
Webers Freischütz war bis dato Deutschlands beliebteste Familienoper. Die müssen wir zerstören! – sagt heute anscheinend der Zeitgeist auch auf der Opernbühne. Die schön schaurige Liebesgeschichte (Kern der Oper) ergibt natürlich keinen Sinn mehr, wenn Agathe lesbisch ist, oder? Jetzt gibt es in Bonn den „Freischütz gegen rechts“. Die AFD wird quasi geadelt, weil die bekannten Gesichter nun Hauptrollen bekamen. Alle Dialoge wurden natürlich umgeschrieben – versteht sich. Erste Anrufe und Mails, die ich heute schon erhielt, sprachen davon, daß sich das Theater Bonn nach der Pause spürbar gelichtet hätte. Stimmte das Premierenpublikum mit den Füssen etwa schon vor dem Ende ab? Was soll man da noch sagen? Mir fehlen die Worte… Unsere Kritiker ! werden exakt berichten.
Gut, daß es unseren Hauszeichner gibt. Dank an Peter Klier!

Bitte rettet unseren schönen Freischütz! Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Ich verspreche einen zweiten Kontrapunkt dazu. Hier ist auch Platz für Lesermeinungen.
Herzlich grüßt Ihr
Peter Bilsing (Hrg.), 4. Mai 2026
PS: Die Kollegen von Nachtkritik haben einen ersten Schnellschuß veröffentlicht (Durch die Wälder mit den Blauen).
Inzwischen ist auch unsere erste Besprechung online. Weitere werden folgen.