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Darmstadt: „Il trionfo della fedeltà“, Maria Antonia Walpurgis

Lieber Opernfreund-Freund, – Maria Antonia Walpurgis Symphorosa von Bayern, 1724 als Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht geboren, war durch ihre Heirat nicht nur Kurfürstin von Sachsen, sondern auch anerkannte Sängerin, Cembalistin und Komponistin und erhielt u.a. Unterricht bei Johann Adolf Hasse und Nicola Antonio Porpora. Ihre Oper Il trionfo della fedeltà (Der Triumph . . .

Berlin: „Cassandra“, Bernard Foccroulle

Tragödie einer Klimaaktivistin – „Doch nun Sandra, gibt es keinen Gott, der dir in den Mund spuckt, nein, niemand, niemals, wird dir deine Stimme nehmen“, verheißt die trojanische Prinzessin Cassandra der Klimaretterin Sandra, ihr im Namen gleichend und auch insoweit im Schicksal, als sie eine kommende Katastrophe voraussieht, ihr aber nicht geglaubt, ihr Geliebter getötet wird. So . . .

Genf: „La traviata“, Giuseppe Verdi

Die Neuproduktion von Giuseppe Verdis La traviata an der Opéra de Genève – unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani und in der Regie von Karin Henkel – präsentiert sich als vielschichtige Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Erinnerung und Vergänglichkeit. Die Inszenierung wählt bewusst einen unkonventionellen Zugang, der sich von traditionellen Lesarten deutlich . . .

Düsseldorf: „Rusalka“, Antonín Dvořák

Rusalka ist zweifellos die erfolgreichste Oper des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Sie entstand im Jahr 1900 und wurde am 31. März 1901 am Prager Nationaltheater uraufgeführt. Das Libretto von Jaroslav Kvapil basiert vor allem auf slawischen Volksmythen, ähnelt aber in weiten Teilen dem bekannten Märchen Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Andersen, das von Walt Disney . . .

Kontrapunkt: „Wie viel Blödsinn muss man sich als Zuschauer eigentlich bieten lassen?“, Ich streike!

Ich kann mir selbst nicht nachsagen, dass ich nicht grenzenlos neugierig wäre. Zwar laufe ich nicht mehr grundsätzlich in alles, was die Wiener Theaterszene bietet (so wie früher in meinen jüngeren Tagen), aber man muss mich schon sehr abschrecken, um mich von einem Theater- oder Opernbesuch abzuhalten - wie es dem MusikTheater an der Wien mit einer Oper gelungen ist, die sich „Voice . . .

Kontrapunkt: „Bedenkliche Entwicklung“, Anmerkung zur Causa Demis Volpi

Man muss kein Freund von Demis Volpi sein, um das zu verurteilen, was gerade in Hamburg passiert ist. Der Nachfolger von John Neumeier beim Hamburg-Ballett hat der „einvernehmlichen Trennung“ und der sofortigen Freistellung zugestimmt. Wie es dazu kam, ist ein Musterbeispiel für Mobbing und eine Blaupause für den zukünftigen Umgang mit Leitungspersonal. – Als die Nachricht vom . . .

Dresden, Konzert: „Dmitri Schostakowitsch / Benjamin Britten“, Musikfestspiele 2025

Ein kluges Programm von beklemmender Aktualität – Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch verbindet nach einer ersten Begegnung 1960 in London, einem späteren Treffen in Aldeborough eine lebenslange, anregende Beziehung. So ahnt man in den Orchesterzwischenspielen des zweiten und dritten Satzes des Britten-Konzerts den Einfluss von Schostakowitsch, andrerseits orientiert sich dieser . . .