Reisebilanz V: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Amadigi di Gaula ist die fünfte Oper aus Händels Londoner Zeit, wo sie 1715 uraufgeführt wurde. Sie zählt eher zu den Randwerken des Komponisten, wird nur selten gespielt und kann sich daher kaum der Popularität anderer Schöpfungen des Komponisten erfreuen. In Halle wurde sie bislang nur einmal gezeigt (1963), so sah man der Neuproduktion zur Eröffnung der diesjährigen Festspiele mit . . .
besuchte Vorstellung: 28.02.2016 – Opulente Kostümschlacht – Lieber Opernfreund-Freund, – alle paar Jahre nimmt sich ein deutsches Opernhaus Francesco Cileas Musikdrama „Adriana Lecouvreur“ an und zeigt das durchaus sehens- und hörenswerte Werk, das um die Liebschaft zwischen Motiz von Sachsen und der französischen Schauspielerin Adrienne Lecouvreur ein Ränkespiel aus . . .
Vorstellung am 13.12.2014 (Premiere am 07.11.2014) – Ein origineller Drang zur Operette – Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal wollten mit Arabella an den Erfolg des Rosenkavaliers anknüpfen und hatten das Stück ursprünglich sogar als Operette gedacht, was bezüglich der Handlung auch zutrifft. Von Hofmannsthal griff dazu seinen älteren Stoff „Lucidor“ („Figuren zu . . .
Völkerkonflikt im Wohnzimmer – Auf ein Familiendrama reduziert Christian Schuller Verdis NABUCCO in seiner Neuinszenierung an der Oper Halle und lässt dieses in einem von Jens Kilian entworfenen bürgerlichen Wohnzimmer der Jahrhundertwende mit Gründerjahre-Mobiliar und Jugendstil-Tapete beginnen. Eine jüdische Familie mit dem Oberhaupt Zaccaria, seiner Schwester Anna und den Kindern . . .
Gehobene Unterhaltung mit Moral – Die von dem Gelehrten, Philosophen, Kunst- und Musikgelehrten, Buchhändler und Bach-Schüler Lorenz Christoph Mizler gegründete „Correspondierende Societät der musicalischen Wissenschaften“ veröffentlichte nach Bachs Tod 1751 eine Bewertungsliste der deutschen Komponisten. Nach dieser Societät, in der Händel, Telemann und Bach Mitglieder waren, . . .
Schön und kraftvoll – Zugegeben: als ich las, dass Andreas Schager in der „Ring“-Produktion der Theater Ludwigshafen und Halle den Siegfried singen würde, erschrak er ein bisschen. Er kannte den jungen Sänger zunächst als lyrischen Operettentenor; im Theater Hof hatte man ihn 2004 als Adam im „Vogelhändler“ gehört, vor kaum drei Jahren sang er – noch als Andreas Schagerl . . .
Knastbrüder auf dem Ball – Als eine „Politsatire“ kündigte AXEL KÖHLER seine Neuinszenierung der FLEDERMAUS von Johann Strauß an der Oper Halle an, und in der Tat gibt es in seiner gemeinsam mit dem Dramaturgen André Meyer erstellten neuen Dialogfassung eine Menge von Querverweisen und Anspielungen zu aktuellem politischem Geschehen sowie Bezüge auf lokale Besonderheiten der . . .