Reisebilanz III: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Am liebsten kluckt er mit einem Bier vor dem Fernseher, und bahnen sich Konflikte an, geht er den Weg des geringsten Widerstands. Ein tschechischer Prototyp ist dieser Herr Brouček, den der Dichter Svatopluk Čech einst ins Leben rief, nicht unweigerlich. Man könnte ihn ebenso gut für einen deutschen Kleinbürger halten, das macht ihn zu einer zeitlosen Figur. Auch wenn es den Fernseher, der . . .
Es lassen sich noch so manch beliebte Opern finden, die ohne Pause in zweieinhalb Stunden zu schaffen sind und noch nicht auf der Seebühne aufgeführt wurden. Giuseppe Verdis La traviata ist eine darunter und weckte hohe Erwartungen anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Bregenzer Festspiele – zumal nach dem vielversprechenden Einstand der neuen Festspielchefin Lilli Paasikivi im . . .
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Mit dem Fokus auf die Opernhäuser in der Region Rhein/Ruhr haben wir das Ende unserer Bilanzen zu einzelnen Häusern und Regionen erreicht. Wie im vergangenen Jahr präsentieren wir nun wieder Bilanzen von Kritikern, die im Laufe einer Spielzeit gezielt zu einzelnen, vielversprechenden Produktionen im In- und Ausland reisen. Den Anfang macht ein Rundblick über Produktionen in Deutschland und . . .
Überwältigend, unbedingt sehens- wie hörenswert ist neben der Neuproduktion von Œdipe auch die Reprise des Freischütz vom vergangenen Jahr. Wer diese Aufführung schon im letzten Jahr sah, wird sie in diesem Jahr vielleicht noch mehr zu schätzen wissen, auch wenn sie nicht unumstritten ist. – Zum Auftakt ihrer letzten Spielzeit hat Intendantin Elisabeth Sobotka das Stück 2024 auf . . .
Der 79. Festspielsommer der Bregenzer Festspiele steht ganz im Zeichen der neuen Intendantin Lilli Paasikivi (sie war zehn Jahre lange Chefin der Nationaloper in Helsinki), die den Festspielen schon zu Beginn ihren unverkennbar finnischen Stempel aufdrückt. Als erste Oper im Festspielhaus unter ihrer Leitung hatte George Enescus Œdipe am 16. Juli 2025 Premiere. Am 17. Juli 2025 gab es noch . . .
Regietheater-Ambitionen am falschen Ort – Die Bregenzer Seebühne-Produktionen stehen seit vielen Jahren für spektakuläre und mit vielen optischen Spezialeffekten auf ein großes Publikum von fast 7.000 Menschen pro Abend zugeschnittenes Opern-Event. Sie stellten bisher praktisch immer in Rechnung, dass ein Großteil dieses Publikums nicht regelmäßig, ja zu einem nicht insignifikanten . . .
Nachdem die erste Reisebilanz ihren Schwerpunkt im Westen der Republik mit Ausflügen nach Belgien hatte, blickt die zweite Reisebilanz nach Mitteldeutschland und unternimmt Ausfüge an den Main, den Bodensee und an die Seine. – . . .
Vorwort: Diese Freischütz-Bearbeitung, frei nach C. M. von Weber, ist trotz optischer Brillanz und schönem Bühnenbild ein Elend – Es gibt ernstzunehmende Musiktheater-Festspiele, wobei ernstzunehmende Open-Air-Aufführungen rar gesät sind. Die Bregenzer Festspiele waren hier, seit ich sie besuche - also seit gut einem halben Jahrhundert – immer ein Erlebnis und aus allen herausragend . . .
Ein neuer Freischütz in Bregenz als opulente Mittsommernachts-Wintermärchen-Show – Zum Auftakt ihrer letzten Spielzeit hat Intendantin Elisabeth Sobotka ein Stück auf den Spielplan gesetzt, das auf der Bregenzer Seebühne noch nie zu sehen war: Carl Maria von Webers Freischütz, jenes 1821 in Berlin mit sensationellem Erfolg uraufgeführte Werk des Musiktheaters, das bald schon als . . .
Umberto Giordano – Rezension der Premiere v. 21. Juli 2022 – Die Oper Sibirien von Umberto Giordano und Madame Butterfly, welche dieses Jahr in Bregenz gezeigt werden, verbindet einiges. Giordanos Werk wurde anstelle der Uraufführung von Puccinis Oper an der Mailänder Scala 1903 uraufgeführt. Puccinis Werk wurde dann nur zwei Monate später am selben Haus zum ersten Mal gezeigt. . . .
Bregenzer Festspiele 2022 – Wegen Regenguss auf der Seebühne abgebrochen! – Opernfreund-Kritiker nicht würdig für das edle Festspielhaus? – 20.Juli 2022, Eröffnungspremiere – Heuer war es bisher wahrlich ein besonders strahlender und heisser Juli – an sich ideal für Freilichtaufführungen. Dennoch musste man in Bregenz bis zum Schluss bangen, ob nicht gerade die - . . .
Arrigo Boito – NI 2. August 2021 – Eine interessante Ausgrabung, aber eine unfertige Oper – Wie immer man auch über diese Ausgrabung des Komponisten, Librettisten, Lyrikers, Bühnendichters und Erzählers Arrigo Boito (1842-1918) urteilen möchte, es war richtig, dass die Bregenzer Festspiele zum 75. Jubiläum seine unvollendete Oper „Nerone“ auf ihr Programm im . . .
Premiere am 1. August 2021 – Halbszenisch spannender Vorabend zum „Ring des Nibelungen“ in Rhein-Nähe – Zum 75. Jubiläum der Bregenzer Festspiele führte man in der Matinee ein „Orchesterkonzert“ mit den Wiener Symphonikern unter deren neuem Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada auf, das aber, de facto, wie auch von Christiane Plank-Baldauf im Programmheft festgehalten, eine . . .