Die KI vernichtet über kurz oder lang alle Opernportale – damit letzten Endes jegliche ehrenamtliche Arbeit im Kultursektor! Der Opernfreund wird ernsthaft bedroht. Es war noch nie (!) so ernst.
Viele nette kompetente, fleißige und engagierte Menschen schreiben uneigennützig Kritiken und berichten über das Operngeschehen für die Operninteressierten in unserer Gesellschaft. Das ist ihr Hobby. Da investieren sie einen nicht geringen Teil ihres Lebens. Die Resonanz ist sehr groß. Denn wo gibt es sonst noch etwas gratis? Diese Portale – pars pro toto möchte ich ein paar nennen mit denen auch wir zusammenarbeiten: Merker-online, Das Opernmagazin, Oper Aktuell, O-Ton, Online Musik Magazin…
Bild-Suchsysteme durchforsten mit Milliarden Klicks das Internet. Der Digital Service Act 2024 mit ev. durchaus guten Absichten wahrscheinlich ins Leben von der EU gerufen – geriert sich in unserem Bereich zum Killer.
Kein Hobbyschreiber hat z.B. vor 10 bis 20 Jahren (!) daran gedacht, dass er ein viertel Jahrhundert später plötzlich mit hohen Geldforderungen konfrontiert und ggf. ruiniert werden könnte. Heute ist dies Realität geworden. Orwells „1984“ ist mittlerweile online. Gerichte können sich kaum noch mit ernsthaften Verbrechern zeitnah beschäftigen – so ist zumindest mein Eindruck, den viele teilen – weil sie mit Abmahnungsprozessen überhäuft werden.
Fachanwaltskanzleien schießen überall aus dem Boden.
Auch Der Opernfreund mit seinen gut 30 000 (wenn nicht mehr) frei zugreifbaren Beiträgen und Bildern muss sich mittlerweile fast im 2 Wochen Rhythmus mit Anwaltsschreiben auseinandersetzen!
Ich hätte den über ein halbes Jahrhundert existieren Opernfreund (mein Lebenswerk) längst drangegeben, hätten wir nicht so großartige Mitarbeiter, externe Unterstützung von unseren vielen Lesern und ein begnadetes Leitungsteam, welches zurzeit alles tut, um Ihnen liebe Leser den OF noch ein weiteres halbes (!) Jahrhundert zu erhalten, wenn es die Oper schafft zu überleben. Behalten Sie uns bitte weiter im Auge und bleiben uns treu.
Ab Oktober wird es einen gemeinnützigen Verein geben, wo Sie uns unterstützen können mit steuerlicher Absetzbarkeit. Darüber hinaus einen Trägerverein, damit ich als allein Verantwortlicher im Sinne des Presserechts meinen Lebensabend nicht im Gefängnis verbringen muss.
Ihr
Peter Bilsing / 13. September 2026
