Braunschweig, Burgplatz: „Il Trovatore“, Giuseppe Verdi

Lieber Opernfreund-Freund, – seit mehr als 20 Jahren bespielt das Staatstheater Braunschweig den mittelalterlichen Burgplatz der Stadt und wartet in diesem Jahr mit einem Historiendrama auf, das in diese Zeit passt: Verdis Il Trovatore klingt seit dem 24. August fast allabendlich durch die Straßen der Altstadt und ich habe mir diese Produktion als meine erste der neuen Spielzeit am . . .

Bochum/Ruhrtriennale: „Dresden Frankfurt Dance Company“, Joannis Mandafounis

Die Bemühungen des neuen Intendanten der Ruhrtriennale, Ivo van Hove, mit „queeren“ Angeboten die Sensibilität für ein Maximum an Toleranz verstärken zu wollen, finden auch in den Tanzangeboten des Festivals ihnen Niederschlag. Besonders plastisch im Gastspiel der entsprechend bunt besetzten „Dresden Frankfurt Dance Company“, die im Essener PACT Zollverein unter dem Titel „à la . . .

München: „Pelléas et Mélisande“, Claude Debussy

Psychologischer Tiefgang – Die Opernfestspiele 2024 warteten im Prinzregentheater mit einer beachtlichen Neuinszenierung des Drame lyrique Pelléas et Mélisande in fünf Akten von Claude Debussy auf. Regie führte Jetske Mijnssen, die vor kurzem noch einen interessanten „Roberto Devereux“ in Amsterdam in Szene gesetzt hatte. In einer schlichten Inszenierung mir Bühnenbildern und . . .

Wunsiedel: „Die lustigen Nibelungen“, Oscar Straus

Seit über 45 Jahren fährt der Rezensent in die Operette nach Wunsiedel, bei den Aufführungen der Operettenbühne Wien von Heinz Hellberg ganze zwanzig Jahre lang, mit bis zu 125 Freunden. Wenn jemand nach der Erstbestellung noch nachträglich eine Karte wollte, hatte er keine Chance, da die Aufführungen praktisch immer frühzeitig ausverkauft waren. Aus unerfindlichen Gründen wurde die mehr . . .

Bregenz: „Der Freischütz“, Carl Maria von Weber (dritte Besprechung)

Regietheater-Ambitionen am falschen Ort – Die Bregenzer Seebühne-Produktionen stehen seit vielen Jahren für spektakuläre und mit vielen optischen Spezialeffekten auf ein großes Publikum von fast 7.000 Menschen pro Abend zugeschnittenes Opern-Event. Sie stellten bisher praktisch immer in Rechnung, dass ein Großteil dieses Publikums nicht regelmäßig, ja zu einem nicht insignifikanten . . .

München: „Die Passagierin“, Mieczysław Weinberg

Ungewohnte Sicht auf Auschwitz – Nach der österreichischen Erstaufführung des Auschwitz-Musikdramas „Die Passagierin“ von Mieczysław Weinberg durch David Pountney 2010 in Bregenz mit einem Gastspiel in Tel-Aviv 2019 und weiteren Inszenierungen u.a. in Jekaterinburg 2018 und in einer sehr gelungenen Produktion in Innsbruck durch Johannes Reitmeier 2022 kam nun auch die Bayerische . . .