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Bremerhaven: „Die Liebe zu den drei Orangen“, Sergej Prokofjew

Die groteske Oper Die Liebe zu den drei Orangen von Sergej Prokofjew ist für die Phantasie von Regisseuren eine Goldgrube. Das haben in Bremen 1989 Andras Fricsay und im letzten Jahr Frank Hilbrich bewiesen. Nun legte das Stadttheater Bremerhaven zur Spielzeiteröffnung mit einer Inszenierung von Julius Theodor Semmelmann nach. Und auch hier ist es gelungen, Chaos, Witz, Satire und . . .

Lübeck: „Beethoven, Lutosławski“, Philharmonisches Orchester unter Stefan Vladar

Nur zwei Wochen währte das musikalische Sommerloch in Schleswig-Holstein – die Bewohner des nördlichsten Bundeslandes dürfen sich glücklich schätzen, hier eine ungemein vielseitige, lebendige und qualitätvolle Musikkultur erleben zu dürfen. Kaum ist das Schleswig-Holstein Musik Festival mit dem Abschlußkonzert in der Lübecker Musik- und Kongreßhalle am 31. August herum, schon beginnt . . .

Detmold: „La traviata“, Giuseppe Verdi

Die erste Musiktheater-Neuinszenierung dieser Saison auf der großen Bühne widmet das Landestheater Detmold einer der beliebtesten Opern und einem Klassiker des Repertoires, La traviata von Giuseppe Verdi. Er komponierte sie nach einem erfolgreichen Roman von Alexandre Dumas, den er als Bühnenfassung mit seiner Freundin und späteren Ehefrau Giuseppina Strepponi in Paris gesehen hatte. Das . . .

Hagen: „Der goldene Drache“, Peter Eötvös

Zum Auftakt der neuen Musiktheatersaison lädt das Theater Hagen in den China-Thai-Vietnam-Schnellimbiss „Der goldene Drache“ ein, der auf der Hauptbühne platziert ist und von drei Seiten ebenda von Zuschauerrängen umgeben ist. Anlass ist das neue Format „Close up“, auf Deutsch etwa „nah dran“, bei dem Ausführende und Publikum dicht beieinander sind. Moderne Theater haben dafür . . .

Duisburg: „Fidelio“, Ludwig van Beethoven (konzertant)

Bereits während der Sommerpause wurden dringende Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen im Duisburger Theater durchgeführt. Diese werden planmäßig noch bis Anfang November andauern. Bevor dort also in knapp zwei Monaten Verdis Nabucco erklingen kann, startete die Deutsche Oper am Rhein am 10. September 2025 mit einer konzertanten Aufführung von Ludwig van Beethovens einziger Oper Fidelio in . . .

Winterthur: „Korngold, Portman, Poulenc“, Joyce DiDonato und das Musikkollegium Winterthur unter Roberto Gonzales-Monjas 

Unter dem Titel URSPRÜNGE ist die aktuelle Saison des Musikkollegiums Winterthur programmiert. Äußerer Anlass für diesen programmatischen Schwerpunkt mag das 150jährige Bestehen des Musikkollegiums als professionelles Orchester sein, doch die Ursprünge reichen bis 1629 zurück. Und so fasst man den Begriff URSPRÜNGE auch viel weiter und verwendet bewusst den Plural. Es geht . . .

Bayreuth: „Duetti ed Arie“, Julia Lezhneva und Franco Fagioli

Gibt es so etwas wie ein Dream Team des Barockgesangs? Beim Festival Bayreuth Baroque immer wieder – und im speziellen Fall mit Julia Lezhneva und Franco Fagioli. – „Julia Lezhneva und Franco Fagioli bezaubern das Publikum, und wir verstehen, dass das Liebesduett der Verzweifelten, das zum ersten und bis dato letzten Mal im Jahre 1738 in Rom erklang, nicht von Gestern ist“, schrieb . . .

Buchkritik: „Johann Strauss. Ein Leben für die Musik“, Thomas Aigner (Hrg.)

Natürlich war die originale handschriftliche Partitur der Fledermaus von Johann Strauss der Hingucker der Ausstellung. Der Fledermaus von Johann Strauss? Man weiß seit Jahrzehnten, dass, ginge es mit rechten Dingen zu, auf den Programmzetteln und -heften wie auf den Titelseiten der Drucke der unsterblichsten aller Operetten nicht ein, sondern zwei Namen stehen müssten: Johann Strauss und . . .

Berlin, Konzert: „Bartók, Dvořák“, Staatskapelle unter Elim Chan

Schon das Auftreten von Patricia Kopatchinskaja und Elim Chan ist fulminant: Kopatchinskaja in leuchtend rotem Seidenmantel, Chan elegant in Schwarz. – Patricia Kopatchinskaja, 1977 in Moldawien (damals eine Sowjetrepublik) geboren, heute auch mit österreichischer und Schweizer Staatsbürgerschaft, ist wohl eine der vielseitigsten und allerorten gefragten Violinistinnen der Gegenwart. . . .