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Bielefeld: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper Die Zauberflöte ist gleichzeitig eine der eingängigsten und eine der schwierigsten Opern, die beliebteste und stellt wie kaum ein anderer Regisseur vor größte Herausforderungen bei der Frage, was dieses Werk voller phantasievoller Magie und hochtrabender Moral uns zu sagen hat. Theater hoffen in vielen gut besuchte Vorstellungen Opernneulinge zu gewinnen, Stammpublikum nicht zu . . .

Interview: Nicole Wacker, Sopran und Jeannine Michèle Wacker, Musicaldarstellerin

Wie fast alles heutzutage begann auch diese Geschichte im Internet. Bei YouTube. – Vor einigen Monaten stieß ich auf den Kanal von Jeannine Michèle Wacker, die dort ihren Alltag als Musicaldarstellerin dokumentiert. Sie nimmt die Kamera mit zu Castings, auf Reisen oder in den Probenraum, spricht über Erfolge wie über Zweifel – und steckt mit ihrer offenen und herzlichen . . .

Kopenhagen, Konzert: „Bach, Saint-Saëns“, DR Symfoniorkestret unter Leonidas Kavakos

Das Programm wäre sehr klug zusammengestellt gewesen: BACH & SAINT-SAËNS. Camille Saint-Saëns hatte zeitlebens eine große Bewunderung und Verehrung der für den Barockkomponisten Bach, den Giganten der Musikgeschichte, empfunden. Berühmt ist sein Zitat mit folgender Aussage über Bach: „Bach ist das Alpha und das Omega der Musik. Er ist eine Kathedrale, ein Monument, eine Welt für . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók (zweite Besprechung)

Vom Öffnen aller Türen – Zemlinskys Florentinische Tragödie ist wieder da! Erstmals seit 1917 ist sie an der Wiener Oper zu hören, wo es kurz nach ihrer Uraufführung in Stuttgart zu fünf Vorstellungen kam. Wie überhaupt Zemlinskys Musik, heutzutage wieder öfter zu hören, mit dessen erzwungener Emigration lange Zeit verstummte. Nach einem initiatorischen Lohengrin-Erleben, . . .

Salzburg: „Bruckner: 7. Symphonie“, Antrittskonzert von Christian Thielemann am Mozarteum

Kirchenräume sind aufgrund des meist starken Nachhalls schwierig zu bespielen. Aber wie bei Bachs Passionen hat es natürlich seinen unbezwingbaren Reiz, wenn die Sinfonien Bruckners – ihrerseits imposante Kathedralen in der Architektonik und von der Königin der Instrumente, der Orgel her empfunden –  in einem Dom erklingen. – Unwillkürlich denkt man an die Stiftskirche in St. . . .

Oldenburg: „La forza del destino“, Giuseppe Verdi

Gleich zu Beginn der Spielzeit ist dem Oldenburgischen Staattheater mit Giuseppe Verdis La Forza del Destino ein veritabler Volltreffer gelungen - und das in jeder Hinsicht. Die Regie von Joan Anton Rechi war klug durchdacht und absolut werkgerecht, musikalisch sorgte Vito Cristofaro am Pult des bestens disponierten Oldenburgischen Staatsorchesters einmal mehr für eine spannende, differenzierte . . .

Dortmund, Konzert: „Franz Welser Möst – Abschiedstournee“, Cleveland Orchestra

Da ist dem Konzerthaus Dortmund ein veritabler Coup gelungen: Neben der Elbphilharmonie in Hamburg ist es die einzige deutsche Station der diesjährigen Europatournee des Cleveland Orchestra. Denn in dieser Saison verabschiedet sich das amerikanische Spitzenorchester nach einem Vierteljahrhundert von seinem österreichischen Musikdirektor Franz Welser-Möst. Die langjährige, seit 2002 währende . . .

Baden-Baden: „Illusionen – wie Schwanensee“, John Neumeier

Es gibt mehrere Schwanensee-Interpretationen. 1895 die Choreografie von Marius Petipa und Lew Iwanow. 1976 Illusionen - wie Schwanensee von John Neumeier in Hamburg, 2011 in München. Welche ist die wahre und richtige? An Schwanensee scheiden sich immer wieder die Geister. Ist die Choreografie von Petipa und Iwanow zur Musik von Peter Tschaikowsky - die Originale? Schließlich wurde sie vom . . .

Darmstadt: „Andrea Chénier“, Umberto Giordano

Meine Berliner Kritiker-Kollegen haben mich um diese Premiere beneidet. Im Repertoire der Deutschen Oper erfreute sich die Produktion seit dem Jahr 1994 ungebrochener Beliebtheit. „Bis in alle Ewigkeit aufführen, falls die Kulissen und wunderbar ironischen Kostüme (José Manuel Vasquez) nicht früher zerfallen, könnte man ohne Zweifel Giordanos Andrea Chénier in der Regie von John Dew“, . . .

Buchkritik: „Gefühlswegweiser und Komponiermaschine“, Christian Schaper

Selbst der große Komponist habe, so las man es 1968 in Hellmuth Stegers und Karl Howes Der neue Opernführer, mit seiner Musik die „artistische Urkraft der Oper nicht ganz verdecken“ können. Zwei Jahre zuvor hatte Kurt Honolka im Großen Reader’s Digest-Opernführer bemerkt, dass dem Werk „die unmittelbare theatralische Wirkung“ fehle. Noch im 1978 wiederaufgelegten und erneuerten . . .