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Dresden, Konzert: „Lo, Beethoven, Schostakowitsch“, Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden

Das Hong Kong Philharmonic Orchestra feiert mit der derzeitigen Saison sein 5o-jähriges Bestehen als professionelles Orchester. Bereits im Jahre 1947 hatte sich eine Gruppe des „Sino-British-Clubs“ zu einem Amateurorchester für klassische Musik zusammengefunden. Der „Sino-British-Club“ war gegründet worden, um das kulturelle Auseinanderstreben der chinesischen und der britischen . . .

Gelsenkirchen: „Jolanta / Le Rossignol“, Doppelabend

Jolanta - Wie man Blinde zum Sehen bringt. – „Ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können“ – so wünschte sich der Komponist den idealen Stoff für eine Oper einmal. Jolanta ist nun nicht gerade sein bestes, obwohl sein letztes Werk. Tschaikowskys problematische Oper beruht . . .

Hamburg: „Brahms, Szymanowski, Strauss“, Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko

„Die Ouvertüre fließt in einem ununterbrochenen Zuge, ohne Tact- und Tempowechsel dahin, durchweg erfüllt von einer pathetischen Ernsten, der mitunter das Herbe streift“, so Eduard Hanslick über Brahms´ „Tragische Ouvertüre – dem Hamburger stand der gestrenge, oft selbstgefällige Kritikerpapst ja ausgesprochen wohlwollend gegenüber. Und so möchte man seine Worte hier einmal als . . .

Frankfurt, Konzert: „Berg, Korngold, Beethoven“, Gianandrea Noseda / Hilary Hahn

Das Gastspiel des National Symphony Orchestra (Washington, D.C.) in der Alten Oper Frankfurt am 23. Februar 2024 war ein musikalischer Leckerbissen von höchster Qualität. Unter der inspirierten Leitung von Gianandrea Noseda präsentierte das Orchester ein facettenreiches Programm, das die Zuhörer auf eine eindrucksvolle klangliche Reise mitnahm.Das Konzert eröffnete mit einer Darbietung von . . .

Hildesheim: „Dornröschen“, Engelbert Humperdinck

Regelmäßig findet sich Engelbert Humperdincks beliebte Märchenoper „Hänsel und Gretel“ im Repertoire auch kleinerer Theater; nur selten kann man seine „Königskinder“ erleben. Seine Vertonung des Grimm’schen Märchens „Dornröschen“, angereichert mit einigen frei erfundenen Szenen, ist eine Rarität auf den Spielplänen. Die Schriftstellerinnen Elisabeth Ebeling und Bertha . . .

Detmold: „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbach

Am Ende lebte Hoffmann seinen Wahn mit allen Figuren seiner drei Geschichten aus, und die Muse, die in dieser Inszenierung als Therapeutin einer offenbar psychiatrischen Klinik die medizinisch-therapeutischen Fäden in der Hand hatte, nahm schlussendlich selbst entnervt eine Handvoll Pillen. Das war dann auch ihr zu viel. – Aber der Reihe nach: Regisseur Robert Lehmeier verlegte die . . .

Weimar: „My Fair Lady“, Alan Jay Lerner / Frederick Loewe

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen …“ Wer kennt sie nicht, die Klassik-Hits aus My Fair Lady! „Ich hätt‘ getanzt heut Nacht“, „Mit ´nem kleenen Stückchen Glück“ und viele mehr. – Viele Menschen träumen schon im Kindesalter davon, was sie einmal werden möchten. Eliza Doolittles größter Wunsch ist es, Verkäuferin in einem noblen Londoner Blumenladen . . .

Wien: „Maria de Buenos Aires“, Astor Piazzolla – zum Zweiten

Eine Aufführungsserie, die noch vor der Premiere ausverkauft ist – das spricht für das dramaturgische Geschick eines Opernhauses und für die Neugierde eines Opernpublikums, Gelungen ist dies dem MusikTheater an der Wien mit der Kammeropern-Aufführung von „Maria de Buenos Aires“, ein von ihrem Schöpfer als Tango Operita bezeichnetes Werk, wie man es hierzulande noch nicht erlebt hat. . . .

Hamburg: „Schostakowitsch, Beethoven, Aleksiychuk“, Philharmonisches Staatsorchester unter Kent Nagano

Mochte man sich vor dem Konzert noch über die sehr spezielle Kombination solcher Werke wie der emotional hochanspruchsvollen 13. Symphonie von Schostakowitsch, dem intimen „Trisagion“ von Iryna Aleksiychuk und der klangleuchtenden Chorphantasie von Beethoven wundern, so ergab am Ende alles Sinn und „was sich drängte rauh und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl“, wie es in den Worten . . .

Leipzig: „Die Fledermaus“, Johann Strauss

Obwohl viel Champagner getrunken, getanzt und fröhlich miteinander gespielt wurde, kam die dunkle Seite des Librettos deutlich zum Vorschein. Indem die Inszenierung nicht versucht, das Wien der 1870er Jahre nachzustellen, lenkt sie die Aufmerksamkeit auf Themen wie Eifersucht, Ressentiments, Rache und den Wunsch nach sexueller Erfüllung in einer Weise, die von der Gesellschaft verurteilt wird. . . .