Komponisten schlagartig zu einem der berühmten, international anerkannten Komponisten seines Jahrhunderts macht. Der allgemein gefürchtete Wiener Kritiker Eduard Hanslick urteilt nach der Uraufführung: „Seit Bachs . . .

München: „Die englische Katze“, Hans Werner Henze

Henze ist inzwischen ein seltener Gast auf unseren Bühnen. Nach seinem Tod wurde es um den Altmeister der Musik und des Musiktheaters merklich ruhiger. Wenn in München Die englische Katze auf dem Spielplan steht, hat man es also mit einer Rarität zu tun, zumal auch diese Oper nach ihrer Uraufführung im Schwetzingen des Jahres 1983 nur wenige Male inszeniert wurde. Wer sich den Abend des . . .

Magdeburg: „Der Barbier von Sevilla“, Gioachino Rossini

Das Theater Magdeburg hat eine überaus quirlige, temporeiche Inszenierung des „Barbiere“ von der Opéra de Lille übernommen, die dort bereits 2013 Premiere hatte und häufig wiederaufgenommen wurde. Jetzt feierte die französische Sicht der beliebten Rossini-Oper mit dem Magdeburger Ensemble eine erfolgreiche, stark umjubelte Premiere. Regisseur Jean-Francois Sivadier setzteauf der leeren . . .

Berlin: „Violanta“, Erich Wolfgang Korngold

Drahtseilakt zwischen Banalität und (vorgetäuschtem?) Tiefsinn – Treffen Siegmund Freuds Es, Klimts Frau Adele Bloch-Bauer und Schnitzlers Herr Dorsday, der das Fräulein Else zum Sichentblättern zwang, aufeinander, natürlich in einer gifttriefenden und gewaltschwangeren Zeit wie der Renaissance, dazu noch im neblig-geheimnisvollen Venedig und ausgerechnet im zügellosen Karneval, dann . . .

Köln: „E Levve för Kölle“, Cäcilia Wolkenburg

Die Tickets für alle Vorstellungen im Staatenhaus 1 der Kölner Oper sind restlos ausverkauft. Die Spielgemeinschaft des Kölner Männer-Gesang-Vereins Cäcilia Wolkenburg, genannt „Zillche“, hat einen Ruf wie Donnerhall und füllt mit dem Chor-Musical „E Levve för Kölle“ in kölscher Sprache 28-mal das Staatenhaus 1, Ersatzspielstätte der Kölner Oper. Die Besucher sind zum großen . . .

Dortmund, Konzert: „70 Jahre Mozart Gesellschaft Dortmund“

Mit berechtigtem Stolz blickt die „Mozart Gesellschaft Dortmund“ auf ihr 70-jähriges Bestehen zurück. So lange fördert sie herausragende musikalische Nachwuchstalente im Alter von 17 bis 27 Jahren mit Stipendien, Auftrittsmöglichkeiten und Hilfen bei der Karriereplanung. Und das ausschließlich ohne öffentliche Gelder auf rein privater Basis durch Spenden und Eintrittsgelder aus eigenen . . .

Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

An Ehrgeiz und Risikofreude mangelt es der Wuppertaler Oper derzeit beileibe nicht. Nach der erfolgreichen Premiere einer szenisch und musikalisch gleichermaßen herausfordernden Bühnenproduktion von Antonio Vivaldis Oper „Griselda“ setzte man zwei Tage später die konzertante Präsentation von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit einer imponierenden „Walküre“ fort. –  . . .

Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner

Der Ring des Nibelungen wurde 2025 noch in Dortmund gespielt, ist aktuell bei der Oper Köln auf dem Plan und wird sehr ambitioniert aktuell in Wuppertal konzertant aufgeführt. Der Vorabend Das Rheingold war an der Wupper am 19. Oktober zu hören. Jetzt folgte am 18. Februar der erste Tag: Die Walküre. – Was ist seit Rheingold passiert? Wotan fürchtet in seiner Götterburg, dass . . .

Regensburg: „Merrily We Roll Along“, Stephen Sondheim

Mit Merrily We Roll Along erlebte Stephen Sondheim 1981 einen veritablen Broadway-Flop, was in seiner gesamten Karriere ansonsten eher nicht der Fall war. Nach 44 Voraufführungen und nur 16 regulären Vorstellungen musste die Show wieder schließen. Die Gründe hierfür waren vielfältig und lagen vor allem in der Produktion und Umsetzung des Stücks. Interessanterweise wurde das Musical nach . . .