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Berlin, Konzert: „Britten, Mendelssohn Bartholdy“, Staatskapelle unter Alan Gilbert

Benjamin Britten (1913 – 1976), am 22. November 1913 in Lowestoft, Suffolk, geboren, gehört bis heute zu den wichtigsten und meistaufgeführten Komponisten Großbritanniens. Er ist nicht nur Komponist, er ist auch ein außerordentlicher Pianist und Dirigent. Als Künstler, der Krieg und Unterdrückung ablehnt, versucht er, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des Kalten Kriegs . . .

Stuttgart: „Die schlaue Füchsin“, Leoš Janáček

Die jüngste Neuproduktion an der Staatsoper Stuttgart galt Leoš Janáčeks Oper Die schlaue Füchsin. Wer nun in diversen Opernführern nach diesem Werk sucht, wird schwerlich fündig werden. Indes wird er zweifellos auf eine Oper Janáčeks mit dem Titel Das schlaue Füchslein stoßen. Dabei handelt es sich um ein und dasselbe Werk. Das Stuttgarter Inszenierungsteam um Stephan Kimmig (Regie), . . .

Lübeck, Konzert: „Schubertiade“, Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah

Der aus Indonesien stammende Pianist und Klavierpädagoge Danang Dirhamsyah und der russisch-griechische Bratschist und Pädagoge Kirill Volkov widmeten sich in ihrem Schubertiade betitelten Konzert zwei besonders eindringlichen Werken von Franz Schubert. Es ist der Possehl-Stiftung Lübeck zu verdanken, die eine kleine Konzertreihe junger Musiker im besonderen Ambiente des Musiksaals im Haus . . .

Bergamo: „Il Campanello / Deux hommes et une femme“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – die Bottega Donizetti in Bergamo veranstaltet jährlich Spezialworkshops zu Gaetano Donizettis Repertoire und bietet in diesem Jahr sechs jungen Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit, sich im Rahmen des Donizetti-Festival Donizetti Opera in zwei kurzen Opern des Komponisten einem großen Publikum zu präsentieren. Mehr als 150 Sängerinnen und Sänger aus . . .

Flensburg, Konzert: „Coleman, Dvořák, Bartók“, Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester unter Harish Shankar

Valerie Colemans Umoja: Anthem of Unity fesselte das Publikum vom ersten Ton an. Ein vibrierendes Vibraphon, fast wie schwebender Nebel, leitete die filigrane Solo-Violine ein, die die einfache, klare Melodie präsentierte – schlicht, aber voller Wärme und Menschlichkeit. Bald entfaltete sich das Werk zu einer orchestralen Erzählung: Die Melodie wanderte durch Streicher, Holzbläser . . .

Berlin: „Salome“, Richard Strauss (zweite Besprechung)

Regielich faszinierend, wenn auch irritierend – musikalisch eine Sternstunde – Salome war einer der größten Welterfolge des Musiktheaters seit ihrer Uraufführung in Dresden 1905. Schon ein Jahr später wurde das Werk auch in Berlin, an der Königlichen Hofoper Unter den Linden nachgespielt. Seither steht das Werk in Berlin immer auf dem Spielplan, sowohl an der heutigen Staatsoper . . .

Bergamo: „Caterina Cornaro“, Gaetano Donizetti

Lieber Opernfreund-Freund, – alle Jahre wieder präsentiert die Fondazione Donizetti Opera in der Geburtsstadt des weltbekannten Komponisten Raritäten aus dessen umfangreichem Schaffen – über 70 Opern hat er hinterlassen, die nirgendwo sonst zu sehen sind. Höhepunkt des diesjährigen Festivals ist sicher Caterina Cornaro, die sich die historisch verbürgte Königin von Zypern als . . .

Berlin: „Les Contes d’Hoffmann“, Jacques Offenbach (zweite Besprechung)

Ein absurdes Weihnachtsmärchen – Immer wieder wurde und wird an Jacques Offenbachs „Weltabschiedswerk“ schwer gesündigt, von Regisseuren wie Dirigenten. So auch bei der jüngsten Neuproduktion, der ersten Saisonpremiere an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Es ist eine Koproduktion mit dem MusikTheater an der Wien und dem Teatr Wielki Warschau und – es sei schon vorab . . .

Frankfurt: „Die ersten Menschen“, Rudi Stephan

Die Aufführung von Die ersten Menschen war 2023 nicht weniger als eine Sensation: faszinierende Musik, gesungen von großartigen Sängern und gespielt von einem Orchester in Hochform, das glanzvoll die künstlerisch höchst fruchtbare Ära des scheidenden Generalmusikdirektors Sebastian Weigle abrundete. Wir hatten in unserer Premierenkritik die Hoffnung geäußert, daß der Frankfurter Erfolg . . .

Nürnberg: „Innocence“, Kaija Saariaho

Kann man ein Massaker auf die Bühne bringen? Man kann, moderne Operninszenierungen zeigen selbst dann Massenmorde, wenn es nicht um Meyerbeers Hugenotten geht, in denen am Ende die Protestanten niedergemetzelt werden. Im Fall von Innocence haben die Autoren, die Komponistin Kaija Saariaho und die Librettisten Sofi Oksanen und Aleksi Barrière, vertraglich verfügt, dass der Amokläufer, also . . .