Magdeburg: „Der Barbier von Sevilla“, Gioachino Rossini

Das Theater Magdeburg hat eine überaus quirlige, temporeiche Inszenierung des „Barbiere“ von der Opéra de Lille übernommen, die dort bereits 2013 Premiere hatte und häufig wiederaufgenommen wurde. Jetzt feierte die französische Sicht der beliebten Rossini-Oper mit dem Magdeburger Ensemble eine erfolgreiche, stark umjubelte Premiere. Regisseur Jean-Francois Sivadier setzteauf der leeren . . .

Regensburg: „Merrily We Roll Along“, Stephen Sondheim

Mit Merrily We Roll Along erlebte Stephen Sondheim 1981 einen veritablen Broadway-Flop, was in seiner gesamten Karriere ansonsten eher nicht der Fall war. Nach 44 Voraufführungen und nur 16 regulären Vorstellungen musste die Show wieder schließen. Die Gründe hierfür waren vielfältig und lagen vor allem in der Produktion und Umsetzung des Stücks. Interessanterweise wurde das Musical nach . . .

Regensburg: „I am what I am“, Opern-, Operetten- und Musical-Gala

Viele Theater bieten pro Spielzeit eine Operngala an, hin und wieder ist auch ein Operetten- oder Musicalabend im Spielplan zu finden. Dass diese allerdings über einen längeren Zeitraum im Spielplan bleiben, kommt nicht so häufig vor. Noch seltener ist die Konzeption eines Abends als Opern-, Operetten- und Musicalgala, bei der alle drei Bereiche des Musiktheaters gleichberechtigt nebeneinander . . .

Regensburg: „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Marc Shaiman

Im Jahr 1964 erschien das Buch Charlie und die Schokoladenfabrik des erfolgreichen Schriftstellers Roald Dahl, der vor allem durch seine zahlreichen Kinderbücher bekannt wurde. Seine Bücher verkauften sich bislang über 200 Millionen Mal und wurden in 59 Sprachen übersetzt. Große Aufmerksamkeit erhielt die Geschichte um den jungen Charlie und den exzentrischen Schokoladenfabrikanten Willy . . .

Nürnberg: „Noise Signal Silence“, Richard Siegal

Sagen wir es positiv: Was Richard Siegal, der neue Nürnberger Compagniechef, mit seiner ersten Produktion realisiert hat, ist Tanz, kein Tanztheater. Dass er in enorm große Fußstapfen tritt, nachdem Goyo Montero 17 kurze Jahre lang die Herzen der Nürnberger für das moderne Tanztheater Monteroscher Prägung bewegt hat, versteht sich von selbst – unmöglich, die Ästhetik Richard Siegals, . . .

Berlin: „Das kalte Herz“, Matthias Pintscher (zweite Besprechung)

Wilhelm Hauffs Märchen Das kalte Herz absurd ägyptisiert – Das kalte Herz ist ein Märchen von Wilhelm Hauff. Es erschien 1827 in Hauffs Märchenalmanach auf das Jahr 1828, in zwei Teilen als Binnenerzählung eingebettet in die Erzählung Das Wirtshaus im Spessart. – Was auffällt: Die Erzählung beginnt nicht mit der typischen Märchenformel „Es war einmal“, sondern mit einem . . .