Berlin: „Nabucco“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)

Ein von einem Buhorkan nach der Premiere von einem Teil des Publikums begrüßtes Regieteam und viele durchweg ausverkaufte Vorstellungen, höhnische Kritiken im Feuilleton und verzweifelte Kartensuche auf dem Schwarzen Brett der Berliner Staatsoper – wie kann das sein, wie kann das gehen, wie passt eins zum anderen? Ist es Anna Netrebko, von der die einen sich eine dann auch prompt erbrachte . . .

Annaberg-Buchholz: „Satanella oder Die Macht der Liebe“, Michael William Balfe

Lieber Opernfreund-Freund, – am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz werden seit einigen Jahren Ausgrabungen präsentiert, die die Reise ins Erzgebirge noch lohnender machen. Nach der Welturaufführung von Alberto Franchettis Alterssünde Don Buonaparte im vergangenen Jahr, präsentiert die ETO heuer ein Werk eines zumindest in Annaberg-Buchholz alten Bekannten: den Falstaff . . .

Salzburg: „Il viaggio a Reims“, Gioachino Rossini

Es gibt für einen Opern-Aficionado vielleicht nichts Schöneres an einem sehr runden, höheren Geburtstag, als an diesem Abend in (s)ein geliebtes Institut zu gehen, um sich eine der Opern über die Oper anzuschauen und -zuhören. Besser noch als ein Macbeth in Wien oder eine Walküre in Bologna passte da auf schier magische Weise Rossinis Il viaggio a Reims im Salzburger Landestheater. Denn in . . .

Braunschweig: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Poulencs Oper zählt neben Debussys „Pelléas et Mélisande“ zu den bedeutendsten französischen Opern des 20. Jahrhunderts. Obwohl Poulenc mit dem Kontrast zwischen Religion und Revolution einen eher spröden Stoff gewählt hat, ist es ihm wohl auch wegen durchweg tonaler Musiksprache gelungen, das Werk zu einem Welterfolg zu machen, das seit der Uraufführung 1957 kontinuierlich im . . .