Konzerte

Frankfurt, Konzert: „Berg, Korngold, Beethoven“, Gianandrea Noseda / Hilary Hahn

Das Gastspiel des National Symphony Orchestra (Washington, D.C.) in der Alten Oper Frankfurt am 23. Februar 2024 war ein musikalischer Leckerbissen von höchster Qualität. Unter der inspirierten Leitung von Gianandrea Noseda präsentierte das Orchester ein facettenreiches Programm, das die Zuhörer auf eine eindrucksvolle klangliche Reise mitnahm.Das Konzert eröffnete mit einer Darbietung von . . .

Hamburg: „Schostakowitsch, Beethoven, Aleksiychuk“, Philharmonisches Staatsorchester unter Kent Nagano

Mochte man sich vor dem Konzert noch über die sehr spezielle Kombination solcher Werke wie der emotional hochanspruchsvollen 13. Symphonie von Schostakowitsch, dem intimen „Trisagion“ von Iryna Aleksiychuk und der klangleuchtenden Chorphantasie von Beethoven wundern, so ergab am Ende alles Sinn und „was sich drängte rauh und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl“, wie es in den Worten . . .

Wuppertal, Konzert: „Sinfonische Tänze und Melton Tuba Quartett“

Es war kein Karnevalskonzert an diesem trüben Rosensonntag. Lepo Sumera (1950-2000) unterrichtete Komposition an der estnischen Musikakademie in Tallin, hat u.a. 6 Sinfonien ein Klavierkonzert, Kammermusik und Filmmusiken geschrieben. Seine 1. Sinfonie beginnt nach kurzem Paukencrescendo. mit schrillen, intensiven flächigen Akkorden, die urplötzlich ins PP abbrechen. Nur einzelne . . .

Hamburg: „Historia di Jephte“, Giacomo Carissimi / „Dido und Aeneas“, Henry Purcell

O lachend frevelnder Leichtsinn!“ – das ist Frickas Kommentar zum Handel, den die Herren Götter und Riesen ausgemacht und als Bezahlung für das neue Wotan-Hauptquartier einfach mal die für die Götter lebenswichtige Freia geopfert haben – vorläufig, meint der Göttervater, das kriegen wir schon irgendwie hin! – Wenn es um Macht, den Nachweis unbedingten Gehorsams oder das eigene . . .

Dresden, Konzert: „Ein deutsches Requiem“, Johannes Brahms

Seit den angloamerikanischen Luftangriffen des 13. Februar des Jahres 1945 auf die bis zu dieser Zeit unzerstörte Barockstadt Dresden mit einer bis Dato nie exakt bestimmten Zahl von Todesopfern ist inzwischen mit den 79 Jahren ein Menschenalter vergangen. Jene Menschen, die das Grauen des Feuersturms bewusst erlebten, versterben zunehmend und den derzeit weltweit Entscheidenden fehlt diese . . .

Hamburg: Abschlußkonzert des Festivals „Kosmos Bartók“

„Viel Spaß“ wünschte am Ende seiner Einführung Harald Hodeige dem Publikum, nachdem er kenntnisreich und mit zahlreichen Musikbeispielen die beiden Werke, mit denen das Abschlußkonzert des vom NDR veranstalteten Festivals „Kosmos Bartók“ bestritten wurde, vorgestellt hatte. Der Sender hatte am vergangenen Dienstag bereits auf „Käpt´n Blaubarts Burg“ als besonderen Höhepunkt . . .

Frankfurt: „Hindemith, Chin, Strawinsky“, hr-Sinfonieorchester unter Susanna Mälkki

Das Konzert in der Alten Oper Frankfurt am 9. Februar 2024 war zweifellos ein musikalisches Highlight, das durch ein ungewöhnliches Programm eine besondere Note erhielt. Den Abend eröffnete das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung der fabelhaften Gastdirigentin Susanna Mälkki mit Paul Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“. Dieses Werk, entstanden in den turbulenten Jahren des Dritten . . .

Zürich: „Beethoven, Bartók, Nielsen“, Tonhalle-Orchester unter Paavo Järvi

Sowohl Béla Bartók in seinem zweiten Violinkonzert als auch Carl Nielsen in seiner fünften Sinfonie haben in frappierender Weise mit stellenweise fast nicht auszuhaltendem Aufbau von spannungsgeladener Stimmung komponiert. Die freischwebende Tonalität und die Polytonalität, welche diese beiden Komponisten angewandt hatten (beide Werke entstanden in den Zwischenkriegsjahren im Abstand von 15 . . .

Wuppertal: „Abenteuer Amerika“, Schulkonzert mit Dvorak

Aus allen Richtungen waren sie an diesem Mittwochmorgen in Richtung Stadthalle unterwegs. 70 Klassen aus 20 Schulen kamen zum Schulkonzert des Sinfonieorchesters. Das sehr, sehr lebendige Geschnatter im Saal schlug beim Auftritt des Orchesters sofort in frenetischen Applaus um. Geduldig stand der Konzertmeister bis nach genau 112 Sekunden Ruhe einkehrte zum Stimmen der Instrumente. – Juri . . .

Lübeck: „Barber, Berger, Bartók“, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck unter Stefan Vladar

Die Technik meinte es nicht gut mit dem 5. Symphoniekonzert in der Lübecker „Musik- und Kongreßhalle“ am 4. Februar. Zuerst streikte die Bühnenbeleuchtung, dann klingelte ein Handy kurz vor dem Beginn und GMD Stefan Vladar drehte sich mahnend zum Publikum. Danke! Plötzlich ertönte ein Pfeifen, evtl. von einer Rückkopplung, das über den ganzen ersten Teil des Konzerts zu hören war und . . .

Lüttich: „Messa di Gloria / Le Villi“, Giacomo Puccini

Lieber Opernfreund-Freund, – der Todestag von Giacomo Puccini jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal und die zahlreichen Aufführungen, die anlässlich dessen des Maestros aus Lucca gedenken, starten für mich in dem Land, in dem der weltberühmte Komponist am 29. November 1924 gestorben ist – in Belgien, wo Puccini in Brüssel wenige Tage nach einer Halsoperation wegen Kehlkopfkrebs . . .

Hamburg, Konzert: „Oslo Philharmonic“, Klaus Mäkelä

Inwieweit Tondichtungen tatsächlich auf literarische Vorgaben rekurrieren, diese inhaltlich in Teilaspekten wiedergeben können oder nur Stimmungen aufzugreifen vermögen, ist eine Frage, die es seit der Entstehung der Gattung gibt. Es ist ja nicht mal geklärt, ob man hier bereits von einem Genre sprechen kann, was an der unterschiedlichen Art und dem Grad der Adaption bzw. Inspiration und . . .

Hamburg, Konzert: „Mahler, Larcher“, Oslo Philharmonic Orchestra

Die Zusammenstellung zweier Symphonien, zwischen deren Entstehungszeiten gut 100 Jahre liegen, für das Konzert am 31. Januar in der Hamburger „Elbphilharmonie“ war ausgesprochen sinnfällig. Unter der Leitung von Klaus Mäkelä spielte das Oslo Philharmonic zuerst Gustav Mahlers 4. Symphonie und Thomas Larchers 2. Symphonie mit dem Beinamen „Kenotaph“. – Beide Werke thematisieren . . .