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Krefeld: „Neuer Spielplan 2023/24“

In der vergangenen Woche hat Generalintendant Michael Grosse und sein Leitungsteam den Spielplan der Spielzeit 2023/24 für das Gemeinschaftstheater Krefeld – Mönchengladbach vorgestellt. Inhaltlich setzt man hierbei auf die inzwischen bewährte Mischung aus bekannten Titeln und Neuentdeckungen. Hinzu kommen die Übernahmepremieren aus der jeweils anderen Stadt. Bevor wir an dieser Stelle den . . .

Duisburg: „La Fille du régiment“, Gaetano Donizetti

Kann man in der heutigen Zeit, in denen der Krieg vor den Toren Europas allgegenwärtig ist, Gaetano Donizettis Oper Die Regimentstochter noch auf den aktuellen Opern-Spielplan setzen? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten und sicherlich gibt es sehr gute Argumente dafür wie auch dagegen. Das Theater Krefeld hat sich vor einigen Monaten bekanntlich dafür entschieden, eine geplante . . .

Linz: „Fun Home“, Alison Bechtel / Jeanine Tesori

Die 1960 geborene Autorin wuchs im ländlichen Pennsylvania in einer vordergründig ganz normalen, oft durchaus vergnügten Familie auf. Allenfalls fiel auf, dass die kleine Alison sich eigentlich lieber, wie ein Bub als wie ein Mädchen kleidete. Das nervte gelegentlich ihren anscheinend sehr korrekten Vater, der sowohl Englisch-Lehrer in der örtlichen Schule als auch Begräbnisunternehmer war, . . .

Mailand: „Lucia di Lammermoor“, Gaetano Donizetti

Die Produktion von Gaetano Donizettis Meisterwerk war für die Eröffnung der Spielzeit 2020 vorgesehen gewesen und dem von der COV 19-Epidemie verursachten Lockdown zum Opfer gefallen. Nun wurde sie in der laufenden Saison in der von Riccardo Chailly gewünschten Fassung nachgeholt. – "Von Chailly gewünscht" bedeutet eine Aufführung ohne jeglichen Strich. Dem zufolge waren Szene und . . .

Salzburg, Osterfestspiele: „Tannhäuser“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Herbert von Karajan, bekanntlich Gründer der Osterfestspiele Salzburg, hatte dort als einzige Oper bzw. Musikdrama von Richard Wagner nie den „Tannhäuser“ gespielt. Er blieb, wie Wagner am Schluss seines Lebens sagte, Salzburg noch den „Tannhäuser“ schuldig. Bei Wagner war es freilich die ganze Welt, obwohl diese, zumindest die Opernwelt, mit einem solch genialen universalen Kunstwerk . . .

Winterthur: „Gauthier Dance Stuttgart“, Gastspiel

Der Abend begann mit einer launigen, sympathisch-witzigen und zugleich informativen Ansprache des Gründers und Chefs von Gauthier Dance, Eric Gauthier. Darin drückte er erstmal seine Liebe zu Winterthur und vor allem zum Winterthurer Publikum aus. Es war dies nicht das erste Gastspiel der renommierten und mehrfach preisgekrönten, 2007 von Eric Gauthier gegründeten Tanztruppe aus Stuttgart, . . .

Buchkritik: „Und Vorhang auf, hallo!“, Barrie Kosky (zweite Besprechung)

„Mein Urgroßvater war im Förderkreis der Budapester Staatsoper und hatte eine eigene Familienloge.“ Sage keiner, dass familiäre Prägungen – selbst die aus der vorvorletzten Generation – nicht für den eigenen Lebensweg entscheidend wären. Wer in Australien aufwächst, kann durchaus noch elementare Erfahrungen aus dem alten Vorkriegseuropa mitbekommen. So wird dem Erzähler, der sein . . .

Leipzig: „Giulio Cesare in Egitto“, Georg Friedrich Händel

Als Koproduktion mit Opernhäusern in Paris, Montpellier, Toulouse und Rom entstand Damiano Michielettos Inszenierung von Händels Giulio Cesare in Egitto, die nun in das Opernhaus von Leipzig kam. Der begeisterte und anhaltende Beifall nach der dritten Aufführung am 16. 4. 2023 bewies das gewachsene Interesse des Publikums an Werken des Barock. Aber der Applaus galt auch einer musikalisch . . .

DVD: „Tosca“, Giacomo Puccini – Barrie Kosky, Dutch National Opera

Um das Fazit vorwegzunehmen: Diese vorzügliche, bei dem Label NAXOS jüngst erschienene DVD von Puccinis im Jahre 2022 an der Niederländischen Nationaloper aufgezeichneten Tosca ist uneingeschränkt empfehlenswert! Szenische, musikalische und gesangliche Aspekte fügen sich zu einer phantastischen Symbiose zusammen, die in ihrer Gesamtheit voll überzeugt. Eine Meisterleistung erbringt bereits . . .

Frankfurt, Konzert: „John Eliot Gardiner“ mit Bachs h-Moll-Messe

Zwei Tage vor seinem achtzigsten Geburtstag beschenkte sich Sir John Eliot Gardiner und die begeisterten Zuhörer der Alten Oper Frankfurt mit einer denkwürdigen Aufführung der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach. Gardiner hat einen Großteil seines Wirkens dem Meister Bach gewidmet und seine mitunter radikal anmutenden Interpretationen stetig weiterentwickelt. Im Mai 2010 war dieses Werk . . .