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OF-Schnuppe: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“ in Wien

Schürhaken anstelle von Schwertern – und wo sind die sieben Türen? – Leider fühlt sich der Herausgeber gezwungen, dazu einen Schnuppentext zu schreiben, was ich üblicherweise selten mache. Denn genau zu dem Thema habe ich während meines Anglistik-Studiums vor 100 Jahren einen längeren Vortrag gehalten. Thema, wenn ich mich noch richtig erinnere, war „Oscar Wilds fantastisches . . .

Hagen: „Cavalleria rusticana“, Pietro Mascagni / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo

Das klassische italienische Doppel „Cav and Pag“ (wie die Amerikaner sagen), also Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos I Pagliacci, ist die erste eigene und auch gleich sehr gelungene Opern-Neuproduktion des Theaters Hagen in dieser Saison. Und es spricht für die ambitionierte Leistungsfähigkeit dieser Bühne, dass sie es nicht bei einer der beiden Opern belässt, wie zuletzt in . . .

Bonn: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Die Spielzeiteröffnung im Bonner Opernhaus mit Mozarts Oper Die Zauberflöte stand ganz im Zeichen der Magie. Schon vor Beginn der Abendveranstaltung wurde im Foyer der Oper Papagenos Panflöte, die zwischenzeitlich abhanden gekommen und ihrer Magie beraubt war, zur großen Freude nicht nur der zahlreichen Kinder mit allen möglichen Zaubertricks wieder mit magischer Kraft „aufgetankt“. . . .

Dresden: „Un ballo in maschera“, Giuseppe Verdi

Der immer auf der Suche nach geeigneten Stoffen für seine Libretti und Schauspiele unterwegs gewesene französische Schriftsteller Eugènie Scribe (1791-1861) griff im Jahre 1833 die Umstände um das Attentat schwedischer Adliger bei einem Maskenball im Stockholmer Opernhaus, an dessen Folgen der König  Gustav III. einige Tage später verstarb, auf. Scribe fügte dem Geschehen noch eine . . .

Bonn: „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen (La fanciulla del West)“, Giacomo Puccini

Manchmal ist es ja so, dass die einfachsten Dinge die besten sind. Nachdem der Verfasser dieser Zeilen sich in letzter Zeit doch eher schwere Kost oder verkorkste Inszenierungen anschauen durfte, war der Besuch im Bonner Opernhaus mehr als erfreulich: Dort zeigt man Puccinis viel zu selten gespieltes Goldgräber-Drama La fanciulla del West in einer stringent erzählenden, geradlinigen, auf . . .

Duisburg: „Der Kreidekreis“, Alexander Zemlinsky

Bereits am 1. Dezember 2024 feierte die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf mit Der Kreidekreis von Alexander Zemlinsky eine gelungene Premiere dieser selten gespielten Oper aus dem Jahr 1933. Nun ist die Produktion seit dem 3. Oktober 2026 auch im Duisburger Theater zu sehen. Leider sind hierbei nur vier Folgevorstellungen vorgesehen, dabei ist die Produktion, wenn auch sicherlich keine . . .

Essen: „Das Wunder der Heliane“, Erich Wolfgang Korngold

Erich Wolfgang Korngolds Oper Das Wunder der Heliane gehört zu den selten gespielten Werken auf deutschen Opernbühnen, konnte aber in den letzten Jahren eine kleine Renaissance wieder erleben. 1970 in Gent erstmals nach dem Tode Korngolds aufgeführt griffen immer wieder einige Theater das Werk auf, zuletzt die Deutsche Oper in Berlin mit einem wahren Sensationserfolg. Nun also das . . .

Stuttgart: „Lucia di Lammermoor“, Gaetano Donizetti

Die Stuttgarter Neuproduktion von Donizettis Erfolgsoper Lucia di Lammermoor in der Regie von Katie Mitchell und dem Bühnenbild und den Kostümen von Vicki Mortimer ist eine alte Bekannte und nun von Frau Mitchells Mitarbeiter Robin Tebbutt an der Stuttgarter Staatsoper neu einstudiert worden. Die Regisseurin selbst war am Premierenabend nicht anwesend. So durfte sich Herr Tebbutt allein . . .

Wien: „Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók

Schürhaken anstelle von Schwertern - und wo sind die sieben Türen? – Sollte Bogdan Roscic tatsächlich einmal gesagt haben (Relata refero), Asmik Grigorian sei die größte Sängerin, die je auf der Bühne der Wiener Staatsoper gestanden ist, dann begreift man auch, dass er für sie Premieren sucht und macht. Sie hat zwar schon eine Menge ihrer großen Rollen hier gesungen, Butterfly und . . .

Hamburg: „Macbeth“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)

Nur ganz wenige Versatzstücke braucht Regisseur (und seit letzter Saison Intendant der Hamburgischen Staatsoper) Tobias Kratzer für seine Inszenierung von Giuseppe Verdis genialer Shakespeare-Vertonung: Immer wieder wird ein großer Wohnzimmerteppich im an ein antikes Theater gemahnenden Halbrund der Bühne ausgelegt, ein Spiegel (zur Selbsterkenntnis) aufgestellt, eine Matratze auf . . .

Interview: Musicaldarsteller Thomas Hohler vor der NRW-Premiere von „Die Päpstin“

Am 23. Oktober 2026 feiert das Musical Die Päpstin im Oberhausener Metronom Theater Premiere und ist damit erstmals in NRW zu sehen. Das Erfolgsstück aus dem Hause spotlight musicals, das auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Donna W. Cross basiert, wurde seit seiner Uraufführung 2011 in Fulda bislang von über 800.000 Zuschauern besucht. Die Neuinszenierung von Regisseur Gil Mehmert, die . . .