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Stuttgart: „Casanova“, Johann Strauss, Ralph Benatzky

Lange ist an der Stuttgarter Staatsoper keine Operette mehr gegeben worden. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem bereits in der vergangenen Saison in der Württembergischen Landeshauptstadt neu produzierten Casanova nun ein gänzlich unbekanntes Werk dieser Gattung den Weg auf die Stuttgarter Opernbühne geschafft hat. Gespielt wurde eine extra für die Staatsoper Stuttgart erstellte Fassung. . . .

Valencia : „Salome“, Richard Strauss (zweite Besprechung)

Gelungene modernistische Interpretation – Oscar Wilde schrieb das biblische Drama Salome auf Französisch während seines Aufenthalts in Torquay, inspiriert von Gustave Moreaus Gemälde der hebräischen Prinzessin. Wilde wählte Französisch aus persönlichen und strategischen Gründen, da biblische Themen im viktorianischen Großbritannien nicht aufgeführt werden konnten. –  . . .

Mönchengladbach, Ballett: „Black Sheep“, Yuri Hamano / „Sogni d’oro“, Alessandro Borghesani

Ballett in einem kleinen Studiotheater sieht man als Zuschauer eher selten, weshalb diese unmittelbare Nähe zu den Tänzerinnen und Tänzern eine besondere Atmosphäre schafft. In dieser Spielzeit ist dies in Mönchengladbach zu erleben. Leider mussten aufgrund der Schließung der Fabrik Heeder alle Studioproduktionen in der Krefelder Spielstätte abgesagt werden. Dies betrifft auch den . . .

Pionteks Bayreuth: „Verstehen und verstanden werden. Hinter den Kulissen von ‚Neubayreuth’“, Vortrag von Stefan Mösch

Recherchieren – lesen – kontextualisieren – interpretieren – thesenbilden – geschichtsschreiben: Derart könnte man den Sechsschritt bezeichnen, den eine informierte wie reflektierte Historiographie auszuzeichnen pflegt. Verstehen und verstanden werden. Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele – in der viersätzigen Vortragsserie, die Stephan Mösch, Professor für „Ästhetik, . . .

Duisburg: „Die Königin von Saba“, Charles Gounod (konzertant)

In den vergangenen Spielzeiten hat sich an der Deutschen Oper am Rhein die Aufführung einer eher selten gespielten Oper in konzertanter Form gegen Ende der Spielzeit etabliert. Es gibt viele Opern, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht so leicht für eine szenische Aufführung umsetzbar sind, die aber musikalisch sehr interessant sind. Diese Opern sollen in diesem Format besondere . . .

Mailand: „Turandot“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Sehenswerte Interpretation von Puccinis letztem Werk! – Zur Feier des 100-Jahre-Jubiläums der Turandot, dem letzten Werk des großen Giacomo Puccini, über dessen Komposition er bekanntlich verstarb, brachte die Scala di Milano in einer äußerst beeindruckenden Regie von Davide Livermore eine sehr interessante und zeitweise mitreißende Neuinszenierung heraus. – In Bühnenbildern, . . .

Zürich, Konzert: „Berg, Mahler“, Vilde Frang und das Utopia Orchestra unter Teodor Currentzis

Er ist der zurzeit wohl – sowohl künstlerisch als auch politisch - umstrittenste Dirigent der Klassik-Szene, der in Griechenland aufgewachsene Dirigent Teodor Currentzis. Seine Karriere begann nach seinem Studium in St.Petersburg als Leiter der des Opern- und Ballettensembles in Nowosibirsk. Dort gründete er auch sein eigenes Ensemble, das Orchester MusicAeterna. Dieses . . .

Essen: „Die verzauberte Stadt“, Samuel Penderbayne

Die Idee neue Familienopern als Uraufführung herauszubringen, ging von dem ehemaligen Rheinopern-Intendanten Christoph Meyer aus. Später kamen die Opernhäuser in Bonn und Dortmund hinzu und gaben dem Projekt den Namen Junge Oper Rhein-Ruhr. Zuletzt stieg das Essener Aalto-Theater in das Projekt ein, das jetzt mit Die verzauberte Stadt seine erste Familienoper zur Uraufführung brachte. – . . .

Sofia: „Das Rheingold“ und „Die Walküre“, Richard Wagner

Sehenswerter Ring – Das III. Wagner-Festival an der Nationaloper Sofia begann mit dem Rheingold als Vorabend zur zweiten Ring-Inszenierung von Prof. Plamen Kartaloff innerhalb von nur 13 Jahren (!) in diesem „Bayreuth des Balkans“. Das kann man in der Tat einmal so nennen, denn Kartaloff hat bisher immerhin neun Werke des Bayreuther Kanons von zehn in Szene gesetzt, seit 2010. Und er . . .