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Berlin: „Spielzeit 2026/27“, Staatsoper Unter den Linden

Ein reichhaltiges, interessantes Programm mit dem Who is Who der internationalen Sängerwelt stellt die Berliner Staatsoper für die Saison 2026/27 vor und erweckt freudige Erwartung, getrübt von der Sorge darüber, dass es wie zuletzt mit Norma, Hoffmanns Erzählungen oder Un Ballo in Maschera wieder die Regie sein könnte, die einem ungetrübten Kunstgenuss im Wege stehen wird. – Es . . .

Nürnberg: „Der Freischütz“, Carl Maria von Weber

„So das hätten wir auch überstanden“. Der Stoßseufzer des Besuchers, der nach dem für Sänger und Orchester großen, für das Regieteam zurückhaltenden bis ablehnenden Schlussapplaus das Haus verließ, blieb nicht vereinzelt. Manch Besucherin sehnte sich vernehmlich nach dem „alten“, so „schönen“ Freischütz zurück – was das Nürnberger Publikum nun serviert bekam, war nicht . . .

Münster: „A Midsummer Night’s Dream“, Benjamin Britten

William Shakespeares A Midsummer Night’s Dream inspirierte viele Komponisten zu einer die abwechslungsreiche Handlung des Bühnenstücks vertiefenden Musik. In Deutschland ist am bekanntesten Felix Mendelssohn Bartholdys Schauspielmusik zum Sommernachtstraum. Benjamin Britten komponierte 1960 eine Oper darüber, für die er zusammen mit Peter Pears ein Shakespeares Stück verkürzendes Libretto . . .

Wien: „Alessandro nell’ Indie“, Leonardo Vinci

Spektakel müssen sein! – Das MusikTheater an der Wien hat mit dem Sparen schon begonnen, bevor man sich nächste Saison aus diesen Gründen von der Kammeroper trennt: Es ist jedenfalls billiger, eine Inszenierung einzukaufen, statt sie selbst zu produzieren. Das tat man jüngst mit großem Erfolg mit „L’opera seria“ aus der Mailänder Scala. Und nun hat man vom Festival Bayreuth . . .

Berlin: „Das Rheingold“, Richard Wagner (konzertant)

Es ist eine lange Tradition der Berliner Philharmoniker, ihre Osterfestspielproduktionen zum Abschluss in ihrer philharmonischen Berliner Heimat aufzuführen. Und zwar konzertant, was Publikum und Sängern die ideale Möglichkeit bietet, sich ganz und gar auf die Musik zu konzentrieren. – Nachdem die Rückkehr des Orchesters nach Salzburg von Publikum und Presse gleichermaßen frenetisch . . .

Bonn: „Dear Evan Hansen“, Benj Pasek und Justin Paul

Im vergangenen Jahr brachte das Junge Theater Bonn (JTB) gemeinsam mit dem Theater Bonn das Musical Spring Awakening auf die Bühne, das sich schnell zu einem großen Erfolg entwickelte. Daher ist es nur folgerichtig, dass an diesem Wochenende in einer zweiten Koproduktion der beiden Theater das Musical Dear Evan Hansen Premiere feierte. Trotz der Verfilmung im Jahr 2021, sechs Tony Awards, drei . . .

Lüttich: „Lucrezia Borgia“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – herrlichster Belcanto wird seit gestern an der Maas geboten: in der Lütticher Neuinszenierung von Donizettis Lucrezia Borgia reißt nicht nur Jessica Pratt in der Titelrolle das Premierenpublikum zu Begeisterungsstürmen hin. – Die historische Lucrezia Borgia, 1480 als Tochter des späteren Papstes Alexander VI. geboren, wurde von ihrer Familie dreimal . . .

Berlin: „The Turn of the Screw“, Benjamin Britten

Ein Fall für die Medizin oder die Geisterjäger? – Eigentlich sind in Berlin die Werke von Benjamin Britten die Domäne der Deutschen Oper, gab es doch, nicht zuletzt durch das Wirken von Sir Donald Runnicles als Generalmusikdirektor, The Rape of Lucretia, Peter Grimes, Billy Budd, A Midsummer Night’s Dream und Death at Venice. Die Staatsoper jedoch hat sich das wohl populärste Werk . . .