Konzerte

Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner (Zweite Besprechung)

An Ehrgeiz und Risikofreude mangelt es der Wuppertaler Oper derzeit beileibe nicht. Nach der erfolgreichen Premiere einer szenisch und musikalisch gleichermaßen herausfordernden Bühnenproduktion von Antonio Vivaldis Oper „Griselda“ setzte man zwei Tage später die konzertante Präsentation von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit einer imponierenden „Walküre“ fort. –  . . .

Zürich, Konzert: „Bach, Beethoven, Lutosławski, Bartók“, Tonhalle-Orchester mit András Schiff 

Der in Ungarn 1953 geborene András Schiff hat schon mehrmals zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich musiziert – nun trat er erstmals als Solist UND als Dirigent mit dem Orchester auf. Gleich zu Beginn des gestrigen Konzerts spielte er zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich das dritte Klavierkonzert von Bach (nach Schiffs eigenen Worten „der größte Komponist, . . .

Baden-Baden: „Neujahrskonzert“, Jonas Kaufmann und Luca Salsi

Was ist Oper? „Die Oper ist ein unmögliches Kunstwerk.“ So Oscar Bie (1864 in Breslau geboren und 1938 in Berlin gestorben). „Aus einem Missverständnis der Nachahmung antiker Tragödien geboren, kostet sie alle Sünden theatralischer Schaustellungen durch.“ Sie macht sich alle Künste untertan, nutzt sie aus und verführt das Volk. Sänger, Dichter und Komponisten spielen ihre . . .

Nürnberg: „Neujahrskonzert: Wiener Melange“, Staatsphilharmonie unter Roland Böer

Zufällig – was so „Zufall“ heißt – lese ich auf der Heimfahrt nach Bayreuth folgende Zeilen: – „Das sind sehr düstere Charakterisierungen, die darauf hinauslaufen, auch die Gegenwart selbst als ausweglos zu betrachten. Sie wird auf umfassend negative Weise als eine Zeit der Verlassenheit begriffen (…) Könnte zumindest die Musik dieser Verlassenheit Ausdruck verleihen? Jede . . .

Dresden, Konzert: „Beethovens 9.“, Dresdner Philharmonie unter Sakari Oramo

Im Februar 1824 vollendet Ludwig van Beethoven (1770-1827) die Arbeit an seiner Sinfonie Nr. 9 d-Moll op.125. Nach einer langen Phase bitterer Enttäuschungen, der Niedergeschlagenheit, begründet in Krankheit, Vereinsamung und der nun völligen Taubheit, den Streitigkeiten um das Sorgerecht für seinen Neffen Karl und der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung, die nach allen revolutionären . . .

Dresden, Konzert: „Orgel und Tubaquartett“, Melton-Quartett mit Katharina Königsfeld

Wie schon in den vergangenen Jahren gelingt der Intendanz der Dresdner Philharmonie auch 2025 für die letzte Stunde des Jahres eine musikalische Überraschung: vier Tuben im Zusammenwirken mit der Königin der Instrumente, der Orgel. Sicher, man kennt die vielfältigen Arrangements von Renaissance- und Barockmusik für unterschiedlichste Besetzungen, es gibt Konzerte für vier Violinen, für . . .

Braunschweig: „Neujahrskonzert“, Staatsorchesters Braunschweig, Leitung: Sraba Diníc

Das traditionelle Neujahrskonzert des Staatsorchesters Braunschweig fand auch diesmal wieder im Großen Haus des Staatstheaters statt. Es stand unter dem Motto „Auf Los geht’s los!“, was inhaltlich erst mal wenig aussagte. Das Programm enthielt – wie seit einigen Jahren in Braunschweig üblich – einige unbekannte und im Konzertbetrieb eher vernachlässigte Werke, die natürlich neben . . .

Wuppertal: „Neujahrskonzert“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Patrick Hahn

Nach seinem letzten Dirigat von Hänsel und Gretel im Barmer Opernhaus, der Fledermaus und der Silvesterparty in Berlin dirigierte der österreichische Dirigent und Noch-Generalmusikdirektor hier das Neujahrskonzert. Diese Tradition des Sinfonieorchesters Wuppertal begann wohl 1982 und erwies sich als harmlos im Vergleich zu jener der Wiener Philharmoniker. Deren ökonomisch so erfolgreiches und . . .

Wuppertal, Konzert: „Händel: Messiah“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Clemens Flick

Gut drei Wochen hatte Georg Friedrich Händel 1741(1685 – 1759) benötigt, um dass vielleicht berühmteste Chorwerk des 18. Jahrhunderts fertig zu stellen. Da hatte er seinen Schlaganfall schon vier Jahre überstanden. Messiah gehört zu den am häufigsten aufgeführten Chorwerken, wurde 1742 in Dublin als großes Wohltätigkeitskonzert uraufgeführt u.a. zur Entlastung der Gefangenen . . .