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Nürnberg: „Lieder von Schubert und Wolf“, Laura Hilden und Gabriele Lasota

Die Kunst, Lieder zu singen – „Die Kunst, Schiller zu sprechen“ – so heißt ein bekannter Aufsatz von Ernst Bloch. Die Kunst, Lieder zu singen – so könnte eine Rezension übertitelt sein, in der um Lieder von Schubert und Wolf geht – und um die Interpretinnen eben dieser Lieder. – Lieder im Gluck, so heißt die gesamte Reihe, stattfindend im Gluck-Saal, also dem Zentrum . . .

Buchkritik: „Genie und Gewissen. Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus“, Michael Wolffsohn

Karajan und kein Ende – Michael Wolffsohns neuestes Buch „Genie und Gewissen“ entlastet den Star-Dirigenten – Das „Wunder Karajan“ wurde vor allem von der NSDAP-treuen Presse erfunden und setzte sich als beispiellose Karriere auch nach 1945 fort. Karajan wurde zu einem der künstlerisch herausragenden, mit mehr als 300 Millionen zu Lebzeiten verkauften Tonträgern kommerziell . . .

Wuppertal, Konzert: „Siegfried“, Richard Wagner

Angekündigt als „6. Sinfoniekonzert“ am 22. Februar 2026 glänzte Patrick Hahns konzertante Aufführung der Oper „Siegfried“ in der für ihre exquisite Akustik berühmten Historischen Stadthalle Wuppertal auch diesmal mit einem jugendlich-temperamentvollen Dirigat und einer hochkarätigen Besetzung. Wagners Opernzyklus konzertant aufzuführen, mit nur kleinen Lichteffekten, erschließt . . .

Duisburg: „Die Walküre“, Richard Wagner

Bereits acht Jahre hat Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung von Die Walküre an der Deutschen Oper am Rhein auf dem Buckel, und sie ist immer noch sehenswert und lässt sich mit teils neuer Besetzung aktuell in einer Wiederaufnahme in Duisburg erleben. Zunächst aber gedachte man des verstorbenen Ensemblemitglieds Wolfgang Schmidt, der der Institution trotz internationaler Karriere treu verbunden . . .

Antwerpen: „Nabucco“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, – eine höchst aktuelle Lesart von Verdis erster Erfolgsoper Nabucco zeigt die Opera Ballet Vlaanderen derzeit in Antwerpen. Die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Grand Théâtre in Genf entstandene Produktion, die dort schon 2023 gezeigt wurde, punktet außerdem mit einer nahezu perfekten musikalischen Umsetzung. – Keine Hebräer, kein Baal, keine . . .

Braunschweig: „Peter Grimes“, Benjamin Britten

Nach fast 28 Jahren ist mit Benjamin Brittens Peter Grimes eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts wieder im Staatstheater zu erleben. Die 1945 in London uraufgeführte Oper beruht auf der Verserzählung „The Borough“ des englischen Dichters George Crabbe, der wie Britten aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammte. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten . . .

Dortmund: „Judith und das Wunder der Schöpfung“, Chormusical der Stiftung Creative Kirche

Judith ist eine junge Frau, deren Welt ins Wanken gerät. Scheinbar gefangen zwischen gesellschaftlichen Spannungen und familiären Konflikten, stellt sie vieles infrage. Doch Judith will auch aktiv Stellung beziehen. Bei dem großen Druck, der auf ihr lastet, ist es allerdings alles andere als einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Inmitten von Angst und Zweifel entdeckt sie das . . .

Pionteks Bayreuth: „Rigoletto ‚vs.’ Tannhäuser“, Klavierklasse Sontraud Speidel

Rigoletto gegen Tannhäuser – wer siegt? Beide! Denn Liszt hat alle zwei bearbeitet. – Das Programm, das die Musikhochschule Karlsruhe – Klasse Prof. Sontraud Speidel – in Steingraebers Kammermusiksaal geschickt hat, aber beginnt nicht mit einem der Großmeister der Mitte und des späten, sondern des frühen 19. Jahrhunderts. Ein (Wiener) Klassiker, also Beethoven, ist immer ein . . .