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Gießen: „L’elisir d’amore (Der Liebestrank)“, Gaetano Donizetti

Das Stadttheater Gießen hat eine sichere Hand bei der Produktion von musikalischen Komödien. In der vergangenen Saison brachte es zu Beginn die herzerfrischende zeitgenössische Komische Oper Ich, ich, ich! heraus und beendete die Spielzeit mit der gewitzten deutschen Erstaufführung von Gershwins Wintergreen for President (die empfehlenswerte Produktion wird übrigens ab dem 11. Oktober . . .

Essen, Konzert: „Rossini, Chopin, Schostakowitsch“, London Symphony Orchestra unter Antonio Pappano

Darstellung des Terrors und der Unterdrückung – Am 9. August 1975, also vor 50 Jahren, starb Dmitri Schostakowitsch – am 17. Dezember 1953 wurde seine gut einstündige 10. Sinfonie uraufgeführt; ein nicht leicht zu rezipierendes Werk. Ein differenziertes, vielfach verschlüsseltes Portrait des Massenmörders Stalin, jenem Führer Russlands, durch den der Komponist sein Leben lang . . .

Wien: „Die Fledermaus“, Johann Strauss

Wenn ein Theater eine eigene Spielfassung ankündigt, weiß in Wien das interessierte Publikum, das an dem am Ort der Uraufführung gespielten Werk kein Stein auf dem anderen bestehen bleibt. Ja, wir kennen unseren geliebten Stefan Herheim! Er setzt voraus, dass man die „Fledermaus“ ohnehin in- und auswendig kennt. Wer sie allerdings (noch) nicht kennt, wäre besser beraten, eine Vorstellung . . .

Köln: „Manon Lescaut“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Zu Beginn der neuen Spielzeit setzt die Kölner Oper ein echtes Ausrufzeichen und präsentiert eine Manon Lescaut der Spitzenklasse. Die Koproduktion mit Madrid zeigt, auf welch internationalem Niveau die Kölner Oper sich in Zukunft bewegen will, und das gelingt bei diesem Opernabend außerordentlich. Regisseur Carlos Wagner bleibt dem Werk treu, öffnet aber immer wieder in assoziativen Bildern . . .

Rückblick auf die „Bayreuther Festspiele 2025“ und ein Ausblick auf 2028 

Licht und Schatten – BAYREUTH – Die Bayreuther Festspiele im Juli/August 2025 in der fränkischen Stadt, in der Richard Wagner die jährliche Feier seiner Musikdramen begründete, beinhalteten manche Freude, aber auch Enttäuschungen, von einer Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ bis hin zu Wiederaufnahmen von „Lohengrin“, „Tristan und Isolde“, „Parsifal“ . . .

Stuttgart: „Sancta“, Paul Hindemith u. a.

An der Stuttgarter Staatsoper ist am Tag der deutschen Einheit die bereits aus der letzten Spielzeit stammende Produktion Sancta wieder aufgenommen worden. Die Aufführung geriet zu einem großen Erfolg für alle Beteiligten. Waren die Reaktionen bei der Premiere in der vergangenen Spielzeit noch gespalten, erfreute sich das Werk jetzt enormen Zuspruchs. Gab es letztes Jahr noch einige Zuschauer, . . .

OF-Stern für „Der fliegende Holländer“ am Musiktheater im Revier

Ein Glanzabend in der Geschichte des MiR vor zu Recht begeistertem Publikum. Die Gattung Oper lebt noch. Quod erat demonstrandum an dieser tollen spannenden Produktion am MiR. Ein letzter und verdienter Meilenstein in der erfolgreichen 18-jährigen Geschichte von Intendant Michael Schulz. Das Musiktheater im Revier wurde seinem Namen mal wieder gerecht. – Das schrieb ich zur Premiere. Ein . . .

Wien: „L’Occasione fa il ladro“, Gioachino Rossini (zweite Besprechung)

Rossinis 8. Oper trägt die Originalbezeichnung „burletta per musica“. Das einaktige Libretto stammt von Luigi Prividali (1771-1844) und beruht lose auf dem Vaudeville „Le prétendu par hasard, ou L’occasion fait le larron“ (Der gewagte Anwärter, oder Gelegenheit macht Diebe) von Eugène Scribe. Die Uraufführung fand am 24. November 1812 im Teatro San Moisè in Venedig statt. Als . . .