Berlin: „Der goldene Hahn“, Nikolai Rimski-Korsakow

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“…, mit dieser frohen Botschaft kann man sich wahrlich nicht aus dem Märchen vom Goldenen Hahn verabschieden, für das sein Schöpfer Alexander Puschkin, auch für viele andere Opernstoffe wie Eugen Onegin oder Boris Godunov verantwortlich, sich von der Sage Washington Irvings, in deren Mittelpunkt ein arabischer Astrologe steht, . . .

Gelsenkirchen: „Hello Dolly“, Jerry Herman

Lange Zeit haben die NRW-Intendanten einen großen Bogen um das Musical „Hello Dolly“ gemacht. 1996 gab es eine Inszenierung an der Dortmunder Oper, in Gelsenkirchen lief der Broadway-Klassiker zuletzt 1979. Offensichtlich hat man im Ruhrgebiet jahrzehntelang die Wünsche des Publikums missachtet, denn im Musiktheater im Revier läuft das Stück jetzt vor ausverkauftem Haus und wird vom . . .

Nürnberg: „Don Giovanni“, Wolfgang Amadeus Mozart

Wer ist Don Giovanni? Die Frage muss jedes Mal gestellt werden, kann wohl auch jedes Mal beantwortet werden? Don Giovanni ist im neuen Nürnberger Fall – anders noch als während der letzten Inszenierung Georg Schmiedleitners – ein durchaus attraktiver, wenn auch notorisch egomanischer Kerl. Er ist ein Mann, den die Frauen (meist) lieben, auch wenn er sich danach wie der Teufel aufführt. In . . .

Nürnberg: „Der Steppenwolf“, Goyo Montero

Natürlich haben wir es beim Nürnberger Steppenwolf nicht mit einer vertanzten Nacherzählung des Romans zu tun. Dass sich Goyo Montero nicht damit begnügt, die Handlung grob zu reproduzieren, versteht sich von selbst, oder anders: Sein Steppenwolf ist der Steppenwolf des Choreographen, nicht des Romanciers Hermann Hesse. Wer den Roman schätzt, sollte ihn lesen – und sich ins Nürnberger . . .

Fürth: „Die Csárdásfürstin“, Emmerich Kálmán

Nach langer Zeit war ich wieder einmal in dem wunderschönen Stadttheater Fürth und habe keine Sekunde bereut. Auf dem Spielplan die schmissige Operette von Emmerich Kálmán Die Csárdásfürstin. Erstmals in Fürth das Ensemble der Neuen Operette Wien. Nachdem die Operettenbühne Wien unter Heinz Hellberg, die viele Jahrzehnte auch hier in Fürth aufgetreten war, leider nicht mehr existiert, . . .

Magdeburg: „Die Liebe zu den drei Orangen“, Sergei Prokofjew

Erstmals wird in Magdeburg die surreale Märchenoper „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Sergei Prokofjew aufgeführt. Die Inszenierung von Anna Bernreitner entstand als Koproduktion mit der Opéra national de Lorraine in Nancy und dem Theater St. Gallen. In der turbulenten Oper geht es auch um Probleme des Theaters, was gleich zu Beginn deutlich wurde, als im Prolog vier verschiedene Gruppen . . .