Ausstellungen

Pionteks Bayreuth: „Christa Pawlofsky: Bayreuths große Verpflichtung – Die Festspielzeit im Spiegel der Presse“

Künstlerinnen gelten ja zuweilen als Prophetinnen. Christa Pawlofsky ist so eine Prophetin – weil sie mit ihrer neueste Ausstellung gezeigt hat, dass sie schon vor 30 Jahren ein Projekt angedacht und in jahrelanger Arbeit realisiert hat, das andernorts erst in den letzten Jahren, ja Monaten verwirklicht hat. – Der Gedanke schießt dem Bayreuther Besucher in den Kopf, der die Ausstellung . . .

Pionteks Bayreuth: „Keine Festspiele im Jubiläumsjahr?“ – zur Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft 2026

Natürlich fanden im „Jubiläumsjahr“ auch Festspiele statt – nur nicht in Bayreuth, doch in Weimar. Das „Jubiläumsjahr“ heißt 1926, nicht 2026. Eigentlich – und uneigentlich – hätte man auf dem Grünen Hügel die 50jährige Wiederkehr der ersten Bayreuther Festspiel feiern können, ja müssen, doch gebot es der Rhythmus der Pausenjahre, dass auch 1926, also zwei Jahre nach der . . .

Pionteks Bayreuth: „KriegsFestSpiele im Spiegel der Bayreuther Presse“, Ausstellung

150 Jahre Festspiele – der Blick in die Vergangenheit der Richard-Wagner-Festspiele hat, vor Allem auf publizistischem Gebiet, wenige Wochen vor deren Beginn für zwei Publikationen gesorgt, die sich vor Allem mit dem 20. Jahrhundert befassen: zum einen Stephan Möschs kardinaler Band Bayreuth als Theater, zum anderen, ihn ergänzend und ein anderes Gebiet tief erforschend, Anno Mungens Von . . .

Pionteks Bayreuth: „Utopie und Echo – Positionen“, Richard-Wagner-Museum

Man habe es, sagt der Museumsdirektor Sven Friedrich zwischen seinen Publikumsbeschimpfungen, nicht mit „musealen“ Objekten, sondern mit Gegenwartskunst zu tun. Der Bayreuther OB spricht gar von einem „Ausstellungsexperiment“, aber so weit würde man als Kunstfreund vielleicht nicht gehen, auch wenn Derartiges selten im Wagnermuseum ausgestellt wird. Natürlich passt das. Die Bayreuther . . .

Pionteks Bayreuth: Antoine Wagner – „Pianos, Studien und Standbilder (Klangräume.Bildspuren)“

Eine junge Frau setzt sich an das Piano und beginnt zu spielen. Fast scheint sie mit dem Instrument zu verschmelzen. Das macht: der Klang des Klaviers und ihre Bluse – denn die Bluse und das Instrument tragen akkurat dasselbe Muster. – So, denkt sich der Besucher, können Natur und Kunst auch eins werden. „Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen“, so beginnt ein Gedicht von . . .

Bayreuth: „Arpad Schmidhammers Kostümentwürfe für den Ring 1896“, Ausstellung im Richard-Wagner-Museum (zweite Besprechung)

Ich gesteh’s: ich schätze Kabinettausstellungen fast mehr als große Ausstellungen – denn nur in einer Kabinettausstellung hat der Besucher die Chance, alle, aber auch wirklich alle Objekte genau und relativ lange zu studieren. Nichts gegen eine Monsterschau, aber wer 1977 durch die berühmte Staufer-Ausstellung oder 1980 durch die Wittelsbacher-Ausstellung (drei Standorte in München und . . .

München: „Günther Uecker, Bühnenskulpturen und Figurinen für Lohengrin, Bayreuth 1979“, Galerie Walter Storms

Am 10. Juni 2025 starb er mit 95 Jahren in Düsseldorf: Günther Uecker. Bayreuth-Freunde werden ihn kennen: Lange vor Henning von Gierke, Neo Rauch und Rosa Loy (und nach Ewald Mataré) hatte sich der Bildkünstler an einem Bayreuther Lohengrin beteiligt, hatte ihm 1979, inszeniert von Götz Friedrich, eine unverwechselbare Façon gegeben: die Façon des Genagelten. – Götz Friedrich hat . . .

Bayreuth: „Spot(t)- Light. Richard Wagner in der zeitgenössischen Karikatur“

Wagner und kein Ende… Der bekannte Satz kann auch auf das große Gebiet der Wagner-Karikaturen, ja: auf das sehr große Gebiet bezogen werden. Denn immer noch wird der „Meister“ gezeichnet und reizvoll verzeichnet, spitz und zutreffend porträtiert sowie dem mehr oder weniger freundlichen Gelächter eines Publikums ausgesetzt, das alte oder neue Wagner-Karikaturen zu Gesicht bekommt. Sie . . .

Bayreuth: „Arpad Schmidhammers Kostümentwürfe für den Ring“, Ausstellung im Richard-Wagner-Museum

Er ist heute – zumal in Wagnerkreisen - weitgehend vergessen: Arpad Schmidhammer. Geboren wurde er am 12. Februar 1857 als ehelicher Sohn des Kunstmeisters Josef Schmidhammer und der Carolina geb. Lechner in Sankt Joachimsthal (eine Stadt in der Karlsbader Region in Tschechien.) und zwei Tage später römisch-katholisch auf den Namen Arpath Emil Schmidhammer getauft. Sein Künstlername als . . .