Theater Hof

Hof: „Marilyn forever“, Gavin Bryars / „Twice through the Heart“, Mark-Anthony Turnage

Die Kammerbesetzung sitzt nicht nur auf der Bühne und im Orchestergraben. Sie sitzt auch im Publikum; das Haus ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt. Der Opernbesucher muss sich nicht wundern: Zwar steht mit Marilyn forever ein Titel auf dem Programm, das im 100. Geburtsjahr der Norma Jean alias Marilyn Monroe größere Zuschauermengen in den Saal locken könnte, doch da mit Gavin Bryars und . . .

Hof: „Giulietta e Romeo“, Riccardo Zandonai (zweite Besprechung)

Am Abend versagte nicht nur die Dose ihren Dienst, mit der man „Morte ai Montecchi – Vendetta“ auf die Wände sprühen wollte. Oder anders begonnen: Was zeichnet ein sogenanntes „Provinztheater“ aus? Dass es, obwohl das angesetzte Werk das Gegenteil von Repertoire ist, möglich ist, den Ausfall einer der beiden Haupt- und einer wichtigen Nebenrolle mit Hilfe eigener Kräfte und eines . . .

Reisebilanz VIII: Tops und Flops der „Saison 2024/25“

Die letzte Reisebilanz kommt im Norden nicht weiter als bis nach Kassel, im Süden dafür nach Venedig, im Osten sogar nach Tschechien, und berücksichtigt obendrein eine Fülle von kleinen Theatern, die in der zurückliegenden Saison Beachtliches geleistet haben. – . . .

Hof: „Les pêcheurs de perles (Die Perlenfischer)“, Georges Bizet (zweite Besprechung)

Georges Bizet gilt, man kann es nicht oft genug sagen, trotz seiner anderen wunderbaren Opern als One-Work-Composer. Seltsam, da doch jede gute Aufführung, zumal der Perlenfischer den Opernfreund davon überzeugen müsste, dass es neben der unvergleichlichen Carmen noch andere unvergleichliche Meisterwerke des Jung-Genies zu geben scheint. – Nein, es liegt sicher nicht am Textbuch, dass . . .

Hof: „Les pêcheurs de perles (Die Perlenfischer)“, Georges Bizet

Lieber Opernfreund-Freund, – im Orientalismus in der Oper, der sich in Mozarts Entführung aus dem Serail ebenso findet wie in Lakmé von Léo Delibes oder Puccinis Turandot, wollten Komponisten dem mitteleuropäischen Publikum ferne Länder zeigen, andere, fremdartige Klänge präsentieren, oft ohne je selbst in den betreffenden Regionen gewesen zu sein. Auch Georges Bizet hat Ceylon, wie . . .