Nürnberg, Ballett: „Malditos Benditos“, Goyo Montero

Nach 17 Jahren Abschied vom Publikum – Der Anfang ist schon das Ende – und das Ende ein neuer Anfang. Aber ist das ein Trost für das Nürnberger Ballett-Publikum? Wir kennen das Bild, mit dem Goyo Monteros letzte Nürnberger Produktion angebt, schon seit Jahren. Treibhaus, so hieß der Abend, an dem wir das schon einmal, als wär’s erst gestern gewesen, gesehen haben: Die Compagnie . . .

Potsdam: „Orlando Generoso“, Agostino Steffani

Gellende Hilferufe dringen in die Pflanzenhalle der Orangerie. Eine Frau mit Blut an Händen und Schläfen trommelt draußen gegen die Fensterfront. Die Irritation legt sich, als die Verzweifelte kurz darauf auf das Podium stürzt, die Musik einsetzt und klar wird, dass der Schock zur Inszenierung dazugehört. Es ist der nervenaufreibende Auftakt zu einem Krimi, der es in sich hat, der im . . .

Oldenburg: „Das schlaue Füchslein“, Leoš Janáček

Die Oper Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček wurde 1924 in Brünn uraufgeführt. Es ist ein liebenswertes Werk, das die Natur, den Wald, die Tier- und die Menschenwelt märchenhaft charakterisiert, das den ewigen Kreislauf des Lebens und die Harmonie der Natur schildert. Janáček gelang mit dieser Oper eine Art tschechischer „Sommernachtstraum“. Er hat Das Schlaue Füchslein . . .

Hof: „Les pêcheurs de perles (Die Perlenfischer)“, Georges Bizet

Lieber Opernfreund-Freund, – im Orientalismus in der Oper, der sich in Mozarts Entführung aus dem Serail ebenso findet wie in Lakmé von Léo Delibes oder Puccinis Turandot, wollten Komponisten dem mitteleuropäischen Publikum ferne Länder zeigen, andere, fremdartige Klänge präsentieren, oft ohne je selbst in den betreffenden Regionen gewesen zu sein. Auch Georges Bizet hat Ceylon, wie . . .

Frankfurt: „La damoiselle élue / Jeanne d’Arc au bûcher“, Claude Debussy / Arthur Honegger

Die erste Wiederaufnahme war bereits für den März 2020 angesetzt. Mitten in die Proben platzte der Corona-Lockdown. Weitere fünf Jahre hat es gedauert, bis die Oper Frankfurt sich erneut den enormen Herausforderungen dieser außergewöhnlichen Produktion gestellt hat. Für das Orchester und die Chorkollektive ist es nach acht Jahren faktisch eine Neueinstudierung, die glänzend gelungen ist. . . .