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Kontrapunkt: „Neue Oper für Düsseldorf – Fragwürdiger Paukenschlag“

Was ist der Beschluss eines Stadtrats wert? Wer die Ereignisse zum Neubau der Düsseldorfer Oper verfolgt, kommt schnell zu dem Schluss: Eigentlich nichts. Im vergangenen Jahr beschlossen die Stadtoberen, den Neubau an derselben Stelle zu errichten wie die alte Oper. Am 24. Juni dieses Jahres verkündete der Oberbürgermeister den „Beschluss“, die Oper werde nun doch an einen anderen Standort . . .

Potsdam: „Le Mariage forcé“, Molière / Jean-Baptiste Lully

Heirat wider Willen – Das Festspielprogramm in Potsdam Sanssouci bot in diesem Jahr viele Besonderheiten und eine davon war ganz sicher die Aufführung von Le Mariage forcé im Schlosstheater des Neuen Palais am 21. Juni 2024. Der Text dieser Comédie-ballet stammt von Molìere, die Musik von Jean-Baptiste Lully. Bei der Uraufführung im Louvre von Paris 1664 tanzte sogar König Ludwig XIV . . .

Potsdam: „So tanzt die Renaissance / Tanzwut“, Musikfestspiele Sanssouci

Allerorten wird getanzt – Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci zeichnen sich seit Jahren durch originelle Programmkonzeptionen aus. In diesem Jahr war „Tanz“ das Motto, was eine Fülle von attraktiven Aufführungen versprach. Im Schlosstheater des Neuen Palais gab es Grauns Oper Adriano in Siria, welche erstmals 1746 an der Königlichen Oper in Berlin erklang, seither aber nicht mehr . . .

Nürnberg: „Pelléas und Mélisande“, Claude Debussy

„Welche Möglichkeiten der Inszenierung ließen sich denken angesichts eines Werks, das die Idee von Inszenierung einerseits vollkommen zu verweigern scheint, diese andererseits jedoch so vehement in sich trägt, dass sie jedem Besucher wie ein Naturzustand entgegentritt?“ Scheint es nicht so, als würde, wie der Dramaturg Malte Ubenauf es einst suggeriert hat, im Werk jenes „Berühr mich . . .

Bad Hersfeld: „A Chorus Line“, Marvin Hamlisch

Sie stehen oft in der zweiten oder dritten Reihe, die Tänzerinnen und Tänzer der „Chorus Line“. Darunter versteht man im Showbusiness die Gruppe von Darstellern, die als möglichst homogenes Ensemble den Rahmen für den eigentlichen Show-Act bildet. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, den Star der Produktion ins Rampenlicht zu rücken, ohne selbst besonders aufzufallen. Man könnte auch . . .

Wuppertal, Konzert: „Mozart, Wagner“, Sinfonieorchester Wuppertal

Mozarts vielleicht bedeutendste, seine letzte Sinfonie zu Beginn eines Konzertprogramms, sozusagen als Ohrenöffner zu bringen, erschien ungewöhnlich. Im Gegensatz zur vorletzten, eher hintergründigen g-Moll Sinfonie herrscht Jupiter in strahlendem C-Dur. Ob der üblichen Tonartencharakteristik hier eine Bedeutung zukommt? C-Dur hat Mozart sehr häufig gewählt. Zeichnet sich die Sinfonie durch . . .

Wuppertal, Konzert: „Busoni: Klavierkonzert“, Marc-André Hamelin

Als siebenjähriges Wunderkind hatte er begonnen zu komponieren und auf dem Klavier öffentlich zu konzertieren. Professor für Klavier wurde er in Helsinki, Moskau, Boston, bevor er 1894 endgültig nach Berlin zog, wo er später auch Komposition unterrichtete. In seiner 1906 verfaßten Schrift „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ erwies sich Busoni (1866-1924) als echter Visionär. . . .