Berlin: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart

Was haben die slawische Nixe Rusalka in der Lindenoper und der spanische Ex-Coiffeur Figaro in der Komischen Oper miteinander gemein? Sie wohnen im Erdgeschoss eines Zweietagenhauses, wobei Rusalka für den scheußlichen Wurm, in den sie sich zum Schluss verwandelt, noch das Kellergeschoss zur Verfügung hat, für Figaro und Susanna nur eine Art Waschküche zur Verfügung steht. Residieren in der . . .

Bern: „Siegfried“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Siegfried in der Regie von Ewelina Marciniak und der musikalischen Leitung von Nicholas Carter gefällt vor allem durch die sängerische Leistung der Protagonistinnen und Protagonisten. Für dieses musikalische Highlight auch wesentlich: Die gekonnte Stabführung Carters und das hervorragend aufspielende Berner Symphonieorchester. Jonathan Stoughton als Siegfried überzeugt durch saubere . . .

Bielefeld: „The Convert (Beten – zu wem?)“, Wim Henderickx

Auf deutschen Bühnen sind die Werke belgischer Komponisten kaum zu erleben. Selbst André Laporte oder Philippe Boesmans kennt man hier nur dem Namen nach, weil ihre Werke an der Oper in Brüsssel uraufgeführt wurden. Wim Henderickx Oper „The Convert“ hatte 2022 in Antwerpen Premiere. Wenige Monate später starb der Komponist, so dass dieses Werk bedauerliche Weise die einzige große Oper . . .