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Dresden: „Die wunderbaren Jahre“, Torsten Rasch

Torsten Raschs Oper „Die wunderbaren Jahre“ erzählt von einer Jugend unter den Bedingungen der DDR-Diktatur. Nora Bussenius macht daraus in Dresden einen visuell und musikalisch eindrucksvollen Abend. Doch ausgerechnet die wunderbaren Jahre selbst bleiben kaum erfahrbar. – „Die DDR-Biografie, also eine persönliche Lebensgeschichte von in meinem Fall 35 Jahren in einem Staat der . . .

Stuttgart: „Tosca“, Giacomo Puccini (Dritte Opernfreund-Kritik)

Sie ist immer wieder sehenswert, Willy Deckers im Bühnenbild und den Kostümen von Wolfgang Gussmann spielende, bereits im Jahre 1998 aus der Taufe gehobene Inszenierung von Puccinis Tosca. In den 28 Jahren ihres Bestehens hat diese bemerkenswerte Produktion nichts von ihrer großen Stringenz und Anziehungskraft verloren. Sie stellt wahrlich ein Juwel im Spielplan der Staatsoper Stuttgart dar. . . .

Berlin, Konzert: „Richard Strauss“, Christian Thielemann & Staatskapelle Berlin

„Mein Lebenswerk ist zerstört. Meine Opernwerke werde ich nicht mehr hören und sehen, kurz, mein Leben ist zu Ende und ich kann nur mehr in Gottergebenheit warten, bis mich mein seliger Namenskollege zu sich in den Walzerhimmel holt“. (Richard Strauss im Herbst 1944). Der Zweite Weltkrieg ist in seiner Endphase, die für den Komponisten so bedeutsamen Kulturmetropolen Dresden, Berlin, . . .

Wien, Ballett: „Nijinsky“, John Neumeier

Genie und Wahnsinn – Wer sich nur ein bißchen aus Ballett macht, dem ist der Name Vaslaw Nijinsky (1889 – 1950) ein Begriff, legendärer Tänzer und Choreograph, größter Star der von Serge Diaghilew gegründeten Ballets Russes. Wenn einem jungen Mann, aus dem einmal John Neumeier wird, ein Buch über Nijinsky in die Hände fällt, wird diese lebenslange Faszination auch ein . . .

München: „Die Reise nach Reims“, Gioachino Rossini

Dass das Theater ein Irrenhaus und die Oper die Abteilung für die Unheilbaren ist, ist eine hübsche Binsenweisheit, die man auch im Programmheft findet. Also spielt Rossinis Reise nach Reims nicht im Gasthaus zur Goldenen Lilie, sondern in einer Nervenheilanstalt, wobei die Übergänge zwischen Kurhotel, Klinik und geschlossener Anstalt fließend sind. Auch in München gab es, erfährt man aus . . .

Stuttgart: „Die schlaue Füchsin“, Leoš Janáček

An der Staatsoper Stuttgart ist mit großem Erfolg Leoš Janáčeks Oper Die schlaue Füchsin wiederaufgenommen worden. Wer nun versucht, in diversen Opernführern das Werk zu finden, wird vergeblich suchen. Andererseits wird er ohne Zweifel auf eine Oper Janáčeks mit dem Titel Das schlaue Füchslein stoßen. Hierbei handelt es sich in der Tat um ein und dasselbe Werk. Regisseur Stephan Kimmig, . . .

Gelsenkirchen: „Tosca“, Giacomo Puccini

Ein erstklassiges Sängerfest erlebte das Musiktheater im Revier bei seiner umjubelten Premiere des Politthrillers Tosca, an dem Wochenende, an dem in mehreren Ländern - Albanien, Frankreich, Italien, Serbien, USA - Menschen millionenfach auf die Straßen gingen, um, leider teils mit Gewalt, gegen verkrustete und zum Teil korrupte Regierungen zu demonstrieren. Wohin das führen kann, zeigen uns . . .

Dresden, Konzert: „ Gustav Mahler, 10. Symphonie“, Staatskapelle unter Daniele Gatti

In den ersten Juli-Tagen des Jahres 1910 reiste Gustav Mahler (1860-1911) mit der Absicht, eine Dante-Symphonie zu komponieren, in seine Sommerresidenz nach Toblach. Von der Ankunft seiner Frau aus ihrer Kur bis zum 3. September erarbeitete er die Entwürfe der geplanten fünf Sätze und begann mit der Ausarbeitung des Orchestersatzes. Die Vorbereitung der Uraufführung der achten Symphonie und . . .

Wien: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner

Spuk in Vaters Bibliothek – Das kommt vom vielen Lesen. Herr Daland ist offenbar nicht nur ein reicher, sondern auch gebildeter Herr und verfügt über eine überwältigende Bibliothek. Von dort ist Töchterchen Senta, im weißen Unterkleid, nicht wegzukriegen. Sie versteckt sich auch gern, wie Kinder es tun, unter dem Tisch, denn vor allem hütet sie ein Riesenbuch. Und das erzählt ihr . . .

Wuppertal, Konzert: „Grieg, Nielsen, Sibelius“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Cornelius Meister

Die Schauspielmusik zu Ibsens Drama „Peer Gynt“ von Edward Grieg (1843-1907) umfasste ursprünglich 23 Nummern. Sie wurde vom Komponisten auf zwei Suiten eingedampft. In der heute gespielten 2. Suite geht es um Brautraub, einen arabischen Tanz, um Peer Gynts Heimkehr, um Solveigs Lied also um das ganze Leben des Lügners, Brauträubers, Sklavenhändlers Gynt, der zuletzt im „Irrenhaus“ . . .

Düsseldorf: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner

Seit vielen Jahren wurde in Düsseldorf daran gearbeitet, eine Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg auf die Bühne zu bringen. Die Idee dazu stammt noch aus der Zeit vor der inzwischen oft komplett verdrängten Corona-Pandemie. Dabei stand die Produktion immer wieder unter keinem günstigen Stern. So musste zuletzt auch der für die Premiere vorgesehene langjährige . . .

Duisburg, Ballett: „Grey Area“, Bridget Breiner, David Dawson, Lesley Telford

Für das Dutch National Ballet in Amsterdam schuf David Dawson im Jahr 2002 eine Choreographie, die im Folgejahr mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnet wurde. Zu einer fast schon hypnotischen Musik von Niels Lanz bewegen sich drei Tänzerinnen und zwei Tänzer in einer Art Zwischenstadium, zwischen Ende und Neubeginn. Der Titel The Grey Area ist dabei nicht unbedingt farblich . . .