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Hamburg, Konzert: „Mahler, Symphonie Nr. 9“, Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker

Wie hat Mahlers 9. Symphonie bei der Uraufführung geklungen? Und ist sie wirklich ein Abschiedswerk voller Todessehnsucht, wie sie Mahler oft unterstellt wird? Antworten auf diese zentralen Fragen gab ein phantastisches Konzert mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker am 18. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie. – Philipp von Steinaecker und . . .

Ruhrtriennale: „Siddhartha“, Lisaboa Houbrecht / „As we are“, Germaine Acogny und Gregory Maqoma

Kontraste, Spannungsfelder schroffer Gegensätze gehören seit ihrem Bestehen zur DNA der Ruhrtriennale. Beginnend vor 24 Jahren unter ihrem Gründungsintendanten Gerard Mortier bis hin zum derzeitigen Leiter Ivo Van Hove, auch wenn sich die Schwerpunkte und Formate im Laufe der Zeit verändert haben. Neuinterpretationen großer, oft sperriger Opern und Schauspiele, die früher für markante . . .

Dortmund: „Rebecca“, Sylvester Levay und Michael Kunze

Am 28. September 2006 feierte das Musical Rebecca bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) seine Weltpremiere. Das Stück war seinerzeit bei Michael Kunze und Sylvester Levay in Auftrag gegeben worden. Nach Elisabeth und Mozart! ist es ein weiteres gemeinsames Meisterwerk der beiden großen Musicalkomponisten. Bis heute zählt Rebecca neben den beiden eben genannten Stücken zu den erfolgreichsten . . .

Lüttich: „Macbeth“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, – die Opéra Royal de Wallonie-Liège in Lüttich startet mit Verdis Macbeth in die neue Spielzeit. Regisseur Stefano Poda setzt auf sein bewährtes Farbkonzept; dabei gelingen, ihm starke Bilder. Die wenigen szenischen Unzulänglichkeiten macht eine ausgezeichnete Sängerriege mehr als wett. – Wie fast immer bei Stefano Poda ist die Bühne von Weiß und . . .

Bayreuth: „Viaggio in Europa“, Peter Nekoranec und Kateřina Ochmanová

Es klang so alt und war doch so neu – der Satz des Hans Sachs fällt mir ein, als ich die ersten Takte höre. Michel Lamberts Vos mépris chaque jour ist so recht ein Stück nach dem Geschmack von Nostalgikern; auch macht es die hallende Akustik der Schlosskirche, dass das schlichte französische Barocklied, komponiert vom Schwiegervater Lullys, wie ein Lied aus uralten Zeiten ans Ohr der . . .

Hannover: „Pique Dame“, Peter Tschaikowsky

Tschaikowskys dramatischste Oper Pique Dame steht immer noch deutlich im Schatten seines Eugen Onegin, obwohl die Geschichte um den spielsüchtigen Außenseiter Hermann teilweise äußerst spannend ist. Das Spektakulärste an der Neuinszenierung in Hannover durch den inzwischen international renommierten Regisseur Roland Schwab ist eindeutig das Bühnenbild von Piero Vinciguerra, das von einer . . .

Bayreuth: „Caesar meets Rodelinda“, Emőke Baráth und Andreas Scholl

An das Friedrichsforum als Spielstätte des Festivals Bayreuth Baroque muss man sich erst gewöhnen. Muss man sich auch an Andreas Scholls und Emőke Baráths Stimmen gewöhnen? Gewiss nicht, denn man kennt sie ja; Scholl ist ein seit Langem agierender Sänger, der einer nun schon älteren Generation von höchsten Männerstimmen angehört, was seiner nach wie vor samtigen Stimme nicht geschadet . . .

Hagen: „Ich, Ich, Ich! (Je suis narcissiste)“, Raquel Garcia-Tomas (zweite Besprechung)

An komische Opern trauen sich zeitgenössische Komponisten meist nicht heran. Mit den Klängen der Gegenwart lassen sich leichter Tragik und Dramatik auf die Bühne bringen. Umso erstaunlicher ist der Erfolg von Raquel Garcia-Tomas Oper Je suis narcisste, die 2019 in Madrid uraufgeführt wurde. Die Inszenierung der deutschen Erstaufführung, die 2024 in Gießen unter dem deutschen Titel Ich, Ich, . . .

Meiningen: „The Legend of Georgia McBride“, Matthew López

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die warmen Tage sind gezählt, so bietet sich ein Trip nach Florida in die Panama-Bar an – oder eher doch nicht? Es ist ein heruntergekommenes Lokal. Die Gäste, die man übrigens nie sieht, weil alles backstage abläuft, sind angeödet, was nicht zuletzt am schmuddeligen Besitzer Eddy liegt, sondern auch am bis an die Schmerzgrenze übertriebenen . . .