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Dresden, Konzert: „Die Walküre“, Richard Wagner

Nachdem mit der Wiederaufnahme der Willy-Decker-Inszenierung des „Ringes des Nibelungen“ in den Jahre 2016 bis 2023 von der Sächsischen Staatskapelle und Spitzensängern unter der musikalische Leitung Christian Thielemanns auf der Bühne der Semperoper grandiose zeitgemäße Aufführungen der Wagner-Komposition Maßstäbe setzten und Marek Janowski mit seinen konzertanten Interpretationen . . .

Stuttgart: „Götterdämmerung“, Richard Wagner

Seit dem 5. Mai 2024 steht an der Staatsoper Stuttgart Wagners Götterdämmerung wieder auf dem Spielplan. Das Produktionsteam besteht aus Marco Storman (Inszenierung), Demian Wohler (Bühnenbild) und Sara Schwartz (Kostüme). Mit der Inszenierung konnte man vollauf zufrieden sein. Der Regisseur hat das Stück trefflich durchdacht und mit Hilfe einer ausgefeilten Personenregie auch spannend auf . . .

Leipzig, Konzert: „Beethovens 9.“, Gewandhausorchester unter Andris Nelsons

Ein Merkmal, der diese Sinfonie von ihren Vorgängern unterscheidet, ist der vierte Satz, in dem ein Sängerquartett (Sopran, Alt, Tenor, Bariton) und ein vierstimmiger Chor Beethovens Bearbeitung einiger Strophen aus Friedrich Schillers Gedicht „An die Freude“ vortragen. Das Instrumentarium umfasst Piccoloflöte, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, Kontrafagott, 4 Hörner, 2 . . .

Buchkritik: „Vorklang des Paradieses – Musikalische Streifzüge“, Hanjo Kesting

Wie klingt das Paradies? Werden dort Vögel singen? – Man mag es mit kindlicher Phantasie glauben, wenn man das Titelbild von Hanjo Kestings neuestem Buch, „Vorklang des Paradieses – Musikalische Streifzüge“, betrachtet. Der Autor hat sich für das nach 1606 gemalte „Vogelkonzert“ von Jan Brueghel d. Ä. entschieden, um dem ins selige Jenseits weisenden Buchtitel ein optisches . . .

Düsseldorf: „Surrogate Cities“, Ballettabend von Demis Volpi

Mit Surrogate Cities schuf Heiner Goebbels 1994 als Auftragswerk zum 20-jährigen Bestehen der Jungen Deutschen Philharmonie und zum 1200-jährigen Jubiläum der Stadt Frankfurt einen Liederzyklus, der sich dem Kosmos Stadt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln nähert. Die Komposition ist durchaus experimentell und herausfordernd, gleichzeitig aber auch sehr modern und stellenweise sogar sehr . . .

Frankfurt: „Spielzeit 2024/25“, Präsentation des Spielplans

Mit seinem neuen Generalmusikdirektor Thomas Guggeis setzt der Frankfurter Langzeitintendant Bernd Loebe anläßlich der Präsentation des neuen Spielplans eine Tradition fort, die er mit dessen Vorgänger über Jahre gepflegt hatte: Man versichert sich vor Presse und Belegschaft der wechselseitigen Liebe. Loebe ist unbändig stolz darauf, dieses junge Talent („Du bist immer noch 30, oder?“) . . .

Leipzig: „Rosenkavalier“, Richard Strauss (zweite Besprechung)

Die Marschallin sinniert darüber in ihrem wunderbaren Dialog im ersten Akt, will die Uhren gar stehen lassen, kommt aber doch zum Schluss, dass man das Fortschreiten der Zeit einfach als gottgegeben akzeptieren muss. Die ganze Oper ist ein einziger – meisterhafter – Anachronismus. Da werden Elemente aus verschiedenen Epochen gekonnt durcheinandergeworfen und auch frei erfunden, einzig mit . . .

Kontrapunkt: „Aller schlechten Dinge sind drei!“ – Anmerkung zum Wiener „Lohengrin“

„Lohengrin“ ist eine Oper, die ich sehr liebe. Dem Vernehmen nach ist es jenes Werk von Richard Wagner, das an der Wiener Staatsoper am häufigsten aufgeführt wurde. Nicht allerdings für mich. In meinen Teenager-Jahren – ja. Die Doppel-Premiere der Wieland-Wagner-Inszenierung: Böhm! Watson und Thomas! Ludwig und Berry! Hillebrecht und King! Varnay und Neidlinger! Und dann noch oft in . . .

Lübeck: „Mozart, Bruckner“, Philharmonisches Orchester unter Stefan Vladar

Wenn man ein Symphoniekonzert mit so bekannten Werken wie Mozarts letztem Klavierkonzert und Bruckners „Romantischer“ bestreitet, dann ist eines geboten: Frische in der Interpretation in flottem Tempo. Am verregneten ersten Maisonntag brachten GMD Stefan Vladar und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck in der gut besuchten Musik- und Kongreßhalle die beiden Publikumslieblinge . . .

Dessau: „Don Giovanni“, Wolfgang Amadeus Mozart

Don Juan ist eine der interessantesten Figuren des Welttheaters, ein erotischer Mythos, geboren aus dem Geist des spanischen Katholizismus, der Prototyp der sexuellen Maß­losigkeit und der zynischen Verachtung aller gesellschaftlichen Tabus. Der spanische Dichter Tirso de Molina mit dem Drama „Der Betrüger von Sevilla und der steinerne Gast“ hat dem Mythos einen Namen gegeben, dem Mythos . . .

Wuppertal: „Erwartung / Der Wald“, Arnold Schönberg / Ethel Smyth

Lieber Opernfreund-Freund, – Mut beweisen derzeit die Wuppertaler Bühnen, indem sie zwei selbst ausgemachten Opernkennern nahezu unbekannte Werke im Rahmen eines Doppelabends präsentieren. Doch was Regisseur Manuel Schmitt aus Arnold Schönbergs Erwartung und Ethel Smyths Der Wald gemacht hat, ist nicht nur höchst spannend, sondern macht Lust auf mehr. – Die beiden Werke sind . . .