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Gelsenkirchen: „Francesca da Rimini / Gianni Schicchi“, Sergej Rachmaninov / Giacomo Puccini

Lieber Opernfreund-Freund, – eine echte Rarität ist seit gestern am Musiktheater im Revier zu erleben: Sergej Rachmaninovs Francesca da Rimini. Die Kurzoper paart man mit Puccinis Gianni Schicchi – weil beide Stoffe Dantes göttlicher Komödie entstammen und Italiens Nationaldichter die beiden namensgebenden Protagonisten am Ende in die Hölle schickt. Das bedient Manuel Schmitt bei . . .

Wuppertal: „Christian Reif“ wird neuer Generalmusikdirektor

Nach der Ausschreibung der Stelle des Generalmusikdirektors in Wuppertal im Sommer 2023 gingen 95 Bewerbungen ein, von denen rund 15 zum Probedirigat eingeladen worden sind. Sie haben sich sowohl in der Stadthalle im Rahmen der Sinfoniekonzerte vorgestellt, aber auch Vorstellungen im Opernhaus dirigiert. Im Januar 2026 wurden drei zu intensiveren Gesprächen eingeladen. Jetzt stieg zwar kein . . .

Dresden: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Die Französische Revolution war mit ihrem Werkzeug, der Entwicklung des Arztes Joseph-Icnace Guillotin (1738-1814), zu einem der Sinnbilder geworden, wie krude ideologische Entwicklungen aus dem wirkungsgeschichtlich bedeutsamen Anliegen der Proklamierung der Bürgerrechte Schatten auf die kulturellen Leistungen eines Volkes werfen konnten. Von den im Verlauf der Revolution über 35.000 . . .

Baden-Baden, Konzert: „Mozart, Haydn“, Capella Andrea Barca unter András Schiff

Sir András Schiff – Meister der Wiener Klassik auf dem Bösendorfer-Flügel nimmt Abschied von Freunden und Bewunderern der Musikwelt im Bahnhof Baden-Baden. – András Schiff wurde 1953 in eine jüdisch-bürgerliche Familie hineingeboren, in der sonntägliche Treffen mit Hausmusik zur Kultur gehörten. Er begann mit 5 Jahren, Klavier zu spielen. Mit 14 Jahren nahm er sein Studium an der . . .

Berlin: „Lady Macbeth von Mzensk“, Dmitri Schostakowitsch

„Mildernde Umstände“ für Lady Macbeth – Das Schicksal, das seiner Opernheldin Katerina Ismailowa zugedacht war und von dem diese sich nur durch den Sprung in einen reißenden Fluss befreien konnte, drohte auch ihrem Schöpfer Dimitri Schostakowitsch, nicht wegen eines Doppelmordes bzw. Dreifachmordes, sondern weil Josef Wissarionowitsch Stalin eine Moskauer Aufführung der Lady . . .

Münster: „Der Graf von Monte Christo“, Frank Wildhorn

Veröffentlicht wurde Der Graf von Monte Christo erstmals zwischen 1844 und 1846 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Journal des débats. Inzwischen zählt der Roman von Alexandre Dumas zu den berühmtesten Abenteuerromanen aller Zeiten. Aus ihm sind unter anderem unzählige Film- und Fernsehproduktionen hervorgegangen. Am 14. März 2009 fand am Theater St. Gallen die Uraufführung der . . .

Köln: „Cäcilia Wolkenburg: Divertissementchen“, Hintergründe und Geschichte

Die opulent ausgestatteten „Divertissementchen“ der Cäcilia Wolkenburg gehören zu den traditionsreichsten und bodenständigsten Eigenmarken und Erfolgsgeschichten der Kölner Lokalkultur. Jährlich zur Karnevalszeit steht die Kölner Oper im Zeichen der 30 stets seit langem ausverkauften Aufführungen. 110 Gesangssolisten, Choristen und Balletttänzer bevölkern die Bühne, unterstützt von . . .

Meiningen: „Die Csárdásfürstin“, Emmerich Kálmán (zweite Besprechung)

Mit über 60 Freunden bin ich wieder einmal nach Meiningen gefahren, um mir Die Csárdásfürstin, eine der schönsten Operetten Kálmáns anzusehen und anzuhören. Die Fahrt nach Meiningen ist immer eine Freude, da mir noch nie vorgekommen ist, dass eine total verhunzte Aufführung geboten wird und ein weiteres kommt dazu, Meiningen hat auch mit seinen Sängerverpflichtungen immer ein mehr als . . .

Cagliari: „Lucrezia Borgia“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – mit Beginn der laufenden Spielzeit ist der ehemalige Haus-Chef des Teatro Ponchielli in Cremona, Andrea Cigni, Superintendente und gleichzeitig künstlerischer Leiter am Teatro Lirico di Cagliari geworden und hat sich vorgenommen, das Haus offen zu gestalten und für neue Besucherschichten zugänglich zu machen. Dies ist ihm mit der Produktion von Donizettis . . .

Berlin, Konzert: „Brahms: Ein deutsches Requiem“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

„Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ – Mit dem Deutschen Requiem gelingt Johannes Brahms (1833-1897) ein einzigartiges Werk, das den Komponisten schlagartig zu einem der berühmten, international anerkannten Komponisten seines Jahrhunderts macht. Der allgemein gefürchtete Wiener Kritiker Eduard Hanslick urteilt nach der Uraufführung: „Seit Bachs . . .

München: „Die englische Katze“, Hans Werner Henze

Henze ist inzwischen ein seltener Gast auf unseren Bühnen. Nach seinem Tod wurde es um den Altmeister der Musik und des Musiktheaters merklich ruhiger. Wenn in München Die englische Katze auf dem Spielplan steht, hat man es also mit einer Rarität zu tun, zumal auch diese Oper nach ihrer Uraufführung im Schwetzingen des Jahres 1983 nur wenige Male inszeniert wurde. Wer sich den Abend des . . .