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Detmold: „The Wreckers“, Ethel Smyth (zweite Besprechung)

Lieber Opernfreund-Freund, – die Werke der britischen Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) erfahren hierzulande in den vergangenen Jahren eine Renaissance. Nach Der Wald in Wuppertal 2024 und The Wreckers in Karlsruhe, Meiningen und Schwerin reiht sich nun auch das Landestheater Detmold in die Theater ein, die den Opern der Komponistin zu neuer Bekanntheit verhelfen wollen. Strandrecht, so . . .

Wuppertal: „Das Licht auf der Piazza“, Adam Guettel

Dieses Musical wurde 2005 erstmalig am Broadway aufgeführt, hielt sich dort über 500 Vorstellungen und gewann sechs Tony Awards. Die New York Times sprach von der leidenschaftlichsten, romantischen Partitur eines Broadway-Musicals seit West Side Story. Dem Stück liegt die Novelle von Elizabeth Spencer (1921-2019) zugrunde, die immerhin für den Pulitzer Preis vorgeschlagen wurde. Der Komponist . . .

Berlin: “ L’Italiana in Algeri“, Gioachino Rossini

L‘Italiana in Messico oder Knock out für Rossini – Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten Giuseppe Verdi und seine Textdichter um fast jede Zeile in ihren Libretti gegen die österreichische Zensur kämpfen. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts erlegen sich Opernhäuser selbst eine solche auf, durchkämmen Libretti nach negativen Aussagen über bestimmte . . .

Paris: „Un ballo in maschera“, Giuseppe Verdi

Eindrucksvolles Operngeschehen – Die Opéra national de Paris Bastille zeigte nun ein Revival der Oper „Un ballo en maschera“ von Giuseppe Verdi in der Regie von Gilbert Deflo aus dem Jahr 2007. Die nun schon fast 20 Jahre alte Inszenierung demonstrierte einmal mehr die ganze Dramatik und Wirkung der Kunstform Oper, wenn sich die Bühnenbilder mit der jeweiligen dramaturgischen . . .

Interview: „Mariusz Treliński“, künstlerischer Leiter der Opera Narodowa in Warschau

Von gebrochenen Beziehungen, menschlichen Gefühlen und dem Weg zum eigenen Schatten – Der polnische Opern- Theater- und Filmregisseur Mariusz Treliński ist mit Unterbrechungen seit über zwanzig Jahren künstlerischer Leiter der Opera Narodowa in Warschau. Anlässlich der Premiere von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten trafen sich unsere Redakteure Elena Deinhammer und Phillip . . .

Köln: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart (zweite Besprechung)

Gerade einmal zehn Jahre ist die nicht schlechte, aber letztlich etwas belanglose Inszenierung von Mozarts Figaro an der Kölner Oper her. Nun eine Neuproduktion, die weniger mit bahnbrechender Sichtweise auf das Stück, aber mit einer akkuraten Personenführung, feiner Psychologisierung und rasantem Spielwitz zu überzeugen vermag.  Regisseurin Katharina Thoma interessiert sich weniger für . . .

Wuppertal: „Klavierfestival Ruhr 2026“, Intendantin Katrin Zagrosek im Pressegespräch

Seit vielen Jahren kommt das Klavierfestival Ruhr in die Historische Stadthalle Wuppertal, erstmal im August 2006 zum 75. Geburtstag von Alfred Brendel. Das akustische und architektonische Juwel des großen Konzertsaals der Historischen Stadthalle werde von den Künstlerinnen und Künstlern außerordentlich geschätzt, betonte Intendantin Katrin Zagrosek im Pressegespräch am 3. März 2026 zur . . .

Las Palmas de Gran Canaria: „L’elisir d’amore“, Gaetano Donizetti

Authentischer Donizetti – Im Februar begann die schon 59. Temporada der Amigos Canarios de la Ópera – ACO, immer in Gedenken an den großen Sohn der Stadt Las Palmas, Alfredo Kraus. Man spielt bis Juni fünf Opern in Stagione, vor allem des italienischen und französischen Fachs. Diesmal begann es mit Gaetano Donizettis Elisir d’amore in der Regie des hier oft engagierten Regisseurs . . .

Köln: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart

Zehn Jahre ist es her, dass Emmanuelle Bastet Mozarts Beaumarchais-Oper Le nozze di Figaro im Kölner Staatenhaus inszenierte und mit viel Feingefühl die filigranen psychologischen Fassetten der Figuren messerscharf profilierte, zugleich aber auch die politische Sprengkraft des Stoffs im unmittelbaren Vorfeld der Französischen Revolution aufleuchten ließ. Da gab der Lakai Figaro seinem mit Bo . . .