Köln: „Manon Lescaut“, Giacomo Puccini (zweite Besprechung)

Zu Beginn der neuen Spielzeit setzt die Kölner Oper ein echtes Ausrufzeichen und präsentiert eine Manon Lescaut der Spitzenklasse. Die Koproduktion mit Madrid zeigt, auf welch internationalem Niveau die Kölner Oper sich in Zukunft bewegen will, und das gelingt bei diesem Opernabend außerordentlich. Regisseur Carlos Wagner bleibt dem Werk treu, öffnet aber immer wieder in assoziativen Bildern . . .

Wien: „L’Occasione fa il ladro“, Gioachino Rossini (zweite Besprechung)

Rossinis 8. Oper trägt die Originalbezeichnung „burletta per musica“. Das einaktige Libretto stammt von Luigi Prividali (1771-1844) und beruht lose auf dem Vaudeville „Le prétendu par hasard, ou L’occasion fait le larron“ (Der gewagte Anwärter, oder Gelegenheit macht Diebe) von Eugène Scribe. Die Uraufführung fand am 24. November 1812 im Teatro San Moisè in Venedig statt. Als . . .

Gelsenkirchen: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Seit rund einem Vierteljahrhundert ist Wagners Fliegender Holländer nicht mehr in Gelsenkirchen von Anker gegangen und nun kehrt er als bildgewaltiger und musikalisch erstklassiger Kraftakt zurück. – Die Regie von Igor Pison bleibt nahe am Werk und baut auf die bereits in der Kindheit von Senta verankerte Faszination für den untoten Seemann auf. Immer wieder sehen wir die kindliche . . .