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Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

An Ehrgeiz und Risikofreude mangelt es der Wuppertaler Oper derzeit beileibe nicht. Nach der erfolgreichen Premiere einer szenisch und musikalisch gleichermaßen herausfordernden Bühnenproduktion von Antonio Vivaldis Oper „Griselda“ setzte man zwei Tage später die konzertante Präsentation von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit einer imponierenden „Walküre“ fort. –  . . .

Wuppertal, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner

Der Ring des Nibelungen wurde 2025 noch in Dortmund gespielt, ist aktuell bei der Oper Köln auf dem Plan und wird sehr ambitioniert aktuell in Wuppertal konzertant aufgeführt. Der Vorabend Das Rheingold war an der Wupper am 19. Oktober zu hören. Jetzt folgte am 18. Februar der erste Tag: Die Walküre. – Was ist seit Rheingold passiert? Wotan fürchtet in seiner Götterburg, dass . . .

Regensburg: „Merrily We Roll Along“, Stephen Sondheim

Mit Merrily We Roll Along erlebte Stephen Sondheim 1981 einen veritablen Broadway-Flop, was in seiner gesamten Karriere ansonsten eher nicht der Fall war. Nach 44 Voraufführungen und nur 16 regulären Vorstellungen musste die Show wieder schließen. Die Gründe hierfür waren vielfältig und lagen vor allem in der Produktion und Umsetzung des Stücks. Interessanterweise wurde das Musical nach . . .

Regensburg: „I am what I am“, Opern-, Operetten- und Musical-Gala

Viele Theater bieten pro Spielzeit eine Operngala an, hin und wieder ist auch ein Operetten- oder Musicalabend im Spielplan zu finden. Dass diese allerdings über einen längeren Zeitraum im Spielplan bleiben, kommt nicht so häufig vor. Noch seltener ist die Konzeption eines Abends als Opern-, Operetten- und Musicalgala, bei der alle drei Bereiche des Musiktheaters gleichberechtigt nebeneinander . . .

Regensburg: „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Marc Shaiman

Im Jahr 1964 erschien das Buch Charlie und die Schokoladenfabrik des erfolgreichen Schriftstellers Roald Dahl, der vor allem durch seine zahlreichen Kinderbücher bekannt wurde. Seine Bücher verkauften sich bislang über 200 Millionen Mal und wurden in 59 Sprachen übersetzt. Große Aufmerksamkeit erhielt die Geschichte um den jungen Charlie und den exzentrischen Schokoladenfabrikanten Willy . . .

Zürich, Konzert: „Bach, Beethoven, Lutosławski, Bartók“, Tonhalle-Orchester mit András Schiff 

Der in Ungarn 1953 geborene András Schiff hat schon mehrmals zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich musiziert – nun trat er erstmals als Solist UND als Dirigent mit dem Orchester auf. Gleich zu Beginn des gestrigen Konzerts spielte er zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich das dritte Klavierkonzert von Bach (nach Schiffs eigenen Worten „der größte Komponist, . . .

Pionteks Bayreuth: „Pianistische Zeitreise: Virtuose Klaviermusik aus drei Jahrhunderten“

Nobel – so, denkt man, könnte Chopin seine Stücke gespielt haben. So graziös-zurückhaltend, dabei nicht impotent, so stellt man sich eine Art von idealem Chopin-Spiel vor: als Salonmusik von höchsten Graden. – So endet das Konzert der Klasse Prof. Karl-Heinz Simon, der fünf seiner begabten Spielerinnen und Speiler (drei Koreanerinnen und zwei Deutsche) von der Hochschule für Musik . . .

Baden-Baden: „Neujahrskonzert“, Jonas Kaufmann und Luca Salsi

Was ist Oper? „Die Oper ist ein unmögliches Kunstwerk.“ So Oscar Bie (1864 in Breslau geboren und 1938 in Berlin gestorben). „Aus einem Missverständnis der Nachahmung antiker Tragödien geboren, kostet sie alle Sünden theatralischer Schaustellungen durch.“ Sie macht sich alle Künste untertan, nutzt sie aus und verführt das Volk. Sänger, Dichter und Komponisten spielen ihre . . .

Buchkritik: „GötterVERdämmerung. Ein Opernroman“, Rainer Buland, Claudia Steiner-Fridrich

Ringkampf – so heißt der Roman, den Thea Dorn einst in Anlehnung an den Ring des Nibelungen, freilich sehr frei montiert, geschrieben hat. Der (historische) Brand der Frankfurter Oper war da nur ein vergleichbares Motiv. Auch in einem neuen „Opernroman“, einer nicht erst seit Donna Leons Venezianisches Finale populären Gattung, brennt die Oper: doch nun am Ende, also passend zum . . .

Nürnberg: „Noise Signal Silence“, Richard Siegal

Sagen wir es positiv: Was Richard Siegal, der neue Nürnberger Compagniechef, mit seiner ersten Produktion realisiert hat, ist Tanz, kein Tanztheater. Dass er in enorm große Fußstapfen tritt, nachdem Goyo Montero 17 kurze Jahre lang die Herzen der Nürnberger für das moderne Tanztheater Monteroscher Prägung bewegt hat, versteht sich von selbst – unmöglich, die Ästhetik Richard Siegals, . . .