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Hamburg, Konzert: „Dvořák, Strauss“, Truls Mørk und das Philharmonische Staatsorchester unter Bertrand de Billy

Zwei Liebeserklärungen an die eigene Heimat, von einem Böhmen und einem Bayern, erklangen am 27. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie. Aufgeführt von einem Schweizer Dirigenten, einem norwegischen Cellisten und einem norddeutschen Orchester – gesamteuropäischer ging es wohl kaum. Was den emotionalen Ausdruck anging, war das Ergebnis ausgesprochen unterschiedlich. . . .

Gießen: „Maria de Rudenz“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – die deutsche Erstaufführung einer Donizetti-Oper fast 190 Jahre nach deren Entstehung beschert das Stadttheater Gießen den Besuchern am vergangenen Wochenende. Die blutrünstige Geschichte der von Rachegedanken getriebenen Maria de Rudenz begeistert das Publikum im ausverkauften Haus und stellt dabei die Leistungsfähigkeit auch kleinerer Bühnen unter . . .

Zürich: „Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte, unter deren Schutz das Paar durch alle Wasser- und Feuergefahren „wandelnd“ ins Eingeweihten-Leben schreitet, stammt aus dem „Reich der Nacht“; sie wird – einst vom Partner der Königin der Nacht geschnitzt – dem Tamino gleich am Beginn der Oper von deren drei Damen überreicht. Dies ist mir – neben etwas Beziehungswissen – einer der wenigen Hinweise auf . . .

Berlin: „Mittwoch aus Licht“, Karlheinz Stockhausen

Ein Geständnis gleich zu Beginn: Ich bin kein Stockhausen-Jünger. Das müßte man aber sein, um den sieben Opern-Machwerken seines Zyklus Licht etwas abgewinnen zu können. Alle Nicht-Jünger schauen und hören sich das an, weil sie neugierig sind, was es etwa in Mittwoch mit diesem "Helikopter-Streichquartett" denn so auf sich hat, und weil Stockhausen eben zu den ganz großen Namen der . . .

Frankfurt: „Mazeppa“, Peter Tschaikowsky

Vielleicht sollte man sich vom Begriff des „Regietheaters“ – jedenfalls als Kampfbegriff – verabschieden. Für all die damit gemeinhin verbundenen Werkzeuge und Kniffe – etwa eine bebilderte Ouvertüre, die Verdopplung von Figuren, die Nutzung von Live-Kameras und vieles mehr – gilt ganz banal: Es kommt eben darauf an, wie und wofür man es einsetzt. Und was sollte auch das Gegenteil . . .

Mailand: „L’elisir d’amore“, Gaetano Donizetti

Wie zur langjährigen Gewohnheit geworden, kehrte man an der Scala für die Wiederaufnahme des Spielplans nach der Sommerpause zu einer Produktion zurück, mit der sich Studierende der Accademia des Hauses die ersten Sporen im großen Saal verdienen können, wobei ihnen in einer Hauptrolle ein arrivierter Kollege zur Seite gestellt wird. – Donizettis liebenswertes dramma giocoso ist für . . .

Dortmund: „Rebecca“, Sylvester Levay und Michael Kunze (zweite Besprechung)

Die Premiere war seit Wochen restlos ausverkauft, und Intendant Heribert Germeshausen verkündete bei der Begrüßung des Publikums mit dem Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti, der sich sichtlich stolz auf seine Oper zeigte, anlässlich der Spielzeiteröffnung 2026/27 mit der Premiere von Rebecca am 19. September 2026, man habe zu den 27 bereits geplanten Vorstellungen wegen der . . .

Wien: „Ronja Räubertochter“, Stephan Lack / Astrid Lindgren

Musical und Moral – Wer Pippi Langstrumpf kennt, der weiß, dass ihre Schöpferin Astrid Lindgren eine entschlossene Feministin war. Und genauso neugierig, klug, selbständig und unerschrocken, wie Pippi ist auch Ronja aus dem Räubergeschlecht der Mattisbande eine andere Lindgren Heldin. An sich ein Jugendbuch von 1981, ist Ronjas Geschichte inzwischen verfilmt und oft bearbeitet worden. . . .

Halberstadt: „Il Barbiere di Siviglia“, Gioachino Rossini

Nach 10 Jahren gab es nun wieder Rossinis beliebte komödiantische Oper in umjubelter Premiere einer höchst quirligen Neuinszenierung. Die Regie lag in Händen der Österreicherin Stephanie Schimmer, für die diese Oper „von Spielfreude, präzisem Timing, absurden Situationen, der großenLust an Pointen und Rossinis unsterblichen Melodien“ lebt. Dabei schöpfte sie aus einer unendlichen . . .

Köln: Konzert der Oper Köln anlässlich der Wiedereröffnung

Kaum mehr erwartet, nun aber doch Wirklichkeit! Die Bühnen der Stadt Köln sind nach 14 Jahren endloser Renovierung wieder an den Offenbachplatz zurückgekehrt. Dass damit die Kunst wieder im Zentrum der Domstadt ihren angestammten Platz eingenommen hat, ist in Zeiten einer nie für möglich gehaltenen Bedrohung humanistischer und demokratischer Werte und Überzeugungen ein ermutigendes, . . .

Osnabrück: „Peter van Pels“, Anno Schreier

Anne Frank ist weltberühmt wegen ihres Tagebuches, in dem sie das Schicksal einer Jugendlichen dokumentiert, die vor den Nazis versteckt ohne Kontakt zur Außenwelt eine Entwicklung von einem wissbegierigen und lebenslustigen Mädchen zu einer abgeklärten jungen Frau durchmacht.  Ihr Name ist so populär, dass man den Eintritt in das Amsterdamer Anne-Frank-Haus, in dem sie und ihre Familie . . .