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Dortmund: „Rebecca“, Sylvester Levay und Michael Kunze

Am 28. September 2006 feierte das Musical Rebecca bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) seine Weltpremiere. Das Stück war seinerzeit bei Michael Kunze und Sylvester Levay in Auftrag gegeben worden. Nach Elisabeth und Mozart! ist es ein weiteres gemeinsames Meisterwerk der beiden großen Musicalkomponisten. Bis heute zählt Rebecca neben den beiden eben genannten Stücken zu den erfolgreichsten . . .

Lüttich: „Macbeth“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, – die Opéra Royal de Wallonie-Liège in Lüttich startet mit Verdis Macbeth in die neue Spielzeit. Regisseur Stefano Poda setzt auf sein bewährtes Farbkonzept; dabei gelingen, ihm starke Bilder. Die wenigen szenischen Unzulänglichkeiten macht eine ausgezeichnete Sängerriege mehr als wett. – Wie fast immer bei Stefano Poda ist die Bühne von Weiß und . . .

Bayreuth: „Viaggio in Europa“, Peter Nekoranec und Kateřina Ochmanová

Es klang so alt und war doch so neu – der Satz des Hans Sachs fällt mir ein, als ich die ersten Takte höre. Michel Lamberts Vos mépris chaque jour ist so recht ein Stück nach dem Geschmack von Nostalgikern; auch macht es die hallende Akustik der Schlosskirche, dass das schlichte französische Barocklied, komponiert vom Schwiegervater Lullys, wie ein Lied aus uralten Zeiten ans Ohr der . . .

Hannover: „Pique Dame“, Peter Tschaikowsky

Tschaikowskys dramatischste Oper Pique Dame steht immer noch deutlich im Schatten seines Eugen Onegin, obwohl die Geschichte um den spielsüchtigen Außenseiter Hermann teilweise äußerst spannend ist. Das Spektakulärste an der Neuinszenierung in Hannover durch den inzwischen international renommierten Regisseur Roland Schwab ist eindeutig das Bühnenbild von Piero Vinciguerra, das von einer . . .

Bayreuth: „Caesar meets Rodelinda“, Emöke Baráth und Andreas Scholl

An das Friedrichsforum als Spielstätte des Festivals Bayreuth Baroque muss man sich erst gewöhnen. Muss man sich auch an Andreas Scholls und Emöke Baráths Stimmen gewöhnen? Gewiss nicht, denn man kennt sie ja; Scholl ist ein seit Langem agierender Sänger, der einer nun schon älteren Generation von höchsten Männerstimmen angehört, was seiner nach wie vor samtigen Stimme nicht geschadet . . .

Hagen: „Ich, Ich, Ich! (Je suis narcissiste)“, Raquel Garcia-Tomas (zweite Besprechung)

An komische Opern trauen sich zeitgenössische Komponisten meist nicht heran. Mit den Klängen der Gegenwart lassen sich leichter Tragik und Dramatik auf die Bühne bringen. Umso erstaunlicher ist der Erfolg von Raquel Garcia-Tomas Oper Je suis narcisste, die 2019 in Madrid uraufgeführt wurde. Die Inszenierung der deutschen Erstaufführung, die 2024 in Gießen unter dem deutschen Titel Ich, Ich, . . .

Meiningen: „The Legend of Georgia McBride“, Matthew López

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die warmen Tage sind gezählt, so bietet sich ein Trip nach Florida in die Panama-Bar an – oder eher doch nicht? Es ist ein heruntergekommenes Lokal. Die Gäste, die man übrigens nie sieht, weil alles backstage abläuft, sind angeödet, was nicht zuletzt am schmuddeligen Besitzer Eddy liegt, sondern auch am bis an die Schmerzgrenze übertriebenen . . .

Darmstadt: „Cavalleria rusticana“, Pietro Mascagni / „Pagliacci“, Ruggero Leoncavallo

Lieber Opernfreund-Freund, – am Staatstheater Darmstadt wird die neue Spielzeit mit dem Opernzwilling Cavalleria rusticana und Pagliacci eröffnet. Intendant Karsten Wiegand präsentiert dem Publikum einen effektvollen Opernabend, Sänger und Orchester lassen dabei keine Wünsche offen. – Auch wenn die beiden Werke der Musikwelt 1892 auf der Wiener Musik- und Theaterausstellung . . .

Kontrapunkt: „Die KI vernichtet über kurz oder lang alle Opernportale“

Die KI vernichtet über kurz oder lang alle Opernportale – damit letzten Endes jegliche ehrenamtliche Arbeit im Kultursektor! Der Opernfreund wird ernsthaft bedroht. Es war noch nie (!) so ernst. – Viele nette kompetente, fleißige und engagierte Menschen schreiben uneigennützig Kritiken und berichten über das Operngeschehen für die Operninteressierten in unserer Gesellschaft. Das ist . . .

Innsbruck: „Atalanta“, Georg Friedrich Händel

Im April 1736 komponierte Händel aus Anlass der Hochzeit des Thronfolgers Frederik Louis von Hannover (dem Mitbegründer der „Opera of the Nobility“, welche Händels „Royal Academy of Music“ schwere wirtschaftliche Konkurrenz machte) mit Augusta von Sachsen – Gotha-Altenburg, Prinz und Prinzessin von Wales, in nur drei Wochen die Pastorale Atalanta. Dem folgten zwei Wochen Probenzeit, . . .