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Gelsenkirchen: „Fidelio schweigt.“, Charlotte Seither / Ludwig van Beethoven

Fidelio ist bekanntlich die einzige Oper Ludwig van Beethovens und trotz ihrer wunderbaren Musik wird sie – vielleicht auch auf Grund einiger Schwächen in der Geschichte – eher selten aufgeführt. Im Rahmen des Beethovenjahres 2021 war am Musiktheater im Revier angedacht, zu dieser Oper eine neue Version zu schaffen, die sich vor allem um Leonore dreht. Nachdem die ursprüngliche Oper im . . .

München: „Tannhäuser“, Richard Wagner

An der Bayerischen Staatsoper München ist vor kurzem Wagners Tannhäuser wiederaufgenommen worden. Gespielt wurde die Wiener Fassung von 1875. Wie stets wenn der Regisseur Romeo Castellucci, von dem auch das Bühnenbild und die Kostüme stammen, für die Inszenierung verantwortlich zeichnet, ist das Ergebnis recht außergewöhnlicher Natur. Gekonnt wartet der Regisseur mit einer ausgemachten . . .

Hamburg: „Lady Macbeth von Mzensk“, Dmitri Schostakowitsch

Das Publikum wird von Anfang an mit absichtlich disharmonischen, chaotischen Tönen überschüttet, hieß es in einer anonymen Kritik in der „Prawda“, die kurz nach der Aufführung von Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk am 26. Januar 1936 erschien. Dem Komponisten wurde angedroht, sein Spiel könne sehr schlimm enden. Was das in der Stalin-Ära hieß, lies den Adressaten solcher . . .

Piacenza: „I due Foscari“, Giuseppe Verdi

Zu einem veritablen Triumph wurde die letzte Produktion vor der Sommerpause in dem schönen Opernhaus der Stadt, die in der Emilia-Romagna knapp an der Grenze zur Lombardei liegt. – Giuseppe Verdis sechste Oper wurde 1844 in Rom uraufgeführt und fristete jahrzehntelang ein stiefmütterliches Dasein, bis sie von einigen der „großen alten“ Baritone wie Leo Nucci oder Renato Bruson für . . .

Duisburg: „Märchen im Grand-Hotel“, Paul Abraham

Weimarer Republik, Ende Dezember 1932. Dem Komponisten Paul Abraham und seinen beiden kongenialen Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda gelang mit dem Ball im Savoy ein weiterer großer Premierenerfolg, nachdem in den beiden Jahren zuvor bereits Viktoria und ihr Husar und Die Blume von Hawaii den Nerv des Publikums getroffen und Abraham zu einem der meistgespielten Komponisten der . . .

Kontrapunkt: „Martin Schläpfer: Zensur im Opernhaus“ – unschöner Abschied aus Wien

Gilt für Tourismus wie für Kultur: Die Werbung der Stadt Wien ist perfekt! Deren raffiniertes Marketing hält die Tradition hoch. Doch von faszinierenden künstlerisch führenden Köpfen, von geistigen Visionen ist in diesen Tagen in der Stadt …. ? Der Reihe nach erleben wir Fehlbesetzungen auf den Kreativ-Positionen: Burgtheater-Chef Martin Kusej muss nach Ablauf seines . . .

Bayreuth: „La Clemenza di Tito“, Christoph Willibald Gluck

1988 meinte der damals 42jährige, also geradezu junge Musikwissenschaftler Reinhard Wiesend in einem Symposion über Johann Adolf Hasse, dass sich „das heutige Theater“ kaum für die Gattung der Opera seria interessieren könne. Es sei ja kein Zufall, dass zwei Jahre zuvor die Cleofide nur konzertant aufgeführt worden sei. Und weiter: „Ohne Übertreibung darf man in der Opera seria eine . . .

Gelsenkirchen: „The story of my Life“, Neil Bartam

Das Musiktheater im Revier bietet in dieser Saison ein besonders großes Musical-Angebot: Nach Tick, Tick … Boom! (kleines Haus) und Hello Dolly (großes Haus) gibt es als drittes Musical der Saison The Story Of My Life von Neil Bartram und Brian Hill. Diese Aufführung findet im Foyer des großen Hauses unter den berühmten Schwammreliefs von Yves Klein statt. – Erzählt wird die . . .