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Gelsenkirchen: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner

Gestern ging ein Glanzabend in der Geschichte des MiR vor zu Recht begeistertem Publikum zu Ende. Ein letzter und verdienter Meilenstein in der erfolgreichen 18-Jährigen Geschichte von Intendant Michael Schulz. Das Musiktheater im Revier wurde seinem Namen mal wieder gerecht. Allerdings habe ich seit dem Rigoletto (2014) auch wirklich nichts Besseres gesehen. So ist auch mein Fazit für das . . .

CD: „Der fliegende Holländer“, Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden (zweite Besprechung)

Jaap van Zweden (der in Amsterdam studierte) ist der wohl prominenteste niederländische Shootingstar, der bereists mit achtzehn Jahren Konzertmeister des Concertgebouw-Orchesters war. Dann machte er Karriere als Dirigent, zunächst des Netherlands Symphony Orchestra, dann des Residenz Orchester Den Haag, schließlich des Philharmonischen Orchesters Antwerpen und als künstlerischer Leiter des . . .

CD: „Der fliegende Holländer“, Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden

Von 2015 bis 2018 ist bei dem Label Naxos Wagners Ring des Nibelungen unter der musikalischen Leitung von Jaap van Zweden auf CD herausgekommen. Nicht nur der beeindruckenden Leistung des Dirigenten war es zu verdanken, dass diese Ring-Aufnahme damals zu einem großen Erfolg geriet. Da wurden Wünsche nach weiteren Wagner-Aufnahmen unter van Zwedens Leitung wach. Dieser Wunsch ist nun endlich . . .

Frankfurt: „Così fan tutte“, Wolfgang Amadeus Mozart (zweite Besprechung)

Es sind große Fußstapfen, in die Mariame Clément mit der Neuproduktion dieses letzten Gemeinschaftswerks von Mozart und seinem Librettisten Da Ponte tritt. An der Oper Frankfurt war vor 17 Jahren Christof Loys maßstabsetzende Inszenierung der Così herausgekommen, war mit dem Theaterpreis „Faust“ ausgezeichnet worden und erlebte in gekürzter Corona-Fassung 2020 eine vielbeachtete . . .

Dortmund: „Klangstreich“, Marc L. Vogler

Finn ist nur eine kleine Note, aber mit einem großen Traum. Im Reich der Wünsche und Imaginationen hat sie eine wunderschöne Melodie gehört, die sie nicht mehr loslässt. Eigentlich gehört sie in ein Geburtstagslied; da springt sie einfach raus. Das Lied hat jetzt ein Loch. Aber die kleine Note, Finn heißt sie, macht sich auf den Weg. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer eigenen, ihrer . . .

Wien: „L’occasione fa il ladoro“, Gioachino Rossini

Schatzgräberei im Riesenbestand der Opernwelt lohnt sich zwar nicht immer, aber gelegentlich doch. Da lernt man ein Frühwerk von Gioachino Rossini kennen (er war 20 Jahre alt, als er es komponierte) – und staunt nur so. Erstens ist der Einakter „L’occasione fa il ladro“, womit das Theater an der Wien seine Saison in der Kammeroper eröffnet, wirklich komisch, auch wenn es „nur“ um . . .

Essen: „Rigoletto“, Giuseppe Verdi

Saison-Eröffnungen am Essener Aalto-Theater stehen besonders im Fokus der Aufmerksamkeit, seit in den letzten Spielzeiten regelmäßig zum Spielzeitbeginn Repertoire-Klassiker in den Sand gesetzt wurden. Der Tannhäuser von 2022 ging noch auf das Konto von Hein Mulders, danach folgten unter der Verantwortung von Merle Fahrholz Macbeth und Die Zauberflöte. Dadurch blieb das Publikum aus, und die . . .

Ruhrtriennale 2025: „Finale Veranstaltungen“, in Essen/Duisburg/Gladbeck

.Die Ruhrtriennale neigt sich ihrem Ende zu. Intendant Ivo van Hove setzte in den ersten beiden Jahren seiner dreijährigen Regentschaft auf eine diverse, experimentierfreudige und weniger abgehobene Programmgestaltung als die meisten seiner Vorgänger. Das gelang ihm allerdings nur bedingt. Vor allem die großen Musiktheater-Projekte blieben in diesem Jahr qualitativ hinter den Erwartungen . . .

Frankfurt: „Così fan tutte“, Wolfgang Amadeus Mozart

Eine fragwürdige Hochzeitsparabel. Musikalisch-sängerisch eine Sternstunde – Um sechs Personen kreist die Handlung von Mozarts dritter Oper in Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Librettisten Lorenzo Da Ponte. Innerhalb von 24 Stunden wird das Leben von zwei Paaren vollständig aus der Bahn geworfen: Guglielmo und Ferrando schließen mit dem Zyniker Don Alfonso eine Wette auf die Treue . . .

Dresden, Konzert: „Dusapin, Zimmermann, Brahms“, Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko

Zur Überbrückung der Zeiten zwischen zwischen den Saisons der Dresdener Musikfestspiele bietet der Veranstalter des Festivals seinem Stammpublikum sporadisch Konzerte mit hochkarätischen Gastorchestern an. Am 20. September dieses Jahres machten die Berliner Philharmoniker sowie ihr Chefdirigent Kirill Petrenko mit Kompositionen von Pascal Dusapin, Bernd Alois Zimmermann und Johannes Brahms im . . .